Biskuit gestreift

Wenn man sich nicht entscheiden kann, ob man eine helle oder eine dunkle Biskuitrolle backen will, dann ist diese Variante der perfekte Kompromiss. Davon abgesehen bildet sie auch einen schönen Blickfang auf dem Kaffeetisch.

Für den Teig:
4 Eier
70 g Zucker
etwas gemahlene Vanille
1/2 TL Kardamom, gemahlen
50 g Mehl
40 g Stärkemehl
1 TL Backpulver
2 TL Kakaopulver, schwach entölt
1 TL Puderzucker

Für die Füllung:
250 g Mascarpone
40-50 g Zucker (je nach Geschmack)
abgeriebene Schale einer Orange (evtl. weniger, je nach Geschmack)
200 ml Orangensaft
Saft einer halben Zitrone
30 g Sofort-Gelatine

Außerdem: Backpapier, zwei Einweg-Spritzbeutel oder Gefrierbeutel, zwei hohe Gläser

Zubereitung:
Das Backblech mit Backpapier auslegen und den Backofen auf 180° (Umluft) vorheizen.
Die Einweg-Spritzbeutel mit der geschlossenen Spitze nach unten in je ein hohes Glas setzen und den Rand der Beutel über den Glasrand umschlagen. (Ich bereite so etwas gern vor, damit es später schneller geht.)

Die Eier mit dem Handrührgerät bei hoher Geschwindigkeit cremig aufschlagen, Zucker und Gewürze hinzufügen und weiterschlagen, bis der Zucker sich aufgelöst hat. Mehl, Stärkemehl und Backpulver hinzusieben und behutsam unterrühren.
Die Hälfte des Teigs in einen der vorbereiteten Spritzbeutel füllen, die Spitze auf etwa 1 cm Breite abschneiden und den Teig in Streifen mit ausreichend Zwischenraum aufs Blech spritzen.
Kakao und Puderzucker zum verbliebenen Teig hinzusieben und unterrühren. Diesen Teig in den zweiten Spritzbeutel füllen, ebenfalls die Spitze abschneiden und die Zwischenräume auf dem Blech mit Streifen aus dem dunklen Teig füllen. Glatt streichen muss man hierbei nichts.
In den Backofen damit und 8-10 Minuten backen. Für mein Gefühl gerät die Teiglage mit dieser Methode etwas dünner als bei einer „normalen“ Biskuitplatte und benötigt deshalb weniger Backzeit.
Den fertigen Biskuit sofort auf Küchenpapier oder ein mit Zucker bestreutes Geschirrtuch stürzen, das Backpapier vorsichtig abziehen und den Biskuit nochmals wenden, damit später die schönere Seite außen liegt. Biskuit mitsamt Küchenpapier oder Tuch locker zusammenrollen und auskühlen lassen.

Für die Füllung Mascarpone, Zucker und Orangenschale gut verrühren und nach und nach Orangen- und Zitronensaft hinzugeben, bis eine glatte Masse entstanden ist. Die Gelatine unterrühren und die Creme anziehen lassen, bis sie beinahe fest ist. Dann den Biskuit auseinanderrollen und mit der Creme bestreichen, dabei an den Rändern ca. 2 cm frei lassen. Biskuit wieder zusammenrollen und im Kühlschrank komplett fest werden lassen.

Biskuitrolle gestreift
Meine Rolle ist ein wenig platt geraten, das beeinträchtigt den Geschmack zum Glück nicht. 🙂

Wer es kalorienärmer mag, nimmt für die Füllung Joghurt oder Quark; dann sollte, da beides säuerlicher ist, gegebenenfalls die Zuckermenge angepasst werden.

3 Gedanken zu „Biskuit gestreift“

  1. Ist die Rolle vielleicht so flach weil die Teigplatte so dünn ist? Eine dickere Teigplatte würde die Form besser halten. Könnte man nach der ersten hell-dunkel-Lage noch eine zweite darüber spritzen? Vielleicht sogar im Schachbrettmuster.
    Und bitte, es heisst Gelatine – ohne n.

    1. Eine dickere Rolle würde sich schlechter rollen lassen und ggf. schneller brechen. Die Dicke war schon okay; ich hätte nur die Creme für die Füllung etwas fester werden lassen müssen, dann wäre sie nicht so zusammengesunken.
      Eine zweite Lage drüberspritzen wäre sicher (bei doppelter Teigmenge) möglich, aber ich sehe den Nutzen nicht. Ein Schachbrett- oder Karomuster bekommt man auf diese Weise nicht zustande, weil die Streifen-Lagen einfach nur übereinander lägen. Abwechselnd drunter und drüber weben ist bei dickflüssigen Medien etwas schwierig. Geschmacklich war’s mit der einen Lage perfekt.
      Und mit der Gelatine hast Du natürlich recht.

      1. Ich meinte schon dass man über die hellen Streifen der ersten Lage dunklen und über die dunklen Streifen der ersten Lage hellen Teig spritzt – nicht kreuzen. Dann würde im Anschnitt ein zweilagiges Schachbrettmuster entstehen.

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