Geheimes Teststrick-Projekt Amsterdam

Anfang des Jahres fragte eine meiner bevorzugten Garnfärberinnen, ob ich interessiert sei, ein Tuch testweise zu stricken. Da ich das benötigte Garn (Wollerey “Sedaca”, 100 % Seide, 500 m auf 100 g) im Vorrat und dazu auch noch keine anderen Pläne hatte, sagte ich zu. Einen Tag später kam die erste Info der Designerin Elke Amann, und Ende Januar ging es richtig los.

“Amsterdam” ist/war Teil eines Drei-Tücher-KnitAlong; es ist ein klassisches Dreiecktuch und setzt sich aus zwei verschiedenen Mustern zusammen. Der größte Teil wird in einem Lochmuster mit umwickelten Maschen gearbeitet, der mittlere Teil ist kraus gestrickt. Das Lochmuster fand ich recht einfach zu memorieren; bereits nach wenigen Rapporten konnte ich es auswendig stricken. Die Wickelmaschen machen es etwas aufwendig, aber mit Hilfe einer 10 cm langen Handschuhnadel, die ich zufällig in genau der passenden Stärke zur Hand hatte, war es unproblematisch. Man strickt die jeweiligen Maschen zunächst von der linken Nadel auf die kurze Handschuhnadel, wickelt dann den Faden dreimal um diese soeben gestrickten Maschen und hebt sie danach auf die rechte Nadel. Das geht ziemlich flott. Hier ein Musterdetail, als ich noch am Anfang war:

Tuch Amsterdam, Musterdetail

Gut zwei Monate später war das Tuch dann fertig. Nach dem Waschen und Spannen sieht es so aus:

Tuch Amsterdam, fertig

Es ist etwa 190 cm breit und 90-95 (es zieht sich) cm hoch. Verstrickt habe ich etwa 190 Gramm bzw. 950 m Wollerey “Sedaca”, eine fest verzwirnte reine Seide. Die Farbe ist ein warmer Kupferton und damit perfekt für mich. Mittlerweile hat die Designerin Elke auch das Geheimnis gelüftet, so dass ich mein Tuch nun öffentlich zeigen darf.

2 Gedanken zu „Geheimes Teststrick-Projekt Amsterdam“

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