Maschenanschlag und Maschenweite beim Jackenbündchen

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Sammy333
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Maschenanschlag und Maschenweite beim Jackenbündchen

Beitrag von Sammy333 » Mo Feb 12, 2018 22:33

Hallo,

ich möchte eine Jacke nach einer einfachen Handstrickanleitung stricken.
Nachdem das erste Vorderteil fertig ist, frage ich mich nun, ob das so sinnig war mit dem Maschenanschlag/Maschenweite.

Die Jacke hat ein hohes Bündchen (4 rechts/ 4 links) und geht dann knapp unterhalb der Brust glatt rechts weiter hoch.
Die Wolle ist schon eher dick für die Feinstrickmaschiene, etwas mehr als 4fädrige Sockenwolle.
Wie in der Brother Doppelbett Anleitung angegeben, habe ich den Anschlag mit Netzreihe gewählt und die Maschenweite nach dem Bündchen um 3 Stufen erhöht, wie ich das bei Socken gewöhnt bin. Nun zieht es sich ganz schön zusammen am Bündchen und der Anschlag ist sehr fest.

Ich frage mich nun, ob sich das nach dem Waschen anpasst und ob man nicht besser beim erhöhten Jackenbündchen den Wickelanschlag sowie das Bündchen mit mehr Maschenweite strickt?
Habt Ihr da Empfehlungen und Erfahrungen, insbesondere ob sich das nach dem Waschen noch anpasst?

Vielen Dank im voraus.

Viele Grüße
Sammy

Kerstin
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Re: Maschenanschlag und Maschenweite beim Jackenbündchen

Beitrag von Kerstin » Di Feb 13, 2018 07:13

Hallo Sammy,

wenn Du ein 1re-1li-Bündchen strickst, wechselt der Faden nach jeder Masche das Nadelbett. Diese größeren Fadenlängen bzw. Abstände zwischen den Maschen gehen ins Bündchen mit ein.
Wenn Du ein 2re-2li-Bündchen strickst, wechselt der Faden erst nach jeder zweiten Masche das Bett. Die Fadenlängen sind dann insgesamt kleiner; man muss die Maschenweite erhöhen. Das dürfte Dir, wenn Du ein paar Bündchen testweise gestrickt hast, aufgefallen sein.

Wenn Du nun 4re-4li strickst, wechselt der Faden erst nach jeder vierten Masche das Bett; die einzelnen Maschen haben am Ende also wesentlich weniger Garn zur Verfügung. Da würde ich die MW fast schon wie für glatt rechts einstellen. Garn, das nicht eingestrickt ist, kann die Maschen nämlich nicht erweitern. Und ja, ich würde in so einem Fall nicht mit Netz- und Rundreihen starten, sondern mit einem Wickelanschlag.

Je mehr Maschen hintereinander auf einem Bett, desto höher muss dort die MW sein. Das sieht man aber eigentlich schon am gewaschenen Probestück (ohne das man niemals ein größeres Projekt in Angriff nehmen sollte). Bei einzelnen Maschen an einem Bett, z.B. 4re-1li, stellt man am VNB eine deutlich niedrigere MW ein.

Zahlreiche Grüße
Kerstin
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Sammy333
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Re: Maschenanschlag und Maschenweite beim Jackenbündchen

Beitrag von Sammy333 » Di Feb 13, 2018 17:21

Liebe Kerstin,
wenn ich das so lese, ist alles ganz klar. Allerdings muss man da erst einmal drauf kommen mit dem Nadelbettabstand.
Und ja, Probestücke sollte man anfertigen. Da spart man leider meist zu viel dran.
Ich finde Deine Beiträge immer so hilfreich und konnte schon sehr viel von Dir lernen.
Vielen Dank dafür.
Viele Grüße
Sammy

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