Maschenwendekamm - Wozu braucht ihr ihn wirklich?

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Uschi58
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Maschenwendekamm - Wozu braucht ihr ihn wirklich?

Beitrag von Uschi58 » Mi Dez 14, 2016 15:20

Hallo,

eigentlich wollte ich immer einen Maschenwendekamm ergattern. Man erliegt ja als Maschinenstrickerin irgendwann zwangsläufig dem Wahn, alles mal zu besitzen (oder mindestens besessen zu haben :D ), was es so rund ums Zubehör für die Maschinchen gibt. Später - so war es bei mir - siegt dann immer die Vernunft und ich trennte mich von dem einen oder anderen Teil, was ein reines Staubfängerdasein fristete oder deren Handhabung mir dann doch zuviel Aufwand schien oder nicht so funktionierte, wie von mir erhofft.. Vielleicht kommt euch das bekannt vor? So habe ich Formstricker, Abkettler, KG, Grobi u.v.m. im Laufe der Zeit gekauft und wieder abgestossen.

Einen Maschenwendekamm aber hatte ich noch nie und - da ist es wieder - es durchzuckt das Maschinenstricker-Herz und läßt sofort mit latentem Verlangen bei Ebay und Co. danach suchen, nur weil ein freundlich-seelenverwandter Stricker so ein Teil gerade gebrauchen kann. Sofort fragt es sich: Brauche ich das auch? Und was sagt der versierte Hobby-Stricker: "ja, ja, ja! Was für eine Frage!" Und damit sich meine Suchergebisse vervielfältigen suche ich nicht nur nach dem deutschen Begriff, sondern - wir sind ja international - auch nach Garter Bar! :mrgreen: Ich suche von Deutschland bis Hongkong und das Suchen allein macht schon Spaß. :biggrin:

Das Erwachen - wie bei manchen Wünschen im Leben - kommt dann mit der Stimme der Vernunft - spätestens bei zusehends steigendem Auktionspreis 8-) und läßt in mir die Frage reifen: WOFÜR eigentlich genau? :D Irgendwie doch schade, wenn einem nichts einfällt, was den inneren Zwang des Hobby-Maschinenstrickers weiter anfeuert. :D (Denn das Ding ist wirklich teuer und es muß noch mehr dahinter stecken, als einfach mal ein paar Maschen von KR auf KH zu übertragen, oder? ) Bitte, bitte weiht mich ein ... :mrgreen:

Also bitte, erleuchtet mich, wenn Euch das bekannt vor kommt :wink:
Gruß
Uschi

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Re: Maschenwendekamm - Wozu braucht ihr ihn wirklich?

Beitrag von Chaos-strickerin » Mi Dez 14, 2016 16:20

Hallo Uschi,
guckst Du hier:

http://diananatters.blogspot.de/2009/08 ... o-far.html

und das Verlangen wird grösser :lol:

Liebe Grüsse
Geli
stricke mit der KH 970 plus KR 850, KH 260 und dem KG 93
und jetzt auch mit DK

maggi
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Re: Maschenwendekamm - Wozu braucht ihr ihn wirklich?

Beitrag von maggi » Mi Dez 14, 2016 18:26

Hallo Uschi,

erstmal mußte ich grinsen, als ich deinen so treffenden Beitrag gelesen habe. Und ja, auch ich horte das Zubehör, das größtenteils noch aus meiner Anfangszeit des Maschinestrickens stammt. Ich habe alle Zubehörteile mal ausprobiert, bevor ich sie gut eingepackt auf den Dachboden gebracht habe, weil ich sie doch nicht brauche - alle, bis auf den Maschenwendekamm. Noch nie probiert, noch nie vermißt... Vielleicht inspirieren mich die Antworten, die noch kommen.

Danke jedenfalls für die nette Idee!
Herzliche Grüße aus dem MTK

Margit

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Re: Maschenwendekamm - Wozu braucht ihr ihn wirklich?

Beitrag von Regis Bothe » Mi Dez 14, 2016 19:06

Also, was mich betrifft, ich liebe meinen Wendekamm, wenn ich ihn nicht gerade verfluche.

Wenn du damit umgehen kannst, ist so ein Wendekamm ein definitiv praktisches Teil. Ich nehme ihn selten zum Wenden, meist aber als geräumigen Sockenkamm für Ausschnitte, Schulternähte und alles mögliche zum Maschen parken und gleichmäßig abnehmen. Mit diesem Hilfsmittel kann frau/man rasend schnell Maschen neu anordnen, parken usw., und naja, auch wenden.

Mein Tipp: kaufe dir Plastikrücken für Schnellhefter für ein paar Cent. Dann hast du eine Maschensicherung, so dass nichts mehr vom Kamm rutschen kann. So bastelst du einen vollständigen Sockenkamm für Riesensocken aus deinem Wendekamm.

Gelegentlich, wenn Maschen innerhalb eines komplizierten Musters fallen, kann ein Wendekamm allerdings auch ein Zeitfresser der Extraklasse sein, wenn es zur Beispiel ewig und 3 Tage dauert, wenn eine übersehene Masche wieder eingefangen werden muss.

Also ich bin der Meinung: das Teil ist ein "Muss", wenn du viel stricken willst und dir gerne Arbeit ersparst.

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Re: Maschenwendekamm - Wozu braucht ihr ihn wirklich?

Beitrag von Anna1966 » Mi Dez 14, 2016 19:07

Hallo,

Ich glaube, man muss sich damit erst einmal richtig gut beschäftigen, dann scheint es ein tolles Werkzeug zu sein. Man siehe sich nur mal den o.g. Link an. Vielen lieben Dank dafür. Ich habe auch so ein Ding und wusste bislang auch nicht so richtig was damit anzufangen.

LG, Anna

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Re: Maschenwendekamm - Wozu braucht ihr ihn wirklich?

Beitrag von Ramona » Mi Dez 14, 2016 20:33

Hallo,
ich habe auch so einen Kamm, bin aber kläglich gescheidert beim probieren. Ich bekomme das irgendwie nicht hin, trotz Videoanleitung von Diana Sullivan. Ich habe auch das Gefühl ich habe den Trick noch nicht raus, wie das gehen soll.
Aber haben musste ich den, warum auch immer ;-(
LG Ramona
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Re: Maschenwendekamm - Wozu braucht ihr ihn wirklich?

Beitrag von Michaela » Mi Dez 14, 2016 21:19

Ich habe ihn und wende ihn auch an, z.B. beim aufribbeln.
Letztens habe ich einen schrägen Schal gestrickt. Am Ende des Nadelbettes brauchte ich wieder für die Zunahmen neue Nadeln, und mit der Garter Bar habe ich die Schalmaschen ans Ende des Nadelbetts transportiert.
Das wichtigste ist in der Tat die Stoppschiene. Wenn die Nadeln wackeln, schafft man es nur schwer, alle Ösen zu erwischen.
Viele Grüße - Michaela
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Re: Maschenwendekamm - Wozu braucht ihr ihn wirklich?

Beitrag von Uschi58 » Do Dez 15, 2016 12:33

Hallo,

also ich habe mir inzwischen das eine oder andere Video angesehen und denke so ein Teil ist recht nützlich. Allerdings sind mindestens 50 Euronen für den Maschenwendekamm in keinem Verhältnis zu dem nutzen, wenn ich entweder klassische Pullover stricke oder Socken. hmmm
Gruß
Uschi

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Re: Maschenwendekamm - Wozu braucht ihr ihn wirklich?

Beitrag von Regis Bothe » Sa Dez 17, 2016 17:04

Das muss jeder selbst entscheiden, was wieviel wert ist. Ich finde, gerade beim Pullover mit dünner Wolle stricken spart das Teil Stunden.

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Re: Maschenwendekamm - Wozu braucht ihr ihn wirklich?

Beitrag von Knackendöffel Maren » Sa Dez 17, 2016 18:50

Was wäre ich ohne den Wendekamm beim Stricken meiner vielen Wollshirts.
Auf einem Kamm lagern dann manchmal bis zu 4 Ärmeln aufeinander, die ich dann nach und nach an die Hauptteile kette, indem ich sie einzeln herunterschiebe.
Wenn ich nur mal eben eine Krausreihe brauche, bietet sich der Kamm zum Wenden an und ist schneller als der KG, der irgendwo lagert und erst aufgebaut werden muss. Das Üben lohnt sich!
Der Nachteil dieses Hilfsmittels liegt im spröden Material. Die Endnadeln sind sehr bruchanfällig, denn es kommt einfach mal vor, dass die verbiegen und das Geradebiegen nehmen sie schnell übel und brechen dann ab.
Damit ich nicht irgendwann auf dieses Teil verzichten muss, habe ich mindestens 3 Kämme :oops:
Viele Grüße von Maren



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gordianknot
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Re: Maschenwendekamm - Wozu braucht ihr ihn wirklich?

Beitrag von gordianknot » Sa Dez 17, 2016 20:00

Im Internet gibt es einige Anleitungen wie man sich selbst einen Kamm improvisieren kann aus einfachsten Mitteln. Natürlich nicht ganz so robust, aber brauchbar um mal damit zu experimentieren. Bei Chinesischen Internetverkäufer habe ich schon ziemlich preisgünstige Kämme gesehen für 4,5 mm Maschinen.

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Re: Maschenwendekamm - Wozu braucht ihr ihn wirklich?

Beitrag von Regis Bothe » Fr Dez 30, 2016 12:42

Bei Wendekämmen würde ich persönlich eher zu Qualität raten. Die kleinsten Abweichungen lassen schnell die Maschen purzeln und die Stricker /innen verzweifeln. Schlechte Qualität macht gerade hier Null Spaß.

gerti m.
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Re: Maschenwendekamm - Wozu braucht ihr ihn wirklich?

Beitrag von gerti m. » Do Feb 16, 2017 20:58

Hallo,
ich hab mir meinen Maschenwendekamm (für 28 Maschen) bestellt, als ich anfing, mir das Sockenstricken auf der Maschine beizubringen. Seitdem benütze ich ihn ständig um Maschen vom Hinterbett auf Rundstricken umzuhängen. Ein echt praktisches Teil! Musste ziemlich lange üben, bis das Maschenwenden unfallfrei funktioniert hat, aber es hat sich gelohnt. Für andere Strickarten hab ich den Kamm noch nicht benützt. Aber ich könnte mir gut vorstellen, dass er sehr praktisch ist um im Strickteil Maschen abzunehmen, so wie man beim Nähen Abnäher reinarbeitet. Da werden die Maschen dann nicht aufs andere Nadelbett gewendet, sondern einfach mehrere in einem Rutsch nach rechts oder links umgehängt.
Viele Grüße
Gerti

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Re: Maschenwendekamm - Wozu braucht ihr ihn wirklich?

Beitrag von Knackendöffel Maren » Fr Feb 17, 2017 10:32

Gibt es wirklich einen Wendekamm mit 28 Maschen??
Ist das vielleicht nur ein Teil des gesamten Kammes????
Wann wendet man schon mal 28 Maschen? Es ist nicht möglich nur Teile zu wenden, entweder alle oder keine.
Wenn nur 28 Maschen, dann finde ich die Teile, die man zum Socken stricken braucht sinnvoller. Verdammt, ich komme doch gerade nicht auf den Namen, ja ja, so geht es los, ich weiß.
Wenn es wirklich so einen kleinen Wendekamm geben sollte, ist das Üben damit nicht vergleichbar mit einem langen Kamm, das ist schwieriger.

Der Wendekamm erspart mir viele mit Restgarn gestrickte Maschen, die dann wesentlich mühsamer wieder in die Maschine gehängt werden müssen, allein schon deshalb hat er seine Daseinsberechtigung :D

Selbst zu Zeiten, als dieses Teil noch neu war, war der Kamm teuer. Wenn ich mich richtig erinnere, habe ich für den ersten etwa 120 DM bezahlt.
Wenn ihr über Ebay so ein Teil kauft, achtet darauf, dass die äußersten "Nadeln" an der Seite, die mit dem zweiten Teil zusammengesteckt wird, noch dran sind. Es ist ärgerlich, wenn in der Mitte dort ein Loch klafft und die Masche mühsam von Hand gerettet werden muss.
Viele Grüße von Maren



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Re: Maschenwendekamm - Wozu braucht ihr ihn wirklich?

Beitrag von Uschi58 » Fr Feb 17, 2017 11:32

Hallo Maren,

das ist der Deckerkamm für Socken, glaube ich. ;-)

Für mich wäre ein Maschenwendekamm im Sommer interessant, dann könnte ich an meiner Hauptmaschine das Bündchen aufnehmen und an der einfachen Einbettt-Lochkartenmaschine im Garten im Grünen weiterstricken...
Gruß
Uschi

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Re: Maschenwendekamm - Wozu braucht ihr ihn wirklich?

Beitrag von else » Fr Feb 17, 2017 18:28

Auf den würde ich nicht mehr verzichten! Habe einen für den Grobi und die 940.
Gruss
Silvia
Ich stricke mit KH 940, KR 850, KH 260,KR 260, KG. DesignaKnit. SK-860, SR-860. Und jetzt auch noch eine e6000

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Re: Maschenwendekamm - Wozu braucht ihr ihn wirklich?

Beitrag von Rumpeltasch » Fr Feb 17, 2017 19:34

Mir ist neulich ein Strickstück im Norwegermuster mit 170 M komplett von der Maschine gepurzelt (doofer Anfängerfehler). Ich habe dann auf dem Sofa sitzend alle Maschen mit einer dünnen Rundstricknadel wieder aufgefangen und dabei auch Laufmaschen repariert. Anschließend habe ich die Maschen einzeln von Hand auf den Maschenwendekamm gehängt (immer noch bequem auf dem Sofa) und bin erst dann zur Maschine zurück und habe die Maschen vom Kamm ruckzuck ohne Verluste zurück auf die Nadeln gehängt. Mein Rücken hat es mir gedankt! Hätte ich jede Masche einzeln an die Maschine zurückhängen müssen, hätte es bestimmt wieder Fallmaschen gegeben. Ausserdem verkrampfen sich Schultern und Rücken bei mir schnell, wenn ich an der Maschine fummeln muss. Also auch für ungeübte Stricker hat der Kamm viele Vorteile. Ich habe den alten Suzuki Maschenwendekamm zum Zusammenstecken in der roten Box, ein Weihnachtsgeschenk von meinem Mann.

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Re: Maschenwendekamm - Wozu braucht ihr ihn wirklich?

Beitrag von Uschi » Sa Feb 18, 2017 10:08

Hallo Rumpeltasch, ich sehe Du bist neu hier.
Dein Beitrag interessiert mich. Ich habe gestern versucht Maschen von der Stricknadel auf dem Maschenwendekamm zu bekommen. Nur ein sehr anstrengender Erfolg, dann die Stricknadel wieder raus(ich hatte noch ein paar Reihen Kontrast dahinter) und versucht die betreffenden Maschen
auf den Maschenwendekamm zu heben. Leider auch keine Erleichterung gegenüber der üblichen Methode direkt aufs Nadelbett.
Gibt es da einen Trick? Wäre schön wenn Du mal die Handhabung näher beschreiben würdest, dann würde ich als alter Stricker gerne noch was von Dir lernen.

Viele Grüß sendet
Uschi
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Re: Maschenwendekamm - Wozu braucht ihr ihn wirklich?

Beitrag von Knackendöffel Maren » Sa Feb 18, 2017 12:24

Hallo,
ich finde es leichter, die Maschen auf eine sehr dünne Rundstricknadel zu nehmen, etwa1,2mm. Das erleichtert die Maschenaufnahme erheblich.
Die Maschen nehme ich meist mit dem 3er Decker und ziehe die Nadeln der Maschine durch die Maschen, dabei liegt dann das Seil der Rundnadel auch in der Nadel.
(mit dem 3er Decker drücke ich die vorne liegenden rechten Maschenbeine etwas nach rechts, dann komme ich mühelos in die Maschen)
Wenn ich alle Maschen in der Maschine habe (das geht wirklich gut und schnell), schiebe ich alle Nadeln in die E Stellung und ziehe das Seil der Rundstricknadel seitlich heraus. Weil die so dünn ist, geht das ganz leicht.
Für mich ist das die einfachste und schnellste Methode, Fehler zu korrigieren. Da das Seil in den Nadeln liegt, kann man etwas am Gestrick ziehen, dann bekommt man den 3er Decker mühelos in die nächsten Maschen.
Auf jeden Fall spart man den Umweg über den Wendekamm, den ich ansonsten sehr schätze :D
Es ist so schwer zu erklären, zeigen wäre leichter :D

Diese dünnen Nadeln habe ich mal von einer Strickerin übernommen, sie sind fast 1m lang und es waren 4 davon vorhanden. Wahrscheinlich muss man sich die irgendwo bestellen, im Laden habe ich so dünne Nadeln noch nie gesehen.
Ihr glaubt ja nicht, wie oft ich schon froh war, diese Dinger zu haben.
Viele Grüße von Maren



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Re: Maschenwendekamm - Wozu braucht ihr ihn wirklich?

Beitrag von Licia » Mi Mär 01, 2017 22:34

Danke Uschi für deine Frage,

Danke auch für die Links zu Diana Sullivan, endlich habe ich mich getraut den Wendekamm zu nutzen und bin begeistert.
Haben tue ich sowas ja schon lange, Frau braucht so viel :)

Ganz liebe Grüße
Sigrid
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