Ölen und Öl-Hinterlassenschaften auf neuer NZAK

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2000chantal
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Ölen und Öl-Hinterlassenschaften auf neuer NZAK

Beitrag von 2000chantal » Mi Jan 22, 2014 12:53

Liebe Rundstrickmaschinenfreunde,
mit der Rundstrickmaschine produziere ich nun fleißig Strümpfe aller Art, dank der letzten Hinweise auch mit sinnvoll abgestimmten Fadenspannungen und MAschineneinstellunge.
Ich habe die neue NZAK nun mehrfach komplett gereinigt und von den schwarzen Öl-Spuren beseitigt. Hält leider nur ein bis zwei Paare. Vor allem an den Übersetzungszacken zwischen dem Handkurbelrad und der Basis der Maschine entstehen (ohne, dass ich zuvor öle) schwarze Spuren, die beim Hantieren an den Gewichten die Hände verschmieren. Auch im Ribber entsteht in den Nadel-Fugen immerwieder diese Schmiere. Beim Auswechseln der Ribber-Nadeln werden dann auch die Finger schwarz. Ich denke es ist vielleicht ein Gemisch aus Öl mit feinstem Metallabrieb. Als Öl verwende ich übrigens Balistol. Allerdings sehr wenig.
Habt ihr einen Trick, wie man diese Hinterlassenschaft vermeidet. Oder habt Ihr die Erfahrung, dass das mit der Zeit und dem Einstricken der Maschine endet. Insbesondere will ich natürlich nicht meine Sockenwerke verschmutzen.
Vielen Dank schon jetzt für jeden Hinweis.
CHANTAL
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Re: Ölen und Öl-Hinterlassenschaften auf neuer NZAK

Beitrag von Irene Winter » Mi Jan 22, 2014 13:51

Hallo Chantal,
herzlichen Glückwunsch, dass es schon so gut klappt!
Mit einer neuen Maschine habe ich überhaupt keine Erfahrung (leider).
Die alten werden eher selten geölt, es ist einfach nicht notwendig. Ich halte es für Abrieb, der mit der Zeit von selbst verschwindet.
Die Amerikaner ertränken anscheinend ihre Maschinen in Öl, da muss man eine Unterlage bei den Treffen mitbringen, damit es nicht auf den Boden tropft :roll:.
Kann es sein, dass der Abrieb einfach größer ist als bei Stahl?
Was passiert denn, wenn du nicht ölst? Frag doch mal bei Jacquie nach.
Viel Erfolg!.

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Re: Ölen und Öl-Hinterlassenschaften auf neuer NZAK

Beitrag von Strumpfstricker » Mi Jan 22, 2014 16:39

Hallo, guten Tag Chantal
Es liegt in der Eigenschft von Öl, daß es mit der Zeit Schwarz wird. Aber so groß sind die Arbeitskräfte am Sockenstricker nicht, daß es extrem Schwarz wird.
Ich würde alle Teile ( das heißt Maschine zerlegen) mit Spiritus reinigen bis der schwarze Öl-Metall-Dreck weg ist. Zusammenbauen, nur die Schloßlaufbahn, Zylindertragring leich ölen. Nadeln einsetzen und stricken.
Es wird wahrscheinlich ein kleines metallisches Klappern zu hören sein, und wenn es anfängt zu Pfeifen und quitschen hilft ein bißchen Öl.
Strumpfstrickergruß

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Re: Ölen und Öl-Hinterlassenschaften auf neuer NZAK

Beitrag von Tron » Sa Jan 25, 2014 16:43

Hallo Chantal,

ich denke das liegt an dem Aluminium, das bei dem NZAK Zylinder und Ribberscheibe verwendet wird. Das hast Du auch bei Alu-Betten herkömmlicher Strickmaschinen. Ich habe ja auch einen Zylinder für meine Maschine bei Jacquie gekauft und da ist das auch so. Der Originalzylinder aus Stahl macht das nicht.
Ich werde meinen Zylinder und die Ribberscheibe eloxieren lassen, d.h. da kommt hauchdünn ein Überzug drüber, der das dann verhindert.
Wenn ich das gemacht haben, berichte mal, ob es was gebracht hat.
LG

Sylvia

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Re: Ölen und Öl-Hinterlassenschaften auf neuer NZAK

Beitrag von Irene Winter » Sa Jan 25, 2014 19:20

Auweiah, das habe ich mir schon gedacht, dass die neuen Aluzylinder da etwas weieieieieieich sind. Hoffentlich geht das mit dem Eloxieren. Was kann das denn sowas kosten? Vielleicht wird es ja doch noch was mit unseren Bestellungen aus Stahl? Die waren jetzt auch nicht teurer. Ich brauche zwar keinen mehr, aber wenn es doch schon mal das Angebot gibt?
Hallo Hanne!!!! Was hast du denn für Erfahrungen mit den weichen??? Muss man denn die Alus überhaupt schmieren?

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Re: Ölen und Öl-Hinterlassenschaften auf neuer NZAK

Beitrag von Fusselfee » Sa Jan 25, 2014 23:12

Das schwarze ist warscheinlich kein Abrieb,sondern in Verbindung mit säurehaltigen Öl eine Chemische Reaktion. Ich will meine Zylinder noch mal reinigen und wachsen. Dann berichte ich weiter. Ich bin sehr zufrieden mit den Zylindern.
Hanne

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Re: Ölen und Öl-Hinterlassenschaften auf neuer NZAK

Beitrag von Irene Winter » So Jan 26, 2014 10:02

Danke Hanne für deinen Beitrag, du kannst das ja am besten beurteilen! Auf Wachs wäre ich jetzt nicht gekommen!

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Re: Ölen und Öl-Hinterlassenschaften auf neuer NZAK

Beitrag von Strumpfstricker » So Jan 26, 2014 12:37

Hallo, ich habe dazugelernt! Nachdem ich jetzt mitbekommen habe daß Zyl. u. Rippsch. aus Alu sind, braucht man sich nicht mehr damit zu beschäftigen wie die schwarzen Spuren wegzubekommen sind. Alu ist, meiner Meinung nach, für Zyl. u. Rippsch. keine gute Lösung. Es hilft nur wie Meister Tron sagt: Eloxieren.
Probe: ein Stück Alu zwischen den Fingern reiben und nach kurzer Zeit sind sie Schwarz, ohne Öl. Es wird demnach nie aufhören schwarz zu werden, es sei denn man ertränkt die Maschinen in Öl, wie Irene das berichtet.(ausprobieren)
Woher kommen die Maschinen mit Alu-Zyl.u.Rippsch. Ich habe in meinem Bestand auch eine, wahrscheinlich USA, das Typenschild ist nicht mehr vorhanden, und ich habe sie noch nicht im Bestrieb sie ist in einem schlechten Zustand.
mit Strumpfstrickergruß

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Re: Ölen und Öl-Hinterlassenschaften auf neuer NZAK

Beitrag von Fusselfee » So Jan 26, 2014 20:20

Ich werde Waxilit nehmen, mit dem Abrieb kann ich mich nicht so anfreunden, jeder hat es schon mal erlebt, falsche Creme und da wo der Ring sitzt ist es schwarz.
Lg hanne

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Re: Ölen und Öl-Hinterlassenschaften auf neuer NZAK

Beitrag von 2000chantal » Di Jan 28, 2014 12:57

Habe nun auch Jacquie auf das Problem hingewiesen und um Rat gefragt. Knappe Antwort: "Zuviel Öl!".
Naja, ich denke inzwischen auch es ist das Alu-Thema und bin sehr gespannt, ob Waxilit hilft. Freue mich sehr über einen Erfahrungsbericht.
Grüße an Alle
Chantal
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Re: Ölen und Öl-Hinterlassenschaften auf neuer NZAK

Beitrag von Irene Winter » Di Jan 28, 2014 21:02

Hallo ihr Lieben,
zu den Aluzylindern kann ich nichts beitragen, aber ich habe ein eloxiertes Alu-Glashaus. Das sieht gut aus und ist sehr pflegeleicht und wetterbeständig. Mit einer Eisenschraube darf man aber nicht drankommen, da ist die schöne eloxierte Schicht im Nu weg! Vielleicht gibt"s noch andere Oberflächenveredelungen für Alu?
Liebe Grüße!

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Re: Ölen und Öl-Hinterlassenschaften auf neuer NZAK

Beitrag von Tron » Mi Jan 29, 2014 08:32

Hallo Hanne,

ich weiß nicht ob Waxilit das richtige ist. Eigentlich ist es ja für die Holzbearbeitung gedacht und macht da Schubladen usw. leichtgängig.
Ich habe so die Befürchtung das eventuell Rückstände bleiben. Berichte doch mal, ob es was gebracht hat.
LG

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Re: Ölen und Öl-Hinterlassenschaften auf neuer NZAK

Beitrag von Michaela » Mi Jan 29, 2014 09:11

Eigentlich ist es ja für die Holzbearbeitung gedacht und macht da Schubladen usw. leichtgängig.
Generell hast du Recht: man sollte für Maschinen nur harz- und säurefreie Schmiermittel nehmen.
Ob das Waxilit harz- und säurefrei ist, kann ja getestet werden (PH-Wert Stäbchen aus der Apotheke).
Man nimmt es jedoch auch bei Holzbearbeitungsmaschinen, damit das Holz besser über die Maschinen gleitet.
Die Maschinen werden mit Waxilit auch vor Flugrost geschützt.
Viele Grüße - Michaela
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