Seidengarn spannen wird unschön :(

Für Fragen und Tipps zu Anleitungen und Problemen damit, Stricktechniken u. Vorgehensweisen
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J.
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Seidengarn spannen wird unschön :(

Beitrag von J. » Mo Sep 19, 2011 15:54

Hallo ihr Lieben,

am Samstag war ich auf dem Textilmarkt in Benediktbeuern und habe mir dort wunderschönes Seidengarn gekauft. Es hat eine LL von 260 Metern auf 100 Gramm, ist ganz glatt und glänzend (wenig gezwirnt? eher wie Dochtgarn) und lässt sich wunderschön verstricken.
Mein Problem: Ich möchte einen Poncho mit Lochmustern und Noppen daraus machen und habe eine Maschenprobe angefertigt, die dann eingeweicht, vorsichtig in Handtuch ausgedrückt und gespannt. Und ... das schaut furchtbar aus! Das Garn kommt gar nicht mehr schön zur Geltung, sieht total "plattgedrückt" aus, die Noppen genauso.
Ungespannt ist es leider auch nicht so der Hit, da zieht es sich zu sehr zusammen und das Muster kommt nicht schön raus.

Was mache ich denn da am besten? Vielleicht spannen und dann nur mit einer Blumendusche ansprühen? Aber die Seide ist so glatt, die hat schon beim Einweichen nicht gut das Wasser aufgenommen (also dauerte eine ganze Weile und ich musste bei der Maschenprobe noch etwas nachhelfen, damit sie richtig nass wird).

Vielleicht hat jemand Erfahrung damit und kann mir einen Hinweis geben? Würde mich sehr freuen! :D

Viele Grüße

J.


PS - ich war mir nicht sicher, ob die Frage unter "Strickmaterial" oder "Stricken mit der Hand" sollte. Falls es hier falsch ist, wäre dann jemand so lieb, es bei Gelegenheit zu verschieben? Dankeschön

Kerstin
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Beitrag von Kerstin » Mo Sep 19, 2011 20:11

Hallo J.,

meine Erfahrungen mit Seide sind zwar begrenzt, aber es gibt bei diesem Material fast so viele verschiedene Varianten wie bei Wolle. Was für eine Art von Seide zutrifft, muss deshalb für eine andere noch lange nicht gelten.

Eines allerdings haben alle Garne aus überwiegend Seide gemeinsam: Sie haben "Fall" und keinen "Bausch". Sie eignen sich deshalb nicht für plastische Muster, die Elastizität verlangen. Noppen sind für Seide das falsche Muster, sie werden damit niemals so schön wie in elastischer Wolle.

Kalkuliere bei Deiner Musterwahl ein, dass das Gestrick labberig werden kann und sich möglicherweise dehnt. Wähle Schnitt und Muster so, dass das Aushängen ein Vorteil ist. Lochmuster eignen sich z.B. gut, weil sie flach sind.

Zahlreiche Grüße
Kerstin
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Beitrag von J. » Mo Sep 19, 2011 22:19

Vielen Dank Kerstin, damit hilfst du mir weiter :D ... was es genau für eine Seide ist, weiß ich leider nicht, das Garn ist sehr glatt und "dochtig", wenig verzwirnt, ganz weich und fließend.

Nachdem es nicht nur die Noppen sind, die nach dem Nassmachen und Spannen unschön werden, sondern das ganze Garn/Strickbild, lasse ich das in dem Fall einfach bleiben und vertraue aufs "labbrig werden" bzw. aushängen (es handelt sich bei dem Muster um ein flaches Lochmuster, bei dem an ein paar Stellen auch Noppen verteilt sind, die man aber auch weglassen könnte, sind nicht so wichtig für den Effekt).

Viele Grüße

J.

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Beitrag von wischelundwuschel » Di Sep 20, 2011 07:59

Hallo J.

fülle zum anfeuchten mal warmes Wasser in die Blumenspritze - das warme Wasser wird - warum auch immer (Physik 6 setzen) - von Fasern leichter aufgenommen. Dieses kann man auch beim einsprühen von Baumwoll- oder Leinenwäsche beobachten - kaltes Wasser bleibt als Perle auf der Gewebefläche stehen, warmes Wasser dagegen direkt aufgesaugt....grübel.....

Hat da jemand eine Erklärung für - vielleicht ändert sich die Oberflächenspannung durch die Wärme - überleg.....
liebe Strick-Grüsse
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Beitrag von frieda » Di Sep 20, 2011 09:06

Ich würde auf die Viskosität tippen:

http://www.wissenschaft-technik-ethik.d ... html#kap06

Grüßlis,

frieda
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Beitrag von J. » Di Sep 20, 2011 09:48

Danke nochmal :D

Ich werde es ausprobieren - wenn ich mir die Maschenprobe so ansehe, dann ist dem Garn v.a. das Ausdrücken im Handtuch nicht bekommen :?

Viele Grüße

J.

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Beitrag von J. » Di Sep 20, 2011 13:57

Jetzt hätte ich noch eine Frage dazu: leiert glatt rechts Gestricktes eher in der Länge oder eher in der Breite des Strickstücks aus? Dann könnte ich das vielleicht schon vorher berücksichtigen ...

Da es ein Poncho nach der 2-Rechtecke-Methode werden soll, würde die Schwerkraft ziemlich genau gleich an beiden Richtungen "ziehen" ;)

Viele Grüße

J.

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Beitrag von Basteline » Di Sep 20, 2011 16:49

Vor unendlich viiiiilen Jahren :wink: habe ich solche dochtartige Seide auf Strängen gehabt und die gleichen leidvollen Erfahrungen gemacht wie du.
Trotz MaPro waschen, trocknen und danach berechnen wurde kein schönes Kleidungsstück draus.
Einzig, die Garnstränge waschen, zum trocknen aufhängen mit kleinem Gewicht dran und dann erst verstricken erbrauchte ein brauchbares Ergebniss.
Liebe Grüße
Basteline
....und lasset die Nadeln schwingen!

Kerstin
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Beitrag von Kerstin » Di Sep 20, 2011 18:40

J. hat geschrieben:Jetzt hätte ich noch eine Frage dazu: leiert glatt rechts Gestricktes eher in der Länge oder eher in der Breite des Strickstücks aus? Dann könnte ich das vielleicht schon vorher berücksichtigen ...
Nach meiner Erfahrung leiert es stärker in der Breite, wenn das Gestrick quer hängt. Quer gestrickte Pullover, egal aus welchem Material, haben bei mir immer weniger Maschen und mehr Reihen auf 10 cm als konventionell gestrickte. Das hängt sicherlich mit dem Lauf des Strickfadens zusammen. Konventionell gestrickt verläuft er von rechts nach links und zurück, aber bei quer Gestricktem folgt er der Schwerkraft und bekommt somit noch mal extra "Leierschwung".

Zahlreiche Grüße
Kerstin
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Beitrag von J. » Mi Sep 21, 2011 11:41

Super, vielen Dank - habe mir eure Ratschläge zu Herzen genommen und nochmal aufgetrennt und mit weniger Maschen angeschlagen ;)

Liebe Basteline, jetzt hab ich die Stränge schon gewickelt ... dein Trick mit dem Gewicht und Aufhängen muss auf das nächste Mal warten. Allerdings ist das Leiern bei dem Poncho kein Problem, der kann und soll ruhig zipfeln.

Viele Grüße

J.

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Beitrag von J. » Do Okt 06, 2011 17:48

So, ich bin fertig mit dem Teil - kleiner Bericht:

Ich habe die beide Rechtecke eher schmaler gemacht (wg. Leiern in der Breite) und insgesamt kleiner als geplant. Nach Fertigstellung habe ich beide Teile trocken gespannt und dann mit warmem Wasser besprüht und die Feuchtigkeit vorsichtig mit einem Handtuch nur eingetupft, und dann trocknen lassen.

Ergebnis: Das Muster sieht SEHR schön aus :D :D :D (nichts plattgedrückt). Es zieht sich tendenziell mehr in die Länge als in die Breite, d.h. wenn ich es nochmal machen würde, würde ich mehr Maschen anschlagen und dafür weniger Reihen stricken.

Insgesamt ist es sehr sehr schön geworden, total bequem und kuschlig, und sieht angezogen noch dazu wirklich toll aus. Gestrickt hatte ich das Muster von "Madlis Stola" aus einer Knitter vom letzten Herbst, man findet es auch bei Ravelry.

Vielen Dank nochmal für die ganzen Tips und Ratschläge :D

J.

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Beitrag von Siebenstein » Do Okt 06, 2011 18:58

Hallo J.,
toll, dass du jetzt zufrieden mit deinem Werk bist!

Und ich hoffe auf ein Foto in der Galerie ;)

LG,
Ulrike
Zuletzt geändert von Siebenstein am Do Okt 06, 2011 19:49, insgesamt 1-mal geändert.

Michaela
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Beitrag von Michaela » Do Okt 06, 2011 19:13

Oh, ja, ich bin auch neugierig auf Bilder!
Und außerdem bin ich extrem faul und hoffe immer, dass mir die Links frei Haus geliefert werden :P
Viele Grüße - Michaela
Mein Blog http://www.lanarta.de
Ravelry-Projekte http://www.ravelry.com/projects/LanArta
Die Reife eines Menschen zeigt sich am deutlichsten an dem Dienst, den er in der Gemeinschaft leistet (Pedro Arrupe)

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Beitrag von J. » Fr Okt 07, 2011 07:39

Sorry ja, die Links - gestern hab ich nur schnell geschrieben, bevor ich mit dem Hund los bin, das tolle Wetter nochmal ausnutzen :P

Ravelry-Link: Klick

Ich habe leider keine Ansicht im Netz gefunden aus der Knitter, aber es war die Herbst-/Winterausgabe 2010.

Mit Fotos von meinem Poncho kann ich wahrscheinlich leider nicht dienen :(

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Beitrag von liane » Fr Okt 07, 2011 09:38

Hallole,

nun ists zwar "zu spät" - aber ich hätte auch noch was zur Seide ;)


Seide, wenn sie richtig verstrickt ist, also nicht zu locker - leiert nicht aus beim Tragen. Sie "leiert" nur einmal, und zwar bei der ersten Wäsche, dann nicht mehr.
D.h. dass man auf alle Fälle eine nicht zu kleine Maschenprobe im entsprechenden Muster waschen muss und danach das Teil berechnen. Nach dem Stricken ist das Modell "eine Nummer zu klein".

Wenn man dann das fertige Modell wäscht - Waschmaschine ( natürlich nicht auf Vollwäsche sondern 30°, Wolle-, Handwäsche - oder Seidenprogramm wählen ), viel Wasser also, Hauptsache, das Waschmitttel ist ganz raus - und Schleudern! sicherlich keine 1000 Touren - aber es soll viel Wasser raus. Dann liegend trocknen.

Dann bekommt es die richtige Größe und bleibt auch so erhalten (leider.... ich hätte jetzt gerne einen Seidenpulli ein bissel "gestreckt" )

Wenn Du liest, alle Teile einzeln nass machen und später zusammen nähen - mach das nicht - es kommen sonst evtl. unterschiedlich lange/breite Ärmel oder Teile dabei raus, weil man vielleicht ein Teil beim Auslegen mehr "zieht".

Seide kommt toll raus mit Rechts-Links-Mustern - gibt ein sagenhaft schönes Lichtspiel, dann auch Ajourmuster, oder ein Kombi aus beidem. Auch Zöpfe - eben alles, was flächenmäßig etwas unterschiedlich ist statt nur glatt rechts.


Seide reagiert auch nicht wie Viskose - beim Tragen und durch Körperwärme wird Viskose ja immer wieder länger - beim Waschen schnackelt sie wieder zusammen und das Spielchen läßt sich ewig fortsetzen, bis man das Viskose-Ding entnervt entsorgt ) :oops:
Seide gibt nur einmal nach. Wie eben geschrieben.

In den 80er/90er Jahren war Seide ja noch bezahlbar und ich hatte einige spezielle Kundinnen. Maulbeerseide ist nicht ganz so nachgiebig wie z.B. Reine Seide oder Bouretteseide. Also, die gewaschene Maschenprobe ist das A und O.
Bei Deiner Seide tippe ich auf Reine Seide (Schappe-Seide ist das, wenn ich mich recht erinnere). Maulbeerseide ist oft perlig gedreht.
Bouretteseide ist oft unterschiedlich dick und auch fülliger, da ein "Abfallprodukt" aus der Seidenproduktion.

Grüßle
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Beitrag von J. » Fr Okt 07, 2011 10:36

Liebe Liane, vielen Dank für die ausführlichen Infos! Es ist auch gar nicht zu spät, weil ich garantiert wieder mit solcher Seide etwas machen werde, das Material ist einfach zu schön. Im Moment stricke ich einen Loop aus genau der gleichen Seide, nur pflanzengefärbt.

Was du zum Schleudern schreibst, finde ich total interessant. Die Inhaberin eines Wollgeschäftes sagte mir mal, man solle alle Pflanzenfasern und auch Seide wirklich "fest" schleudern, damit die Fasern nicht mehr so quellen können beim Trocknen.

Der Waschmaschinen-Kundendienst erklärte mir, das "Seidenprogramm" meine neuen WaMa sei im Grunde genau wie das Handwaschprogramm, der einzige Unterschied sei, dass man Seide mit nicht mehr als 400 Touren schleudern dürfe. (wobei 400 Touren gegenüber "vorsichtig mit der Hand ausdrücken" ja auch schon viel ist ;))

Den einzigen Hinweis von dir, den ich nicht umsetzen kann, ist das "nicht zu locker stricken". Leider. Aber keine Chance, egal was ich stricke, es ist superlockerlabbrig :P (deswegen habe ich glatt rechts usw. aufgegeben und stricke nur noch Lochmuster, da fällt das nicht so auf). Aber vielleicht klappt es ja trotzdem ;)

Danke nochmals :D

J.

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Beitrag von liane » Fr Okt 07, 2011 10:55

Naja, wenn Seide gleich von Anfang an "zu locker" verstrickt ist, wird sie nach dem Waschen erheblich größer - bei nem Poncho ist das dann nicht der Rede wert - aber bei einem Pulli, der passen soll, schon.
Das merkt man auch schon an der M.Probe, wenn man sie wäscht.
Da wird das Maschenbild dann schon sehr löchrig groß.

125m LL/50g hab ich mit 3,5 verstrickt - auch das sagt nicht viel, weil ja jeder anders strickt - aber bei der LL würde wahrscheinlich auf dem Etikett 4 - 4,5 stehen,. wenn die Seide denn ein Etikett/Banderole hat.

Grüßle
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Beitrag von J. » Fr Okt 07, 2011 11:22

Oi, dann hätte ich eine viel kleinere Nadel nehmen müssen :oops: - aber egal, so fällt es halt total schön locker und weich ;) Ich hatte mir überlegt, dass wenn ich Garne von 350 m LL mit NS 4-5 stricke, dann sollte ich das Seidengarn mit 130 m LL mind. mit 5,5 stricken (eckige Nadeln), und habe es so gemacht. Wobei ich es eh total seltsam finde, ich habe das Garn "Mall" von Birgit Freyer mit NS 3 verstrickt und es ist total labbrig geworden, als hätte ich mind. NS 5 verwendet. Schon seltsam mit dem Stricken :lol:, beim Häkeln läuft das irgendwie sehr anders und ist für mich viel berechenbarer :P

Liane, aber wie ist das: Wenn ich den Poncho jetzt waschen und schleudern würde, und dann zum Trocknen in Form ziehen würde (breiter als lang sozusagen), meinst du, er zieht sich dann beim Tragen nicht mehr andersrum? (also wieder in die Länge)

Viele Grüße

J.

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Beitrag von liane » Fr Okt 07, 2011 12:24

Da ich nicht sehe, wie groß die Maschen sind, würde ich sagen, er "wächst" entsprechend beim Waschen. Klar kannst Du dann in Form ziehen , brauchst auch nichts festzustecken, da Seide so liegen bleibt.

Ich könnte mir höchstens vorstellen, dass der Zipfel, der nach unten hängt, im Laufe des Tragens nochmal etwas nachgibt. Aber im Großen und Ganzen sollte der Poncho nach der ersten Wäsche seine Größe erhalten und die auch erhalten bleiben.

Ich habe versucht, meinen wunderschönen tomatenroten Seiden-Pullover meinem "Wachstum" anzugleichen :lol: :lol: - das ist mir in keinem Stadium mehr gelungen :D :D :D
Leider ist die Vielzahl meiner Hände auch bei 2 geblieben und nicht weiter mit gewachsen - so 4-6 mehr wäre nicht übel - so habe ich meine wartende Seide auch noch nicht zu einem neuen Teil verstricken können.
Ich habe nämlich noch beides - Reine Seide und tolle Maulbeerseide ...

Grüßle
Liane

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