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Montag, 13. Mai 2013

Ich habe keinen Garten, und Gartenarbeit ist auch nicht mein Ding. Aber seit vorgestern bin ich mehr oder weniger stolze Besitzerin einer einzelnen Pflanze Rosa Centifolia Muscosa, und gestern hat sie ein windgeschütztes Plätzchen am Haus bekommen.

Rosenpflanze

Es ist eine Alte Rose, die Sorte geht angeblich zurück bis auf das Jahr 1697. Nun bin ich sehr gespannt, wie sie sich entwickelt und wann sie zum ersten Mal blüht. Außerdem habe ich beschlossen, Euch mit wöchentlichen Bildern auf die Nerven zu gehen. Schließlich möchte ich auch dokumentieren, wie sie (hoffentlich) wächst und gedeiht.

Dienstag, 07. Mai 2013

Diese Woche stellt das Wollschaf eine Frage aus dem Archiv vom 15.05.2007:
Nicht jede Wolle, die sich schön verstrickt, eignet sich auch gut zum Vernähen. Wie löst Ihr das Problem?
Das Wollschaf bedankt sich bei Ute!


Ja, mit so manchem Effektgarn oder auch mit empfindlicher Angorawolle kann man keine ordentliche Naht im Matratzenstich schließen. Unregelmäßigkeiten im Effektgarn erlauben nicht, den Faden sauber durch die Maschen zu fädeln, und das fortwährende Durchziehen lässt manches zarte Garn schnell mürbe werden.
In solchen Fällen nehme ich glattes, solides Garn in Sockenwollstärke für den Matratzenstich. Dabei muss die Farbe nicht einmal genau passen, denn man sieht die Naht von außen nicht, wenn sie korrekt ausgeführt wurde.
Horizontale Nähte wie die an den Schultern schließe ich durch Zusammenstricken. Das ist auch mit problematischem Garn möglich und ergibt ebenfalls eine saubere, flache Naht, ganz ohne Nähen.
Außerdem kann man natürlich komplett auf Nähte verzichten, indem man in Runden strickt. Das ist allerdings, je nach Muster und Modell, nicht immer eine Option und zudem eine komplett andere Geschichte, die schon diverse andere Male und anderswo häufig erzählt wurde.

Sonntag, 05. Mai 2013

Im September 2011 meinte ich, unbedingt das “Layered Skater's Overtop” aus dem Buch Knitting Classic Style von Veronik Avery zu benötigen. Ich begann frohgemut mit dem berühmten Rowan Kidsilk Haze in einem, wie ich damals fand, frischen Grün. Es ging zunächst auch recht flott voran, mit damals nagelneuen HiyaHiya-Nadeln, die ich leider mit zu kurzen Spitzen bestellt hatte. Und es fehlt seit Monaten eigentlich nicht mehr viel bis zur Fertigstellung.

Layered Skater's Overtop

Nun habe ich trotzdem beschlossen, es endgültig aufzugeben. Dafür habe ich mehrere Gründe:

1. Das Stricken mit Kidsilk Haze macht mir keinen Spaß. Das Garn ist mir zu rutschig, und man hat beim Stricken nicht so richtig etwas in der Hand. (Erst recht nicht, wenn man sehr glatte Stricknadeln mit etwas zu kurzen Spitzen verwendet.)
2. Fehler sieht man in dem Geflausche meist zu spät, und Aufribbeln ist ausgesprochen mühsam.
3. Ich finde die Farbe inzwischen scheußlich. Zwar bin ich durchaus ein Grün-Fan, aber dieses spezielle Grün ist doch sehr, hm, sagen wir mal, bissig.
4. Eine Anprobe zeigte mir: In diesem Modell sehe ich aus, als wäre ich ein neonfarbener Fesselballon und würde gleich abheben.

Ich werde einen Rest des Garns aber auf dem Grobstricker testen. Vielleicht lässt es sich damit zu etwas Brauchbarem verarbeiten. Zudem wartet seit letzten Dezember noch ein anderes Kidsilk-Haze-Modell auf Fertigstellung, ich mag gar nicht dran denken.

Donnerstag, 02. Mai 2013

Vor fast vier Jahren strickte ich mir meine Version der “Plissé”-Jacke von Lene Holme Samsøe aus dem Buch “Feminine Knits”. Ein paar Ziehfäden habe ich in einige der dünnen Streifen im Laufe der Zeit schon hineingebracht. Als ich sie vorgestern wieder einmal trug, blieb ich mit der rechten hinteren Schulter an irgendetwas hängen. Und natürlich passierte es so, dass der größtmögliche Schaden entstand. Der dünne Faden ist gerissen, und nun hat die Jacke ein gewaltiges Loch, das ich nicht mehr reparieren kann, jedenfalls nicht, ohne dass man es deutlich sehen würde.

Loch im Gestrick

Ein Jammer. Das einzig Gute daran ist, dass nach dem Entsorgen wieder ein bißchen mehr Platz im Kleiderschrank ist, den man mit einer neuen Jacke füllen kann. Die sollte dann aber etwas haltbarer und weniger empfindlich sein.

Mittwoch, 01. Mai 2013

Vor drei Tagen ist sie fertig geworden, die “Felted Cloche” aus “Knit Noro”.

Felted Cloche von der Seite

Nach wie vor ist mir nicht klar, wie man bei der angegebenen Maschenzahl und Nadelstärke mit zwei Knäueln auskommen soll. Obwohl ich schon mit weniger Maschen gestrickt hatte, war das eine Knäuel aufgebraucht, bevor die Mütze beendet war. Notgedrungen strickte ich nur mit dem zweiten Knäuel weiter und kürzte das Ganze auch noch um ein paar Reihen.

Felted Cloche von oben

Das Stricken ist ansonsten kinderleicht, die Ausarbeitung erinnert ein wenig an Origami. Beim Filzen von Hand schrumpfte das Gestrick leider nicht richtig, oder vielleicht habe ich mich auch zu blöd angestellt. Nach einer 60°-Wäsche in der Waschmaschine war die Mütze dann in etwa so, wie sie sein sollte.
Nun kann der Winter kommen.

Dienstag, 23. April 2013

Diese Woche stellt das Wollschaf eine Frage aus dem Archiv vom 24.04.2007:
Wie ausführlich wollt Ihr über den Fortschritt eines bestimmten Strickprojektes in den Blogs lesen? Welche Projekte und Details interessieren Euch dabei am meisten?
Das Wollschaf bedankt sich bei Arlene!


Wie schon von anderen geschrieben, finde ich öde Fortschrittsmeldungen (“habe wieder vier aufregende Reihen an meinen tollen glatt-rechts-Stino-Socken aus superspannendem Stino-Sockengarn gestrickt” am wenigsten lesenswert. Bestimmt haben auch solche Einträge für manche Leser- und vor allem Schreiberkreise ihre Berechtigung, nur eben nicht für mich.
Sobald aber ungewöhnliche Entwicklungen und Interpretationen ins Spiel kommen, lese ich gern mit.
Man möge mir bitte keine Schadenfreude unterstellen, aber besonders hilfreich finde ich Berichte über Probleme und wie sie dann gelöst wurden. Wurde beispielsweise ein alternatives Garn verwendet, und wie lief es damit? Wie verständlich ist die Anleitung geschrieben? Was war am schwierigsten bei der Ausführung? Welche Modifikationen wurden vorgenommen? Ist es vielleicht sogar ein eigenständiges Design? Gibt es gute Tipps für die Ausarbeitung?
Diese Themen finde ich spannend und verfolge dann gern, wie ein Projekt sich entwickelt.

Sonntag, 14. April 2013

Ich bin nach wie vor im 13aus13-Fieber und habe vor zwei Tagen das neunte Projekt angefangen, die Mütze “Felted Cloche” aus dem Buch “Knit Noro”. Ich stricke mit der vorgesehenen Nadelstärke 6 mm über die vorgesehenen 96 Maschen. Aber bereits jetzt zeigt sich, dass die angegebene Menge von zwei Knäueln Noro Kureyon mir im Leben nicht reichen wird, denn das erste Knäuel ist schon fast aufgebraucht, es fehlt aber noch knapp die Hälfte der Höhe.

Felted Cloche, Start

Außerdem hat die Mütze den gewaltigen Umfang von 70 cm. Gut, das Ding soll noch gefilzt werden. Aber mein Garn reicht einfach nicht, ich habe davon nicht mehr als zwei Knäuel, und irgendwie sollte das doch gemäß Anleitung genug sein.
Schön wäre es, wenn nicht nur die Maschenprobe nach dem Filzen angegeben wäre, sondern auch eine mit den Werten davor, damit man weiß, wie fest oder locker man stricken sollte. Leider, leider haben daran weder die Designerin noch die Herausgeber gedacht. Wäre ja auch zu einfach gewesen.
Nun werde ich das Monsterteil wieder aufziehen und mein Glück mit weniger Maschen erneut probieren.

Freitag, 12. April 2013

Es wird ja vor allem in intellektuell angehauchten Strick-Kreisen gern über die “Sabrina” gelästert. Manche finden sie trutschig, manche sagen dazu uninspiriert, manche meinen, langweilig sei der richtige Ausdruck. Ich finde sie eigentlich gar nicht so schlimm. Viele Modelle stehen den angeblich so genialen US-amerikanischen Schöpfungen kaum nach, haben aber erfreulich kürzere Anleitungen. Deutlich kürzer. Was in einer US-Anleitung über drei Seiten geht, das handelt die “Sabrina” auf weniger als einer Viertelseite knapp und dennoch verständlich (für mich jedenfalls) ab. Ja, ich mag kurze Anleitungen mit Strickschrift und Schnittschema.

Durch eines zeichnet die “Sabrina” sich allerdings nicht aus: Anleitungen zum Maschinestricken. Umso überraschter war ich, im April-Heft das Modell Nr. 8 zu entdecken. Ein erster schneller Blick enthüllte: Das Ding hat keine Rippenbündchen, also ein klassischer Fall für die Einbett-Strickmaschine. Die Maschenprobe für das relativ dünne Garn deutet auf den Grobstricker. Der Schnitt ist extrem simpel, mit möglichst wenig Formgebung. Und die Stricktechnik mit den Umschlägen über fünf Reihen ist für Handstricker nicht nur ungewöhnlich, sondern auch ungewöhnlich schlecht zu stricken. Eine Handstrickerin würde hier eher tiefgestochene Maschen arbeiten, weil die gleichmäßiger werden.

Das alles waren für mich beste Voraussetzungen, das Modell auf der Strickmaschine nachzuarbeiten. Und das ist wunderbar gelungen, ausnahmsweise mal ohne Pannen und gefallene Maschen.

Pullover im Fangmuster

Natürlich verwendete ich nicht das Originalgarn, sondern ein etwa zwanzig Jahre altes aus meinem Vorrat: 450 g Schewe Damasco (100 % Baumwolle, 280 m/100 g) in Kakaobraun habe ich mit MW 1 auf dem Grobstricker verstrickt. Meine Maschenprobe wich etwas ab, und die Maße der Schnittteile habe ich auch ein wenig angepasst.
Im Original sollen alle Kanten umhäkelt werden. Stattdessen strickte ich überall fünf Reihen kraus mit der Hand an. Um möglichst wenig Fadenenden vernähen zu müssen, startete ich alle Teile mit Webanschlag und sechs Reihen glatt rechts, dann kam eine Reihe Nylonfaden, und dann begann ich erst mit dem eigentlichen Teil. Die nach unten zeigenden Schlaufen der ersten Reihe nahm ich dann auf eine Stricknadel, löste den Nylonfaden heraus und konnte dann mit dem anhängenden Garn wunderbar meine Krausreihen stricken.
Den Halsausschnitt arbeitete ich wie gewohnt mit verkürzten Reihen, schloss dann eine Schulternaht und strickte die Kraus-Blende von Hand an.

Dienstag, 09. April 2013

Diese Woche fragt das Wollschaf:
Ich habe letztens einen wirklich schönen Pullover angeschlagen, nach dessen Garn ich mir regelrecht die Hacken abgelaufen hatte. Kaum begonnen, war die Anleitung nirgends zu finden. Als ich das betreffende Buch wieder geliehen und eine neue Kopie gefertigt hatte, entdeckte ich einen Fehler und musste ein großes Stück ribbeln. Und das war nur der Beginn einer regelrechten Pannenserie bis ich den Pullover entnervt aufgab. Nun meine Frage: passiert Euch das auch, dass sich ein Projekt einfach nicht beenden lassen möchte?
Vielen Dank an „Praagelmam“ für die heutige Frage!


Ganz so dramatisch ist es bei mir nicht, vor allem nicht die Sache mit der Garnbeschaffung, da ich zuhause mehr als genug Garn habe und auch fest entschlossen bin, zumindest einen Teil davon erst einmal zu verarbeiten, bevor neues ins Haus kommt.
Aber ansonsten: Ja, manche Projekte wollen einfach nicht angefertigt werden. Bei einem Pullover suchte ich verzweifelt das Buch mit der Anleitung und fand es nicht, nicht in meinem Bücherregal und überraschenderweise auch nicht bei Amazon. Das war kein Wunder; ich hatte nämlich nach dem Namen der Designerin gesucht und nicht nach dem der Buchautorin. Als mir das auffiel und ich richtig nachschaute, fand ich das Buch im Bücherregal dort, wo es hingehörte.
Ich halte mich normalerweise für eine recht routinierte Maschinenstrickerin, aber in letzter Zeit geht bei jedem Projekt etwas schief. Manchmal fallen nur einzelne Maschen. Wenn das aber in einem Lochmuster passiert, kann es ziemlich zeitraubende Folgen haben. Manchmal fällt auch eine ganze Pulloverhälfte, weil man den Faden nicht richtig eingefädelt hatte. Und dann muss mitunter ein größeres Stück aufgeribbelt werden, bevor es planmäßig weitergehen kann.
Dass ich ein Pannen-Teil komplett aufgebe, passiert aber selten. Meistens beseitige ich die Fehler sofort; mitunter kann es auch ein paar Tage dauern, bevor ich mich dazu aufraffen kann.

Montag, 08. April 2013

Es wird Zeit, dass ich mit meinen “13aus13”-Projekten weitermache, sonst werde ich nicht rechtzeitig damit fertig.
Der Abwechslung halber ist nun Häkeln angesagt. Die Anleitung für diesen Schal in einem interessanten Muster mit verkreuzten Stäbchen stammt aus dem japanischen Buch “Let's Knit 2010” (leider finde ich keinen funktionierenden Link mehr dafür). Natürlich verstehe ich nicht Japanisch, aber die Schemazeichnung für das Muster ist gut verständlich. Und obwohl ich seit Jahren nicht mehr gehäkelt habe, geht es mir gut von der Hand.

Gehäkelter Schal

Das Garn ist Fischer “Luxor Hochglanz” in Farbe Kupfer, und es liegt hier seit bestimmt schon zwanzig Jahren herum.

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