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Freitag, 13. Mai 2016

Bekanntlich ribble ich außerordentlich ungern. Lieber verbringe ich eine Stunde damit, einen Fehler im Gestrick auf andere Weise zu beseitigen, als dass ich mehrere Reihen oder Runden komplett wieder aufziehe. Diesmal hat's mich aber voll erwischt.

Derzeit stricke ich an der ärmellosen Tunika “DonnaRocco” von Birgit Freyer. Sie besteht aus mehreren Lochmustern, die jeweils durch Krausreihen voneinander getrennt sind. Es muss wohl am heutigen Datum liegen, dass ich mich beim dritten Muster ausgerechnet in der 13. Reihe vertan hatte. Ich versuchte deshalb, ein knappes Dutzend Maschen bis zum Fehler am Rundenanfang zurückzustricken. Und dabei passierte es: Die Anfangsmaschen rutschten von der Nadel und lösten sich blitzschnell auf. Es gelang mir nicht, sie mustergemäß wieder aufzusammeln.

Mittwoch, 27. April 2016

Vergangenen Freitag zeigte eine meiner Arbeitskolleginnen uns anderen, an was sie gerade in ihrer Freizeit werkelte: Tetraederförmige Täschchen, etwa 10 cm hoch, mit Reißverschluss, gedacht zur Aufbewahrung von Schnullern. Die Tagesmutter ihres jüngsten Kindes hatte mehrere genähte Schnullertäschchen bestellt, damit jedes betreute Kind ein eigenes, von den anderen gut unterscheidbares Täschchen bekommt.

Sonntag, 24. April 2016

Anfang des Jahres fragte eine meiner bevorzugten Garnfärberinnen, ob ich interessiert sei, ein Tuch testweise zu stricken. Da ich das benötigte Garn (Wollerey “Sedaca”, 100 % Seide, 500 m auf 100 g) im Vorrat und dazu auch noch keine anderen Pläne hatte, sagte ich zu. Einen Tag später kam die erste Info der Designerin Elke Amann, und Ende Januar ging es richtig los.

Samstag, 09. April 2016

Manchmal kann ein Rezept einen Anstoß geben, etwas anderes zu backen, das mit dem Original vielleicht nicht mehr so sehr viel zu tun hat. So ging es mir mit Dr. Oetkers “Süßem Regenbogenkuchen”.

Mir gefiel der Basis-Teig mit Mandeln und Orangen-Aroma. Mir gefiel die Füllung mit Kokosmilch. Ich fand's lustig, dass der Kuchen bunt ist, aber ganz so papageifarben wollte ich ihn nun auch nicht haben. Und vor allem war es viel zuviel Teig für einen kleinen Wochenend-Kuchen. Also rechnete ich um.

Mittwoch, 06. April 2016

Seit über 30 Jahren stricke ich mehr oder weniger ernsthaft. In dieser Zeit habe ich immer wieder alles, was zur Prozedur der Maschenbildung gehört, also z.B. Nadelhaltung und Fadenführung, an meine jeweiligen Bedürfnisse so angepasst, dass das Stricken möglichst einfach und ohne Hindernisse vonstatten geht. Ich nehme dabei gern etwas Mühe bei der Umgewöhnung in Kauf, sofern ich danach langfristig einen Gewinn an Zeit oder Bequemlichkeit verbuchen kann. Vor gut einem Monat stieß ich aber unerwartet an meine Grenzen.

Freitag, 01. April 2016

Im vergangenen Herbst kaufte ich ein Cupcake-Set von Mastrad. Was mich auf die Idee brachte, weiß ich nicht mehr, vermutlich die Tatsache, dass es gerade im Preis auf 13 Euro herabgesetzt war. Echter Bedarf kann's nicht gewesen sein, denn Cupcakes sind bei uns in der Familie nicht gerade der Renner, weil sie eher unpraktisch zu essen sind. Um sie auf einmal in den Mund zu schieben, sind sie zu groß, und mit der Kuchengabel lassen sie sich wegen der oft üppigen Dekoration auch nicht besonders gut zerlegen.

Neulich aber fiel mir das Rezeptbüchlein zu diesem Set in die Hände, und ich beschloss, wenigstens einmal eines der acht darin enthaltenen Rezepte (in fünf Sprachen beschrieben) auszuprobieren. Sie sind abgestimmt für acht Cupcakes, weil das Set acht Silikonförmchen enthält. Sicherlich kann man die Rezepte auch erweitern für ein normales Zwölfer-Muffin-Blech, das habe ich jetzt nicht getestet.

Ich entschied mich gleich für das erste Rezept, Schoko-Himbeer-Cupcakes, das ich aber etwas abgewandelt habe.

Dienstag, 09. Februar 2016

Vor gut einem Jahr erstand ich von einer Mit-Foristin ein Kilo ziemlich dicke reine Wolle in einem angenehmen Terracotta-Farbton. Nun wurde es Zeit, daraus etwas Tragbares zu produzieren.

Sonntag, 07. Februar 2016

Stricken und Rechnen gehören für mich zusammen. Es ist nur bedingt und nur mit viel Versuch und Irrtum möglich, gut passende Jacken oder Pullover selbst zu entwickeln, wenn man nicht bereit ist, sich mit ein wenig Algebra oder wenigstens den Grundrechenarten und dem Dreisatz auseinanderzusetzen. (Die Naturbegabungen, die mit weitgehend der selben Nadelstärke immer den gleichen Typ Raglan von oben stricken, lassen wir für den Moment mal außen vor.)

Freitag, 05. Februar 2016

Auch mit einem Garnrest von nur 25 Gramm kann man noch etwas Hübsches stricken.

Tuch Juliette

“Juliette” ist ein kleines, elegantes Tuch, entworfen von Birgit Freyer. Ich bekam die Anleitung in einer ihrer “Wundertüten”. Und zufällig war von einem früheren Projekt eine passende Menge Garn übrig geblieben, das entschieden zu schade zum Wegwerfen war, nämlich Lotus “Tibetan Cloud”, ein himmlisch feines Yak-Garn.

Mit seinem geringen Gewicht und der relativ simplen, logischen Musterfolge war dieses Tuch ein ideales Mitnahme-Projekt. Und jetzt, nach Fertigstellung, ist es ein filigraner Schal für die kommenden Frühlingstage, der mit seiner neutralen Farbe zu vielen Sachen passt.

Mittwoch, 03. Februar 2016

Der 2. Februar gilt mittlerweile überall als “Murmeltiertag”, was auf einen Brauch und natürlich auch den Film aus der Neuen Welt zurück geht. Dabei wird gern vergessen, dass er über Jahrhunderte auch in unserem Kulturkreis eine wichtige Bedeutung hatte und als einer der “Kreuztage” zwischen Sonnenwende und Tag-und-Nacht-Gleiche galt.

In der dunklen Winterzeit fand man sich spätnachmittags in den Spinnstuben zusammen, um Licht zu sparen und Gesellschaft zu haben, denn Spinnen und Geschichten erzählen kann man auch bei nur schlechtem Licht. Ab Lichtmess aber spürt man deutlich, dass die Tage wieder länger werden und die Sonne später untergeht. Schluss war's mit der Spinnstube, andere Aufgaben wurden wichtiger; und für die Bauern begann um diese Zeit, je nach Situation und Wetterlage, wieder die Arbeit im Freien.

Und natürlich gibt es auch für Mitteleuropa eine Wetterregel, die sich auf diesen Tag bezieht:
Ist’s an Lichtmess hell und rein,
wird ein langer Winter sein.
Wenn es aber stürmt und schneit,
ist der Frühling nicht mehr weit.

(Quelle: Wikipedia)
Das deckt sich übrigens mit den Murmeltier-Regeln. Da es gestern windig und regnerisch war, dürfen wir also mit einem baldigen Frühling rechnen. Dazu passt, dass hier im Vorgarten schon die Winterlinge in voller Blüte stehen.

Winterlinge am 2. Februar

Für mich wird Lichtmess immer Lichtmess bleiben, Murmeltiertag hin oder her. Letztlich haben die amerikanischen Siedler ja auch nur übernommen und angepasst, was sie an Wetterregeln aus Europa mitgenommen haben.
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