Skip to main content.

Archiv

Dies ist das Archiv für March 2009

Sonntag, 29. März 2009

Kürzlich wurde im Strickforum gefragt, wie man die Nadeln umwickelt, um Löcher zu vermeiden, wenn man mit dem KG strickt. Da die Nadeln in diesem Fall in A-Position geschoben müssen, ist das Vorgehen nicht so offensichtlich. So mache ich es:

Recently someone asked in the “Strickforum” how to wrap needles to prevent holes when knitting with the garter carriage. As in this case the needles must be pushed into A position, it is not self-evident how to proceed. The photos show how I do it:

Nadel in A-Position, needle into A position
Bild 1: Nadel 43 links wird in A-Position geschoben, während der Schlitten auf der linken Seite ist.
Image 1: Needle 43 left is pushed into A position while the carriage is at the left side.

Faden vor der Masche, thread in front of stitch
Bild 2: Eine Reihe wurde darüber gestrickt. Der Faden verläuft vor der Masche auf der soeben in A-Position geschobenen Nadel.
Image 2: One row is knit. The thread runs in front of the stitch on the needle that has been pushed into A position.

Nadel soll wieder mitstricken, stitch is going to knit
Bild 3: Wenn die Nadel wieder mitstricken soll, wird der Nylonfaden behutsam strammgezogen, und die Masche gleitet wieder in den Nadelhaken. Dabei wird der davor verlaufende Faden mit aufgenommen.
Image 3: When the needle is put into work again, the nylon thread is gingerly pulled taut, and the stitch slides back into the needle hook. The thread running in front of the stitch is picked up together with the stitch.

Maschen und Umschläge, stitches and wraps
Bild 4: Maschen mit ihrem “Umschlag” (Nadeln 33 und 38 links), bereit zum Abstricken, in diesem Fall mit Kontrastgarn.
Image 4: Stitches and their “wrap” (on needles 33 and 38 at left), ready to knit, in this case with waste yarn.

Samstag, 28. März 2009

Spiralbindung, erschienen 1982 bei Weaverknits Ltd., Dartford, Kent, ISBN 0 950985 1 9. 172 Seiten, viele Zeichnungen, z.T. farbige Diagramme.
Hier geht es um Röcke, die mit der Strickmaschine (Feinstricker, 4,5 mm Nadelabstand) gearbeitet werden. Mary Weaver zeigt von Grund auf, wie das funktioniert. Sie beginnt mit Hinweisen zu geeignetem Garn und beschreibt verschiedene Methoden zum Stricken von Säumen und Rockbunden, bevor sie auf die unterschiedlichen Stricktechniken eingeht. Im Detail sind es: Faltenröcke, Röcke in diversen Rippenmustern, quer gestrickte Röcke, teils mit verschiedenen Mustern, und Bahnenröcke. Zu jeder Technik gibt es genaue Anleitungen, und zwar nicht nur für Röcke, sondern jeweils auch für dazu passende Jacken oder Pullover. Auch in Deutschland eher unbekannte Methoden wie Shadow Pleating (Plisseefalten durch Kombinieren von dünnem und dickerem Garn) werden beschrieben.
Dieses Buch ist bestens geeignet für alle, die ihre Strickmaschine auch für etwas anderes als Handstrick-ähnliche Kleidung verwenden wollen. Zwar entsprechen die Modelle nicht mehr der aktuellen Mode, aber Mary Weaver vermittelt die nötigen Kenntnisse, um professionell ausgearbeitete Strickröcke und -kostüme herzustellen. Mein Exemplar stammt übrigens aus dem Nachlass von Dodo Bürkel.

Mary Weaver, Machine knitted skirts

Röcke im Rippenmuster, ribbed skirts

Bahnenrock, paneled skirt

Shadow Pleating

Spiralbound, published 1982 by Weaverknits Ltd., Dartford, Kent, ISBN 0 950985 1 9. 172 pages, many drawings, diagrams partly in colour.
This book is about skirts made on the standard gauge knitting machine. Mary Weaver describes from scratch how it is done. She starts with tips on suitable yarn, shows several different methods for hems and waistbands and explains the various possible knitting techniques. These include: pleated skirts, ribbed skirts, sideways knit skirts, some with additional patterning, and paneled skirts. Each technique is covered with complete instructions not only for the skirts but also for accompanying jackets and tops. Even techniques like shadow pleating (knitting pleats by combining fine and thicker yarns), unusual in Germany, are explained in detail.
This book is particularly suitable for those of us who want to use their machines not only for garments mimicking hand-knitting. Although the garments shown are outdated, Mary Weaver imparts the necessary knowledge to knit professionally made up skirts and suits. By the way, I inherited my book from Dodo Bürkel.

Freitag, 27. März 2009

Vergangenen Monat hatte ich bereits einen Pullover aus Noro Kochoran quer gestrickt. Er war gut gelungen, aber noch nicht ganz perfekt. Indem ich ein paar Kleinigkeiten änderte, erschaffte ich den “perfekten” Pullover.
Die Ärmel waren okay, sie konnten bleiben wie beim ersten Versuch. Das Leibteil war ein wenig knapp. Je sechs Reihen zusätzlich am Rückenteil und am Vorderteil reichten aus, um die nötige Weite zu geben. Der erste Versuch hatte sich stärker gelängt als vorgesehen, das korrigierte ich, indem ich die Leibteile des zweiten Pullovers jeweils 14 Maschen kürzer strickte.
Alles andere beließ ich. Resultat: Ein wundervolles, schlichtes, wirkungsvolles Modell und dazu noch schnell gestrickt. Die Strickzeit mit dem Grobstricker betrug einen Tag, dann brauchte ich noch einen weiteren Tag fürs Zusammennähen.
Verbraucht habe ich 500 g Noro Kochoran in Farbe 31.

Noro Kochoran, quer gestrickt, sideways knit

Last month I already had finished a sideways knit sweater out of Noro Kochoran. It was quite a success, although not absolutely perfect. By modifying some minor details, I created the “perfect” sweater.
The sleeves were okay, so I made them the same as my first attempt. The body was a bit tight. Six additional rows each for back and front were sufficient to achieve the necessary width. My first attempt had stretched lengthwise more than anticipated. I corrected that by knitting the body pieces 14 stitches shorter.
The rest was left unchanged. And the result: A wonderful, plain garment, and a quick knit, too. I spent one day knitting on the chunky knitting machine and another day for sewing up. 500 g of Noro Kochoran in colour 31 went into this garment.

Donnerstag, 26. März 2009

Bereits am Wochenende wurde dieser schöne Pulli fertig, aber es dauerte ein paar Tage, bis er gewaschen und wieder trocken war.
Anmerkungen zum Modell: Die Armausschnitte sind nur 17 cm hoch, das ist sehr eng. Wer es etwas bequemer mag, sollte die Schultern mindestens 3 cm höher stricken.
Meine Gesta ist übrigens ein wenig länger geworden, weil ich erst ab der 12. Reihe mit den Abnahmen begonnen habe. Ich habe mir noch eine kleine Änderung bei der Formgebung erlaubt. Die erste Abnahme erfolgte in den äußeren Linksmaschengruppen; die weiteren Abnahme habe ich jeweils in die nächste Linksmaschengruppe nach innen verlegt, so dass in jeder Gruppe von Linksmaschen eine Abnahme erfolgte. Die Zunahmen habe ich analog von innen nach außen verlegt, jeweils eine pro Linksmaschengruppe. Dadurch ist die Taillierung fließender und ausgeglichener geworden.

Gesta fertig - finished

Last weekend this lovely vest was finished, but it took some time to have it laundered and dried.
Some notes: The armholes are only 17cm high, this is very tight. If you like it more comfortable, knit the shoulders at least 3cm higher.
My Gesta is slightly longer because I started the waist shaping in the 12th row. I took the liberty to modify the waist shaping . The first decrease was done in the outmost column of purl stitches, and each subsequent decrease was shifted by eight stitches into the next group of purl stitches, shifting from outside to inside and back again for the increases. Thus, the waist shaping is more fluent and balanced.

Dienstag, 24. März 2009

Das Wollschaf fragt:
Welche Erfahrungen habt ihr beim Versand von Wollen in Online-Shops gemacht???? Seid ihr mit der Verpackung immer zufrieden oder gibt es da Abstriche????
Herzlichen Dank an Catrin (leider funktioniert der Bloglinks nicht) für die heutige Frage!


Per Versand habe ich schon vor Jahrzehnten bestellt, bevor ich überhaupt wusste, was Internet ist. Bereits 1982 machte mich ein damaliger Arbeitskollege, der übrigens auf einer Singer Strickmaschine strickte, auf Fischer Wolle aufmerksam, wo ich in der Folgezeit sehr viel gekauft habe. Die Firma existiert immer noch, und die Garne sind so gut wie ehedem. Das Garn wird, je nach Menge, in einer stabilen Papiertüte oder einem Pappkarton versandt.
Bislang habe ich nur bei wenigen Online-Shops bestellt, hatte aber nie Anlass zur Klage, im Gegenteil. Gelegentlich kaufe ich herabgesetzte Noro Garne bei Jannette's Rare Yarns. Bisher hatte ich dabei keine schlechten Erfahrungen. Sie versendet die Garne in fest verklebten Plastiktüten. Etwas nachteilig finde ich, dass Garne von dort, im Gegensatz zu Büchern, teilweise einen ziemlich langen (mehrere Wochen) Postlaufweg haben. Da braucht man Geduld.
Bei der Bastel- und Hobbykiste wurde immer alles, was ich dort bestellte, sehr sorgfältig in stabile Kartons verpackt und kam in tadellosem Zustand an.
Sendungen von der Wollerey bekomme ich besonders gern, sie sind die reinste Augenweide. Da wird das Garn, bevor es in den Versandkarton kommt, liebevoll in farblich passendes Seidenpapier eingeschlagen, es gibt immer einen freundlichen persönlichen Gruß dazu, und Dagmar kennt offenbar auch die Lieblingsfarben ihrer Kunden auswendig. Weihnachten ist nichts gegen die Ankunft eines Wollerey-Pakets. Hm, ich sollte mal wieder etwas dort bestellen...

Montag, 23. März 2009

Täglich melden sich neue Mitglieder im Strickforum an. Leider sind sehr viele davon Spammer, die nur ihre URLs für Pornos, Glücksspiele oder potenzsteigernde Mittelchen unter die Leute bringen wollen. Deshalb wird jede Anmeldung erst einmal überprüft, bevor ein Mitglied freigeschaltet wird. Es gibt gewisse Kriterien, anhand derer man ziemlich gut erkennen kann, ob sich da ein Mensch oder ein Spambot anzumelden versuchte.
Meistens wird schon die Anmeldung nicht “durchgereicht”, weil der Spammer über eine IP-Nummer kommt, die gesperrt ist. Heute früh jedoch erwartete mich eine putzige Überraschung. Ein Etwas mit der Browserkennung Mozilla/4.0 (compatible; MSIE 5.5; Windows 98 ) hatte sich gestern um 23:20 mit dem Nutzernamen “losanonloni” angemeldet und war über die IP 84.16.240.211 mit dem Hostnamen “fallbackmx.spamexperts.com” gekommen. Unter http://www.spamexperts.com findet man eine Firma, die Produkte gegen Spam anbietet.
Jetzt frage ich mich: Spammen die (Anti-)Spamexperten nun auch schon die Foren zu, um Bedarf für ihre Antispam-Produkte zu schaffen?

Each day, new members register at our “Strickforum”. Unfortunately, many of them are spammers who only want to publish their URL for porn, gambling or impotence drugs. That's why each registration is manually checked before a member is activated. There are certain criteria which help us find out whether a human being or a spam bot tried to register.
In most cases, the registration is not passed through because the spammer uses a blocked IP number. But this morning, I was up to a funny surprise. Something with the user agent Mozilla/4.0 (compatible; MSIE 5.5; Windows 98 ) had tried to register last night at 23:20 with the user name “losanonloni”, using IP 84.16.240.211 with the host name “fallbackmx.spamexperts.com”. At http://www.spamexperts.com you find a company offering products against spam.
Now I wonder: Are (anti-)spam experts spamming forums to generate demand for their anti spam products?

Samstag, 21. März 2009

Spiralbindung, erschienen 1979 bei Weaver Publications Ltd, Sidcup, Kent, ohne ISBN. 315 Seiten, zahlreiche Zeichnungen.
In diesem Buch geht es ausschließlich um das Stricken am Einbett. Es ist so praxisnah, wie man es sich nur wünschen kann. Mary Weaver beschreibt zunächst für alle seinerzeit gebräuchlichen Strickmaschinen die wichtigsten Funktionen sowie Grundkenntnisse wie Anschlag, Formgebung, Abketten und Halteposition. Wenn man das gelernt hat, ist man in der Lage, nach ihren Anleitungen verschiedene Kleidungsstücke zu stricken. Im weiteren Verlauf des Buches folgen dann Lektionen zu den einzelnen Mustertechniken. Mit den detaillierten Anleitungen kann man das Gelernte gleich umsetzen. Zusätzlich erklärt die Autorin auch, wie man z.B. Einzelmotive strickt, auch solche mit mehr als 24 Maschen Breite, oder was zu beachten ist, wenn man über jede 2. Nadel strickt. Auch das Stricken von mehr als drei Farben pro Reihe wird anhand eines Pullovers gezeigt. Den Abschluss des Buches bilden Hinweise zur Ausarbeitung und zum allgemeinen Entwerfen von Strickkleidung.
Wenn ich einer Anfängerin an der Strickmaschine ein Buch empfehlen sollte, dann wäre es dieses. Mit der Bedienungsanleitung (die natürlich durch nichts zu ersetzen ist) und dem, was hier erklärt wird, lernt man rasch, worauf es ankommt, und strickt bald die ersten tragbaren Pullis, Jacken und Einbett-Socken.

Mary Weaver, Machine knitting technology and patterns

Mary Weaver

Mary Weaver

Mary Weaver

Published 1979 by Weaver Publications Ltd, Sidcup, Kent, without ISBN. Spiralbound, 315 pages, many drawings and schematics.
This book deals solely with single bed knitting. It is hands-on and down-to earth. Mary Weaver starts by explaining the most important functions for all knitting machines readily available in the 1970s, including casting on and off, shaping and holding position. As soon as you have mastered all this, you are able to knit several garments following her precise instructions. Weaver continues with information about pattern techniques. She illustrates how to knit single motifs, even over more than 24 stitches, or what to pay attention to when knitting over every second needle. Even knitting with three colours in a row is shown with a ladies' sweater. Tips on making up, using charting devices and simple garment design round it off.
If I had to recommend one single book to a machine knitting beginner, it would be this one. With the instruction book (which cannot be substituted by anything) and everything which is explained here, you learn the important facts very quickly, and soon you will have completed your first wearable sweaters, cardigans and single bed socks.

Donnerstag, 19. März 2009

Vor über fünf Jahren hatte ich mal zwei Kilo Noro Kochoran in Farbe 26 (türkis-rosa-grau) gekauft. Eigentlich sind das nicht meine Farben, aber dank der schönen Mischung passt es trotzdem. Außerdem steht mir Angora in fast jedem Farbton. Das Material passt einfach zu mir.
Aus den zwei Kilo Garn wurden im Laufe der Zeit drei verschiedenartige langärmelige Pullover. Ich liebe sie alle. Und immer noch hatte ich gut 300 g übrig. Diese letzten Reste werden jetzt zu “Gesta” aus Cornelia Tuttle Hamiltons “Hand Knitting Collection 2”. Das ist derzeit mein Unterwegs-Strickzeug. Täglich schaffe ich ungefähr 10-12 Reihen (die Hardcore-Dauer-Strickerinnen dürfen jetzt gern lachen). Das Rückenteil ist bereits fertig (siehe Bild), beim Vorderteil habe ich etwa die Hälfte erreicht.

Gesta, Noro Kochoran

More than five years ago I bought 2 kgs of Noro Kochoran in colour 26 (turquoise-pink-grey). These are not necessarily my best colours, but in this great composition they work quite well for me. Besides, angora suits me in almost every colour. This stuff is really me.
In the course of time, the yarn turned into three different long-sleeved sweaters. I love each of them. And I still had three hanks left. They are now knitted into Cornelia Tuttle Hamilton's “Gesta” from her “Hand Knitting Collection 2”. This is my current en-route knitting. I get about 10-12 rows done each day (you indefatigable hardcore knitters may laugh now). The back is finished (see photo), about half of the front is done.

Mittwoch, 18. März 2009

Schon seit längerem bin ich um die “Simply Shetland” Bücher herumgschlichen wie die Katze um den heißen Brei. Am Wochenende habe ich mich endlich entschlossen, alle auf einmal bei Martina Schimbach zu bestellen. Gestern kamen sie an.
Und ich finde sie toll. Es passiert selten, dass ich in einem Buch oder Heft so viele Sachen finde, die ich am liebsten sofort nachstricken möchte. Und dies sind fünf Bücher, eines schöner als das andere. Nun habe ich das Problem, dass ich mich nicht entscheiden kann, womit ich anfange, sobald ich mit meinen derzeitigen Projekten fertig bin.

Simply Shetland

For some time now I've contemplated to buy the “Simply Shetland” books. Last weekend, I finally took the plunge and ordered them from Martina Schimbach. Yesterday they arrived.
And they are awesome! There are rarely so many garments in one book that I would like to knit. And these are no less than five beautiful books, Now I've got the problem to decide which item to start first as soon as I've finished my current projects.

Sonntag, 15. März 2009

Dieser Kuchen ist ein “fetter” Biskuit und schmeckt sehr lecker. Das Rezept habe ich in einem “Menü”-Backbuch aus den 1970ern gefunden. Die Menge reicht für eine große Kastenform (27x11 cm) oder eine mittlere (20x11 cm, siehe Bild) und eine kleine (15x8 cm, siehe Bild) Kastenform oder für vier kleine Kastenformen. Der Kuchen lässt sich auch gut einfrieren. Für einen kleinen Haushalt ist es praktisch, wenn man ihn dazu in kleinen Formen backt. Die kleinen Kuchen eignen sich auch gut als Mitbringsel.

Brüsseler Schokoladenkuchen

Zutaten:
6 Eier, getrennt
2 Esslöffel Weinbrand
1/4 Teelöffel gemahlener Zimt
1 Messerspitze gemahlene Nelken
170 g Zucker
100 g Mehl
je 50 g Kakaopulver (schwach entölt) und Speisestärke
80 g gehackte Mandeln
80 g zerlassene Butter, handwarm
100 g Zartbitter-Kuvertüre
20 g gehackte Pistazien

Zubereitung:
Eigelbe mit dem Weinbrand, Zimt, Nelken und der Hälfte des Zuckers schaumig rühren. Eiweiße steif schlagen und die andere Hälfte des Zuckers darunterschlagen. Eischnee auf die Eigelbcreme geben, Mehl, Kakao und Speisestärke darübersieben. Mandeln hinzufügen und alles locker unter die Eigelbceme ziehen. Zum Schluss die zerlassene Butter untermischen.
Kastenform(en) mit Butterbrotpapier auslegen und den Teig einfüllen. Im Backofen bei Umluft und 170° etwa 45-55 Minuten backen, je nach Größe der Formen.
Nach dem Abkühlen mit zerlassener Kuvertüre bestreichen und mit gehackten Pistazien bestreuen.

Samstag, 14. März 2009

Spiralbindung, erschienen 1976 bei Weaverknits Ltd, Dartford, Kent, ohne ISBN. 318 Seiten, zahlreiche Zeichnungen.
Dies ist die Fortsetzung des Bandes, den ich vergangene Woche vorgestellt habe. Mary Weaver wollte sich in ihrem Buch zur Doppelbett-Ergänzung auf 200 Seiten beschränken. Weil aber nicht genügend Platz für alles Wissenswerte war, teilte sie den Inhalt auf zwei Bände auf. Auch beim zweiten Band reichten 200 Seiten nicht aus.
In diesem Buch beschreibt die Autorin ausführlich verschiedene Aspekte des Strickens am Doppelbett, z.B. Stricken mit 2fach-Garnen (Lauflänge ca. 700-800 m auf 100 g), Patentgestrick, falsches Häkelmuster, Wabenmuster, Rundstricken, Socken oder Doppelbettjacquard. Zu jedem Thema gibt es eine oder mehrere Anleitungen für Kleidungsstücke für Kinder und Erwachsene, im allgemeinen in mehreren Größen. Man kann somit das, was man zuvor gelesen hat, sofort an einem tragbaren und brauchbaren Modell üben. Die Anleitungen sind in der für Mary Weaver typischen Weise aufgebaut. Zwar muss man sich daran erst einmal gewöhnen, aber übersichtliche Schemazeichnungen und Tabellen mit genauen Maschen- und Reihenzahlen erleichtern das Nachstricken. Die Anleitungen sind zwar für Empisal/Knitmaster Maschinen geschrieben, aber hinten im Buch findet man eine Art “Übersetzungsliste” für Brother Maschinen und die Abbildungen der verwendeten Standard-Lochkarten.
Sehr hilfreich ist der Abschnitt über das Entwerfen von Kleidung. Weaver beschreibt nur die Grundlagen, aber damit kann man bereits viel anfangen. Auch wie man das Doppelbett justiert, wird ausführlich erklärt. Den Schluss des Buches bildet ein Kapitel über das Arbeiten mit dem Farbwechsler und den Aufbau von Lochkarten für Doppelbett-Jacquard.
Ich kann diesen zweiten Band genauso uneingeschränkt empfehlen wie den ersten.

Mary Weaver, The ribbing attachment part 2

Pullover-Beispiel, example of sweater

Pullover im Rippenmuster, ribbed sweater

Socken, socks

Spiralbound, published 1976 by Weaverknits Ltd, Dartford, Kent, no ISBN. 318 pages, many drawings and illustrations.
This is the sequel of the book that I reviewed last week. Mary Weaver wanted to confine herself to 200 pages in her first book. As there was not enough space for everything worth knowing, she decided to write a second volume. And again 200 pages were not enough.
In this book the author explains in detail several aspects of double bed knitting, e.g. general knitting with 2ply yarns (metrage about 700-800 meters per 100 g), Fisherman's rib, mock crochet stitch, honeycomb stitch, circular knitting, socks or double jacquard. There are one or more instructions basing on each subject so you can immediately practise what you have learned on a useful and wearable garment. The instructions are written in Mary Weaver's typical format. At first you have to get used to it, but then her clearly arranged schematics and tables with precise rows and stitches are easy to follow. The instructions are written for Empisal/Knitmaster machines, but there is a conversion chart for other machines at the end of the book, complete with illustrations of the standard punchcards used.
I find the section about basic garment design very helpful. A lot can be done with Weaver's hints and tips. She also explains how to adjust the ribbing attachment, how to work with the automatic colour changer and how to prepare punchcards for double jacquard.
I do recommend this second volume as much as the first one.

Dienstag, 10. März 2009

Das Wollschaf fragt:
Wenn ich meine “Herzchen” auf Ravelry anschaue, stelle ich fest, dass die positive Bewertung meiner Strickstücke im Internet oft gar nicht mit meiner positiven Bewertung im Leben übereinstimmt. Daher meine Frage:Wie ist das bei Euch? Werden bei Euch die Strickstücke in Euren Blogs oder auf Ravelry positiv bewertet, die Euch selbst auch am besten gefallen? Woran könnte das liegen?
Herzlichen Dank an Wassilissa für die heutige Frage!


Ob ein Strickstück ein “Lieblingsteil” wird, hängt von vielen Faktoren ab. Wichtige Kriterien sind für mich:
- Sitzt das Teil gut? Oder muss ich es alle fünf Minuten zurechtzupfen?
- Trägt es sich angenehm? Kratzt das Material, längt es sich beim Tragen, fusselt es, lädt es sich auf, ist es schwierig zu pflegen?
- Passt es zu meiner übrigen Garderobe? Ich trage z.B. kaum zweifarbige Teile, weil ich sie schwieriger zu kombinieren finde. Eine Farbe, viele Farben oder schöne Farbverläufe funktionieren für mich besser.
- Passt es zu meinem Stil? Ich trage wohl kaum ein tolles Fair-Isle-Gestrick im Job, wenn ich in bunten Querstreifen aussehe wie ein übergewichtiger Clown.

Ich habe viele Lieblingsteile, die simpel und unspektakulär sind. Wenn ich die irgendwo zeige, dann kräht kein Hahn danach, so langweilig sehen sie aus. Erst beim Tragen im Alltag erweisen sich ihre Qualitäten.
Das alles ist aber auf dem “Beauty Shot” für Ravelry oder fürs Weblog gar nicht zu erkennen. Da geht es nur nach dem Bild. Und wenn das Bild geschickt gemacht ist und möglichst noch eine aufregende Technik zeigt, dann wird jeder es bewundern und “herzen”, auch wenn das Modell in Wirklichkeit ein fast unbrauchbarer Fehlschlag ist.

Samstag, 07. März 2009

Spiralbindung, erschienen 1974 bei Weaver Publications, Sidcup, ohne ISBN. 206 Seiten, zahlreiche Zeichnungen.
Auf den ersten Blick wirkt dieses recht alte Werk langweilig und wenig inspirierend mit seinen schlichten, altmodischen Schwarzweiß-Zeichnungen und den vielen Tabellen. Auf den zweiten Blick erst zeigen sich die wahren Werte. Mary Weaver, die britische Ikone des Maschinestrickens, war eine der ersten und wahrscheinlich die wichtigste Autorin auf diesem Gebiet. Ihre Publikationen bilden die technische Grundlage für viele Bücher anderer Autoren übers Maschinestricken. Sie hat auf so ziemlich jedem Maschinenfabrikat gestrickt, das seinerzeit erhältlich war, und ihr profundes Wissen ist heute noch genauso aktuell wie damals.
In diesem Buch geht es um das Stricken mit der Doppelbettergänzung. Zwar ist das Buch in erster Linie für Knitmaster/Empisal 321 mit Doppelbett SRN gedacht, jedoch kann man fast alles auch auf Brother Strickmaschinen umsetzen, wenn man weiß, welche Einstellungen gemeint sind. Aus dem Inhaltsverzeichnis:
Garne fürs Maschinestricken
Maschenweite und Maschenproben
Sinnvoller Einsatz von Gewichten
Irreguläre Mustereinstellungen
Arbeiten mit Kontrast- und Abfallgarn
Rundstricken
Patentgestrick
Versatzmuster
Anschlag und verschiedene Bündchenmuster
Halsblenden, Knopf- und Knopflochleisten
Abketten am Doppelbett
Fang- und Vorlegemuster
Fehlerbehebung
Doppelbettstricken mit Lochkarten
Ausarbeitung
Doppelbett-Jacquard
Standard-Größentabellen (von 1974) für Männer, Frauen und Kinder in Zoll und Zentimetern
Den Abschluss bilden 20 Anleitungen für verschiedene Kleidungsstücke, alle sind in mehreren Größen beschrieben. Weavers Anleitungen sind eine Mischung aus Text und Diagrammen, an die man sich erst einmal gewöhnen muss, aber wenn man ihre Vorgehensweise begriffen hat, ist es sehr einfach, danach zu stricken. Die verwendeten Lochkarten sind am Ende des Buches in Originalgröße abgebildet.
Wenn Ihr zufällig dieses Buch und seinen Nachfolger “Part 2” irgendwo findet, greift zu. Soviel geballtes Wissen über das Stricken am Doppelbett bekommt man sonst kaum.

Mary Weaver, The Ribbing Attachment Part 1

Pullover-Beispiel, example for sweater

Pullover-Beispiel, example for sweater

Pullover-Beispiel, example for sweater

Spiral bound, published 1974 by Weaver Publications, Sidcup, ohne ISBN. 206 pages, many drawings and schematics.
At first sight, this rather ancient book seems boring and not very inspiring with its plain, old-fashioned black+white drawings and charts. But at closer inspection you will notice its true value. Mary Weaver, the Grande Dame of British machine knitting, was probably the first and most important author in this area. Her publications provided the technical basis for many books about machine knitting written by other authors. She has used almost any make of machine that was available at the time, and her profound knowledge is as uptodate as it was then.
This book covers knitting with the ribber. Although it is primarily meant for Knitmaster/Empisal 321 with SRN ribber, it can be used with other Japanese knitting machines as well if you know how to convert the setting to your own make or model. From the table of contents:
Yarns for machine knitting
Tensions and swatches
Using weights
Irregular pattern settings
Working with waste yarn
Tubular/circular knitting
Fisherman's rib
Racking
Casting on and welts
Neckbands, borders, buttonholes
Casting off
Tuck and slip stitch
What did I do wrong?
Double bed knitting with punchcards
Making up
Double bed fair isle
Men's, women's and children's standard sizing charts (as of 1974) in inches and centimetres
The book containes 20 instructions for different garments in several sizes. Weavers instructions are a mix of text and diagrams, and it may take some time to get used to them. But having understood her approach, it is very easy to follow her instructions. The punchcards used are shown in original size at the end of the book.
If you stumble across this book or its successor “Part 2”, snap at the chance. You will hardly ever find such a wealth of knowledge about double bed knitting elsewhere.

Mittwoch, 04. März 2009

Zutaten:
200 g Sahnequark
abgeriebene Schale einer Zitrone
1/2 Teelöffel Zimt
1/4 Teelöffel gemahlene Vanille (z.B. Brecht, Reformhaus)
4 Esslöffel Ahornsirup (evtl. etwas mehr, je nach Geschmack)
50 g Haselnusskerne
50 g Walnusskerne
1 Orange
30 g Rosinen

Zubereitung:
Quark mit Zitronenschale, Gewürzen und Ahornsirup gut verrühren.
Die Nüsse ohne Fett anrösten, bis sie duften. In der Zwischenzeit die Orange über einer kleinen Schüssel schälen, um den Saft aufzufangen. Auch die dünne weiße Innenhaut muss weg. Die Filets herausschneiden. Die Rosinen im aufgefangenen Saft etwa 20 Minuten einweichen.
Die Nüsse nach dem Rösten in einem Stück Küchenpapier abreiben, um möglichst viel von der braunen Hülle zu entfernen. Dann grob hacken.
Die Orangenfilets in kleine Stücke schneiden und zusammen mit den Nüssen und den abgetropften Rosinen unter den Quark mischen.

Dies ist übrigens die Abwandlung eines Rezepts der Schweizer Köchin Agnes Amberg aus dem Buch “Die hohe Schule des leichten Menüs”, erschienen bei Gruner & Jahr 1991. Mangels Waldhonig verwendete ich Ahornsirup zum Süßen und ließ auch den Zucker weg. Statt Clementinen nahm ich eine Orange. Obst- und Nussanteil habe ich verringert.
Es schmeckt grandios.

Dienstag, 03. März 2009

Das Wollschaf fragt:
ich habe gerade in einem Blog eine Schublade mit selbstgestrickten Socken gesehen. Weil dort einige zusammengelegt waren und andere nur aufeinander gelegt waren meine Frage nun.Wie macht ihr das, legt ihr die selbstgestrickten Socke einfach nur aufeinander, oder legt ihr so zusammen wie ihr das bei den gekauften macht. Und warum macht ihr das so.
Herzlichen Dank an Martina für die heutige Frage!


Bei mir werden die Socken paarweise von der Spitze zum Bund zusammengerollt, dann wird die Öffnung der äußeren Socke über den so entstandenen Ball gezogen. So geraten die Paare niemals durcheinander. Und wenn sich ein bestimmtes Sockenpaar in die hinterste Ecke verkrochen hat, kann man gefahrlos danach wühlen, ohne irgendeine heilige Ordnung durcheinanderzubringen.
Möglicher Nachteil des Einrollens: Die Elastizität könnte leiden, weil die eine Socke im Schaftbereich etwas gedehnt wird. Aber auch bei meinen ältesten selbstgestrickten Socken habe ich noch keinen solchen Mangel festgestellt. Sie sind elastisch wie am ersten Tag.
Und warum ich es so mache: Ich habe es als Kind so gelernt und einfach beibehalten.