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Mittwoch, 19. Juni 2013

Wenn der Frühsommer gekommen ist, sollte man die ersten Wintervorräte anlegen. In meinem Fall sieht das so aus:

Holunderblütensirup

Dies sind: etwa 20 Holunderblüten, von den groben Stielen (und eventuellen Blattläusen) befreit, zwei in Scheiben geschnittene Zitronen, 20 g Ascorbinsäure (Vitamin C) aus der Apotheke und ein Liter Wasser. Das Ganze muss 48 Stunden durchziehen, dann wird die Flüssigkeit abgesiebt und mit einem Kilogramm Zucker aufgekocht. In Flaschen füllen, fest verschließen und kühl aufbewahren. Dieser Holundersirup schmeckt wunderbar mit Mineralwasser (oder auch mal Sekt) aufgegossen und bringt einen Hauch von Sommer in die kalte Jahreszeit. Er eignet sich übrigens auch als geschmacksgebender Bestandteil für Desserts oder Kuchenfüllungen.

Freitag, 30. November 2012

Auf mehrfachen Wunsch eines einzelnen Herrn und weil übermorgen ja schon der erste Advent ist, begann ich heute den diesjährigen Kampf an der Zimtstern-Front.

Auf der einen Seite war ich, zusammen mit ein paar Gerätschaften, die mich unterstützten. Dazu gehörten eine mindestens zehn Jahe alte Moulinette zum Zerkleinern der Haselnüsse, ein noch älterer Handmixer fürs Steifschlagen des Eiweiß und ein ziemlich neuer Teigroller, mit dem man den Teig gleichmäßig in der richtigen Dicke ausrollen kann. Zusätzlich sollten ein Mehlsieb zum Sieben des Puderzuckers und natürlich Stern-Ausstechformen mitmachen.
Auf der anderen Seite standen: Drei Eiweiß, 325 g Haselnüsse, eine Packung Puderzucker, zwei Teelöffel Zimt, etwas gemahlene Vanille und drei Tropfen Bittermandelöl.
Man glaubt nicht, welche destruktive Energie eine so kleine Zutatenliste aufbringen kann.

Eiweiß und Haselnüsse ließen sich wie geplant steifschlagen bzw. mahlen und machten einstweilen keine Schwierigkeiten. Der Puderzucker allerdings gewann seinen Zweikampf mit dem Mehlsieb. Der Rückholdraht des Mehlsiebs rutschte aus seiner Führung, und das Mehlsieb siebte daraufhin nicht mehr richtig. Hier wird eine Neuanschaffung nötig.
Dann stellte ich vier Esslöffel gesüßten Eischnee beiseite und mischte die übrigen Zutaten zusammen. Es ergab den klebrigsten Teig, den ich seit meinem ersten und einzigen Hutzelbrot-Versuch (ca. 1999) an den Händen gehabt habe. Dort wollte er sich hartnäckig halten, nur mit viel Glück gelang es mir, den größeren Teil auf die Arbeitsfläche zu befördern. Ich deckte ein großes Stück Klarsichtfolie drüber (eine hervorragende Idee, wie sich zeigte) und drückte bzw. rollte ihn mit meinem Spezial-Teigroller auf 6 mm Dicke. Die Klarsichtfolie ließ sich anstandslos abziehen, vor mir lag eine gleichmäßige Teigfläche. Ich begann mit dem Ausstechen. Nach drei Sternen war die Ausstechform komplett verklebt und ließ sich außerdem nicht mehr richtig zum Stern schließen. Auch hier wird eine Neuanschaffung nötig.
Die Teigfitzel klebten abwechselnd an meinen Fingern und an der kaputten Ausstechform und wollten partout nicht zurück auf die Arbeitsplatte. Letztlich gelang es mir dann aber doch, mit viel Trickserei zwei Bleche mit höchst eigenwillig geformten Plätzchen zu belegen, jedes ein absolutes Unikat. Wenigstens gab es dann beim Backen keine unvorhergesehenen Zwischenfälle.

Zimtplätzchen

Zugegeben, das Design lässt sicherlich zu wünschen übrig. Geschmacklich und in der Konsistenz allerdings sind diese Zimtsterneplätzchen perfekt gelungen. Sie sind innen noch etwas weich, genau so, wie sie sein müssen. Ich bin sicher, dass sie allerhöchsten Beifall finden und viel zu schnell aufgegessen werden.

Samstag, 09. Juni 2012

Mittlerweile ist der Holunderblüten-Ansatz zu Sirup verarbeitet.

Holunderblütensirup

Ein Liter Wasser und ein Kilogramm Zucker ergaben drei Flaschen Holunderblütensirup zu je einem halben Liter.

Mittwoch, 06. Juni 2012

Jeden Sommer aufs Neue suche ich mein Rezept für Holundersirup. Jeden Sommer aufs Neue finde ich es nach langem Suchen im Ordner mit den aus Zeitschriften ausgeschnittenen Rezepten. Es war nämlich ursprünglich mal in der Zeitschrift “test” vom Juni 2004, und dort ist der Sirup die Grundlage für eine Holundercreme. Weil man aber nur wenig Sirup für die Creme benötigt, verwende ich ihn hauptsächlich als Basis für Limonade: Ein wenig Sirup ins Glas, mit der acht- bis zehnfachen Menge Mineralwasser aufgießen, fertig. Man kann natürlich auch mit Sekt auffüllen. Da würde ich dann höchstens einen Teelöffel Sirup auf ein Glas Sekt verwenden, sonst wird's einfach zu süß.

Gestern abend war es nach mehreren Tagen Regen endlich etwas trockener. Ich nutzte deshalb die Gelegenheit, um noch einmal Dolden zu pflücken, vor allem weil es heute schon wieder kräftigen Regen geben soll.
Hier ist das Rezept für den Sirup:

20 Holunderdolden, voll aufgeblüht, ohne Ungeziefer
3 Bio-Zitronen, mit Schale in Scheiben geschnitten
20 g Ascorbinsäure (ich vermute, als Konservierungsmittel gedacht)
1 l Wasser
1 kg Zucker

Von den Dolden entferne ich die groben Stiele, um Platz zu sparen. Die Blüten mit den Zitronenscheiben und der im Wasser aufgelösten Ascorbinsäure in einem verschlossenen Gefäß 48 Stunden ziehen lassen.

Ansatz für Holundersirup

Dann die Flüssigkeit durch ein feines Sieb filtern und zusammen mit dem Zucker aufkochen lassen.
In Flaschen füllen, fest verschließen und kühl aufbewahren. (Diese letzten Schritte mache ich morgen abend.)

Sonntag, 01. April 2012

Nein, dies ist kein Aprilscherz. Dieses Rezept verdankt sein Dasein den Umständen, dass zum einen überreife, braun gewordene Bananen der Verwendung harrten und zum anderen ungeplant ein kleiner Kuchen benötigt wurde. In solchen Fällen entwickle ich ungeahnte Kreativität.

Man nehme:
100 g Butter
100 g Zucker
2 Eier
abgeriebene Schale einer Zitrone
ca. 2 Esslöffel Zitronensaft
2 überreife Bananen (ca. 300 g, geschält ca. 200 g)
125 g Mehl
1/2 Tütchen Backpulver
Kastenform von 20 cm Länge
Pergament- oder Backpapier zum Auslegen der Form

Kuchen mit Bananen

Zubereitung:
Kastenform mit Pergament- oder Backpapier passend auslegen.
Backofen auf 150° (Umluft) bzw. 170° (konventionell) vorheizen.
Butter mit Zucker schaumig rühren. Der Zucker sollte sich möglichst auflösen. Je länger gerührt wird (deshalb heißt es Rührkuchen), desto feinkrumiger wird später der Kuchen.
Dann die Eier nacheinander unterrühren. Die Zitronenschale abreiben und dazugeben. (Ich mache das mit meiner großen alten Kronenreibe direkt über der Teigschüssel.) Die Zitrone dann halbieren, auspressen und zwei Esslöffel Saft zusammen mit den Bananen pürieren. Das gibt dem Kuchen einen fruchtigeren Geschmack und verhindert außerdem, dass die Bananen unappetitlich dunkel werden.
Pürierte Bananen zum Teig schütten und unterrühren. Mehl und Backpulver mischen und durch ein Mehlsieb in den Teig geben. Behutsam unterziehen, sonst gibt's eine große Staubwolke.
Teig in die ausgekleidete Form füllen und im Backofen etwa 50 Min. backen. Falls die Oberfläche zu dunkel wird, mit Alufolie abdecken.
Vor dem Herausnehmen aus dem Ofen Hölzchenprobe machen: Einen hölzernen Zahnstocher in den Kuchen stecken. Wenn das Hölzchen trocken herauskommt, ist der Kuchen durchgebacken. Klebt noch feuchte Masse am Teig, dann braucht er noch etwas Zeit.
Wer mag, kann den Kuchen noch mit einer Zitronen- oder Schokoladenglasur überziehen. Er schmeckt aber auch so.

Samstag, 19. November 2011

Offenbar befürchtet der in Norddeutschland lebende Teil meiner Familie, dass hier demnächst eine Hungersnot ausbricht. Weshalb hätte man sonst ein Kilogramm Marzipan und Nougat geschickt, um die Vorweihnachtszeit zu überstehen?

Marzipan-Paket

Bisher wusste ich gar nicht, dass es so große Packungen überhaupt gibt.

Freitag, 21. Oktober 2011

Fertigteig

Und spätestens wenn man in den Kühltruhen Fertigteige wie diese sieht, sollte man sich auf die Suche nach den echten Rezepten machen.

Samstag, 23. Juli 2011

Pfifferlinge mit Semmelknödeln gehören zu meinen Lieblingsgerichten. Deshalb versuche ich, sie mindestens einmal im Jahr zuzubereiten. Jetzt gibt es allmählich wieder frische Pfifferlinge. Wenn man sie nicht selbst sammelt, ist es ein etwas kostspieliges Vergnügen. Dafür kann man aber auf teures Fleisch verzichten.

Pfifferlinge

Zutaten für Semmelknödel (für 4 Personen):
6 altbackene Weizenbrötchen
60 g Butter
1 sehr fein gehackte Zwiebel
1 Esslöffel sehr fein gehackter durchwachsener Speck
2 Esslöffel sehr fein gehackte Petersilie
200 ml Milch
2 Eier
Salz, Pfeffer, Muskat

Zubereitung:
Brötchen in sehr dünne Scheiben schneiden und in eine Schüssel geben.
Butter zerlassen. Speck und Zwiebeln darin andünsten. Petersilie zugeben und kurz mitdünsten. Milch hinzugießen und heiß werden lassen.
Alles auf die Brötchenscheiben gießen, mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Nicht durchrühren!
Alles 30 Minuten stehen lassen, dann die verquirlten Eier hinzufügen.
Die Masse gründlich durchmischen, ohne sie zu stark zu kneten. (Wenn nicht lange genug geknetet wird, zerfallen die Knödel leicht. Wird zu lange geknetet, werden sie hart.) In acht gleich große Portionen teilen und aus jeder Portion einen gleichmäßig runden Knödel formen.
Die Knödel in leise siedendem Salzwasser etwa 15-20 Minuten garen. Mit einem Schaumlöffel herausheben, etwas abtropfen lassen und servieren.
Ängstliche Naturen können die Masse als “Serviettenknödel” zubereiten, dann zerfällt garantiert nichts. Die Garzeit verlängert sich dann auf knapp das Doppelte. Zum Servieren abtropfen lassen und in Scheiben schneiden.

Die Pfifferlinge (etwa 150 g geputzte Ware pro Person) werden geputzt, je nach Größe in Stücke geschnitten und mit gewürfelten Zwiebeln bei guter Hitze in Butter gebraten, bis der größte Teil der Flüssigkeit verdampft ist. Dann legiert man das Ganze mit ein bis zwei verschlagenen Eigelb, um die restliche Flüssigkeit zu binden, und würzt mit Salz, Pfeffer und reichlich gehackter Petersilie.

Montag, 06. Juni 2011

Ist irgendjemand interessiert an einem sehr leckeren Nudelauflauf, den man gut vorbereiten kann und der sich aus den Vorräten zaubern lässt, die man sowieso meistens im Haus hat? Na dann, hier ein Rezept dafür.

Nudelauflauf mit Thunfischsauce

Zutaten:
40 g Butter
1 Esslöffel Olivenöl extra vergine
1 mittelgroße Zwiebel, fein gehackt
2 Knoblauchzehen, feinst gehackt
1 Möhre, fein gehackt
1 Stengel Staudensellerie, fein gehackt
2 Esslöffel Tomatenmark
600 g aromatische frische Tomaten, gehäutet, entkernt und gewürfelt, oder Dosenware, abgetropft, entkernt, gewürfelt
1-2 Zweige frischer Thymian
1 Teelöffel Gemüsebrühpulver
schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
1 Esslöffel Petersilie, fein gehackt
2 Dosen guter Thunfisch, abgetropft, zerpflückt
400-500 ml saure Sahne
400 g mittelgroße Nudeln (Penne, Fusilli o.ä.)

Zubereitung:
Butter und Öl erhitzen, Zwiebel, Knoblauch, Möhre und Sellerie bei milder Hitze dünsten, bis die Zwiebeln glasig sind. Tomatenmark, Tomaten, Thymian und Gemüsebrühpulver hinzugeben, bei sehr milder Hitze unter gelegentlichem Umrühren 30-40 Minuten garen. Falls die Sauce zu dick wird, etwas Wasser unterrühren. Mit Pfeffer und ggf. etwas Salz würzen, Thymianstengel herausfischen, Petersilie unterrühren und mit dem Pürierstab pürieren. (Diese Tomaten-Grundsauce kann auch gut eingefroren werden.) Zerpflückten Thunfisch hinzugeben.
Während die Sauce gart, die Nudeln halb gar kochen. Vom Nudelwasser etwa 80-90 ml abnehmen und die saure Sahne damit glattrühren.
Ein Drittel der Sauce auf dem Boden einer Auflaufform (ca. 23x30 cm) verteilen. Die Hälfte der vorgegarten Nudeln in die Form füllen, mit der Hälfte der sauren Sahne bedecken. Ein weiteres Drittel der Sauce darauf verteilen, die restlichen Nudeln in die Form geben, die restliche saure Sahne darüberstreichen und schließlich mit dem letzten Saucendrittel bedecken. Den so vorbereiteten Auflauf kann man ein bis zwei Tage zugedeckt im Kühlschrank aufbewahren.
Alufolie oder den Deckel der Auflaufform drauflegen und den Auflauf im vorgeheizten Ofen bei 200° etwa 10-20 Minuten (letzteres, falls der Auflauf im Kühlschrank aufbewahrt wurde) backen. Dann Folie bzw. Deckel entfernen und noch weitere fünf Minuten garen. Vor dem Servieren den Auflauf kurz ruhen lassen, dann nach Geschmack heiß oder warm servieren.

Samstag, 23. April 2011

Rechtzeitig zu Ostern bekam ich noch ein verspätetes Weihnachtsgeschenk. Ich finde es so toll, dass ich es Euch auch zeigen möchte.

verstellbarer Teigroller

Es ist ein Teigroller, an den man seitlich Scheiben mit drei verschiedenen Durchmessern anschrauben kann. Damit lässt sich Teig in gleichmäßiger Stärke (2, 6 oder 10 mm) ausrollen. Ich freue mich schon darauf, dieses Ding beim nächsten Kuchenbacken auszuprobieren.
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