Stricken große Größe Strickmaschine

Man will ja auch mal über was anderes als Stricken reden ;-)
addicted2wool

Re: Stricken große Größe Strickmaschine

Beitrag von addicted2wool »

Hallo,

mal eine Frage uns purem Unwissen:

Gibts Strickmaschinen für den "Hausgebrauch" immer nur mit 200 Nadeln oder gibts da auch größere? Industriell bestimmt, aber man wohnt ja eher selten in einer Lagerhalle.

Liebe Grüße
Dani

PS: Auch aus der Hüfte: Als Notlösung finde ich das mit den Teilungsnähten gar nicht so blöd und vermutlich der einzig halbwegs gangbare Weg. Kommt aufs Muster an, aber mit Maschenstich bekommt man es doch schön zusammen genäht, zumindest ich muss meine Nähte immer suchen :D

Bild
(Bild ist vom vor dem Waschen, daher noch etwas krüppelig. Bild ist von mir.)

Wenn man schon in Teilen arbeitet, könnte man ja auch ganz fetzige Sachen machen mit längs und quer gestrickten Teilen.

Und ich könnte mir sogar vorstellen, dass das Strickstück dadurch etwas stabiler wird, gerade bei großen Größen ist es ja doch mehr Gewicht und dann leierts vielleicht nicht so schnell / arg. Aber da kann ich nicht mitreden bei großen Größen. Naja, zumindest nicht bei horizontal groß :twink: .
strick-rosy
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Re: Stricken große Größe Strickmaschine

Beitrag von strick-rosy »

Liebe Moni!

Wie Du siehst, bist Du nicht die einzige, die sich mit dem "Problemchen" herumschlägt.

Die Jacke von Petra und die Idee finde ich eine super Lösung.

Wenn ich uni-Jacken stricke, dann mache ich daraus einen Swinger. Der Rücken wird in zwei Teilen gestrickt. Z.B. 4fädig 130/130 Maschen bis zum Armloch nehme ich verteilt außen 10 Maschen ab oder an beiden Seiten 140/140 dann außen und innen 10 Maschen immer mit der Raglan-Methode, bei den Vorderteilen nur an der Seite.
Zusammengenäht mit dem Matratzen-Stich.

Oder ein Fang-Patent-Muster, das geht in die Breite. Das heißt weniger Maschen aber mehr Reihen.

Dann im Norweger-Muster, entweder eine Naht im Rücken oder an beiden Seiten.
Es gibt noch eine Möglichkeit Quer, statt Läng´s und,und.....

Den Schnitt, nehme ich von einer Jacke oder einem Pulli ab, der gut sitzt.

Mit ein bisschen Phantasie fallen Dir bestimmt noch einige Möglichkeiten ein.

Viel Spaß!

Liebe Grüße Sylvia
mero-lugaa
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Re: Stricken große Größe Strickmaschine

Beitrag von mero-lugaa »

addicted2wool hat geschrieben:
Wenn man schon in Teilen arbeitet, könnte man ja auch ganz fetzige Sachen machen mit längs und quer gestrickten Teilen.

Und ich könnte mir sogar vorstellen, dass das Strickstück dadurch etwas stabiler wird, gerade bei großen Größen ist es ja doch mehr Gewicht und dann leierts vielleicht nicht so schnell / arg. Aber da kann ich nicht mitreden bei großen Größen. Naja, zumindest nicht bei horizontal groß :twink: .
Das spielt sicherlich eine Rolle. Aber viel wichtiger finde ich, dass man dadurch eine Form bekommt, die einfach besser sitzt. Bei genähten Oberteilen in großen Größen näht man schließlich auch Brustabnäher ein, um die Passform zu verbessern. Wenn man in meiner Größe einfach nur breiter und in A-Form strickt, hängen die Seiten herunter. Das mag ab und zu nett aussehen und gewollt sein (siehe Lagenlook), aber bestimmt nicht immer. Dadurch, dass ich Trapeze an den Seiten einfüge, wird die Seite automatisch kürzer und hängt nicht in Zipfeln herunter.
Gibts Strickmaschinen für den "Hausgebrauch" immer nur mit 200 Nadeln oder gibts da auch größere? Industriell bestimmt, aber man wohnt ja eher selten in einer Lagerhalle.
Bei Onken gibt es eine dieser Brother-Nachbauten aus China Novaknit-B/KH-860/272, die hat 272 Nadeln. Das ist eine Lochkartenmaschine für die es auch ein Doppelbett und einen Lochmusterschlitten gibt. Technisch gesehen entspricht sie wohl der Brother KH860. Ich finde den Preis für eine Lochkartenmaschine aber schon ziemlich heftig und würde nie für diese Maschine auf meine KH940 verzichten. Für mich gleicht der Nachteil Lochkarte nicht den Vorteil von mehr Nadeln aus, da plane ich lieber ein paar Teilungsnähte ein. Bisher habe ich auch noch keine positiven Kommentare zu diesen Nachbauten gesehen. Sie sind offenbar deutlich schlechter verarbeitet als die alten Originalmaschinen.
Liebe Grüße,
Petra

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Wenn ich gerade nicht stricke, dann nähe oder häkle ich!
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Yllej
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Re: Stricken große Größe Strickmaschine

Beitrag von Yllej »

Petra, was die Passform angeht, kann ich dir nur beipflichten. Gerade in grossen Grössen ist die unbedingt nötig um nicht wie eine Sackkarre auszusehen.
Einem Hungerhaken kannst einen Wischmopp umdrapieren und der wird sitzen wie eine Eins

Schlanke Frauen mit Figur haben da einen viel grösseren Spielraum, die können nahezu Alles tragen

Bei 46 fängts schon an heikel zu werden, da sollte man schon aufpassen, wie ein Kleidungsstück, egal welches, wirkt und obs wo spannt oder absteht.
Da sind Abnäher unabdingbar.
Bevor ich wegen vielleicht 20 Maschen auf ein paar cm im Strickstück ( gibt ja eh ein bisschen nach :wink: ) verzichte und einen BH mit Ärmeln produziere, mach ich lieber eine Teilungsnaht und gewinne 30 Maschen. Dafür trage ich das gute Stück dann auch gerne. War schliessliche eine Menge Arbeit :D

Elisabeth
addicted2wool

Re: Stricken große Größe Strickmaschine

Beitrag von addicted2wool »

Ichstrickewieder hat geschrieben:Das spielt sicherlich eine Rolle. Aber viel wichtiger finde ich, dass man dadurch eine Form bekommt, die einfach besser sitzt. Bei genähten Oberteilen in großen Größen näht man schließlich auch Brustabnäher ein, um die Passform zu verbessern. Wenn man in meiner Größe einfach nur breiter und in A-Form strickt, hängen die Seiten herunter. Das mag ab und zu nett aussehen und gewollt sein (siehe Lagenlook), aber bestimmt nicht immer. Dadurch, dass ich Trapeze an den Seiten einfüge, wird die Seite automatisch kürzer und hängt nicht in Zipfeln herunter.
Ja stimmt, Form ist wichtig. Finde es schade, dass sich große Größen gerne in Säcke einhüllen, finde ich unnötig. Weil dadurch schaut man auch nicht schlanker aus, eher im Gegenteil nach meinem Empfinden.
Ichstrickewieder hat geschrieben:Bei Onken gibt es eine dieser Brother-Nachbauten aus China Novaknit-B/KH-860/272, die hat 272 Nadeln. Das ist eine Lochkartenmaschine für die es auch ein Doppelbett und einen Lochmusterschlitten gibt. Technisch gesehen entspricht sie wohl der Brother KH860. Ich finde den Preis für eine Lochkartenmaschine aber schon ziemlich heftig und würde nie für diese Maschine auf meine KH940 verzichten. Für mich gleicht der Nachteil Lochkarte nicht den Vorteil von mehr Nadeln aus, da plane ich lieber ein paar Teilungsnähte ein. Bisher habe ich auch noch keine positiven Kommentare zu diesen Nachbauten gesehen. Sie sind offenbar deutlich schlechter verarbeitet als die alten Originalmaschinen.
Na, Marktlücke entdeckt? :twink:

Werden StriMa überhaupt noch produziert? Wenn ich so im Flohmarkt und sonst wo im Forum rumlese, erweckt es den Eindruck das die Maschinchen alle schon was älter sind. Oder ist das noch die gute deutsche Wertarbeit und das neue brauch kein Mensch?

Liebe Grüße
Dani
mero-lugaa
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Re: Stricken große Größe Strickmaschine

Beitrag von mero-lugaa »

addicted2wool hat geschrieben: Ja stimmt, Form ist wichtig. Finde es schade, dass sich große Größen gerne in Säcke einhüllen, finde ich unnötig. Weil dadurch schaut man auch nicht schlanker aus, eher im Gegenteil nach meinem Empfinden.
Na zu eng darf es bei mir auch nicht anliegen, dann fühle ich mich nicht wohl. Das Strickstück muss schon locker um mich herumfallen.
Na, Marktlücke entdeckt? :twink:

Werden StriMa überhaupt noch produziert? Wenn ich so im Flohmarkt und sonst wo im Forum rumlese, erweckt es den Eindruck das die Maschinchen alle schon was älter sind. Oder ist das noch die gute deutsche Wertarbeit und das neue brauch kein Mensch?
Es werden schon noch neue Maschinen produziert, allerdings nicht mehr von Brother oder Passap/Pfaff. Es gibt z.B. noch neue Maschinen von Silver Reed, die früher unter dem Namen Empisal in Deutschland vermarktet wurden. Allerdings sind neue Maschinen auch deutlich teurer als gebrauchte, vor allem, wenn man eine elektronische Maschine haben möchte. Bei den Brother-Maschinen kann man übrigens nicht von guter deutscher sondern von guter japanischer Wertarbeit sprechen! :twink: Und Passap wurde glaube ich in der Schweiz hergestellt. Tatsächlich sind die alten Maschinen recht langlebig, wenn man sorgsam mit ihnen umgeht.
Liebe Grüße,
Petra

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addicted2wool

Re: Stricken große Größe Strickmaschine

Beitrag von addicted2wool »

Ichstrickewieder hat geschrieben:Na zu eng darf es bei mir auch nicht anliegen, dann fühle ich mich nicht wohl. Das Strickstück muss schon locker um mich herumfallen.
Schantall und Mändie aus Neukölln die nur mit Tannenbaumtrichter in Größe 36 kommen meine ich natürlich auch nicht. Es zielte eher darauf ab, dass man z. B. auch ruhig mal eine Taillierung einbauen "darf". Oder Brustabnäher. Und nicht kategorisch drei Nummern größer. Am besten noch mit überschnittenen Schultern.
Ichstrickewieder hat geschrieben:Es werden schon noch neue Maschinen produziert, allerdings nicht mehr von Brother oder Passap/Pfaff. Es gibt z.B. noch neue Maschinen von Silver Reed, die früher unter dem Namen Empisal in Deutschland vermarktet wurden. Allerdings sind neue Maschinen auch deutlich teurer als gebrauchte, vor allem, wenn man eine elektronische Maschine haben möchte. Bei den Brother-Maschinen kann man übrigens nicht von guter deutscher sondern von guter japanischer Wertarbeit sprechen! :twink: Und Passap wurde glaube ich in der Schweiz hergestellt. Tatsächlich sind die alten Maschinen recht langlebig, wenn man sorgsam mit ihnen umgeht.
Irgendwie hätte ich gedacht der Markt sei größer, weil das machen ja doch recht viele mit einer StriMa dem GöGa abends vor dem Fernsehen auf den Zeiger gehen :twink:

Liebe Grüße
Dani
mero-lugaa
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Re: Stricken große Größe Strickmaschine

Beitrag von mero-lugaa »

addicted2wool hat geschrieben:
Irgendwie hätte ich gedacht der Markt sei größer, weil das machen ja doch recht viele mit einer StriMa dem GöGa abends vor dem Fernsehen auf den Zeiger gehen :twink:
Dani
Wahrscheinlich kommt dir das nur so vor, weil die Maschinenstricker hier im Forum so geballt auftreten! :lol: Ich habe jedenfalls in meinem näheren Umfeld noch niemanden gefunden, der tatsächlich mit der Maschine strickt. Alle meine maschinenstrickenden Freunde habe ich erst über dieses Forum kennengelernt!
Liebe Grüße,
Petra

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Re: Stricken große Größe Strickmaschine

Beitrag von addicted2wool »

Ichstrickewieder hat geschrieben:Wahrscheinlich kommt dir das nur so vor, weil die Maschinenstricker hier im Forum so geballt auftreten! :lol: Ich habe jedenfalls in meinem näheren Umfeld noch niemanden gefunden, der tatsächlich mit der Maschine strickt. Alle meine maschinenstrickenden Freunde habe ich erst über dieses Forum kennengelernt!
Der Maschinenstricker ist also ein Herdentier und das hier ist die Hauptzentrale?

Interessanter Ansatz :wink:

Liebe Grüße
Dani
Yllej
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Re: Stricken große Größe Strickmaschine

Beitrag von Yllej »

Meine Herrn Gesangsverein

was hätten wir heute für ein Leben, wenn Das Brother-Strickmaschinenwerk im vergangenen Jahrtausend nicht in der grossen Flutkatastrophe abgesoffen wäre

per WLAN angesteuerte Strimas mit Zugriff auf weltweite Muster und Schnittdartenbanken.
Nur mehr ein Fadenbügel, der lautlaus über die elektronisch angesteuerten Nadeln schwebt.
SMS ans Schmatzfon, falls sich da mal Bits und Bytes ein wenig uneins sein sollten.
Per Fernwartung lässt sich das natürlich ebenso gleich regeln.

Bloß Wolle kaufen müssten wir noch selber
Und Einfädeln !!!
Denn schliesslich wollen wir schon auch weiterhin unsere Arbeit gewürdigt wissen :lol:

Ein bisschen träumen muß erlaubt sein
Elisabeth
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Re: Stricken große Größe Strickmaschine

Beitrag von strick-rosy »

addicted2wool hat geschrieben:
Ichstrickewieder hat geschrieben:Wahrscheinlich kommt dir das nur so vor, weil die Maschinenstricker hier im Forum so geballt auftreten! :lol: Ich habe jedenfalls in meinem näheren Umfeld noch niemanden gefunden, der tatsächlich mit der Maschine strickt. Alle meine maschinenstrickenden Freunde habe ich erst über dieses Forum kennengelernt!
Der Maschinenstricker ist also ein Herdentier und das hier ist die Hauptzentrale?

Interessanter Ansatz :wink:

Liebe Grüße
Dani
Liebe Dani!
Ich habe mich eigentlich bis jetzt noch nicht als Herdentier gesehen. Den Begriff benutzen wir eigentlich für unsere Strickmaschinen, denn eine Maschine fühlt sich einfach einsam und braucht Spielgefährten.
Das mit der Hauptzentrale finde ich treffend. So können Strickerinnen aus ganz Deutschland (nicht nur Deutschland) Erfahrungen austauschen.
Auf diesem Weg habe ich schon wunderbare Menschen kennen und schätzen gelernt. Einige auch persönlich.
So gesehen gehöre ich wirklich zur Maschinen-Strickherde und bin glücklich damit. :lol:

Liebe Grüße Sylvia
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