Fehler im Patentmuster - zurück stricken? Wie? Aufribbeln?

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strickjule
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Fehler im Patentmuster - zurück stricken? Wie? Aufribbeln?

Beitrag von strickjule »

Hallo zusammen,
ich stricke gerade einen Pullover im Vollpatentmuster. Nun bin ich gerade dabei, die Ärmel zu stricken. Ich habe bisher 3 Runden gestrickt und jetzt ist mir aufgefallen, dass ich einen Fehler gemacht habe, wodurch das Muster nicht mehr aufgeht und irgendwie habe ich nun auch noch eine Masche mehr, als ich zu Beginn hatte.
Vielleicht kann mir ja jemand einen Tipp geben, wie ich nun am besten vorgehe. Stricke ich zurück ? Nur wie? Normalerweise weiß ich, wie man zurück strickt. Beim Vollpatent stelle ich mir das jedoch sehr schwer vor, da ich am Ende auch den Umschlag richtig auf der Nadel haben muss. Oder ribbel ich auf? Da befürchte ich nur, dass es schwierig wird, die Maschen wieder richtig aufzunehmen…
Ich wäre sehr dankbar, wenn mir jemand weiterhelfen könnte.
Vielen Dank schon mal im Voraus und liebe Grüße,
Jule
Dorrit
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Re: Fehler im Patentmuster - zurück stricken? Wie? Aufribbeln?

Beitrag von Dorrit »

Ich kenne mich mit Patentstrick nicht aus.

Aber bei drei Reihen oder Runden würd ich nicht lange schimpfen, sondern ribbeln.
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Dorrit

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Mallory
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Re: Fehler im Patentmuster - zurück stricken? Wie? Aufribbeln?

Beitrag von Mallory »

Wenn du nicht mal sicher weißt, wo der Fehler steckt, ist es wahrscheinlich besser, alles aufzuribbeln.
Ich habe im Patentgestrick schon einzelne Maschen einige Reihen tiefer aufgelöst, um etwas auszubessern. Das geht aber nur, wenn man genau weiß, was wo zu ändern ist.
Zurückstricken ist sehr mühsam, bei drei Reihen ist komplett ribbeln schneller.

lG Anna
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Michaela
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Re: Fehler im Patentmuster - zurück stricken? Wie? Aufribbeln?

Beitrag von Michaela »

Bei drei Reihen würde ich zurückstricken, wenn schon ein paar cm gestrickt sind, sonst ribbeln.
Ob der Umschlag oder eine Masche falsch liegt, sieht man eindeutig. Wenn das der Fall ist, dreht man sie einfach um. Das kann man machen, wenn man an die Masche kommt oder gleich die ganze Reihe nochmal richtig auf die andere Nadel schichten.
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Re: Fehler im Patentmuster - zurück stricken? Wie? Aufribbeln?

Beitrag von Kerstin »

strickjule hat geschrieben: Di Jul 07, 2026 18:07 Stricke ich zurück ? Nur wie? Normalerweise weiß ich, wie man zurück strickt. Beim Vollpatent stelle ich mir das jedoch sehr schwer vor, da ich am Ende auch den Umschlag richtig auf der Nadel haben muss.
Bei so wenigen Reihen wäre es sicherlich einfacher, alles zu ribbeln und neu anzufangen. Aber normales Vollpatent lässt sich ziemlich einfach Masche für Masche rückwärts stricken.

Ich kann von hier aus nicht erkennen, ob du mit abgehobenen oder tiefer gestochenen Maschen strickst. Es hängt auch davon ab, ob du flach oder in Runden arbeitest. Beide Methoden ergeben letztlich dasselbe Strickbild, die erste Variante strickt sich jedoch deutlich flotter; du musst nicht genau schauen, wie viel tiefer du einstichst, und du hast keine Linksmaschen.

Beim ordentlichen Zurückstricken landet jeder Umschlag unverkreuzt bei der Masche, zu der er gehört. Am Ende hast du abwechselnd eine Masche mit und eine ohne Umschlag. Die mit Umschlag sollte als rechts gestrickte Maschensäule erscheinen und wird mitsamt Umschlag rechts abgestrickt. Die Maschen ohne Umschlag erscheinen links und werden mit einem Umschlag nur abgehoben. Erst in der folgenden Reihe werden sie gestrickt, während die zuvor gestrickten Maschen auf der Rückseite nun links erscheinen und mit einem neuen Umschlag abgehoben werden.
Das funktioniert allerdings nur beim Flachstricken. Falls du in Runden strickst, kommst du nicht darum herum, jede Runde praktisch zweimal zu stricken, abwechselnd eine Masche normal links und eine Masche tiefer eingestochen rechts. (Ich finde diese Methode idiotisch und zeitraubend und würde viel eher flach stricken und dann zusammennähen, aber das ist Geschmackssache.)

Zahlreiche Grüße
Kerstin
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Re: Fehler im Patentmuster - zurück stricken? Wie? Aufribbeln?

Beitrag von strickjule »

Hallo Kerstin,
vielen lieben Dank für die ausführliche Antwort. Ich antworte hier mal auf die Fragen bzw. das Geschriebene:

"Bei so wenigen Reihen wäre es sicherlich einfacher, alles zu ribbeln und neu anzufangen. Aber normales Vollpatent lässt sich ziemlich einfach Masche für Masche rückwärts stricken."

Ich habe einen Teil der Maschen vorher stillgelegt und für die Ärmel neu aufgenommen, ein paar weitere Maschen musste ich unter der Achsel neu aufnehmen. Ich habe die Vermutung, dass ich mich bereits beim Aufnehmen nicht genau genug an das Muster gehalten habe. Ich stricke übrigens ein zweifarbiges Vollpatent. Ich habe Angst, dass beim Aufribbeln die Maschen verloren gehen bzw. fallen.

"Ich kann von hier aus nicht erkennen, ob du mit abgehobenen oder tiefer gestochenen Maschen strickst. Es hängt auch davon ab, ob du flach oder in Runden arbeitest. Beide Methoden ergeben letztlich dasselbe Strickbild, die erste Variante strickt sich jedoch deutlich flotter; du musst nicht genau schauen, wie viel tiefer du einstichst, und du hast keine Linksmaschen."

Ich stricke mit abgehobenen Maschen (1. Runde mit Farbe A: *Hebe die li M mit U auf die Arbeitsnadel, stricke die re M
+ U der Vorrunde re* - wiederhole von *bis* bis Rd-Ende, 2. Runde mit Farbe B: *Stricke die li M + U der Vorrunde li, hebe die re M mit U
wie zum li stricken auf die Arbeitsnadel* - wiederhole von *bis* bis Rd-Ende) und der Pulli wird in Runden gestrickt.

Liebe Grüße,
Jule
Dorrit
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Re: Fehler im Patentmuster - zurück stricken? Wie? Aufribbeln?

Beitrag von Dorrit »

Ich habe Angst, dass beim Aufribbeln die Maschen verloren gehen bzw. fallen.
Du kannst sie vor dem Ribbeln sichern, indem du einen Wollfaden hindurchziehst mit einer Sticknadel. Oder stattdessen eine Rundstricknadel durchziehen, gerne dünner als gestrickt, das geht leichter.
Viele Grüße
Dorrit

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Re: Fehler im Patentmuster - zurück stricken? Wie? Aufribbeln?

Beitrag von Kerstin »

Ribbeln, d.h. die Nadel aus dem Gestrick ziehen, würde ich nur im äußersten Notfall. Die sicherste Methode nach meiner Erfahrung:
Wenn die Masche keinen Umschlag hat, sticht man mit der linken Nadel in die sichtbare Masche unterhalb der ersten Schlaufe auf der rechten Nadel ein und hebt sie behutsam von der rechten Nadel auf die linke. Dabei löst sich die aktuelle Masche auf, und Umschlag und Masche landen zusammen auf der linken Nadel.
Hat die Masche einen Umschlag, dann hebt man nur die eigentliche Masche von rechts nach links und lässt den Umschlag fallen. Er wandert dabei in den Strickfaden zurück. Tut er das nicht, dann hat man den falschen Maschenbogen erwischt.

Und ja, man kann auch die Maschenbögen ein paar Reihen tiefer mit einer deutlich dünneren Rundnadel aufnehmen und dann ribbeln. Aber gerade bei Patent ist das nicht ganz einfach, weil die Hälfte der Maschen (die links erscheinenden) sich hinter den rechts erscheinenden verstecken. Man erwischt da schnell mal den falschen Bogen, und dann gibt es ein Kuddelmuddel und Fallmaschen. (Ihr dürft raten, woher ich das weiß.)

Zahlreiche Grüße
Kerstin
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