Anleitung: Fehlerkorrektur mit Rundstricknadel
Verfasst: Mi Feb 26, 2014 11:47
Aus aktuellem Anlass hab ich Fotos zum Thema gefunden, und ich möchte euch gerne zeigen, wie man Fehler im Maschinengestrick korrigieren kann ohne neu anzufangen.
1. Ca. 10 Reihen unterhalb des Fehlers ganz exakt alle Maschen auf eine möglichst dünne Rundstricknadel (hier eine 1er) fassen
Bei Lochmuster such ich mir eine Reihe mit möglichst vielen glatten Maschen.

2.Wenn alle Maschen aufgefasst sind, noch nichts auftrennen, nur das Gestrick vorsichtig von der Maschine nehmen.
Damit das Muster später passt, die Randnadeln markieren.
3. Nun die Maschen mit dem Einerdecker egal von welcher Seite auf die Nadeln zurückhängen.
Das Gestrick oberhalb klappe ich dabei nach unten; ich trenne erst auf, wenn wirklich alle Nadeln mit den richtigen Maschen belegt sind.

Das Zurückhängen geht leichter, wenn man das Gestrick seitlich am Maschengitter einhängt.
Noch ein genaueres Foto:
Ups, der Nagellack war eigentlich knallrot.
Halbzeit - mit Krallengewichten die zurückgehängten Maschen beschweren, damit sie nicht purzeln.

4. Beim Auftrennen vorsichtig sein, damit man eine eventuell übersehene Masche noch einfangen kann.
Geschafft:

5. Musterreihe eruieren und Reihenzähler anpassen.
Fertig zum Weiterstricken.
Damit es auch bei Mustern gut funktioniert, versuche ich vor dem Anschlag das Muster zu verstehen, damit ich weiß, was wann passiert, um welche Reihe es geht.
Bei komplizierten Lochmustern schreib ich mir die Schlittenbewegungen Reihe für Reihe auf, zusätzlich zur Nadelvorwahl.
Ich habe einige Varianten ausprobiert, dies ist die beste für mich.
Für Verbesserungsvorschläge wäre ich dankbar, es gibt ja immer etwas zu lernen.
Das letzte Foto gehört in die Rubrik "shit happens", möchte ich euch jedoch nicht vorenthalten.
Das passiert, wenn man so begeistert über die Fehlerkorrektur ist, dass man mit geöffnetem Nüsschen weiterstrickt.

Aber möge euch sowas Doofes nicht passieren!
Ich hab ja überhaupt den Eindruck, das Wichtigste beim Maschinstricken ist den Humor nicht zu verlieren und trotzdem zu lachen.
Kleine Anmerkung zum Schluss:
Ohne diese Fehlerkorrekturmethode hätte ich niemals Lochmusterstricken gelernt, weil ich schon früher frustriert aufgegeben hätte.
Seit ich weiß, dass ich mit ein wenig Aufwand mein Gestrick retten kann, bin ich viel gelassener.
Vielleicht ist dieser Beitrag für euch hilfreich.
Liebe Grüße
Samba
1. Ca. 10 Reihen unterhalb des Fehlers ganz exakt alle Maschen auf eine möglichst dünne Rundstricknadel (hier eine 1er) fassen
Bei Lochmuster such ich mir eine Reihe mit möglichst vielen glatten Maschen.

2.Wenn alle Maschen aufgefasst sind, noch nichts auftrennen, nur das Gestrick vorsichtig von der Maschine nehmen.
Damit das Muster später passt, die Randnadeln markieren.
3. Nun die Maschen mit dem Einerdecker egal von welcher Seite auf die Nadeln zurückhängen.
Das Gestrick oberhalb klappe ich dabei nach unten; ich trenne erst auf, wenn wirklich alle Nadeln mit den richtigen Maschen belegt sind.

Das Zurückhängen geht leichter, wenn man das Gestrick seitlich am Maschengitter einhängt.
Noch ein genaueres Foto:
Ups, der Nagellack war eigentlich knallrot.
Halbzeit - mit Krallengewichten die zurückgehängten Maschen beschweren, damit sie nicht purzeln.

4. Beim Auftrennen vorsichtig sein, damit man eine eventuell übersehene Masche noch einfangen kann.
Geschafft:

5. Musterreihe eruieren und Reihenzähler anpassen.
Fertig zum Weiterstricken.
Damit es auch bei Mustern gut funktioniert, versuche ich vor dem Anschlag das Muster zu verstehen, damit ich weiß, was wann passiert, um welche Reihe es geht.
Bei komplizierten Lochmustern schreib ich mir die Schlittenbewegungen Reihe für Reihe auf, zusätzlich zur Nadelvorwahl.
Ich habe einige Varianten ausprobiert, dies ist die beste für mich.
Für Verbesserungsvorschläge wäre ich dankbar, es gibt ja immer etwas zu lernen.
Das letzte Foto gehört in die Rubrik "shit happens", möchte ich euch jedoch nicht vorenthalten.
Das passiert, wenn man so begeistert über die Fehlerkorrektur ist, dass man mit geöffnetem Nüsschen weiterstrickt.

Aber möge euch sowas Doofes nicht passieren!
Ich hab ja überhaupt den Eindruck, das Wichtigste beim Maschinstricken ist den Humor nicht zu verlieren und trotzdem zu lachen.
Kleine Anmerkung zum Schluss:
Ohne diese Fehlerkorrekturmethode hätte ich niemals Lochmusterstricken gelernt, weil ich schon früher frustriert aufgegeben hätte.
Seit ich weiß, dass ich mit ein wenig Aufwand mein Gestrick retten kann, bin ich viel gelassener.
Vielleicht ist dieser Beitrag für euch hilfreich.
Liebe Grüße
Samba