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Zunahme von mehreren Maschen an der KX 395
Verfasst: Mi Mai 14, 2014 19:27
von Manon
Hallo,
was ich mich schon seit Wochen mit einem Sommerpulli herumquäle geht auf keine Kuhhaut! Nun, ich erwerbe mir Fähigkeiten im Aufräufeln, von der Maschine abnehmen, wieder aufhängen, auf der Maschine aufräufeln u.s.w..Darauf würde ich gerne verzichten.
Jetzt hat es mir gelangt und ich bin mit meinem Strickteil auf meine "neue" KX 395 umgezogen. Die hat kein Maschengitter und ist etwas leichter zu bedienen als meine alte KH 552. So weit so gut. Jetzt bin ich bei der Maschenzunahme für den angeschnittenen Kurzärmel. Wenn ich 2 oder 3 Maschen am Rand zunehmen will, kommt es zum Problem: in der Bedienungsanleitung soll man dann dafür den Wickelanschlag machen. Genau den habe ich bei meiner 552 auch nie hinbekommen und hier ist er auch mißlungen. Der Schlitten ist nicht nur stecken geblieben, er hat auch noch ca. 15 Maschen von der Maschine gerissen, als wenn man keinen Faden im Schlitten gehabt hätte.
Auf der alten MaSCHINE habe ich verlängerte Reihe mit Nylonfaden am Maschengitter gemacht, aber hier habe ich doch kein Gitter , gibt es nicht vielleicht einen Trick ?
Gut strick, Manon

Re: Zunahme von mehreren Maschen an der KX 395
Verfasst: Mi Mai 14, 2014 20:05
von Kerstin
Hallo Manon,
hast Du mal analysiert, weshalb Du keinen Wickelanschlag hinbekommst?
Wickelst Du möglicherweise zu stramm?
Du könntest nach dem Wickeln die ersten Maschen von Hand durchstricken, wenn Du befürchtest, dass der Schlitten steckenbleibt. Dann die bereits gestrickten Nadeln in Halteposition bringen, den Schlitten auf Halten stellen und die restlichen Nadeln abstricken. Bei der Gelegenheit merkst Du übrigens auch selbst, dass Du möglicherweise zu eng gewickelt hast. Wenn der geschlossene Nadelkopf nicht mehr durch die Schlaufe geht, dann war's zu fest. Mach es lockerer. Investiere einfach etwas Zeit zum Üben, bis es mit dem Wickelanschlag gut klappt. Man entwickelt schnell ein Gefühl dafür, die Nadeln nicht zu strangulieren.
Zahlreiche Grüße
Kerstin
Re: Zunahme von mehreren Maschen an der KX 395
Verfasst: Do Mai 15, 2014 12:12
von Manon
Hallo Kerstin,
das hört sich wirklich nach einer Lösung an! Den Faden hatte ich natürlich im Nüßchen und herausgezogen, das kann denn wirklich nicht locker genug gewesen sein, aber ich hatte den Wickelanschlag schon so oft bei youtube gesehen und da haben die alle keine Klimmzüge gemacht, sondern mit dem Schlitten rübergestrickt.
Mit Halteposition meinst Du sicher "E" und mit "Schlitten halten" meinst Du doch umschalten auf "H" am Schlitten, oder ?
Da ich nachher arbeiten gehe, werde ich das aber noch nicht vorher ausprobieren, um keinen Frust aufkommen zu lassen, wenn es nicht beim ersten MaL klappt.
Vielen Dank, Kerstin, drück die Daumen,
Manon

Re: Zunahme von mehreren Maschen an der KX 395
Verfasst: Do Mai 15, 2014 19:13
von Kerstin
Manon hat geschrieben:ich hatte den Wickelanschlag schon so oft bei youtube gesehen und da haben die alle keine Klimmzüge gemacht, sondern mit dem Schlitten rübergestrickt.
Wenn man locker genug wickelt, ist das auch kein Problem.
Wie schon gesagt, mach Dir klar, dass die Nadel mit geschlossener Klappe durch die Schlaufe passen muss. Wenn Du zu eng wickelst, dann passt sie eben nicht durch, und dann zerhaut es Dir das Garn und womöglich die Nadeln.
Mit Halteposition meinst Du sicher "E" und mit "Schlitten halten" meinst Du doch umschalten auf "H" am Schlitten, oder ?
Ja. Wobei die Bezeichnungen von Maschine zu Maschine verschieden sein können, deshalb bemühe ich mich, so neutral wie möglich zu formulieren.
Zahlreiche Grüße
Kerstin
Re: Zunahme von mehreren Maschen an der KX 395
Verfasst: Fr Mai 16, 2014 13:51
von Manon
Hallo Kerstin,
es hat geklappt, aber noch nicht perfekt. Ich habe den Faden ganz locker um meine Zunahmenadeln gewickelt und dann per Hand abgestrickt. In den nächsten Reihen habe ich die neu gewickelten und die "alt" gewickelten wieder per Hand abgestrickt. Dabei konnte man deutlich merken, daß die gewickelten immer noch mit einem Ruck über den Nadelkopf rutschten, im Vergleich zu den normal abgestrickten Maschen. Aber das kann man ja machen, alle Zunahmen immer in E schieben.
Aber ein Problem trat dabei auf, daß ich noch nicht kapiert habe:
wenn ich z.B. 6 Maschen, handabgestrickt habe, den Faden vom Schlitten
unter diese Nadeln gelegt habe, Schlitten in H, warum bildet sich dann ein Faden
auf allen E-Nadeln ?
Ich bin sicher, Du hast dafür auch eine Lösung, wie gut, daß es so ein Forum gibt!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Gut strick, Manon

Re: Zunahme von mehreren Maschen an der KX 395
Verfasst: Fr Mai 16, 2014 14:09
von biene11
Kommt doch drauf an auf welcher Seite du die Maschen in H schiebst....
LG Romi
Re: Zunahme von mehreren Maschen an der KX 395
Verfasst: Fr Mai 16, 2014 15:20
von Manon
Hallo Romi,
ich nehme nur auf der Schlittenseite zu und schiebe dann die Nadeln nach E und den Schlitten auf H und lege den Faden unter die schon abgestrickten E-Nadeln.
Gur strick, Manon
Re: Zunahme von mehreren Maschen an der KX 395
Verfasst: Fr Mai 16, 2014 20:04
von Kerstin
Manon hat geschrieben:ich nehme nur auf der Schlittenseite zu und schiebe dann die Nadeln nach E und den Schlitten auf H und lege den Faden unter die schon abgestrickten E-Nadeln.
Und dann kommt der Schlitten, nimmt den Faden mit und wickelt ihn einmal um die E-Nadeln, stimmt's?
Leg den Faden
über die Nadeln statt unter sie, bevor Du ihn einfädelst, und alles wird gut.
Zahlreiche Grüße
Kerstin
Re: Zunahme von mehreren Maschen an der KX 395
Verfasst: Fr Mai 16, 2014 23:05
von Manon
Hallo Kerstin,
Und dann kommt der Schlitten, nimmt den Faden mit und wickelt ihn einmal um die E-Nadeln, stimmt's?
Leg den Faden
über die Nadeln statt unter sie, bevor Du ihn einfädelst, und alles wird gut.
wie beim Fangmuster legt der Schlitten einen Faden glatt über alle E-Nadeln.
Inzwischen habe ich den Faden normal laufen lassen, leider das gleiche Ergebnis. Ich habe übrigens jetzt den doppelten Wickelanschlag gemacht, der klappte besser (er wird lockerer).
Nachdem ich mit viel Handarbeit endlich die Zunahmen beendet hatte, habe ich nach 20 Reihen an beiden Rändern mit dem Schlitten wieder Schlaufen produziert und Maschen herunter gerissen. Obwohl ich die Zunahme-Maschen ständig gegen das Bett gedrückt habe und die kleinen Gewichte an den Kanten dauernd nachgehängt habe. Vor dem Fernseher sitzend habe ich dann entdeckt, daß der Faden aus dem Spannungskopf bei den vielen Rangeleien rausgerutscht war. Vielleicht war das die Ursache für den Schlaufenhorror.
Vor lauter Verzweiflung habe ich schon mein Lochmuster rausgeschmissen, die Nerven habe ich nicht mehr
Gut strick, Manon

Re: Zunahme von mehreren Maschen an der KX 395
Verfasst: Sa Mai 17, 2014 16:25
von Kerstin
Hallo Manon,
ich habe heute
in einem Blog-Eintrag mal genauer beschrieben, wie ich bei den Zunahmen an der KX vorgehe. Ich habe zwar die KX 350, aber die Arbeitsweise ist ja dieselbe. Vielleicht hilft Dir das ja ein bißchen.
Hast Du mal geprüft, ob die Sperr"schiene" noch in Ordnung ist? Bei diesen Maschinen ist es keine richtige Schiene, sondern nur ein Schaumstoff-Streifen, der auf der Unterseite des Nadelbetts durchgefädelt ist. Aber wenn der platt ist, dann wackeln die Nadeln wie blöd, und das Stricken wird sehr mühsam oder funktioniert gar nicht mehr richtig. Und ja, wenn der Faden nicht sauber eingefädelt ist, dann kann natürlich alles schnell herunterfallen. Willkommen im Club, kann ich da nur sagen; mir passiert das auch, wenn ich nicht aufpasse.
Zahlreiche Grüße
Kerstin
Re: Zunahme von mehreren Maschen an der KX 395
Verfasst: So Mai 18, 2014 17:12
von Manon
Hallo Kerstin,
ergänzend zu Deiner Beschreibung im Block habe ich herausgefunden, daß man , wenn man über die stillgelegten Nadeln mit dem Schklitten fährt, man unbedingt den Faden oberhalb des Schlittengriffs festziehen muß. Wie Du früher schon mal bemerkt hast, ist bei den Plastikbombern der Faden etwas labberig. Also Hand an den Faden statt wie bisher das Gestrick herunterzuziehen.
Mir ist erst jetzt klar geworden, daß ich mit dieser Maschine das erste Mal mit verlängerten Reihen gearbeitet habe.
Ich hätte nicht gedacht, daß sich das Arbeiten mit unterschiedlichen Brother-Maschinen so unterscheidet. Ich hatte zuvor erst mit der alten Maschine mit verlängerten Reihen gearbeitet ohne Probleme.
Inzwischen erkläre ich das Rückentei als beendet trotz der fehlerhaften Stellen an den Zunahmen.Das Garn spaltet sich stark durch das Auftrennen, so daß ich es nicht noch einmal auftrennen möchte. Ein Lehrgeld-Pulli!
Ach, die Nadelsperrschiene ist nagelneu, habe ich kontrolliert.
Also Faden und Gestrick immer unter Spannung halten das ist das A und O.
Vielen Dank für die hilfreiche Beratung und noch einen schönen Sonntag.
Gut strick, Manon