Der Wahnsinn!

Alljährlich findet in einem der zahlreichen Ravelry-Foren das so genannte „Sock Madness“ statt, ein Strick-Wettbewerb, bei dem es um Geschwindigkeit und Präzision geht.

Das Rennen startet üblicherweise im Februar mit zwei Wochen, in denen man sich registrieren kann (1. bis 14.2.). Es folgt eine Qualifikationsrunde: Innerhalb von zwei Wochen muss man ein Paar Socken exakt nach einer vorgegebenen, vorab unbekannten Anleitung stricken. Hat man das geschafft, wird man einer Gruppe zugeteilt, die weitgehend der eigenen Strick-Geschwindigkeit entspricht. Dann folgen die sieben eigentlichen Wettbewerbsrunden mit neuen Socken-Anleitungen. In jeder Runde kommen diejenigen Teilnehmer weiter, die zuerst ihre Socken genau nach Vorgabe fertigstellen. Am Ende bleibt ein Sieger bzw. eine Siegerin übrig.

Nein, ich beteilige mich nicht an diesem Wettbewerb. Erstens ist meine Erfahrung im Stricken von Socken von Hand extrem beschränkt, nämlich auf ein (!) Paar innerhalb der letzten Jahrzehnte. Zweitens geht mein persönlicher Ehrgeiz gegen Null. Drittens hat sich herausgestellt, dass ich bei den frei erhältlichen Warm-up-Socken, die man außer Konkurrenz stricken kann, bereits in der ersten Runde Fehler gemacht und nicht erkannt habe, die mich umgehend disqualifiziert hätten. Manches sollte man also wirklich den Leuten überlassen, die sich damit auskennen.

Aber ich werde natürlich gespannt verfolgen, wie es drei meiner Strickfreundinnen ergeht, die sich dafür angemeldet haben. 2024 war es nur eine einzige, die teilnahm. Letztes Jahr waren es dann zwei, und in diesem Jahr ist eine dritte dazugekommen. Alle drei sind erfahren und kompetent, was die händische Anfertigung von Socken betrifft, und ich hoffe, dass sie viel Freude beim Bewältigen der verschiedenen Herausforderungen haben und im Wettbewerb möglichst weit kommen.

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