Zu klein – Too small

Woolly Wormheads Mützen-Knitalong ist beendet, die erste der beiden Mützen habe ich fertig, und sie ist leider doch zu klein geraten. Deshalb geht sie aller Voraussicht nach an eine der Töchter meiner bekinderten Kollegen. Welche der vier in Frage kommenden jungen Damen letztlich warme Ohren bekommt, wird noch geklärt.
Ihr bekommt hier nur einen (zugegeben miserablen, da mit Handy aufgenommenen) Eindruck des schönen Teilchens. Verstrickt habe ich 25 Gramm “Angora Simone” in Farbe 18 (ein helles, warmes Gelb) von Wolle Hartmuth. Es stammt noch aus dem vergangenen Jahrtausend. Von dem Garn ist nun noch ein 25-g-Knäuel da, ich könnte also theoretisch nochmals eine zu kleine Mütze stricken. 😉
Zunächst will ich aber die zweite Mütze aus dem Knitalong fertig stellen, mit der ich fast halb fertig bin. Sie wird mir wahrscheinlich passen (klopf-auf-Holz). Gestrickt wird sie aus der Qualität “Melanie” von Manor, einer glatten reinen Schurwolle (Lauflänge 135 m auf 50 g) in Senfgelb. Ein Bild davon mache ich, sobald ich den Strickfehler von neulich beseitigt habe…

Limpetiole auf Bonbonglas, on candy container

Limpetiole von oben, from the top

Woolly Wormhead’s knitalong is done, the first of the two hats is finished, and unfortunately it came out too small. So it will most likely go to one of my colleagues‘ daughters. Who of the four young ladies in question will be the lucky recipient is still to be determined.
Here you get an (admittedly lousy as taken with my cell phone) impression of the lovely hat. I used 25 grams of “Angora Simone” by Wolle Hartmuth in colour 18 (a light, warm yellow). It dates back to the last millennium. I’ve still one 25-gram-ball left, so theoretically I could knit another hat that comes out too small. 😉
But for the time being I’m going to finish the second hat of this knitalong, which is almost half done. It will probably fit me (knock-on-wood). The yarn is “Melanie” by Manor, a plain pure new wool (135m per 50 gram) in mustard yellow. I’ll provide a picture as soon as I’ve removed the mistake I added recently…

Die verstrickte Dienstagsfrage 47/2010

Das Wollschaf fragt heute: Tragt Ihr im Winter Mützen oder andere Kopfbedeckungen? Selbstgehäkelt? Selbstgestrickt? Gefilzt? Oder gekauft?
Wenn Ihr selbstgemachte Kopfbedeckungen tragt – fertigt Ihr die nach Anleitung oder einfach aus dem Kopf, so wie Ihr denkt?
Vielen Dank an Monika für die heutige Frage!

Ja, ich trage Mützen, wenn’s mir zu kalt wird. Meine persönliche Schmerzgrenze ist eine Tagestemperatur von etwa fünf Grad plus. Wenn das Thermometer weiter hinuntergeht, ist Kopfbedeckung angesagt.
Alle meine Kopfbedeckungen sind gestrickt. Ich sage ausdrücklich nicht “alle meine Mützen”, weil in meiner Sammlung auch ein größeres Umschlagtuch sowie verschiedene Schals sind. Die trage ich dann um den Hals und über den Kopf. Das Umschlagtuch hat eine Freundin vor einigen Jahren für mich gestrickt, einen breiten Möbiusschal und einen einfachen Kapuzenschal habe ich mal selbst entwickelt. Ebenfalls selbst erdacht ist meine “Vertigo”-Mütze aus ziemlich dickem Farbverlaufsgarn, die ich sehr gern trage und die schnell zu stricken ist.
Außerdem besitze ich noch einige andere Mützen, die nach anderer Leute Anleitungen gestrickt sind. Leider kann ich aber nicht jede Mützenform tragen. Die Barettform und die derzeit so modische Schlabber-Form sehen an mir ziemlich schauerlich aus. Das ist schade, denn ich stricke Mützen sehr gern. Sie sind schnell fertig, man kann Reste verwerten und die verschiedensten Stricktechniken nutzen. Was mir selbst nicht passt oder steht, lässt sich aber immer noch verschenken. Dankbare Abnehmer finden sich eigentlich immer in meinem Bekanntenkreis.

Drop Sleeves

Was macht man, wenn man nach zwei Schals immer noch nicht genug hat vom “not a drop”-Muster? Man strickt Ärmel daraus. Hier in pistaziengrün an einem ganz schlichten Pullover aus Wollmeise 100 % Merino in der Farbe “Rhabarber”. Und damit die “Tropfen” in die richtige Richtung fallen, geht die Strickrichtung von oben nach unten.
Da bei diesem Muster Zu- und Abnahmen etwas schwierig sind, habe ich die Ärmel ganz gerade gestrickt. Erst als sie schon fertig waren, fiel mir ein, dass man eigentlich auch Maschen hätte abnehmen können. Das geht wie beim “Schließen” der Tropfen.
Jetzt habe ich aber fürs erste wirklich genug von dem Muster. 🙂

Drop Sleeves Pulli

What do you do if after two scarves you are not fed up with the “not a drop” pattern? You knit sleeves. Here they come in pistachio green on a plain sweater made of Wollmeise 100 % Merino in colour “Rhabarger”. And to have the “drops” falling into the right direction, I knit them down from the body to the wrists.
As increasing and decreasing is a bit difficult with this pattern, the sleeves are simple rectangles. Afterwards it came to my mind that I could have worked decreases as in the “closing” of the drops.
But for the time being, I’m really tired of the pattern. 🙂

Die verstrickte Dienstagsfrage 46/2010

Das Wollschaf fragt heute:
Wo ist die Grenze zwischen “gerne stricken” und richtig “stricksüchtig sein”? Wo ordnest Du Dich ein? Gehst Du Käufe eher nüchtern an und kaufst genau für Dein Projekt ein oder kannst Du Dich in einem Wollgeschäft “nicht beherrschen” und kaufst eher wahllos ein. Hast Du ein kleines Strickkörbchen manierlich mit einem Projekt da stehen oder erstickst Du in Wollknäueln? Was ist eigentlich Stricksucht? (Ich gehöre übrigens zu den Stricksüchtigen!)
Vielen Dank an Ute für die heutige Frage!

Wenn Sucht bedeutet, dass man an nichts anderes mehr denken kann, dass man Familie, Job, Essen und Trinken und soziale Kontakte vernachlässigt, dann bin ich nicht stricksüchtig. Ich würde sogar bezweifeln, ob man überhaupt in diesem Sinne strick“süchtig” sein kann. Sind bzw. waren möglicherweise diejenigen stricksüchtig, die seinerzeit an Aktionen wie “Murdered by Lace”, “Sock War” und ähnlichen Wettstrickereien teilgenommen haben? Anders kann ich mir nicht erklären, wie man sich für so etwas begeistern kann. Vielleicht kann man derlei Ehrgeiz vergleichen mit dem Versuch, möglichst viele Kartoffelklöße mögichst schnell zu verzehren, statt in Ruhe ein fünf-Gänge-Menu zu genießen. Letzteres bringt mich zwar nicht ins Guinness-Buch, macht mir aber bedeutend mehr Spaß und vor allem schmeckt es besser. 🙂
Ich halte es jedenfalls locker mehrere Stunden am Stück ohne Strickzeug aus, vor allem wenn ich gerade arbeite, koche oder sonst etwas tue, das mir wichtig ist. Zwar stricke ich nahezu täglich, aber oft sind das nur ein paar Reihen oder Runden. Für mich ist es ein Hobby, das mir schon über so manche schwierigen Stunden hinweggeholfen hat. Wenn um einen herum die Welt zusammenbricht und man für den Moment nichts, aber auch gar nichts tun kann, um das zu verhindern, dann ist es ungemein tröstlich, wenigstens im Kleinen produktiv zu sein und aus einem Stück Garn etwas Neues und Heiles zu erschaffen.
Dazu gehört für mich auch ein gewisser Garnvorrat, aus dem ich, je nach Lust, Laune und Anlass, wählen kann. Wahllos und unbeherrscht ist dieser Garnvorrat allerdings nicht entstanden, sondern entsprechend meinen Vorlieben. Wenn ich ein Wollgeschäft betrete, schreckt mich eine gigantische Auswahl eher ab, als dass ich in Kaufrausch verfalle. Da ich bekennende Großteilstrickerin bin (mit kleinen Ausrutschern in der letzten Zeit), kaufe ich eher eine größere Menge von einer Sorte als einen Haufen faszinierende Einzelknäule. Faszinierende Einzelknäule habe ich später automatisch zuhause, als Überbleibsel meiner Großprojekte. 🙂

Pattern B oder Das ideale Wartezimmerstrickzeug

Die Knitalong-Anleitung von Woolly Wormhead mit dem Arbeitstitel “Pattern B” ist der perfekte Begleiter für Arztbesuche: Leicht vom Gewicht her (derzeit 25 Gramm zuzüglich Nadel), übersichtlich dank Schemazeichnung und kleinem Rapport und schnell in der Tasche verstaut, wenn man dann endlich aufgerufen wird. Und obwohl bei Angora ja viele Muster durch den Flausch gar nicht so recht erkennbar sind, kommt das Blättchenmuster hier sehr schön zur Geltung. Ich glaube, ich hätte beim Garn keine bessere Wahl treffen können.

Mütze/hat “Pattern B”

The KAL pattern with the working title “Pattern B” by Woolly Wormhead is the perfect companion for a visit to the doctor’s: Light in weight (currently 25 grams plus needle), easy to knit thanks to the diagram and small repeat and quickly put away when you’re called in. And although angora tends to blur many patterns with its fluff, the leaf pattern shows to advantage here. I think I could hardly haven chosen a better yarn for this pattern.

Die verstrickte Dienstagsfrage 45/2010

Das Wollschaf fragt heute:
Welche Strickbücher stehen überwiegend in eurem Schrank?
Hier eine Entscheidungshilfe, evtl. für eine Rangfolge:
a) Musterbücher für die eigenen Designs
b) Technik- und Grundlagenbücher wie von Katharina Buss, Hanna Jaacks, Nicky Epstein, etc..
c) Sockenanleitungen
d) Designerbücher wie Starmore, Fassett, Schulz, etc.
e) Magazine und Hefte wie Rowan International, Knitters, Verena, Sabrina etc.
f) Klassiker wie Elisabeth Zimmermann, Barbara Walker, Lisl Fanderl etc.
g) Romane, die das Stricken zum Thema haben
h) Schön bebilderte großformatige Bücher wie Nordic Knitting, Poetry in Stitches etc.
i) Neuerscheinungen, egal welcher Richtung
Vielen Dank an Michaela für die heutige Frage!

Ich habe so viele Strickbücher, dass ich allmählich selbst den Überblick verliere. Deshalb habe ich sie bei Librarything eingepflegt.
Zu a) kann ich bieten: Nicht nur Barbara Walkers “Treasuries”, sondern auch “Bäuerliches Stricken”, “Omas Strickgeheimnisse” und eine hübsche Kollektion alter Burda Musterhefte sowie diverse Mustersammlungen nur für Strickmaschinen.
Zu b) gibt’s bei mir außer “Perfekt stricken” von Hanna Jaacks und dem Burda Stricklehrbuch noch diverse englische Bücher verschiedener Autorinnen.
Zu c) ist außer dem “genialen Socken-Workshop” nicht viel vorhanden, da ich Socken nur in Schlichtversion auf der Maschine stricke.
Zu d) habe ich eine schier unendliche Menge. Fast alles von Alice Starmore, sehr vieles von Elsebeth Lavold, sodann einiges von Allen, Budd, Durant, Ellison, Gaughan, Hargreaves, Jamieson, Leapman, Moss, Oberle, Potter und Sharp.
Zu e) habe ich *hüstel* sehr viel. Ich horte jahrgangsweise diverse Hand- und Maschinenstrickzeitschriften.
Die unter f) genannten Autoren sind alle in meinem Bücherschrank vertreten.
Aus g) mache ich mir nicht so viel. Ich habe mir mal eines dieser Bücher gekauft, eins oder zwei bekam ich mal von einer Freundin geliehen. Solche Romane sind nett zum Einmallesen, aber den Platz im Regal nutze ich lieber für Langlebigeres.
Auch aus der Kategorie h) habe ich zu viele Bücher, um sie hier aufzulisten.
Bei i) Neuerscheinungen schaue ich normalerweise, ob ich dafür wirklich Verwendung habe. Bücher über Tücher, Schals, Ponchos, Taschen, Babykleidung, Socken-Variationen etc. brauche ich nicht. Bücher über spezielle Techniken oder von Autoren, die für ihre ungewöhnlichen Designs bekannt sind, finde ich nahezu unwiderstehlich.
Michaela deutete in ihrer Antwort schon an, dass es auch noch eine Kategorie j) geben könnte, nämlich fürs Maschinestricken. Ja, davon habe ich über 50 Bücher, nicht gerechnet die vielen Handstrick-Mustersammlungen, die man teilweise ja auch für die Strickmaschine nutzen kann.
Ach, schaut doch einfach selbst. 🙂