Aaaah!

Ade Wolldiät. Ein Garn wie dieses nicht zu kaufen wäre ungefähr so klug wie die Einladung eines Dreisterne-Kochs zum Abendessen abzulehnen.
Eigentlich ist es ja schon lange nicht mehr im Handel erhältlich. Aber über eine Mailingliste wurden vergangene Woche zwölf Stränge dieser Köstlichkeit (Farbe “Ruby”) angeboten. Ich hatte Glück, war die erste, die reagierte, und bekam heute mein Paket. Ist es nicht wundervoll? Ich kann mich gar nicht dran satt sehen! 🙂

Noch habe ich nicht endgültig entschieden, was daraus wird und für wen. Es spricht aber allerlei für “Malin” von Alice Starmore. Am liebsten natürlich für mich selbst.

Rowan Magpie, colour Ruby

Goodbye yarn diet. Not buying a yarn like this would be as clever as refusing a three star chef’s invitation to dinner.
Actually, this yarn has been discontinued for a long time. But in a mailing list twelve hanks of this luscious wool (colour “ruby”) were offered. I was lucky in being the first who answered, and today my parcel arrived. Isn’t it wonderful? I can hardly take my eyes off it. 🙂

So far I’ve not finally decided what to make from it and for whom. “Malin” by Alice starmore is a likely option, preferably for myself.

Secret of the Stole

Gestern abend habe ich den ersten Hinweis abgearbeitet. Zwei-, dreimal habe ich mich vertan, konnte die Fehler aber ohne größeren Ribbelaktionen beheben. Ein vergessener Umschlag zum Beispiel ist für mich kein Grund, zwei ansonsten richtig gestrickte Reihen wieder aufzuziehen, da wird eben aus dem Querfaden etwas Umschlagähnliches herausgezogen, dann passt es schon.
Bisher sieht das Tuch ziemlich ungewöhnlich aus, gar nicht klassisch-löchrig. Mal gucken, wie es am Freitag weitergeht. Inzwischen habe ich nun hoffentlich Zeit, mich um ein paar andere Strickprojekte zu kümmern, mit denen ich vorankommen will.
Ach ja, ein Bild gibt’s heute nicht. Das Muster ist ja in diversen anderen Blogs zu bewundern, und so wahnsinnig anders sieht es bei mir auch nicht aus. 😉

Last night I completed the first hint. Two or three times I made a mistake, but was able to correct it without having to ravel back. A forgotten yarnover, for instance, is no reason for me to undo two otherwise perfectly knitted rows. I prefer to pull something “yarnoverly” out of the thread between two stitches and find that it works quite well.
Up till now the stole looks quite unusual, not classically holey. We’ll see how things continue on Friday. Meanwhile I hope to find the time to look after some other knitting projects which need attention.
Oh yeah, no picture today. The Stole pattern can be admired in several other blogs, and mine doesn’t look that much different from theirs. 😉

Das Wollschaf am Dienstag – the wool sheep on Tuesday

Ihr kennt vermutlich die Round Robin – Aktionen, bei denen ein in Arbeit befindliches Strickprojekt reihum an mehrere Teilnehmer gesandt wird. Am Ende hat jeder ein fertiges Exemplar.
Was haltet Ihr von den anfallenden Portokosten? Haben diese Euch schon einmal von einer Teilnahme abgehalten?
Falls Ihr teilgenommen habt: Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht?
Vielen Dank Tammina für die heutige Frage!

Ich habe bislang nur an einer einzigen Gemeinschaftsaktion teilgenommen, das Ergebnis seinerzeit war (für meine Begriffe) sehr schön, allerdings gab es da auch recht strenge Vorgaben (das gleiche Garn für alle, verschiedene vorgegebene Farben), und beim Auswählen der Muster wurden meine Ideen und Bedenken in hohem Maße berücksichtigt.

Das Porto bei einer solchen Aktion schreckt mich weniger als der wahrscheinlich divergierende Geschmack anderer Teilnehmer. Nicht umsonst heißt es “viele Köche verderben den Brei”.
Mein Alptraum wäre es, einen Haufen Leute wieder auf Kurs bringen zu müssen, die bei so einer Aktion unbedingt ihre Individualität betonen wollen und anders vorgehen als vorher gemeinschaftlich verabredet. Deshalb würde ich so etwas nicht mit notorischen Profilneurotikern durchziehen wollen.

You probably know the round robin events where a knitting project is sent to several participants in turn. At the end, everybody should own a finished item.
What do you think of the expenses for postage? Did they ever deter you from participating?
If you have participated, what were your experiences?
Thank you very much Tammina for today’s question!

I’ve only once participated in such an activity. The result was (in my opinion) quite beautiful, however we had strict specifications regarding the material (the same yarn for everyone, different, limited colours), and my pattern ideas and concerns were taken into consideration to a large extent.

The postage frightens me less than other participants‘ probably diverting tastes. For good reasons the saying goes “Too many cooks spoil the broth”.
A nightmare for me would be having to reset a couple of folks on target, who are anxious to show off their individuality and proceed differently than previously agreed. That’s why I would not want to execute such a project with people who notoriously need to get themselves noticed.

Auf der Suche nach dem Fehler – in search of the error

Falls das Muster an der Strickmaschine hartnäckig verschoben ist und sich auch nach dem leipzigsten Versuch überhaupt nicht richtig programmieren lassen will und eine gewisse Strickerin kurz davor ist, den Verstand zu verlieren — dann ist es eine gute Idee, die Lage der Nadelzählfolie zu kontrollieren. In meinem Fall war sie um genau eine Nadel nach rechts verschoben…

If the pattern in the knitting machine is stubbornly misplaced, if there’s no way to get it right by re-programming it for the umpteenth time, and a certain knitter is on the verge of going mad — then it’s a good idea to check the placement of the needle counting strip. In my case it was shifted by exactly one needle to the right…

Die Jacke ist fertig – the cardi is completed

Gestern und heute habe ich die letzten Nähte geschlossen und Fäden vernäht. Nun ist die Jacke fertig und sieht genau so aus, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich hoffe nur, dass sie auch der zukünftigen Besitzerin gefällt.

Wickeljacke aus "Sabrine, von vorn / front

und von hinten, back view

Yesterday and today I closed the last seams and sewed up the ends. Now the cardi is finished and looks exactly as I had envisioned it. I only hope that it also pleases its future owner.

Wechsel der Gewohnheiten – change of habits

Manchmal muss man sein Strickleben mehr oder weniger umkrempeln.
Kürzlich meldete ich mich bei einem Knitalong an. In diesem Herbst standen ja verschiedene zur Auswahl, und ich entschied mich fürs “Secret of the stole”.
Dafür kam heute der erste Strickhinweis. Und als ich heute nach Hause kam, habe ich natürlich gleich als allererstes — das Abendessen zubereitet. Man muss schließlich Prioritäten setzen. 🙂
Nach dem Essen begann ich dann mit dem Stricken. Der erste Zipfel ist bereits fertig, der zweite ist in Arbeit, und wenn alles gut geht, schaffe ich es sogar noch heute, die Teile miteinander zu verbinden. Meine Stola wird übrigens keine Perlen erhalten. Ich bin nicht so der Perlen-Typ, und da es mein erster Versuch mit einer solchen Anleitung ist, mache ich es mir lieber einfach.

Ich stricke mit den neuen Knitpicks Nadeln. Sie eignen sich gut für Lochmuster. Die Anleitung für die Stola ist übrigens sehr klar und präzise, und bisher finde ich das Stricken auch recht einfach. Aber das wird sich bestimmt noch ändern, wenn ich erst einmal jenseits von Reihe 70 bin.

Secret of the Stole, Teil des ersten Hinweises, part of first hint

Sometimes you simply have to turn your knitting life inside out, more or less.
Recently I enrolled for a knitalong. This fall, there were several of them on offer, and I opted for the “Secret of the stole”. Today, the first hint for it was published. And when I got home today, my first step was of course — to prepare supper. We have to prioritize, haven’t we? 🙂
After supper I started to knit. The first triangle is already finished, the second is in progress, and if everything goes well, I’ll join them tonight. By the way, my stole won’t get beads because that’s not quite my style, and as it is my first attempt at such a thing, I like it simple.

I’m using my new Knitpicks needles. They are great for lace patterns. The stole instruction is very clear and precise, and up till now I find the knitting quite easy. But I’m sure things will change when I get beyond row 70.

Auf der Zielgeraden – On the home stretch

Kürzlich hatte ich berichtet, dass ich ein Modell aus der “Sabrina Stricktrends” Herbstausgabe ein wenig, sagen wir mal, “überarbeitet” habe. Mittlerweile nähert es sich aufhaltsam der Fertigstellung. Es müssen noch die Ärmel eingenäht und einige Nähte geschlossen werden.
Die Einfassung der Kanten habe ich heute gestrickt. Dazu verwendete ich das neue Knitpicks Nadelset. Dank der spitzen Nadelenden ging das Aufnahmen der Maschen aus dem Mohairgarn sehr leicht. Schwieriger war es dann, die etwa 500 Maschen auf dem Seil unterzubringen. Anders als beim Denise Nadelset lassen sich die Seile des Knitpicks Set nicht einfach miteinander verbinden, und 60 cm plus Nadelspitzen sind nicht sehr viel. Zum Glück musste ich nur wenige Reihen stricken. Die Nadeln liegen gut in der Hand, das Seil ist angenehm dünn, und die Maschen gleiten problemlos darüber. Leider neigen die Nadelspitzen dazu, sich gelegentlich aus dem Seil herauszuschrauben. Je nach Stricktechnik tut man gut daran, die Verbindung immer mal wieder zu kontrollieren.
Ich werde berichten, wie ich mit dem Jäckchen vorankomme.

Sabrina wrap cardi, Wickeljacke

Some days ago I told you that I, well, let’s say “re-engineered” a pattern from Fall 2007 “Sabrina Stricktrends”. Meanwhile it approaches exorably its completion. The sleeves still need to be sewn in and some seams must be closed.
Today I knit the edging. For this I used my new Knitpicks needle set. Thanks to the pointy needle tips it was very easy to pick up stitches from the mohair yarn. It was somewhat more difficult to accommodate all about 500 stitches on the cable. Unlike the Denise needle set it is not possible to connect and elongate the Knitpicks cables, and 60 cm plus needle tips are not that much. I was lucky in that I had only a few rows to knit. The needles fit my hands perfectly, the cable is pleasantly fine and the stitches slide along easily. Unfortunately the tips tend to unscrew from the cable, depending on the knitting technique. So it’s a good idea to check the connection from time to time.
I’ll keep you informed how I get along with the cardi.

Überraschung – Surprise

Keine Panik, dieses Etwas wird nicht in meinem Haushalt verbleiben. 🙂 Und außerdem werde ich hier nicht verraten, was es wird, aber diejenigen, die sich auskennen, erraten es natürlich trotzdem, da es sich hier um einen ziemlich berühmten Entwurf (Hinweis: Elizabeth Zimmermann) handelt.

Angeschlagen habe ich es vergangenen Freitag. Bis Dezember habe ich noch Zeit, es zu vollenden, das müsste eigentlich zu schaffen sein.
Von den anderen Sachen, die ich noch bis Dezember anfangen und fertigstellen sollte, rede ich jetzt mal lieber nicht.

Überraschung — surprise

Don’t panic, this something will not stay in my household. 🙂 And moreover, I won’t tell here what it is, but those that are familiar with knitting will guess it anyway because it is quite a famous design (hint: Elizabeth Zimmermann).

I cast on last Friday and my deadline is December, this should be manageable. I won’t mention here all those other things that I have to start and complete until December.

Ich habe es!

Das Knitpicks Nadelset, das ein ganz lieber Kollege für mich in den USA beschafft hatte, ist gestern bei mir angekommen. Leider werde ich in den nächsten Tagen keine Zeit haben, mich näher damit zu beschäftigen, aber ich freue mich schon darauf, es zu testen.
Übrigens habe ich den Verdacht, dass die Austermann “Black Box” so etwas Ähnliches ist, allerdings sind die Nadelmaße etwas anders. Die Nadelstärken in meinem neuen Set sind 3,5 mm, 3,75 mm, 4,0 mm, 4,5 mm, 5,0 mm, 5,5 mm, 6,0 mm, 6,5 mm (habe ich sonst noch nirgends gesehen) und 8 mm. Aber das ist so in Ordnung. Die ganz dicken Dinger mag ich ohnehin nicht so gern, außerdem habe ich die für den Notfall als normale Stricknadeln vorrätig.

Knitpicks Nadelset / needle set

It’s mine!

The Knitpicks needle set, which a very dear co-worker purchased for me in the US, has arrived yesterday. Unfortunately, I won’t find any time during the next days to test-run it thoroughly, but I’m looking forward to do so next month.
By the way, I’ve got the feeling that Austermann “Black Box” is very similar to my new acquisition, although the needle sizes are different. Mine are US sizes 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 10.5 (I’ve never seen this size in Germany) and 11. But that’s okay for me because I do not enjoy knitting with very large needle sizes, and if needs be, I can revert to my conventional circulars.

Möbius-Anleitung überarbeitet

Aus gegebenem Anlass habe ich mich in der letzten Zeit mal wieder mit dem Möbius-Anschlag beschäftigt, den ich am 21.12.2005 bereits beschrieben hatte. Damals hatten einige Leserinnen zu Recht reklamiert, dass die Anschlagreihe noch etwas zu wünschen übrig ließ. Jetzt habe ich eine eigene Methode gefunden, um das zu vermeiden. Kurze Erläuterung: Nach dem aufgeschlungenen Anschlag sind die so angeschlagenen Maschen “verschränkt”. Wenn man sie aber vor dem Abstricken erst abhebt und zurückgedreht wieder auf die linke Nadel hängt, dann wird die Startreihe glatt.
Man kann den aufgeschlungenen Anschlag in zwei Richtungen machen. Entweder läuft der Anschlagfaden dabei nach vorn (1) oder nach hinten (2). Je nachdem müssen die aufgeschlungenen Maschen vor dem Abstricken mit dem Uhrzeigersinn oder gegen ihn gedreht werden, um die Drehung herauszubekommen. Diese Prozedur ist nur einmal und nur in der zweiten Hälfte der ersten Strickrunde erforderlich. Es ist übrigens kein großer Aufwand, auch wenn es sich jetzt so liest. 🙂 Dafür verbessert sich das Aussehen enorm.
Was lernen wir daraus: Es ist nicht wichtig, wie man einen Vorgang ausführt. Sowohl die eine wie auch die andere Methode des Aufschlingens ist geeignet. Wichtig ist nur, dass man sein Gestrick genau anschaut, damit man erkennt, wie die Maschen auf der Nadel hängen und in welcher Richtung man sie drehen muss.

Aufschlingen, zwei Arten; half-hitch, two ways

Moebius cast-on revisited

For perceptible reasons I had another go with my moebius cast-on, which I had explained on Dec 21, 2005. At that time some readers had correctly stated that the cast-on row left something to be desired. Now I’ve found my own way to avoid it. Short explanation: After the half-hitch cast-on these stitches are mounted as if they had been knit through the back loop. If you lift them off the left needle and turn them around to straighten them before you finally knit (or purl) them, the first row becomes smooth.
You can half-hitch in two directions. Either the thread runs to the front (1) or to the back (2) of your needle. Depending on this, the stitches need to be rotated clockwise or anticlockwise before they are knit (or purled) to straighten them. This procedure is necessary only once, only in the second half of the first round. And it’s not as complicated as it may seem. But the look of the knitting improves considerably.
What do we learn: It is not important how we do something. Both ways of half-hitch are suitable. It’s only important to examine our knitting to note how the stitches are mounted on the needle and how they need to be rotated.