Kartoffeln und so

Nein, ich habe nichts gegen Kartoffeln. 🙂 Im Gegenteil, ich esse sie sogar gern. (Ebenso gern, wie ich selbstgestrickte Socken trage.)
Besonders gern mag ich Pellkartoffeln mit Quark. Und damit es nicht so langweilig schmeckt, kommt der Quark in verschiedenen Geschmacksrichtungen daher. Man benötigt:

Pro Sorte 125 g Quark
etwas Joghurt zum Glattrühren, falls die fertige Mischung zu fest sein sollte
Salz und Pfeffer

Für den Paprika-Quark (oben):
1/2 Paprikaschote, fein gewürfelt
1/2 fein gehackte Zwiebel
1 EL Olivenöl
1 EL Paprikamark
1 TL Paprika edelsüß

Zwiebelwürfel und Paprikawürfel in Öl andünsten, mit den übrigen Zutaten unter das erste Drittel Quark mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Für den Curry-Quark (rechts):
1/2 Mango, in Würfel geschnitten
1/2 fein gehackte Zwiebel
1 EL Olivenöl
1 EL Currypulver
1 TL frischer Ingwer, sehr fein gehackt
1 TL Zitronensaft

Zwiebel im Öl glasig dünsten, Mango, Currypulver und Ingwer hinzufügen, kurz dünsten, dann unter das zweite Drittel Quark mischen. Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.

Für den Kräuter-Quark (links):
1 kleines hartgekochtes Ei, gewürfelt
3 EL gehackte Kräuter (Petersilie, Schnittlauch, Zitronenmelisse, Borretsch, Dill, wenig Pfefferminze)
1 TL Zitronensaft

Alle Zutaten unter das letzte Drittel Quark mischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Man kann noch beliebige andere Sorten kreieren, z.B. mit Meerrettich und Dill oder mit geraspelter, abgetropfter Gurke und Knoblauch. Pellkartoffeln mit Quarksaucen eignen sich als Gästebewirtung, und Reste kann man gut mit Brot essen.

Quark-Variationen — curd cheese varieties

Potatoes and such like

No, I don’t have anything against potatoes. 🙂 Quite the contrary, I like them. (As much as I like wearing homemade socks.)
In particular I like potatoes in their jacket with curd cheese. And lest it tastes boring, the curd cheese dressing comes in various flavours. You will need:

125 g curd cheese per dressing
a little bit of yoghurt in case the mixture becomes too thick
salt and pepper

Sweet pepper variety (above):
1/2 sweet red pepper, diced
1/2 onion, finely chopped
1 TB olive oil
1 TB sweet pepper puree
1 TS paprika (the sweet variety)

Stew onion and red pepper on oil, mix into one third of the curd cheese together with the remaining ingredients. Season to taste with salt and pepper.

Curry variety (right):
1/2 Mango, diced
1/2 onion, finely chopped
1 TB olive oil
1 TB Curry powder
1 TS fresh ginger, very finely chopped
1 TS of lemon juice

Stew onion in oil, add mango, curry powder and ginger, cook for some minutes and mix into second third of curd cheese. Season to taste.

Herb variety (left):
1 small egg, hard-boiled, chopped
3 TB herbs, finely chopped (parsley, chives, lemon balm, borage, dill, a little bit peppermint)
1 TS of lemon juice

Mix all ingredients into the last third of curd cheese, season to taste.

It’s easy to create more varieties, e.g. with horsereddish and dill or cucumber and garlic. Potatoes in their jacket with several of these dressings are suitable to entertain friends to a meal, and the leftovers can be served with bread.

Stöckchen mitgenommen

…bei Tina:

Gebunden oder Taschenbuch oder Hörbuch?
Hörbuch eher nicht, mangels geeigneter Hardware, davon abgesehen habe ich keine Präferenzen. Viele gute (ältere) Bücher findet man übrigens frei online, z.B. über die Edition Gutenberg (gibt’s auch in englisch).

Amazon oder Buchhandel?
Sowohl als auch. Nicht zu vergessen Stadtbücherei, ich leihe gern, weil das auf die Dauer Platz (und Geld) spart.

Lesezeichen oder Eselsohr?
Lesezeichen natürlich. Ich habe sogar ein selbstgestricktes aus Qiviut, aber ein alter Kassenbon geht genausogut.

Ordnen nach Autor, nach Titel oder ungeordnet?
Grob nach Sachgebiet, innerhalb der Sachgebiete nach Autor.

Behalten, wegwerfen oder verkaufen?
Behalten oder weggeben, z.B. an die Bücherei oder Leute, die das jeweilige Buch gebrauchen können.

Schutzumschlag behalten oder wegwerfen?
Behalten, es sei denn, er ist sehr unansehnlich geworden.

Mit Schutzumschlag lesen oder ohne?
Mit. Sonst verschussel ich den.

Kurzgeschichten oder Romane?
Beides. Kurzgeschichten ein bißchen lieber, weil sie Zeit sparen. 😉

Sammlung (Kurzgeschichten von einem Autor) oder Anthologie (Kurzgeschichten von verschiedenen Autoren)?
Beides, wobei ich eine Anthologie bevorzugen würde, weil ein einzelner Autor mich schnell langweilt.

Harry Potter oder Lemony Snicket?
Weder-noch.

Aufhören, wenn man müde ist oder wenn das Kapitel endet?
Wenn ich müde bin. Ich lasse mir doch von einem Buch nicht vorschreiben, wann ich schlafen soll. 😉

„Die Nacht war dunkel und stürmisch“ oder „Es war einmal”?
Beides. Ich oute mich zusätzlich als Sachbuch-Leserin.

Kaufen oder Leihen?
Hätte ich alle Bücher gekauft, die ich in meinem Leben gelesen habe, dann bräuchte ich ein großes Anwesen zu ihrer Unterbringung und wäre hoffnungslos pleite. Also, wenn möglich, leihen. Vieles, was nicht mehr dem copyright unterliegt, kann man übrigens auch frei online finden.

Neu oder gebraucht?
Wenn ich es kaufe, gern neu. Wenn’s neu nicht erhältlich ist, dann eben gebraucht.
Wenn ich leihe, ist es mir ohnehin egal.

Kaufentscheidung: Bestsellerliste, Rezension, Empfehlung oder Stöbern?
Ich folge gern den Empfehlungen von Leuten, deren Geschmack ich kenne. Sie müssen dabei nicht denselben Geschmack haben wie ich. So erweitere ich auch meinen eigenen Horizont.

Geschlossenes Ende oder Cliffhanger?
Ich mag beides.

Morgens, mittags oder nachts lesen?
Am ehesten abends.

Einzelband oder Serie?
Lieber Einzelband. Zuviel von einem einzelnen Autor langweilt mich.

Lieblingsserie?
“Claudine” von Colette, “Per Anhalter durch die Galaxis” von Douglas Adams.

Lieblingsbuch, von dem noch selten jemand gehört hat?
Eine Kurzgeschichte: “Der Mann, der um die Pferde herumging” von H. Beam Piper (bei Gutenberg in Englisch online). Ich mag daran die Skurrilität, die präzise Schilderung und vor allem die Pointe. 🙂

Lieblingsbuch, das du letztes Jahr gelesen hast?
Hm, was habe ich letztes Jahr eigentlich gelesen? Da habe ich haufenweise Bücher ausgemistet, aber gelesen?

Absolutes Lieblingsbuch aller Zeiten?
Gibt es nicht. Mein Geschmack und meine Vorlieben ändern sich laufend bzw. schleichend.

Wer mag, der nehme sich das Stöckchen bitte mit.

Na endlich!

Heute ist das neue Rowan Magazin bei mir eingetrudelt. Und ich dachte schon, es sei verlorengegangen…
Bei “The Knitting Garden” gibt es Bilder der Modelle.
Einiges spricht mich spontan an, zum Beispiel die Jacke “Eurasia”. Leider ist das Garn sehr dick; mit 9 mm Nadeln zu stricken, empfinde ich als echte Strafe. Dann schon lieber den Pullunder “Fyne”, der ließe sich vielleicht sogar auf der Maschine stricken, wenn man das Muster ein bisschen modifiziert, damit die Farbwechsel nicht immer nach ungeraden Reihen erfolgen.
“Belgrade”, der quer gestrickte Fledermaus-Pullover, erinnert mich an meine Strickanfänge vor 25 Jahren. Damals war so etwas gerade modern.
Hingerissen bin ich von “Rannoch”, sowohl mit wie auch ohne Ärmel. Die grüne Version finde ich toll. Auch wenn ich seit ewigen Zeiten keine Strickkleider mehr getragen habe, könnte ich mir ja mal dieses Modell oder etwas Ähnliches für den Winter machen.
Und falls Ihr wissen wollt, welches Modell ich für das entbehrlichste halte: Natürlich die “Highland Stockings”. Die sehen schon am Modelmädchen einfach gruselig aus, und ihr Sitz ist eine Katastrophe. Wie soll das erst an richtigen Frauen wirken?

Rowan Magazine 42

Finally!

Today the new Rowan Magazine has arrived. And I had already suspected it had got lost…
You can find images of the garments at “The Knitting Garden”.
Some of them appeal to me on the spur of the moment, e.g. the “Eurasia” cardigan. Unfortunately the yarn is very heavy. Knitting with 9 mm needles would be a real pain for me.
I’d rather go for the “Fyne” vest, which could perhaps even be made on the knitting machine, if I modified the pattern so that the colour does not change every few odd rows.
“Belgrade”, the sleeve-to-sleeve batwing sweater, reminds me of my knitting beginnings about 25 years ago. This style was very fashionable at that time.
But I’m absolutely smitten with “Rannoch”, with sleeves as well as without. The green version would be gorgeous. Even if I’ve not been wearing dresses like this for ages, I might consider making it (or something similar) for the winter.
And in case you would want to know which pattern I’d regard as the most superfluous: The “Highland Stockings”, of course. They look creepy even on the model, and their fit is a disaster. How would they look on real women?

Heutiger Beitrag zur Lebendigerhaltung der deutschen Sprache

strickeln, strickelte, gestrickelt (Verb):
Lustlos, ohne rechte Überzeugung und wenig zielstrebig an einem Projekt stricken, das wahrscheinlich nie vollendet wird.

Today’s contribution to keep the English language alive

to knittle, knittled, knittled (verb):
Work halfheartedly, indecisively and without real conviction on a knitting project which will probably never be completed.

Gibt es Strickerinnen, die die dänische Designerin Marianne Isager nicht kennen?

Falls ja, habt Ihr jetzt die Chance, sie kennenzulernen: Eines ihrer Bücher, “Inka” ist neu übersetzt in Deutsch erschienen, und auf Wollke 7 gibt es die Möglichkeit, ein Exemplar zu gewinnen.

Isagers Designs sind eigenwillig und haben Pfiff. Aus ihrem Buch “Afrika” habe ich vor einigen Jahren mal das Modell “Mali” gestrickt:

Und “Inka” steht nun ebenfalls seit einiger Zeit auf meinem Wunschzettel. Wenn ich es nicht gewinne (ich werde natürlich an der Verlosung teilnehmen), schenke ich es mir im Herbst einfach so. 🙂

Keine Ausflüchte mehr!

Dieses Bild beweist, dass es mir gelungen ist, die Strickmaschine über das 25polige DesignaKnit-Kabel mit Hilfe eines uralten 25-zu-9-seriell-Konverters und eines funkelnagelneuen USB-zu-seriell-Konverters mit dem neuen Computer zu verbinden. Es sieht grauenvoll aus, aber zu meinem nicht geringen Erstaunen ist diese Konstruktion ziemlich stabil. Und noch mehr ans Wunderbare grenzt die Tatsache, dass die Verbindung funktioniert. Man kann wieder Muster vom Computer in die Strickmaschine übertragen.
Jetzt sollte ich endlich wieder etwas stricken. Ich weiß kaum noch, wie das geht.

abenteuerliche Kabelverbindung

No more excuses!

This image proves that I managed to connect my knitting machine to my new computer via the 25 pin DesignaKnit cable by means of an ancient 25-to-9-convertor and a brandnew USB-to-serial-convertor. A truly horrible look, but to my not so humble surprise this contraption seems rather stable. And even more amazing is the fact that it works. It is possible to transfer patterns from the computer into the knitting machine.
At long last I should now get back to knitting. I hardly remember how it’s done.

Sprachprobleme

Seit einiger Zeit wird in diversen deutschen Blogs überlegt, ob man die Texte in Deutsch oder auch in Englisch anbieten sollte. Ich habe das Thema interessiert verfolgt.

Meine Meinung dazu ist zwiespältig. Zum einen finde ich es gut, wenn ein Blog international verfügbar ist. Ich habe japanische Weblogs mit wundervollen Inhalten über Stricken gesehen und war dankbar, dass sie in Englisch geschrieben waren, so dass ich sie lesen und nicht nur die Bilder bewundern konnte. Andererseits habe ich gelegentlich den Eindruck, dass die Qualität des Stils leidet, sobald ein Weblog zweisprachig ist. Es wird manchmal nur noch das geschrieben, was man auch übersetzen kann, und der Stil wird vereinfacht, wo es nur geht. So bleiben leider manchmal Charme und Persönlichkeit eines Blogs auf der Strecke, weil die Sprachkenntnisse einfach nicht ausreichen. Einerseits ist das verständlich (in mehr als einer Hinsicht). Andererseits sehr schade.

Language Issues

For some time there have been considerations in German blogs whether to offer their texts in German only or also in English. I think this is a very interesting issue.

My opinion is ambivalent. On the one hand I appreciate a blog that is available in more than one language. I’ve seen japanese weblogs with wonderful knitting content and was thankful they were written in English so I could actually read them and not only admire the pictures.
On the other hand I get the occasional impression that the quality suffers when a blog is bilingual. Some authors only write what they are able to translate, and the phrasing becomes as simple as possible. This way, a blog’s particular charme and character may fall by the wayside, due to insufficient language skills. Understandable (in more than one aspect), but nevertheless a pity.

Resteverarbeitung der etwas anderen Art

Kürzlich habe ich ich pikante Hefeschnecken gebacken. Das Rezept ist sehr empfehlenswert, die Schnecken haben prima geschmeckt. 🙂 Aus dem Rezept ging allerdings nicht hervor, dass die Angaben für die verschiedenen Füllungen jeweils für die gesamte Portion Teig gelten. Macht man also alle vier Füllungen, dann kann man damit vier Teigportionen füllen.
Ich hatte alle vier Füllungen zubereitet und dazu die doppelte Teigmenge. Somit hatte ich allerlei Füllung übrig. Ich wollte sie nicht wegwerfen und belegte damit eine Art Quiche oder Pizza oder pikanten Kuchen oder wie auch immer man ein Machwerk wie dieses nennen möchte.
Die Unterlage war ein Hefeteig von etwa 200 g Mehl. Der äußerste Ring besteht aus der Pilz-Füllung, dann kommt die Zucchini-Füllung und in der Mitte die Paprika-Füllung. Den übriggebliebenen Schafskäse streute ich großzügig über das Ganze. Das ergab ein feines kleines Abendessen.

Hefekuchen pikant

Using up oddments of another kind

Recently I made yeast buns with spicy stuffings (recipe is in German only, sorry). I can only recommend the recipe, the buns were great. 🙂 Unfortunately the recipe did not state that each stuffing alone is sufficient for the whole dough. So if you have all four stuffings, you can fill four portions of dough.
I had prepared all four stuffings and doubled the dough quantity. So there was quite a lot of stuffing left. I did not want to throw it away and used it for a kind of quiche or pizza or spicy cake or however you will want to call this thing.
The base was a yeast dough made of 200 gr flour. The outer ring is formed by the mushroom stuffing, the next one is zucchini stuffing, the center is sweet pepper. The left-over feta cheese was generously spread on top of it all. This made a nice little supper.

Mehr zum Thema Poncho

In einem Kommentar schrieb Heike in Sachen Poncho:

Hallo möchte auch gerne einen Poncho stricken bin leider komplett unerfahren. Kannst du mir sagen welche Wolle ich am besten nehme und welche Nadelstärke? Es sollte eine Wolle sein die sich schnell stricken lässt und ein Muster mit dem ich auch als Anfänger klar komme. Das mit den Rechtecken habe ich verstanden nur das mit dem Halsauschnitt noch nicht.

Und dazu meine Antwort, die vielleicht auch für andere Strick-Frischlinge interessant ist:
Wenn Du noch nicht viel gestrickt hast und es außerdem flott gehen soll, würde ich zu einem Garn raten, das sich mit Nadelstärke 5 mm verarbeiten lässt. Damit strickt es sich noch recht angenehm und auch zügig. Dickere Nadeln sind meiner Ansicht nach mühsamer zu benutzen. Mit dünneren Nadeln braucht man mehr Zeit. Kleiner Anhaltspunkt, wenn Du online nach Garn suchst: Glatt rechts mit Nadelstärke 5 mm ergibt ungefähr eine Maschenprobe von 16-18 Maschen und 23-25 Reihen auf 10 cm. Kraus gestrickt (jede Reihe rechts) kommt man dann auf etwa 16 Maschen und 32 Reihen. Auf der Banderole oder online wird fast immer die glatt-rechts-Maschenprobe genannt. Eine Maschenprobe im gewünschten Muster muss man aber auf jeden Fall machen.

Ein Poncho kann im Prinzip aus jedem Garn bestehen. Es strickt sich jedoch leichter mit Garnen, bei denen die Maschenstruktur deutlich zu erkennen ist. Deshalb würde ich von Fransen- und ähnlichen Effektgarnen abraten, auch wenn es angeblich so toll für Anfänger ist, weil man “keine Fehler sieht”.

Eine halbwegs glatte Wolle (oder ein Gemisch aus Wolle und Kunstfaser) ist angenehmer zu verarbeiten, und das Endprodukt wird damit auch nicht so schwer wie z.B. bei Baumwolle.
Wenn möglich, lass Dich im Wollgeschäft beraten, schau Dir die Auswahl mit eigenen Augen an und befühle das Garn. Schließlich wirst Du es während des Strickens längere Zeit in den Händen haben und hoffentlich auch danach oft tragen, da sollte es schon angenehm sein. Nimm für den Anfang kein ganz dunkles Garn, damit Du die Maschen besser erkennen kannst. Schwarzes Garn abends bei schlechtem Licht verstricken macht keinen Spaß. Wenn Du magst, nimm ein Garn mit Farbverlauf, da sieht man den Fortschritt von Reihe zu Reihe besser. 😉
Als Strickmuster würde ich kraus rechts stricken, das geht schnell und einfach, und die Teile rollen sich später nicht ein, egal ob mit oder ohne zusätzliche Bearbeitung der Kanten.

Der Halsausschnitt ist eigentlich nur ein Schlitz, der beim Zusammennähen der Rechtecke offen bleibt und sich beim Tragen zu einer passenden Öffnung zurechtzieht. Er wird gebildet durch den Unterschied von Länge und Breite der Rechtecke (siehe dazu auch das Schema). Deshalb sollte jedes Rechteck um den halben Kopfumfang länger sein als es breit ist. Gemeinsam ergibt es dann den gesamten Kopfumfang, und der Kopf passt durch.

More about ponchos

In a comment, reader Heike had some questions about knitting a poncho; which yarn, which needle size, which pattern for a beginner.

My answer, which may be of interest for other new knitters as well: If you haven’t much knitting experience and want a quick result, I’d suggest an aran weight yarn, which can be knit with 5 mm needles. It works up quite fast and pleasant. Larger needles are a pain (at least in my opinion), smaller ones take more time. The swatch may show about 16-17 stitches and 23-25 rows per 10 cms in stocking stitch or 16 stitches and 32 rows in garter stitch. You need to do a swatch anyway.

Almost any yarn can be used for a poncho. It’s easier, however, to knit with yarn which shows the stitches clearly. I’d rather not recommend eyelash and similar novelty yarns, even though they are sooo great for beginners because “you don’t see any mistakes”. You may want to stay away from cotton because the result will be rather heavy.

If possible, get some advice from your LYS, have a look and feel at their selection. You will handle the yarn quite a long time, and you will want to enjoy it. Don’t choose very dark yarn because you will want to spot mistakes easily. Knitting black yarn at night in a low-lit environment is no fun at all. If you are adventurous, try a self-striping yarn because it will show your progress more clearly. 😉
I’d suggest simple garter stitch, it’s easy to execute and the edges will stay flat without any further treatment.

The neck line is a simple slit, which remains open when you sew the two rectangular pieces together. It will form a suitable opening when worn. It is formed by the difference between length and width of your rectangles. That is why each rectangle needs to be half of your head circumference longer than it is wide. Two half head circumferences yield one whole, which will fit over your head.

Wenn Gestricktes sich rollt

Erfahrene Strickerinnen wissen, dass glatt rechts sich einrollt. Neue Strickerinnen, die ja immer wieder frisch zur Strick-Gemeinde hinzukommen, wissen das aber meistens nicht und sind schrecklich enttäuscht, wenn ihr schöner glatt rechts gestrickter Schal sich zu einer Wurst zusammendreht.

Nur Gestrick, das auf beiden Seiten einigermaßen gleich ist, bleibt glatt. Glatt rechts hingegen rollt sich. Es kann nicht anders, denn es ist auf beiden Seiten unterschiedlich, auf der einen Seite rechts und auf der anderen links.

Warum rollt es sich, will die interessierte Strickerin wissen. Nun, das liegt am Verlauf des Fadens innerhalb der Maschen. Auf der rechts erscheinenden Seite verläuft der weitgehend senkrechte Teil des Fadens, der V-förmige aussieht. Auf der links erscheinenden Seite hingegen verläuft der weitgehend waagerechte Teil. Wir können uns diese Teile als verfeindete Sippschaften vorstellen. 😉 Sie haben das Bedürfnis, sich Platz zu verschaffen, so als ob sie mit ihrer Breite die Nachbarschaft beiseitedrücken wollen. Das heißt, die rechten Maschen, bei denen der Faden von oben nach unten läuft, drücken nach rechts und links zur Seite, und die linken Maschen, deren Faden von rechts nach links läuft, drücken nach oben und unten.

Die rechten Maschen drücken also zu den Außenseiten, als versuchten sie, um die Seitenkante herum auf die andere Seite zu kommen. Und die linken Maschen drücken nach oben und unten bis um die Kanten herum auf die rechte Seite und erzeugen dort eine Rolle. Sie machen das im Prinzip so lange, bis ihnen eine gleich starke Masche entgegenkommt oder bis ihnen die Energie ausgeht (zur Energie kommen wir gleich). Aufhalten kann man beide, indem man ihnen gleichartige Maschen entgegensetzt. Auf der Rückseite von glatt rechts ist keine einzige rechte Masche, die die anderen Rechtsmaschen aufhalten könnte, also rollt es sich nahezu unendlich. Würde man jede 2. Masche links stricken, dann könnte sich die 1. rechte Masche nur so weit einrollen, bis ihr ihre Nachbarin entgegenkommt. Deshalb bleibt 1rechts 1links flach.
Genauso verhält es sich mit dem Einrollen an der unteren und oberen Kante. Würde den Linksmaschen in der folgenden Reihe gleich eine andere Reihe Linksmaschen entgegenkommen, dann könnten sie sich nicht weiter einrollen. Deshalb bleibt Krausgestricktes flach.

Das plastische Erscheinungsbild von Rechts-Links-Mustern entsteht ebenfalls durch das “Rollbedürfnis” der Maschentypen. Rechte Maschen sind dominant zu den Seiten und “überrollen” Linksmaschen bis zur Unsichtbarkeit, z.B. im oben genannten Rippenmuster. Linke Maschen sind dominant nach oben und unten und “überrollen” Rechtsmaschen bis zur Unsichtbarkeit, z.B. beim Krausstricken.

Nun gibt es aber doch auch glatt rechts Gestricktes, das sich praktisch gar nicht rollt, sagt die erfahrene Strickerin. Spitzenmuster zum Beispiel, oder der schicke gekaufte Sommerpulli aus Baumwolle. Stimmt, sage ich, und jetzt kommen wir zur Energie. Ohne ausreichende Energie kann sich Gestricktes nicht rollen. Es bekommt seine “Energie” allerdings nicht aus der Steckdose oder dem Benzintank, sondern aus der Elastizität. In einem sehr lockeren, labbrigen Gestrick haben alle Maschen viel Platz und kaum das Bedürfnis, die Nachbarn zu überrollen. Je fester das Gestrick, desto enger wird es aber für die Maschen, und desto mehr wollen sie sich Platz verschaffen. Lochmuster werden meistens sehr lose gestrickt und sind nicht sehr elastisch. Deshalb rollen sie sich viel weniger.
Einen nicht unerheblichen Einfluss auf den Energiehaushalt eines Gestricks hat aber auch das Garn. Sehr elastische Garne wie Cabléwolle rollen sich auch dann noch, wenn sie locker verarbeitet werden. Verstrickt man sie auch noch sehr fest, dann bekommt man das Rollen überhaupt nicht mehr in den Griff. Auch Dämpfen hilft nichts, die Wolle bleibt elastisch. Baumwolle, Seide und ähnliche unelastische Garne hingegen (auch viele Effektgarne) bleiben auch bei festerer Strickweise einigermaßen flach, weil sie dem Gestrick keine zusätzliche Energie liefern.

glatt rechts rollt sich — plain knit curls

When the knitting curls

Experienced knitters know that plain knitting keeps curling. But new knitters, continuously joining the knitting congregation, often do not know it and consequently are very frustrated when their beautiful plain knitted scarf rolls up like a sausage.

Only knitting that is about the same on both sides will stay flat. Plain knitting will curl. It can’t help because it is different on both sides; one is knit and the other is purl.

Now why does it curl, the knitter asks. Well, that is due to the way the thread builds the stitches. On the knit side, the thread runs almost vertically, building the V shapes. On the purl side, the thread runs vastly horizontally. Let us imagine both types of stitches are clanships at enmity with each other. 😉 They want more space as if to push their neighbours aside. The knit stitches, where the thread runs vertically, push sideways, and the purl stitches, where the thread runs horizontally, push upward and downward.

So the knit stitches push to the outsides as if trying to get around the edge to the purl side. And the purl stitches push and roll upward and downward around the upper and lower edge to the knit side. In principle they try this until they meet an equal stitch or until they run out of energy (we will get to that energy thing later). They can be stopped by confronting them with equal stitches. On the back of plain knitting there is not a single knit stitch which could stop the other knit stitches, so they curl almost infinitely. If we purl every second stitch, the first knit stitch can only curl around the edge until it meets the first knit stitch on the back side. This is why knit1 purl1 stays flat.
It’s the same with the upper and lower edges. If the purl stitches encounter another set of purl stitches just around the edge, they cannot not curl any further. This is why garter stitch stays flat.

The 3-dimensional appearance of knit-purl patterns emerges from the stitches‘ need to roll. Knit stitches dominate sideways and try to “roll over” adjacent purl stitches until the latter are invisible, e.g. in rib patterns. Purl stitches dominate vertically and “roll over” knit stitches until the latter are invisible, e.g. in garter stitch.

But, the experienced knitter interjects, there is plain knitting around that hardly ever curls. Lace knitting comes to mind, or the lovely shop-bought cotton summer shell. Correct, I answer, and now we get to the energy thing. Without energy, knitting cannot curl. However it does not get its “energy” out of the power outlet or the fuel tank, but from elasticity.
A very loose, flimsy knitting offers enough space for each stitch, so they “need” not overcome their neighbours. But the firmer the knitting, the more they tend to make room for themselves. Lace patterns are often loosely knit and not very elastic. So they hardly tend to curl.
The yarn itself has a substantial influence on a knitting’s “energy budget”. Very elastic yarns like cabled wool curl even when loosely knit. If they are firmly knit, their curliness can hardly be controlled. Even steaming will not help, the wool stays elastic. Cotton, silk and similar inelastic yarns however (and many novelty yarns, too) stay flat even when firmly knit because they do not provide additional energy.