Beweisfoto

Bekanntlich habe ich ja nicht gerade einen grünen Daumen. Aber um die Kollegen zu beruhigen, die am Wohlergehen dieser Azalee interessiert sind:

Azalee mit verschiedenfarbigen Blüten / Azalea, varying colours

Sie wächst, blüht und gedeiht wie blöd. 🙂 Vermutlich weil ich in der letzten Zeit soviel unterwegs war, daß sie von mir kaum etwas gesehen hat.

Picture of Proof

As everybody knows, I do not have green fingers at all. This is to reassure the co-workers that are interested in this azalea.

It’s thriving and flourishing like mad. 🙂 That’s probably because I was away most of the time these days so that I could not do any harm to it.

Gottseidank

Ich habe mein Taschenmesser wiedergefunden.
Es war seit längerer Zeit verschollen, und sozusagen in letzter Minute ortete ich es in der unteren Tasche meines zweitkleinsten von fünf Rucksäcken. Wozu der Mensch fünf Rucksäcke braucht, wollt Ihr wissen? Weiß ich auch nicht, die haben sich im Laufe der Jahre so angesammelt. Ernsthaft benutze ich davon allerdings nur drei. Die anderen beiden haben Macken. Der eine ist ziemlich klein und aus schwarzem Leder und verfärbt alles, was man darunter trägt. Der andere hat keinen Hüftgurt und drückt erbärmlich auf die Schultern, sobald mal etwas mehr drin ist. Ich sollte diese beiden deshalb schleunigst entsorgen.
Aber die anderen drei trage ich gern. Sie haben unterschiedliche Größen, so daß ich für fast jeden Reisebedarf zwischen einem halben Tag und einer Woche gerüstet bin.

Ja, das Taschenmesser, ein feines Victorinox “Camper” (ich wollte unbedingt eines mit Säge haben) werde ich am Samstag dringend brauchen, um in Ste. Marie oder Ste. Croix bei hoffentlich schönem Wetter auf einer Bank sitzend Baguette und Ziegenkäse mit einer Freundin zu teilen.

Thank Heaven

I’ve found my pocket knife again. It had been missing for some time, and I unearthed it last minute in the second smallest of my five backpacks. Why someone might need five backpacks, you ask? I don’t know either; they’ve accumulated along the years. Actually I use only three of them, the remaining two have serious flaws. One is rather small and made of black leather which staines everything I wear. The other one does not have a hip belt and hurts my shoulders as soon as there’s a little bit more in it than a hanky. In fact, I should discard them as soon as possible.
But I like my other three. They are of different sizes, so I’ve got the right one for every travel occation from half a day to about a week.

Well, my pocket knife. It’s a fine Victorinox “Camper” (I wanted a saw in any case), and it will come handy on Saturday when I’ll be sharing baguette and goat cheese at an improvised picknick with a friend or two in Ste. Marie or Ste. Croix.

Drei Löffel Zucker

tu ich mir immer in den Kaffee. Und er ist mir jedesmal zu süß. Was würdet ihr mir raten? Doch nicht etwa, einfach mal weniger Zucker zu nehmen?

64 Maschen, schrieb mir eine Dame, schlage sie für Socken in Größe 42 an. Und die würden leider zu eng. Sie bitte um Hilfe.
Was soll ich der Dame nur raten?

Three teaspoons of sugar

is what I put into my coffee, and it’s always way too sweet. What kind of advice would you give me? You can’t mean I should simply take less sugar, can you?

64 stitches, a lady wrote to me, is what she casts on for socks in size 10. And they get too tight. She would appreciate my help.
Now what kind of advice should I give her?

Aufräumen

Vorgestern habe ich endlich den alten Badezimmerschrank ausrangiert. Dabei kamen ziemlich viele alte, abgelaufene Medikamente zum Vorschein. (Das ist ja eigentlich ein deutliches Indiz für meinen guten Gesundheitszustand, oder?.) Brav, wie ich bin, wollte ich sie bei der nächstgelegenen Apotheke abgeben, aber der Apotheker wollte sie partout nicht haben. Ich soll sie in den Müll werfen und sicherstellen, daß niemand drangehen kann.
Hm. Da mir mein begrenztes Müllkontingent zu schade für so etwas ist, werde ich die Medikamente wohl persönlich beim Wertstoffhof abgeben.

Tidying up

The day before yesterday, I finally discarded the old bathroom cupboard. On this occasion, a lot of expired drugs showed up. (I think that’s quite a nice indicator for my good state of health, isn’t it?) Well-behaved, I wanted to hand them over at the nearest pharmacist, but he refused to take them. He said I should throw them into the garbage, making sure that nobody could find them.
Hmm. As my limited garbage contingent is too small for such experiments, I think I’d rather take the drugs on my own to the local waste collectors.

Kürbiszeit

Aus diesem hübschen Exemplar, das ungefähr 750 g wog,

Kürbis, pumpkin

wurde dieses:

Kürbisrisotto, pumpkin risotto

Ein kleiner, feiner Kürbis-Risotto mit Peperoni und reichlich Salbei, denn der Kürbis selbst ist ja eher mild im Geschmack. Das Rezept habe ich aus einem Kochbüchlein, das mir eine sehr liebe Freundin (die meine Freude an ungewöhnlichen Rezepten kennt) zum letzten Geburtstag schenkte. Und da nun endlich die Kürbiszeit gekommen ist, mußte ich das Rezept natürlich ausprobieren.

Pumpkin Time

This pretty pumpkin, weighing about 750 gr, turned into a fine pumpkin risotto, with hot peppers and a lot of sage, because pumpkin can taste rather dull. I got the recipe from a small cookbook which a very dear friend (who knows that I love unusual recipes) gave me as a birthday present some time ago. And as pumpkin time has now truly arrived, I simply had to try it.

Falls es kalt werden sollte

Ich bin immer noch damit beschäftigt, meine gigantischen Garnvorräte ein wenig zu verringern (nein, ich werde nicht sagen, wieviel es ist). Dieser Westover dürfte einen netten Beitrag dazu leisten. Das Garn ist reine Schurwolle mit einer Lauflänge von 66 Metern auf 100 g. Ich stricke mit Nadelstärke 7 mm. Das Zopfmuster ist eine Abwandlung der “Double X vest” aus Janet Szabos Newsletter “Twists and Turns”, Ausgabe Winter 2003. Ich habe es etwas kleiner gemacht, weil die Originalversion zu voluminös für das dicke Garn war.
Ausnahmsweise habe ich das Vorderteil zuerst gestrickt. Der V-Ausschnitt sollte sich sauber in das Muster einfügen. Das erforderte beim Entwerfen etwas Zählarbeit, aber mit dem Ergebnis bin ich zufrieden.

Westover/vest, Double X muster/pattern

In case it should get cold

I’m still trying to reduce my gigantic yarn stash (and no, I won’t tell you how much it really is), and this vest should contribute nicely to my goal. It is made of pure new wool with a yardage of 66 meters per 100 g. I knit with 7 mm needles. The cable pattern is a variation of Janet Szabo’s “Double X” vest from her winter 2003 newsletter “Twists and Turns”. I used less stitches as the original version proved a little bit too massive for my very thick yarn.
For once, I started with the front. I wanted the V neckline to fit neatly into the pattern. It took some counting in advance, but so far I’m happy with the result.

Kleinigkeit

Ich stricke ja selten nach Anleitung. Hier habe ich es mal getan. Heraus kam ein Möbiusschal mit Lochmuster nach einem Entwurf von Cat Bordhi, der “Arrow Lace Pathways Scarf” aus ihrem Buch “A Treasury of Magical Knitting”. Ich verstrickte einen Rest von 110 Gramm Leinenmischgarn in Grau. Der Schal ist 16 cm breit und hat einen Umfang von 120 cm. Zweimal um den Hals geschlungen sitzt er optimal.

Lochmuster-Möbiusschal; lace Moebius scarf

Bagatelle

I hardly knit exactly from someone’s instructions. Here, I did it. The result is a lace patterned Moebius scarf by Cat Bordhi, her “Arrow Lace Pathways Scarf” from “A Treasury of Magical Knitting”. I used up an oddment of 110 gr grey linen mix. The scarf is 16 cm wide and has a circumference of 120 cm, just right to be worn wrapped twice around the neck.

Sind die süüüß!

sagte meine Kollegin, als sie diese fingerlosen Handschuhe sah, die ich für ihre Tochter gestrickt hatte.

Handstulpen, fingerless gloves in pink

Hier ist die Anleitung; allerdings habe ich sie aus etwas dünnerem Garn mit Maschenweite 6, aber ansonsten genauso wie beschrieben gestrickt.

Detail des Herzmotivs, detail of heart-shaped motif

Material: Etwa 25 g feines Polyacryl-Garn, Lauflänge 240 m/50 g mit feinem Metallic-Beilauffaden in pink-gold-türkis, dazu 36 rosafarbene Einstrickperlen. Einstrickmuster siehe Diagramm.

Diagramm für Herzmotiv; diagram for heart-shaped motif

Aren’t they sweeeeet!

is what my colleague said when she saw these fingerless gloves (or topless mitts) that I made for her daughter. Here are the instructions (in German); I made them from a yarn a tad thinner than stated and used tension 6. 25 grammes polyacrylics in pink, 262 yards per 50 grammes; a very fine pink-turquoise-golden metallic thread and 36 crystal pink knitting-in beads. See diagram for the heart shape.

Was für ein Stricktyp bist Du?

Ich glaube, es hängt stark von der Persönlichkeit ab, wie und was man gern strickt.

Da gibt’s erst mal diejenigen, die wenig Zeit haben und in ihrer kargen Freizeit am liebsten “nützliche” Dinge produzieren. Was nicht zum Anziehen oder sonstwie zum Gebrauch taugt, wird gar nicht erst in Betracht gezogen.

Dann gibt’s die, die nahezu süchtig nach z.B. Lochmuster-Komplikationen sind, je komplizierter das Muster und je schwieriger die Vorlage zu beschaffen war (man denke da nur mal an all die vergriffenen Nieblings), umso lieber. Sie lieben es, sich total zu konzentrieren und die Welt um sich herum zu vergessen. Dabei ist es nebensächlich, ob die Produkte hinterher in irgendeiner Form verwertet werden können; der Prozess an sich gibt den Kick. Und natürlich die Tatsache, daß sie ein Muster nachgestrickt haben, dessen Anleitung fünfzig Jahre auf dem Dachboden der Urgroßmutter verschollen war.

Diesen Strickerinnen nahe verwandt sind die Tuch-Poncho-Schal-Stricker. Sie fühlen sich vor allem durch Maschenproben und Dreisatzrechnung in ihrem Tatendrang gebremst und stricken am liebsten Sachen, bei denen es egal ist, welche Größe herauskommt. Zu kompliziert sollte es aber auch nicht sein, und am allerliebsten mögen sie Farbverlaufsgarn. Sie sind dankbare Abnehmer diverser Online-Shops, die sich auf solche Garne spezialisiert haben.

Dann haben wir die Immernebenbeistricker, die in jeder Lebenslage etwas Strickbares in der Hand haben möchten, deshalb greifen sie gern zu kleineren und transportablen Sachen, die wenig Konzentration benötigen: Socken, Socken, Socken, Handschuhe, Socken, Socken, Mütze, Socken, Schal, Socken, Socken. Sie kaufen jedes selbstmusternde Sockengarn, je schreiender die Farben, desto lieber, und am allerliebsten unveröffentlichte Probeknäule von Opal.

Die nächste Fraktion sind die Hip-Stricker. Sie sind noch nicht so lange dabei und möchten am liebsten etwas stricken, das gerade ganz doll modisch ist. Besonders beliebt waren dabei im letzten Winter natürlich Ponchos. Ich frage mich, was sie diesen Winter stricken werden.

Mit den Hip-Strickern haben die Knitalong-Stricker einiges gemeinsam. Auch sie wollen in erster Linie mit dem Strom schwimmen und wählen deshalb bevorzugt Modelle, die auch von anderen gestrickt werden und sehr populär sind. Das können alle möglichen Dinge sein, Hauptsache, möglichst viele andere Strickerinnen machen mit.

Natürlich gibt es zusätzlich noch jede Menge Mischformen, wie z.B. Immernebenbeistricker, die sich an einem Socken-Knitalong beteiligen.
Und zu welcher Kategorie rechnest Du Dich? 😉

What type of knitter are you?

I think knitting preferences depend strongly on a knitter’s personality.

First of all, there are people who do not have much time on their hands. They like to produce “useful” things. Anything that is not wearable or able to be used in any way will not be chosen at all.

Next, people who are almost addicted to, say, lace knitting. The more complicated the pattern, and the more difficult to get hold of the instructions (just think of all those out-of-print Niebling patterns), the better. They love to fully concentrate on their knitting and forget about the world around them. It is irrelevant whether their products can be used in any way; the process is what gives them the kick. And, of course, the fact of perhaps having knit a pattern that has survived for the last 50 years in their great-grandmother’s attic…

Closely related to these knitters are the shawl-poncho-scarf knitters. They feel particularly inhibited by tension squares and the Rule of Three, so they prefer to knit things which require no calculations and where size is not important. It should not be too complicated, though, and they favour fine, hand-dyed yarns with long runs of colour. They are thankful buyers in online shops that have specialized in these kind of yarns.

Our next group are the always-knitting knitters, who have their knitting at hand on every occasion. They prefer smaller and portable projects which require less concentration: Socks, socks, socks, mitts, socks, socks, hats, socks, scarves, socks and socks. Or the like. They buy every instance of self-patterning sock yarn; the louder the colours, the merrier, and the ultimate is unpublished test runs by Opal.

Next to them, the hip knitters. They have not been kntting for very long, and they dearly want to knit something that’s absolute hip. Last winter, ponchos were all the rage with this group of knitters. I wonder what they will be doing this winter.

The knitalong knitters have much in common with the hip knitters. They want to swim with the tide, so they choose patterns that are very popular. This can be virtually anything, as long as many other knitters want to knit the same thing.

Of course, lots of different mixtures are possible: for example, always-knitting knitters who join in a sock knitalong.
And what category do you fall into? 😉

Mein neues Kleid

Burda Modell 3477 Heute wurde es fertig. Gemäß Burda-Schnitt 3477 ist es “einfach”, aber ich fand es gar nicht so leicht, damit zurechtzukommen. Dabei hatte ich noch einen relativ gutmütigen Stoff verwendet. Laut Schnittmuster werden Leinen,Krepp oder Baumwolle vorgeschlagen; ich habe Cool Wool verwendet, weil man das leichter verarbeiten kann. Mit etwas Dampf bekommt man dieses Material in fast jede gewünschte Form.
Dennoch bin ich mit meinem Ergebnis zufrieden. So ein vollständig gefüttertes Kleid hat schon etwas Luxuriöses, und wenn der Futterstoff sorgfältig von Hand gegen den (unsichtbar eingenähten) Reißverschluß staffiert ist, sieht es fast wie ein Modellkleid aus. 😉

My new dress

I finished it today. According to Burda pattern 3477, it is “easy”, but I did not find it easy at all, although I used a relatively good-natured fabric. The pattern suggests linen, crêpe or cotton; I used Cool Wool because I find it easier to handle. A well-placed steam shot will mould it into virtually any shape you want.
I am very satisfied with my efforts, though. A fully lined dress gives a feeling of luxury, and the lining meticulously sewn to the (invisibly sewn-in) zipper by hand reminds you of a haute couture garment. 😉