Verschollen

Das Unangenehme an Umzügen ist, daß man seine Sachen nicht wiederfindet. Zumindest nicht dann, wenn man sie sucht und dort, wo man sie sucht.

Immerhin habe ich heute eher zufällig die ganz kleinen Filtertüten für die Mini-Kaffeemaschine wiedergefunden. Die große Kaffeemaschine ist in einem Karton unter den Küchenmöbeln begraben, und die werden aller Voraussicht nach nicht vor Dezember aufgestellt. Aber die Netzteile für meine beiden Strickmaschinen und den KG sowie die Schraubzwingen für das Doppelbett finde ich einfach nicht wieder. Das ist mir unerklärlich, denn ich war ganz sicher, alles so zusammengepackt zu haben, daß die Dinge beieinander wären, die zusammengehören. Irgendetwas muß da wohl schiefgelaufen sein. 🙁

Dafür fiel mir heute etwas in die Hände, dessen Existenz mir gar nicht mehr bewußt war: Drei winzige Stränge Qiviut nebst Anleitung für drei Lesezeichen. Das hatte ich vor längerer Zeit mal als Zugabe vom Needle Arts Bookshop bekommen. Mein nächstes Projekt wird also wohl ein handgestricktes Lesezeichen sein. Allerdings werde ich davon bis auf weiteres kein Bild zeigen können, denn gemeinsam mit der Elektrik für die Strickmaschinen hat sich auch das Ladegerät für die Digicam verkrochen.

Missing

The bad thing about moving is that you do not find your belongings. At least not when you search for them and where.

Today I incidentally managed to re-find the small filter papers for the miniature coffee percolator. (The larger one is in a box buried unter several pieces of kitchen furniture and will probably not be freed before December.) The power packs for the knitting machines, the ribber clamps and the cable for the garter carriage are missing as well. I really do not understand why this could happen because I was absolutely sure to have packed everything so that things belonging together would stay together. Something must have gone terribly wrong during the move. 🙁

As a kind of compensation, I unearthed something that I did not even remember I owned: Three tiny hanks of Qiviut and the instruction for three lace bookmarks. They were a gift from the Needle Arts Book shop some time ago. So my next project will probably be a hand-knit bookmark. Unfortunately, I won’t be able to show a picture of it, for the battery charger of my digital camera has also vanished into another dimension.

Ja, ich lebe noch

Leider habe ich zur Zeit wenig Zeit und noch weniger Internetzugang. Deshalb gibt es heute nur diesen kurzen Hinweis, daß ich noch da (bzw. irgendwo) bin.
Ich verspreche, in absehbarer Zeit wieder mehr hören und sehen zu lassen.

Yes, I’m still alive

Unfortunately, my time is tight these times and my internet access is even worse. So today there’s only this short notice that I’m still there (or somewhere).
I promise to write and show more when things get better.

Beweisfoto

Bekanntlich habe ich ja nicht gerade einen grünen Daumen. Aber um die Kollegen zu beruhigen, die am Wohlergehen dieser Azalee interessiert sind:

Azalee mit verschiedenfarbigen Blüten / Azalea, varying colours

Sie wächst, blüht und gedeiht wie blöd. 🙂 Vermutlich weil ich in der letzten Zeit soviel unterwegs war, daß sie von mir kaum etwas gesehen hat.

Picture of Proof

As everybody knows, I do not have green fingers at all. This is to reassure the co-workers that are interested in this azalea.

It’s thriving and flourishing like mad. 🙂 That’s probably because I was away most of the time these days so that I could not do any harm to it.

Gottseidank

Ich habe mein Taschenmesser wiedergefunden.
Es war seit längerer Zeit verschollen, und sozusagen in letzter Minute ortete ich es in der unteren Tasche meines zweitkleinsten von fünf Rucksäcken. Wozu der Mensch fünf Rucksäcke braucht, wollt Ihr wissen? Weiß ich auch nicht, die haben sich im Laufe der Jahre so angesammelt. Ernsthaft benutze ich davon allerdings nur drei. Die anderen beiden haben Macken. Der eine ist ziemlich klein und aus schwarzem Leder und verfärbt alles, was man darunter trägt. Der andere hat keinen Hüftgurt und drückt erbärmlich auf die Schultern, sobald mal etwas mehr drin ist. Ich sollte diese beiden deshalb schleunigst entsorgen.
Aber die anderen drei trage ich gern. Sie haben unterschiedliche Größen, so daß ich für fast jeden Reisebedarf zwischen einem halben Tag und einer Woche gerüstet bin.

Ja, das Taschenmesser, ein feines Victorinox “Camper” (ich wollte unbedingt eines mit Säge haben) werde ich am Samstag dringend brauchen, um in Ste. Marie oder Ste. Croix bei hoffentlich schönem Wetter auf einer Bank sitzend Baguette und Ziegenkäse mit einer Freundin zu teilen.

Thank Heaven

I’ve found my pocket knife again. It had been missing for some time, and I unearthed it last minute in the second smallest of my five backpacks. Why someone might need five backpacks, you ask? I don’t know either; they’ve accumulated along the years. Actually I use only three of them, the remaining two have serious flaws. One is rather small and made of black leather which staines everything I wear. The other one does not have a hip belt and hurts my shoulders as soon as there’s a little bit more in it than a hanky. In fact, I should discard them as soon as possible.
But I like my other three. They are of different sizes, so I’ve got the right one for every travel occation from half a day to about a week.

Well, my pocket knife. It’s a fine Victorinox “Camper” (I wanted a saw in any case), and it will come handy on Saturday when I’ll be sharing baguette and goat cheese at an improvised picknick with a friend or two in Ste. Marie or Ste. Croix.

Aufräumen

Vorgestern habe ich endlich den alten Badezimmerschrank ausrangiert. Dabei kamen ziemlich viele alte, abgelaufene Medikamente zum Vorschein. (Das ist ja eigentlich ein deutliches Indiz für meinen guten Gesundheitszustand, oder?.) Brav, wie ich bin, wollte ich sie bei der nächstgelegenen Apotheke abgeben, aber der Apotheker wollte sie partout nicht haben. Ich soll sie in den Müll werfen und sicherstellen, daß niemand drangehen kann.
Hm. Da mir mein begrenztes Müllkontingent zu schade für so etwas ist, werde ich die Medikamente wohl persönlich beim Wertstoffhof abgeben.

Tidying up

The day before yesterday, I finally discarded the old bathroom cupboard. On this occasion, a lot of expired drugs showed up. (I think that’s quite a nice indicator for my good state of health, isn’t it?) Well-behaved, I wanted to hand them over at the nearest pharmacist, but he refused to take them. He said I should throw them into the garbage, making sure that nobody could find them.
Hmm. As my limited garbage contingent is too small for such experiments, I think I’d rather take the drugs on my own to the local waste collectors.

Überraschung

Irgendwie sind sie ja schon ein bißchen verrückt, die Mädels vom Strickforum. Da gehen sie einfach her, sammeln und schicken mir (und den Moderatorinnen) Geschenke, für die Mühe, die wir uns mit dem Forum geben. Dabei ist das für uns nicht nur gelegentlich etwas Aufwand, sondern auch immer wieder Freude. Mitzuerleben, wie jeder (man selbst eingeschlossen) dort immer wieder neue Erkenntnisse und Erfahrungen gewinnt, nicht nur beim Stricken, ist einfach schön.

Das war in meinem Geschenkepaket:

Jetzt kann ich meine Stricknadeln geordnet unterbringen und muß nicht mehr ewig nach der richtigen Stärke suchen. Und der Reihenzähler und die Markierungsringe sind enorm praktische Ergänzungen. So einen schicken Reihenzähler (funktioniert auf Knopfdruck) hatte ich noch nie! Die Maschenmarkierer lassen sich übrigens auch an der Strickmaschine einsetzen, damit sind sie für mich doppelt nützlich. 🙂

Bahnfahren

In den vergangenen Tagen hatte ich Gelegenheit, wieder mal einige hundert Kilometer auf der Schiene zu verbringen. Und wieder habe ich eine Menge über Menschen gelernt.

Weshalb veranstaltet die Bahn nicht mal Kurse für Reisende? Man könnte sie aufsplitten in Anfänger, Fortgeschrittene und Profis oder vielleicht auch Regionalzüge und Fernzüge. Zu den absoluten Basis-Kenntnissen sollte gehören, wie man eine Waggontür öffnet, damit man nicht immer wieder den Panikschrei älterer Damen neben der Tür hört: “Aber ich weiß nicht, wie ich sie aufmachen muß…” Und wenn sie wirklich lernresistent sind, können sie hoffentlich aus dem Türöffnungskurs die Erkenntnis mitnehmen, daß man sich bitte nur dann direkt an die Tür stellen sollte, wenn man weiß, wie sie geöffnet wird.

Zweiter Teil so eines Kurses: Wie wähle ich mein Gepäck oder Man sollte nie mehr mitnehmen, als man tragen kann. Diese Weisheit hat sich leider noch nicht überall herumgesprochen, sonst würde man nicht auf so viele (wiederum vorwiegend weibliche) Fahrgäste stoßen, die lieber mit ihrer tonnenschweren Sporttasche den Gang unpassierbar machen als das Trumm ins Gepäckfach zu tun. Selbst wenn ihnen ein starker Mann hülfe. “Ich bekomme die nie wieder da runter” hört man dann, so als gebe es bis Frankfurt keinen Menschen mehr, der mit anpackt, obwohl das Herunterbekommen das kleinere Übel ist, da die Schwerkraft ja mithilft. Man muß nur rechtzeitig beiseitespringen, wenn die Tasche zur Landung ansetzt.

Überhaupt, die Sporttasche, das grauenvollste Gepäckstück aller Zeiten. Eine Sporttasche ist für gewöhnlich so breit, daß sie im Gepäckfach (wenn sie denn mal hineingewuchtet wird) den Platz von drei mittelgroßen Rucksäcken belegt. Weil sie so geräumig ist, verhindert sie jegliche Pack-Disziplin, mit der Folge, daß der Fahrgast, ohne es zu merken, den kompletten Kleiderschrank nebst Hausrat und Abstellrauminhalt einpackt. Ich plädiere für Gewichtslimits auch im Zug!

Akuter Handlungsbedarf besteht zweifellos, wenn es um das Erkennen von reservierten Plätzen geht. Der durchschnittliche männliche Bahnreisende übersieht geflissentlich jedes Leucht-Display und setzt sich zielsicher auf den einzigen reservierten Platz im Abteil. Weibliche Platzsucher fragen eher: “Ist hier noch frei?”, obwohl sie das Display direkt vor der Nase haben und man aus dem Abteil heraus die Belegung definitiv nicht erkennen kann.

Und dann vielleicht noch der dezente Hinweis, daß Parfümwolken kein Ersatz für gelegentliches Waschen sind. Auf einer virtuellen Geruchs-Skala, die von null (geruchlos) bis zehn (Elefant fällt beim Einatmen für fünf Minuten in Ohnmacht) geht, sollte die erlaubte Dosis den Wert fünf nicht übersteigen, anderenfalls wünsche ich mir Rausschmiß auf offener Strecke durch geschultes Personal mit Atemschutz.

Exkurs über die Auswirkungen der Fußball-Weltmeisterschaft auf die psychische Belastbarkeit einer Minderheit der weiblichen Arbeitnehmerschaft Süddeutschlands

Eigentlich wollte ich hier gar nichts über die WM schreiben. Aber eines muß ich loswerden: Ich bin heilfroh, wenn der ganze Zinnober endlich vorbei ist, damit ich nicht mehr täglich ab 23:00 bis open end den obligatorischen Auto-Korso ertragen muß.
Nach der sechsten Nacht in Folge ohne ausreichenden Schlaf (Ohropax hilft auch bei geschlossenen Fenstern nur bedingt gegen Hupkonzerte) werde ich nun extrem reizbar.

Verschlußsache

Heute hat ein Hausbewohner im Schloß einer von mehreren Parteien genutzten Zwischentür seinen Schlüssel abgebrochen. Die Folge: Die Tür, einziger Zugang zu mehreren Wohnungen, war unpassierbar. Besagte weitere Parteien, darunter auch ich, gelangten nicht in ihre Wohnungen.
Ist es eigentlich in so einem Fall zuviel verlangt, daß der Verursacher sich möglichst sofort mit dem Hausmeister oder sonst einem Fachmann in Verbindung setzt, damit der Schaden schnellstmöglich behoben wird? Aber nein, nix. Lieber weggehen und vermutlich bei der Freundin übernachten.

Infolge des Zusammentreffens mehrerer glücklicher Zufälle und da ich in manchen Situationen ziemlich erbarmungslos unschuldige Aushilfshausmeister herbeizuzitieren in der Lage bin, hat es dann nur eine knappe Stunde zusätzlich gedauert, bis ich endlich wirklich zuhause war. Aber es hätte auch viel unangenehmer ausgehen können.
Wenn ich den Kerl erwische, der das angestellt hat und dann einfach abgehauen ist, werde ich ihm ein paar Takte erzählen…