Die verstrickte Dienstagsfrage 11/2012

Diese Woche fragt das Wollschaf:
1. Kauft ihr Nadeln im Set,

Habe ich mal probiert (Denise und Knitpicks), sie haben sich für mich aber nicht bewährt. Mit nicht-variablen Rundstricknadeln komme ich wesentlich besser zurecht.
Ach, ein 15-cm-Nadelspiel-Set von Knitpro in verschiedenen Stärken habe ich noch, das ist ganz hübsch. Es eignet sich aber nur für kleinere Projekte.

2. habt ihr Nadeln doppelt
Die meisten Nadelstärken habe ich als Rundstricknadeln in mehrfacher Ausführung, allerdings in verschiedenen Längen.

3. und welches sind eure Lieblingsnadeln?
Addi Rundstricknadeln. Die sind für meinen Geschmack am angenehmsten: Nadeln spitz, Seil dünn, glatt und flexibel. Trotzdem stricke ich auch nach wie vor mit meinen anderen, alten Nadeln, wenn die Addis “besetzt” sind. Besonders für Zopfmuster mag ich eher stumpfe Nadeln, weil man damit das Garn nicht so leicht spaltet.

Vielen Dank an Tiffany für die heutige Frage!

Gewonnen

Wie ich, glaube ich, vergessen habe zu erwähnen, beteilige ich mich in diesem Jahr an einer Ravelry-Gruppe namens “12 muetzen / hauben/ huete in 2012”. Dort geht es darum, in diesem Jahr mindestens zwölf Kopfbedeckungen zu stricken oder zu häkeln. Manche Teilnehmer sind so produktiv, dass sie nahezu jede Woche etwas Neues zeigen können, aber so flink bin ich nicht. Bei mir wird nur ungefähr einmal im Monat eine Mütze fertig, aber das reicht ja auch.
In jedem Monat gibt es einen kleinen Wettbewerb; jeder darf dazu eine Mütze zeigen, und es wird darüber abgestimmt, wessen Werk das schönste ist. Dafür winkt auch jeweils ein Gewinn.
Im Februar-Wettbewerb schaffte ich es mit der Swing-Mütze tatsächlich an die Spitze, und dafür bekam ich als Gewinn diesen schönen Strang handgefärbte “Tweed Melange” von Zauberglöckchen in dunklem Rot.

TWEED Melange in rot

Diese Garnqualität kannte ich bisher noch nicht, deshalb freue ich mich besonders darüber und denke nun genießerisch darüber nach, was ich daraus machen werde.

Checked Waves

Eine Anfrage im Stricknetz-Forum erinnerte mich an ein Muster aus einem meiner Strickmaschinen-Musterbücher. In “Treasury of Machine Knitting Stitches” von John Allen findet sich “Checked Waves”, ein Muster, das ohne Musterautomatik auf jeder Einbett-Maschine gestrickt werden kann. Man strickt dabei mit verkürzten Reihen über einzelne Maschengruppen, die in Arbeit und außer Arbeit geschoben werden.
Wie schon erwähnt, benötigt man dazu keine Lochkarte, sondern man arbeitet sich von einer Seite des Nadelbetts auf die andere und dann wieder zurück. Bei der hier gezeigten Version umfasst ein Mustersatz 18 Maschen und 48 fertige Reihen. Die Maschenzahl könnte man auch variieren, wenn man die Größe und Zahl der Maschengruppen ändert.
Beim Stricken sollte man sich übrigens gut konzentrieren, um nicht durcheinanderzugeraten.

Checked Waves

A request at Stricknetz-Forum reminded me of a pattern from one of my machine knitting pattern books. In “Treasury of Machine Knitting Stitches” by John Allen, there’s “Checked Waves”, a pattern which can be worked on any single bed machine without using a patterning mechanism. You knit with short rows over groups of stitches which are pushed into work and out of work.
As already mentioned, this is done without a punchcard. You work across the needle bed from right to left and back again. In the version shown here, one pattern repeat comprises 18 stitches and 48 knitted rows. The number of stitches can be varied by changing the size of the groups of stitches.
By the way, this pattern needs quite a lot of concentration if you don’t want to get lost.

Kein Ende mit dem Anfangen

Vor etwa zwei Monaten wünschte eine Bekannte sich zwei Kapuzenschals in Grau oder Schwarz. Einen davon stellte ich schon im Januar fertig. Der Winter ist zwar so gut wie vorbei, aber für den zweiten konnte ich mich erst vor einigen Tagen motivieren. Zudem erforderte die Anleitung einiges an Umrechnung. Das Garn, das ich verwende, ist wesentlich dicker als das ursprünglich vorgesehene, und ich habe leider nur 400 m davon. Mehr in dieser Farbe war im Wollgeschäft nicht vorrätig, als ich es kaufte.

Kapuzenschal

Deshalb stricke ich den Schal insgesamt kürzer und die einzelnen Muster nicht so breit. Um es mir leichter zu machen, habe ich sie auch so weit modifiziert, dass sie dieselbe Rapportlänge haben, nämlich 8 bzw. 16 Reihen. Das strickt sich bedeutend angenehmer, als wenn man unterschiedliche Rapporte von 10, 14, 12 und 16 Reihen im Kopf behalten muss. Die Pompons lasse ich natürlich auch weg. Sie würden ohnehin nicht zur Empfängerin passen.
Inzwischen habe ich knapp die Hälfte des Schals geschafft. Ich stricke beide Enden gleichzeitig mit zwei Knäueln.

Wieder ein neues Projekt – A new project, again

Derzeit habe ich zwar recht viele WIPs auf den Nadeln, darunter auch mindestens eines, das nur sehr schleppend vorankommt. Aber das ist ja kein Grund, nicht mit etwas Neuem anzufangen. Wenn also insgesamt acht Stunden Bahnfahrt anstehen und man möglichst leichtes Gepäck mitnehmen will, dann ist ein Lace-Projekt mit einem nicht zu komplizierten Muster eine gute Wahl.
Noch vor der Abfahrt begann ich deshalb mit dem Spring Thaw Shawl. Dies ist wieder einmal eine kostenlose Anleitung, die man über Ravelry herunterladen kann. Mein Garn ist dunkelgrün, das finde ich gut geeignet für ein Blattmuster. 🙂 Nach meiner Rückkehr ist nun der Stand auf dem Bild erreicht.
Leider geht aus der Anleitung nicht hervor, wie viele Rapporte im Grundmuster man mit ungefähr 600 m Garn stricken darf, damit es noch für die Abschlusskante reicht. Das ist aber wohl auch schwierig abzuschätzen, weil es von der Nadelstärke und der persönlichen Strickweise abhängt.

Spring Thaw Shawl

Currently I have quite a lot of WIPs on the needles, and among them at least one that ist progressing more than slowly. But there’s no reason not to start with something new anyway. So when an eight hours train journey is lying ahead and heavy luggage is not recommended, a not too difficult lace project is a good choice.
I started the Spring Thaw shawl before departure. This pattern, again, is available for free via Ravelry. My yarn is dark green and I think it’s very suitable for a leaf pattern. 🙂 The photo shows the status after returning from my trip.
Unfortunately the instruction does not state how many repeats can be knit in body pattern to make sure there is still enough yarn (of my total of 600 m) left for the border. But this is probably difficult to estimate because it depends on the needle size and personal way of knitting.

Abketten mit Hindernissen – Casting off with obstacles

Nun ist das Tuch “Frozen Leaves” (ich strickte nach der Anleitung von Karen Strauss) endlich fertig, und schön ist es auch. Aber die letzten Reihen waren aufregend. In der letzten Reihe, etwa 50 Maschen vor dem Ende war nämlich das Garn aufgebraucht. Ich musste drei Reihen zurückribbeln und ließ Reihe 15 der Strickschrift aus, um Garn zu sparen. Damit wurde es nötig, die Abkettreihe von der Rückseite aus zu stricken. Zum Glück hatte ein Mitglied des Strickforums für mich einen Tipp, wie das am besten zu bewerkstelligen war. Zwei Abende brauchte ich fürs Abketten, dann noch einen Tag fürs Spannen und Trocknen. Jetzt kann ich mich dran freuen. Das Tuch ist ungefähr 120 cm breit und 57 cm hoch.

Frozen Leaves

Frozen Leaves, Detail

The “Frozen Leaves” shawl (I used Karen Strauss‘ version ) is finally finished, and it came out beautiful. But the last rows were somewhat thrilling. In the cast-off row, when there were about 50 stitches left, I ran out of yarn. I had to rip back three rows and left out row 15 of the diagram to save yarn. Thus it became necessary to cast off from the wrong side. I was lucky and got a tip from a Strickforum member how to get this done properly. It took me two nights to cast off, and one more day was needed for blocking and drying. Now I am pleased with the result. The shawl measures about 120 cm by 57 cm.

Reste-Mütze fertig – Oddment hat finished

Schon vergangenes Wochenende wurde diese Mütze nach der Anleitung von Heidrun Liegmann fertig, aber heute schaffe ich es endlich, sie hier zu zeigen.
Ich habe dafür etwa 80-85 g Wolle mit einer Lauflänge von 350 m auf 100 g verbraucht. Gestrickt habe ich mit Nadelstärke 3 mm. Und ja, ich bin sehr stolz, dass sie so schön geraten ist. 🙂

Swing-Mütze aus Resten, swinging oddments hat

Last week-end I managed to finish this hat following Heidrun Liegmann’s instruction, and today I finally find the time to show it to you.
It took about 80 to 85 grams of wool with 350 m per 100 grams. I worked with 3 mm needles. And yes, I’m very proud of having worked such a beauty. 🙂

Die verstrickte Dienstagsfrage 8/2012

Diese Woche fragt das Wollschaf:
Strickerinnen hören von nicht strickenden Partnern manchmal recht eigentümliche Fragen – von “Sind die Löcher da Absicht?” bei einem Lacemuster über “Muss man das nachher nähen?” ist so ziemlich alles drin. Auch Fragen zu Stricktechniken oder Utensilien können recht erheiternd sein. Was ist das Lustigste, das Euch Euer Partner/Ehemann/Freund … je gefragt hat?
Vielen Dank an Martine für die heutige Frage!

Von meinem Lebensgefährten habe ich nie besonders komische oder erheiternde Kommentare zu meinem Hobby gehört. Die lustigste Bemerkung kam von einem Kollegen, als ich in der Mittagspause mal einen Möbiusanschlag aus natur-gelb-braun meliertem Fransengarn für eine Kollegin machte. Mit unschuldigem Augenaufschlag und seinem gewinnendsten Lächeln fragte er: “Strickst du ein Huhn?”

Swing-Reste-Mütze – Swinging oddment hat

Vor zehn Tagen startete ich einen neuen Versuch mit dem Swing-Stricken. Diesmal wagte ich mich an Heidrun Liegmanns Mützen-Anleitung. Das Garn, das ich mir ausgesucht hatte, ist dicker als das in der Anleitung vorgesehene, und mein erster Versuch geriet viel zu groß. Beim zweiten Versuch, mit weniger Maschen und drei Farben, stellte ich fest, dass immer dieselben Farben immer an der gleichen Stelle im Muster zu liegen kämen, das gefiel mir nicht. Deshalb startete ich ein drittes Mal, nicht nur mit weniger Maschen, sondern auch mit nur zwei Farben, und nun passte es.
Wie schon erwähnt, habe ich im Vergleich zur Originalanleitung kleine Änderungen vorgenommen; so stricke ich ein anderes “Pausen”-Muster und gestalte auch die Krempe anders. Der größte Teil ist schon fertig, es fehlen noch ein paar Runden an der Krempe, und dann muss die Mütze oben zusammengezogen werden. Ich bin schon sehr gespannt, wie sie in fertigem Zustand aussehen wird.

Swing-Reste-Mütze / Swinging oddment hat

Ten days ago I started a new attempt at Swing Knitting. This time I dared to tackle Heidrun Liegmann’s instructions for a hat. The yarn that I chose is thicker than stated in the instruction, and my first try turned out much too large. The second try, with less stitches and three colours, told me that the colour distribution was less than satisfying. So I started a third attempt, this time not only with less stitches but also with two colours only, and now it’s right.
As already mentioned, I made small modifications to the original instruction. I used a different stitch for the “pauses” and for the brim. Most of the hat is done by now, there are some more rounds to work on the brim and then the top of the hat has to be closed somehow. I’m curious how it will look after finishing.

Wingspan fertig / finished

Mein “Wingspan”-Schal ist fertig. Das Garn ergab insgesamt neun Dreiecke, und es blieben drei Meter übrig. Möglicherweise hätte das noch für eine weitere Reihe vor dem Abketten gereicht, aber das zu probieren war mir dann doch zu riskant.
Die fertige Länge beträgt etwa 110 cm. Vielen anderen Strickerinnen ist das ja fast zu kurz, aber ich bin mit dieser Länge sehr zufrieden. Der Schal reicht einmal gut um den Hals und hält vor allem den Bereich der oberen Atemwege warm, dort, wo es mir am wichtigsten ist. Ich lege weniger Wert auf lange, flatternde Schalenden, die bei mir ohnehin meist unter dem Mantel verschwinden.

Wingspan Schal / scarf

My “Wingspan” scarf is finished. There was enough yarn for nine triangles, and three meters were left at the very end. Maybe this would have been enough for one additional row before cast-off, but I did not want to take a risk.
The scarf measures about 110 cm (43 in). Many knitters find that rather short, but I’m very happy with this length. The scarf goes nicely around my neck and keeps my upper respiratory tract warm, which is important for me. I don’t care that much for long, waving scarf ends, they are normaly tucked into my coat.