Die verstrickte Dienstagsfrage – the Wool Sheep’s question 17/2008

Hallo liebes Wollschaf, mir ist heut morgen, beim Einpacken meines Strickzeugs für die Mittagpause folgende Frage eingefallen:
Wie verpackt ihr euer Strickzeug, wenn ihr es mit nehmt? Wie sorgt ihr dafür, dass die Nadeln nicht rausrutschen, abbrechen oder sich durch Innenfutter oder Taschenwand bohren?
Vielen Dank an Herzdame für die heutige Frage!

Rundstricknadel: Gestrick zusammenschieben, Nadelenden verknoten, ggf. Nadelenden noch ins Knäuel pieksen.
Spielstricknadeln: Vier Nadeln parallel legen, Gestrick um die Nadeln herum wickeln, je nach Größe noch das Knäuel dazu, mit der fünften Nadel zusammenstecken, so dass alle Nadeln parallel liegen.
Wichtig finde ich aber auch, die Kleinteile zu sichern, die man ja auch immer dabei haben muss: Schere, Maschenraffer und -markierer, Stopfnadel, Reihenzähler, Zentimetermaß, Zopfnadel und dergleichen. Das alles kommt in einen Ziploc-Beutel und bleibt darin auch dann ordentlich beieinander, wenn die Tasche mit dem Strickzeug mal umkippt.

Dear Wool Sheep, when I packed my lunch break knitting bag this morning, the following question came to my mind:
How do you pack your knitting to take it with you? How do you make sure the needles won’t get lost, break or work their way through the knitting bag?
Thank you Herzdame for today’s question.

Circular needle: push knitting to center of needle, tie needle ends to a knot. If necessary or desired, push needles through the ball of yarn.
Double pointed needles: Lay all needles but one parallel, wrap knitting around needles and perhaps ball of yarn, poke last (empty) needle through to fasten the lot, making sure that all needles run parallel.
For me it’s also important to secure the small parts that are needed throughout: Scissors, stitch holders and markers, darning needle, row counter, tape measure, cable needle and the like. All these items are stored in a small Ziploc bag, keeping them safe and secure even if the knitting bag itself topples over.

S.E.X.!

Keine Angst, dieses Weblog ist nach wie vor jugendfrei. 😉 Ich hatte aber heute eine doppelte Ration “Stash Enhancement EXperience” und will Euch daran teilhaben lassen: Es kam ein Paket von der Wollerey an, und darin waren außer einer bereits sehnsüchtig erwarteten, nach Maß gefärbten Partie “Makomer” (hellgrün) auch fünf Stränge dünne Merinowolle mit kleinem Acryl-Anteil, blau-grün-gelb meliert. Das Garn ist perfekt für die Strickmaschine geeignet, ich freue mich schon aufs Verstricken. Leider werde ich vor dem Wochenende keine Zeit dafür finden.

Wollerey Makomer, col mm400xd

Wollerey, merino-acrylics test run

Don’t be afraid, this weblog will remain G-rated. 😉 But today I had a double dose of “Stash Enhancement EXperience” and I want to share it with you: I received a parcel from Wollerey containing an eagerley anticipated lot of “Makomer”, dyed to measure (light green) and five hanks of fine merino yarn with a small portion of acrylics in darker blue-green-yellow colours. This latter yarn is perfectly suited for the knitting machine, and I am looking forward to using it. Unfortunately I won’t find the time to do so before the week-end.

Die verstrickte Dienstagsfrage – the Wool Sheep’s question 16/2008

Das Wollschaf fragt:
Mich würde mal interessieren, wie und wo die Lace-Strickerinnen ihre fertigen filigranen Strickstücke aufspannen. Bei Spannweiten von bis zu 2,40cm findet sich doch nicht überall Platz, oder?
Herzlichen Dank an Frau Wollich für die heutige Frage!

Richtig große, fest gespannte Tücher sind nicht so mein Ding. Bisher habe ich nur ein einziges größeres Tuch mäßig gespannt, und das ging noch auf meiner normalen Spannmatte.

The Wool Sheep asks:
I would like to know how and where lace knitters block their finished shawls. When it comes to wingspans up to 240 cm, it can be difficult to find suitable space.
Thank you Frau Wollich for today’s question!

Really large, firmly blocked shawls are not my cup of tea. So far I only made one lace shawl and blocked it moderately; I found my ordinary blocking mat quite acceptable.

Die verstrickte Dienstagsfrage 15/2008

Das Wollschaf fragt:

Habt ihr täglich etwas selbstgestricktes an? Wieviele selbstgestrickte Teile habt ihr schon gleichzeitig angehabt, also Schal, Mütze, Handschuhe, Socken, Pulli usw.
Vielen Dank an Martina für die heutige Frage!

Meine Standardgarderobe sind lange Hosen und T-Shirt/Top, darüber ein der Jahreszeit angemessener Pullover oder eine Jacke und selbstgestrickte Socken. Ich bin ein Fan von kühlen Räumen (20° sind okay), und wenn man dann nur sitzt und arbeitet oder strickt, braucht man etwas zum Drüberziehen.
Die Menge der Stricksachen, die ich auf einmal trage, habe ich noch nie gezählt. Wenn ich im Winter draußen bin, könnte da schon einiges zusammenkommen.

Central Park Hoodie

Das Internet ist mittlerweile voll mit Bildern von dieser praktischen Jacke, die in der Herbst-Ausgabe 2006 der Zeitschrift “Knitscene” erschienen war. Das Heft ist schon seit langem vergriffen, aber einzelne besonders beliebte Anleitungen, darunter auch die oben genannte Jacke, kann man zum Glück nachkaufen. Genau das habe ich getan, weil mir das Modell gut gefiel.
Dann habe ich diese Jacke so schnell gestrickt, dass ich nicht einmal Zeit für die obligatorischen Fotos vom Zwischenstand fand. Innerhalb von zehn Tagen war sie dank Strickmaschine fertig. Die dicht nebeneinander liegenden Zöpfe auf Ärmeln und Rückenteil sind allerdings nichts für Unerfahrene, man sollte seine Strickmaschine schon gut kennen, um so etwas zu stricken.
Verstrickt habe ich etwa 800 g Stahlsche Wolle Granda Superwash, 100 % Schurwolle, Lauflänge 75 m/50 g. Das Garn ist relativ locker verzwirnt, ich hoffe, es erweist sich als haltbar, denn die Jacke ist schon innerhalb von zwei Tagen ein Lieblingsstück geworden und wird bestimmt auch weiterhin oft getragen.

Central Park Hoodie

The Internet is full of pictures showing this practical jacket, which was first published in the Fall 2006 issue of “Knitscene”. This issue has been out of print for some time now, but some particularly popular instructions can be bought separately. That’s what I did because I liked this hoodie.
I made it so fast that I did not even find the time for the mandatory in-progress photos. It took me ten days at the knitting machine to finish it. The closely spaced cables at back and sleeves, however, are not for the novice machine knitter. You should know your machine before approaching this pattern.
I used about 800 g of Stahlsche Wolle Granda Supewash, 100 % pure new wool, 75 m per 50 g. The yarn is rather loosely plied, and I hope it will prove durable, for the hoodie has become a favourite within two days, and I will certainly wear it often.

Frühling – Spring?

Offiziell und gemäß Kalender ist jetzt Frühling. Trotzdem ist es leider immer noch ziemlich ungemütlich draußen. Deshalb werde ich in der nächsten Zeit wohl nicht dazu kommen, meinen Frühlingspulli aus Wollerey “Meline” anzuziehen. Jedenfalls nicht, ohne eine Erkältung zu riskieren.
Dieser Pulli hat einige Metamorphosen hinter sich. Ich habe mindestens dreimal mit unterschiedlichen Konzepten und in verschiedenen Richtungen angefangen, bevor schließlich etwas Tragbares herauskam. Am Garn lag das übrigens nicht, das ist sehr schön, lässt sich gut verstricken und trägt sich auch sehr angenehm.
Sollte ich den Pulli noch einmal stricken, dann würde ich wohl noch einiges an den Proportionen verändern, z.B. das ganze Modell etwas kürzer stricken. Aber auch so passt er gut.
Das Bündchen ist ein Lochmuster mit Linksmaschen, damit es elastisch ist. Der obere Bereich ist glatt rechts, damit man die Unterwäsche nicht sieht. 😉 Das Vorderteil hat verkürzte Reihen, um eine bessere Passform zu gewährleisten. Wer nicht viel Oberweite hat, kann die verkürzten Reihen weglassen und einfach gerade hoch stricken.

Pulli aus Wollerey “Meline” - sweater from Wollerey yarn “Meline”

Officially and according to the calendar, spring is around. Even so, it is still rather unpleasant outside. So I will not be able to wear my new spring sweater made of Wollerey “Meline”. At least not without risking a cold.
This garment has undergone several metamorphoses. I started at least three times with different concepts and in varied directions until finally some wearable emerged. The yarn can’t be blamed because it is beautiful, lovely to knit with and very comfortable. Should I knit the sweater again, I would change some proportions, e.g. shorten it. But otherwise, the fit is okay.
The ribbing an the bottom is a lace-rib pattern to provide elasticity. The upper part is plain knitting, to hide the underwear. 😉 The front has short rows for a better fit. If you are less busty, you could omit them and knit straight up.

Die verstrickte Dienstagsfrage – The Wool Sheep’s Tuesday Question 14/2008

Das Wollschaf fragt: “Wenn Ihr Eure Modelle selber entwerft, entwerft Ihr diese dann erst am Schreibtisch oder während dem Stricken?”
Vielen Dank an Mandala für die heutige Frage!

Während des Strickens wäre es für meinen Geschmack zu spät. Ich schätze es, wenn alle wichtigen Entscheidungen getroffen und ihre Richtigkeit verifiziert wurde, bevor ich die erste ernsthafte Masche anschlage. Davor können allerdings schon diverse Ribbel-Aktionen von Proben und Pröbchen liegen.

Ich glaube nicht an die Genialität des Losstrickens ohne Plan. Diejenigen, die das scheinbar tun, haben jahrelange Praxis, Erfahrung mit dem Garn und den Strickplan weitgehend im Kopf.

The wool sheep asks: “When you design garments on your own, do you do that at your desk or during the actual knitting?”
Thank you Mandala for today’s question.

During actual knitting would be a tad late for my taste. I prefer making any important decisions and verifying their accuracy before casting on the first serious stitch. Before this, however, there may have been several swatching and frogging incidents.

I do not believe in casting on ingeniously without any plan. Those who apparently do it have had years of practice, they know their yarn and have at least a rough idea of what they want to achieve.

Lätzchen stricken? – Knitting bibs?

Die Leute kommen auf immer merkwürdigere Ideen. Jetzt werden also Lätzchen gestrickt. Kennt jemand Eltern, die ihren Kindern schon mal gestrickte Lätzchen umgebunden haben? Worin liegen die speziellen Vorzüge?
Andererseits, man kann gestrickte Lätzchen oder Lätzchenmuster natürlich wunderbar umarbeiten zu anderen nützlichen Gebrauchsgegenständen.

Folks get curiouser and curiouser. Now they are knitting bibs. Does anybody know any parents who have used knitted bibs on their offspring? What are the particular advantages?
On the other hand, knitted bibs or bib patterns can certainly be magnificently modified to knit other useful household items.

Die Wollschaf-Dienstagsfrage – the Wool Sheep’s Tuesday Question 13/2008

Am 30.September 2007 endete die Wolldiät, die sich einige Bloggerinnen zu Jahresbeginn auferlegt haben. Mich würde es sehr interessieren, welche Erfahrungen in dieser Zeit gemacht wurden und welche Tipps und Tricks andere Bloggerinnen im Kampf gegen zunehmende Wollberge ( z.B.: 2 Paar Socken fertigstellen bevor Wolle für 1 neues Paar gekauft wird u.ä.) haben.
Vielen Dank an Meggie (die keinen eigenen Blog führt) für die heutige Frage!

Ich habe für mich schon 2005 beschlossen, lieber Garne aus meinem Vorrat zu verarbeiten, als ständig neue zu kaufen, und ich habe keine Probleme damit. Im Gegenteil, mir gefällt es, wie die vorhandene Menge allmählich (sehr allmählich, aber immerhin) weniger wird. Ich mag meine Strickgarne und freue mich, sie zu verarbeiten. Es macht mir Spaß, mir passende Projekte dafür auszudenken oder auszusuchen. Meinetwegen kann das noch jahrelang so weitergehen, ich vermisse nichts.

On 30th September 2007 the yarn diet endet, which some bloggers took part in. I would be interested in your experiences and what tips you have regarding growing mountains of yarn (e.g. finishing two pairs of socks before buying yarn for a new pair).
Thank you Meggie (who does not have a blog on her own) for today’s question!

Back in 2005 I made up my mind to rather work from my stash than buying new yarns, and I do not have a problem with it. Quite the contrary, I like how the amount of yarns gradually decreases (very slowly, but anyhow). I like my yarns and I enjoy using them. It’s fun to find matching projects for them. For my part, this could go on for some more years, I don’t miss anything.

Blindes Huhn – blind hen

Da suchte ich heute vormittag wie verrückt den 2-2-Nadelschieber für den Grobstricker. Ich kehrte das Oberste zuunterst. Nichts. Deshalb musste ich die Nadeln für die neueste Maschenprobe zum 2rechts-2links-Bündchen von Hand in die Arbeitsposition schieben.
Und als die Probe dann abgekettet und von der Maschine genommen war, guckte ich zufällig aufs Zubehörfach, siehe Foto. Was steckt da hinter den Deckernadeln? Ja, genau!

Die Probe ergab übrigens genau das Ergebnis, das ich mir gewünscht hatte: 17 Maschen und 24 Reihen auf 10 cm in glatt rechts. Und jetzt dürft Ihr raten, was es werden soll. 🙂

Grobstricker-Zubehör - chunky machine tools

This morning I was searching like mad for my chunky 2by2-needle pusher. I turned everything upside down. Nothing. So I had to arrange the needles for my newest knit2-purl2 rib tension swatch by hand for the correct setting.
And when the swatch was finished and cast-off, the accessory box (see photo) caught my eye quite casually. What’s that thing hiding behind the transfer tools? Yes, perfectly right!

By the way, the swatch came out exactly as I had hoped: 17 stitches by 24 rows for plain knitting. And now you may guess what it’s going to be. 🙂