Neue Konen – new cones

Wer mit Maschine strickt, braucht einen Wollwickler und dazu meistens Plastikkonen, denn man kann nicht direkt aus dem Knäuel stricken. Wer viel mit Maschine strickt, braucht erfahrungsgemäß viele Konen; man strickt ja nicht immer nur an einem Projekt, und man will, wenn man denn mal Zeit hat, möglichst auch gleich mehrere Pröbchen machen.
Bislang gab es die traditionellen roten und weißen Konen zu kaufen, die sich (nach meiner Erfahrung) vor allem darin unterscheiden, dass die roten schneller kaputtgehen. Das Material ist irgendwie spröder.
Jetzt gibt es neue Konen, erhältlich bei Vera Voigt. Sie sind wesentlich weniger bruchanfällig als die älteren Modelle, haben eine leicht aufgerauhte Oberfläche, so dass glatte Garne nicht so leicht herunterrutschen, und vor allem haben sie einen breiteren Fuß. Damit stehen sie stabiler und können mehr Garn aufnehmen.
Einen kleinen Nachteil hat das: Durch den breiteren Fuß laufen sie auf den ersten Metern nicht ganz so glatt auf dem kleinen Brother Handkonenwickler. Dessen Walze reicht nämlich nicht ganz über den breiten Fuß an den Konenkern. Auf dem großen elektrischen Wickler gibt es keine Probleme, die neuen Konen laufen sauber und zuverlässig und fassen sogar etwas mehr Garn als die alten Konen. Besonders beeindruckt bin ich von der Stabilität. Da immer mehr meiner alten Konen schadhaft werden, bin ich sehr froh, eine neue Quelle gefunden zu haben.

neue Konen, new cones

Machine knitters need a wool winder and with it plastic cones, for you cannot knit directly from the ball (much less from a skein). From experience I know that those who knit a lot need a lot of cones; we do not limit ourselves to one project at a given time, and when we knit our swatches we prefer knitting several of them at the same time.
So far we had the choice between red and white plastic cones. Their difference was mainly that the red ones broke more easily. Their material is more brittle than the white ones.
Luckily, there are new cones available from Vera Voigt. They are considerably less inclined to break, their surface is slightly rough so that smooth yarns won’t slide off as easily, and they have a larger base so they can hold more yarn. This may be a slight disadvantage: The larger base does not fit perfectly onto the older Brother hand winder. Its roller does not reach the winding core because the cone base is a tiny bit too wide. But this can be overcome by carefully winding the first meters by hand.
On the large electric winder the new cones work flawlessly, they can even take more yarn than the older ones. I’m particulary impressed by their sturdiness. As more and more of my age-old cones get damaged, I’m glad to have found a new source for replacements.

Das Wollschaf am Dienstag – the wool sheep on Tuesday

Ein neuer Wollladen macht in eurer Stadt auf. Welche Erwartungen habt ihr an ihn? Welche Wünsche hättet ihr? Hersteller? Service wie z. B. Modelle umrechnen, Hilfe bei englischen Anleitungen? Was fällt euch noch ein? Was würde euch dazu bewegen zu diesem Laden zu gehen?
fragte das Wollschaf
Anscheinend ist unsere anonyme zukünftige Wollgeschäftsbesitzerin immer noch nicht fertig mit ihrer Marktforschungsstudie, obwohl es dazu ja schon ziemlich viele Wollschaf-Fragen gegeben hat. Nun ja.
Was ich mir vor allem wünschen würde: Eine lernfähige Inhaberin, die weiß, dass es so etwas wie das Internet gibt und was man da finden kann. Sie sollte die Namen (und die Produkte) moderner und klassischer Designer wie Gaugham, Zimmermann oder Niebling kennen. Sie sollte verstehen, dass man nicht nur das nachstrickt, was das neueste Modellheft ihres Hauptlieferanten bietet, sondern dass die Kundschaft womöglich selbst kreativ ist. Wenn sie bei technischen Fragen helfen kann (“wie geht das noch mal mit dem italienischen Abketten” ), großartig. So etwas kann man teilweise auch prima auf einen mindestens monatlichen Stricktreff verlagern, bei man sich mit anderen Strickerinnen austauscht. Es tut letztlich allen gut, gelegentlich mal über den Tellerrand zu schauen.
Sind diese Voraussetzungen gegeben, dann wird die Inhaberin ohne große Mühe selbst herausfinden, welche speziellen Bedürfnisse ihre Kunden haben, und wird Wege suchen und finden, um sie zu erfüllen.

A new yarn shop opens in your town. What do you expect? What do you wish for? Which manufacturers? Service like recalculating patterns, help with foreign instructions? What more can you think of? Why would you enter the shop?
the wool sheep asked.
It seems our anonymous prospective LYSO still has not finished her market research study, although we’ve had quite a lot of wool sheep questions on this topic. Oh well.
What I would wish for: An adaptive owner who knows that something like Internet exists and what to find there. She’d know the names (and designs) of modern and classic designers like Gaugham, Zimmermann or Niebling. She’d understand that not all knitters are blind followers of her main manufacturer’s patterns, but some clients may be very creative themselves. If she can help with technical problems (“how does this italian cast-off work” ), the better. Such questions can also be dealed with at an at least monthly knit-meeting where knitters exchange views and opinions. It’s always a good idea to look beyond our own noses.
If these conditions are met, the owner will almost effortlessly find out her clients‘ special requirements and will find ways to fulfill them.

Update “Secret of the Stole”

Mittlerweile habe ich den zweiten Hinweis abgearbeitet. Ja, es war wirklich fast wie Arbeit. Das Muster kann man nur vom Blatt stricken, auswendig weiß man es nie. Man klebt also förmlich am Diagramm, und es strickt sich so flüssig wie Quittengelee. Es sieht weiterhin ungewöhnlich aus, gar nicht so, wie man sich eine Spitzenstola vorstellt.
Ich bin gespannt, wie es übermorgen weitergeht. DK, die Designerin ist überpünktlich, ihre bisherigen Hinweise waren jeweils um Mitternacht ihrer eigenen Zeit online, d.h. vormittags nach MESZ.

Secret of the stole, 2. hint

Meanwhile I’ve worked my way through the second hint. Yes, it was kind of work. This pattern needs to be sight-knit, there’s no way to learn it by heart. I found myself glued to the diagram, and it knits as fluent as quince jelly. It still looks uncommon, not at all the way you might imagine a lace stole.
I’m curious how it will go on. DK (the designer) is more than punctual, so far her previous hints were published at midnight of her own time zone, which is MEST late morning.

Die Wollschaf-Frage – the wool sheep question

Wie passt du Strickteile an deine Figur an? Nicht jeder hat die Gardemaße einer Elfe und es besteht die Notwendigkeit das Strickstück an deine Figur anzupassen, sei es an der Breite oder der Länge. Nehmen wir an, die Anleitung ist für deinen 36-er Pullover, du trägst aber 42 … wie gehst du vor ? Wie sieht es mit einer evtl. Taillierung aus ?
Vielen Dank Bianca für die heutige Frage!

Maschen und Reihen anpassen ist für mich normal. Ich verstehe auch nicht so ganz, weshalb das als schwierig angesehen wird. Dreisatzrechnung lernt man in der Schule, üblicherweise bevor man sich mit komplizierteren Strickarbeiten beschäftigt. Man muss nicht mal stricken können, um einen Schnitt zu berechnen; mir hat mal ein Mann erzählt, dass er als Zwölfjähriger für seine strickende Mutter Zu- und Abnahmen ausgerechnet hat. (Vielleicht kann mir ja auch mal jemand erklären, weshalb viele Frauen sich so unglaublich beschränkt anstellen und mit ihren fehlenden Rechenkenntnissen geradezu kokettieren.)

Einen Schnitt passend zu ändern kann schon schwieriger sein. Bei einem normalen Kleidungsstück gehe ich von einem erprobten Schnitt aus und verteile darauf das gewünschte Muster. Dabei versuche ich, die Musterproportionen, sofern erkennbar, beizubehalten. Modelle, die sehr stark von der benötigten Größe abweichen, würde ich gar nicht erst in Erwägung ziehen oder aber gleich komplett neu entwerfen.

Taillierung: Wo es hinpasst, gern. Man kann sie oft schon allein durch einen Musterwechsel erzielen. Ein Strickkleid mit einem breiten Streifen Rippenmuster in der Taille benötigt z.B. keine Zu- und Abnahmen. Etwas mehr Figur kann man oft auch elegant mit Hilfe von verkürzten Reihen unterbringen.

How do you fit a pattern to your body shape? Not everybody has the measurements of an elfin, and it may be necessary to adjust your knitting, be it widthwise or lengthwise. Let’s assume the instructions are for 36“ but you need 42”, how do you proceed? What about shaping the waist?
Thank you Bianca for today’s question.

Adjusting stitches and rows is perfectly normal for me. Neither do I understand why it is considered difficult. We’ve learnt the Rule of Three in school, long before we engaged in complicated knitting. You need not be able to knit to calculate a shape; someone once told me he calculated increases and decreases for his knitting mom when he was twelve. (And I wish someone could explain to me why so many women shy away from simple arithmetic and prefer to show off their dyscalculia.)

Changing the shape can be more of a challenge. When knitting a garment, I start from a tried and tested shape and arrange the pattern on it, trying to keep the proportions right. Where the given instruction differ vastly from what I need, I would not bother to change them and instead design my own shapes from scratch.

Adding waist shaping: Certainly, when it suits the garment. It can often be achieved by a pattern modification, e.g. a ribbed section at the waistline of a plain knit dress. More curves can often be elegantly accommodated with short rows.

Das türkisfarbene Etwas – The turquoise something

Es ist fertig, allerdings kommt es mir sehr winzig vor. Aber meine Maschenprobe stimmt mit der in der Anleitung (24 M auf 10 cm) überein, und wahrscheinlich ist es wirklich so klein gedacht. Der Nachteil ist natürlich, dass die kleinen Würmchen so schnell herauswachsen. Das soll dann wohl ein Anreiz sein, das gleiche noch einmal in etwas größer zu stricken, und wahrscheinlich werde ich das auch tun.

Baby Surprise Jacket, Elizabeth Zimmermann

It’s finished, however it appears to me to be very tiny. But my gauge was the same as the one in the instruction (24 stitches per 4 in), and it is probably just meant to be so small. The drawback is, of course, that the little mites outgrow it so fast. But maybe this is meant as an incentive to knit another one, this time a bit larger, and I’ll probably do just that.

Aaaah!

Ade Wolldiät. Ein Garn wie dieses nicht zu kaufen wäre ungefähr so klug wie die Einladung eines Dreisterne-Kochs zum Abendessen abzulehnen.
Eigentlich ist es ja schon lange nicht mehr im Handel erhältlich. Aber über eine Mailingliste wurden vergangene Woche zwölf Stränge dieser Köstlichkeit (Farbe “Ruby”) angeboten. Ich hatte Glück, war die erste, die reagierte, und bekam heute mein Paket. Ist es nicht wundervoll? Ich kann mich gar nicht dran satt sehen! 🙂

Noch habe ich nicht endgültig entschieden, was daraus wird und für wen. Es spricht aber allerlei für “Malin” von Alice Starmore. Am liebsten natürlich für mich selbst.

Rowan Magpie, colour Ruby

Goodbye yarn diet. Not buying a yarn like this would be as clever as refusing a three star chef’s invitation to dinner.
Actually, this yarn has been discontinued for a long time. But in a mailing list twelve hanks of this luscious wool (colour “ruby”) were offered. I was lucky in being the first who answered, and today my parcel arrived. Isn’t it wonderful? I can hardly take my eyes off it. 🙂

So far I’ve not finally decided what to make from it and for whom. “Malin” by Alice starmore is a likely option, preferably for myself.

Secret of the Stole

Gestern abend habe ich den ersten Hinweis abgearbeitet. Zwei-, dreimal habe ich mich vertan, konnte die Fehler aber ohne größeren Ribbelaktionen beheben. Ein vergessener Umschlag zum Beispiel ist für mich kein Grund, zwei ansonsten richtig gestrickte Reihen wieder aufzuziehen, da wird eben aus dem Querfaden etwas Umschlagähnliches herausgezogen, dann passt es schon.
Bisher sieht das Tuch ziemlich ungewöhnlich aus, gar nicht klassisch-löchrig. Mal gucken, wie es am Freitag weitergeht. Inzwischen habe ich nun hoffentlich Zeit, mich um ein paar andere Strickprojekte zu kümmern, mit denen ich vorankommen will.
Ach ja, ein Bild gibt’s heute nicht. Das Muster ist ja in diversen anderen Blogs zu bewundern, und so wahnsinnig anders sieht es bei mir auch nicht aus. 😉

Last night I completed the first hint. Two or three times I made a mistake, but was able to correct it without having to ravel back. A forgotten yarnover, for instance, is no reason for me to undo two otherwise perfectly knitted rows. I prefer to pull something “yarnoverly” out of the thread between two stitches and find that it works quite well.
Up till now the stole looks quite unusual, not classically holey. We’ll see how things continue on Friday. Meanwhile I hope to find the time to look after some other knitting projects which need attention.
Oh yeah, no picture today. The Stole pattern can be admired in several other blogs, and mine doesn’t look that much different from theirs. 😉

Das Wollschaf am Dienstag – the wool sheep on Tuesday

Ihr kennt vermutlich die Round Robin – Aktionen, bei denen ein in Arbeit befindliches Strickprojekt reihum an mehrere Teilnehmer gesandt wird. Am Ende hat jeder ein fertiges Exemplar.
Was haltet Ihr von den anfallenden Portokosten? Haben diese Euch schon einmal von einer Teilnahme abgehalten?
Falls Ihr teilgenommen habt: Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht?
Vielen Dank Tammina für die heutige Frage!

Ich habe bislang nur an einer einzigen Gemeinschaftsaktion teilgenommen, das Ergebnis seinerzeit war (für meine Begriffe) sehr schön, allerdings gab es da auch recht strenge Vorgaben (das gleiche Garn für alle, verschiedene vorgegebene Farben), und beim Auswählen der Muster wurden meine Ideen und Bedenken in hohem Maße berücksichtigt.

Das Porto bei einer solchen Aktion schreckt mich weniger als der wahrscheinlich divergierende Geschmack anderer Teilnehmer. Nicht umsonst heißt es “viele Köche verderben den Brei”.
Mein Alptraum wäre es, einen Haufen Leute wieder auf Kurs bringen zu müssen, die bei so einer Aktion unbedingt ihre Individualität betonen wollen und anders vorgehen als vorher gemeinschaftlich verabredet. Deshalb würde ich so etwas nicht mit notorischen Profilneurotikern durchziehen wollen.

You probably know the round robin events where a knitting project is sent to several participants in turn. At the end, everybody should own a finished item.
What do you think of the expenses for postage? Did they ever deter you from participating?
If you have participated, what were your experiences?
Thank you very much Tammina for today’s question!

I’ve only once participated in such an activity. The result was (in my opinion) quite beautiful, however we had strict specifications regarding the material (the same yarn for everyone, different, limited colours), and my pattern ideas and concerns were taken into consideration to a large extent.

The postage frightens me less than other participants‘ probably diverting tastes. For good reasons the saying goes “Too many cooks spoil the broth”.
A nightmare for me would be having to reset a couple of folks on target, who are anxious to show off their individuality and proceed differently than previously agreed. That’s why I would not want to execute such a project with people who notoriously need to get themselves noticed.

Auf der Suche nach dem Fehler – in search of the error

Falls das Muster an der Strickmaschine hartnäckig verschoben ist und sich auch nach dem leipzigsten Versuch überhaupt nicht richtig programmieren lassen will und eine gewisse Strickerin kurz davor ist, den Verstand zu verlieren — dann ist es eine gute Idee, die Lage der Nadelzählfolie zu kontrollieren. In meinem Fall war sie um genau eine Nadel nach rechts verschoben…

If the pattern in the knitting machine is stubbornly misplaced, if there’s no way to get it right by re-programming it for the umpteenth time, and a certain knitter is on the verge of going mad — then it’s a good idea to check the placement of the needle counting strip. In my case it was shifted by exactly one needle to the right…

Die Jacke ist fertig – the cardi is completed

Gestern und heute habe ich die letzten Nähte geschlossen und Fäden vernäht. Nun ist die Jacke fertig und sieht genau so aus, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich hoffe nur, dass sie auch der zukünftigen Besitzerin gefällt.

Wickeljacke aus "Sabrine, von vorn / front

und von hinten, back view

Yesterday and today I closed the last seams and sewed up the ends. Now the cardi is finished and looks exactly as I had envisioned it. I only hope that it also pleases its future owner.