Knitpicks Seil – Knitpicks cable

Ich glaube, auf diesem Bild kann man sehr schön erkennen, weshalb ich Knitpicks Options Nadeln nicht mehr benutzen mag. Als ich vorgestern abend (vergeblich) eine Stricknadel der Stärke 4,5 mm suchte, griff ich in meiner Verzweiflung wieder einmal zum Knitpicks-Etui. Beim Versuch, die Nadelspitzen anzuschrauben, lösten sich die Gewinde spontan vom Seil. Anscheinend ist der Klebstoff in den drei Jahren, die ich das Set besitze, schlichtweg verdunstet.
Damals gab es die Nadeln noch nicht in Europa; ein Arbeitskollege beschaffte mir das Set direkt in den USA. Ein Umtausch ist nicht möglich, denn der Kollege lebt inzwischen in Deutschland.
Ich bin mittlerweile begeisterte Nutzerin von stinknormalen Addi Rundstricknadeln. Ratet mal, weshalb.

Knitpicks Options Seil, Knitpicks Options cable

I think this photo shows rather clearly why I do not like using Knitpicks Options needles. When I was looking (in vain) for a 4.5 mm circular needle the day before yesterday (and not finding one), I reached for my Knitpicks case in despair. I tried to screw the needle points onto the cable when the screw threads spontaneously came undone. It seems the adhesive has simply evaporated in the three years that I own this needle set.
At that time these sets were not available here in Europe; a colleague obtained one for me directly in the U.S. A replacement is not possible for the colleague lives in Germany by now.
In the meantime I’ve become an avid user of plain vanilla Addi circular needles. Guess why.

Schon wieder was Neues – Something new, again

Neulich las ich bei Ravelry über einen Knitalong (Ravelry-Link), bei dem ein kleines Tuch gestrickt wird, das sich gut als Weihnachtsgeschenk eignen soll. An einem Knitalong habe ich lange nicht mehr teilgenommen. Aus Neugier meldete ich mich an, und gestern ging es los mit dem ersten Strick-Hinweis. Anderthalb Stunden brauchte ich zum Abarbeiten, zum Glück musste ich nicht ribbeln und hatte auch keine Probleme mit dem Muster. Am kommenden Mittwoch geht es weiter. Auf dem Bild seht Ihr mein bisheriges Ergebnis.

Criminalminds Knitalong, clue 1 + 2

Recently I read about a knit-along on Ravelry, where a “kerchief” is worked, which should provide a nice christmas present. I have not participated in a knit-along for a long time. Out of curiosity I signed up, and yesterday the first clue was given. I needed one and a half hour to work my way through it, fortunately no frogging was included, and I had not problems with the pattern. Next Wednesday, the next clue will be given. On the photo you can see my result so far.

Die verstrickte Dienstagsfrage 38/2010

Das Wollschaf fragt heute:
Ist es euch schon einmal passiert, dass ihr euch voller Begeisterung an ein neues Teil gemacht habt, das ihr unbedingt haben wollt, und euch nach einem Drittel die Lust verlassen hat? Endet es zwangsläufig als Ufo, obwohl ihr es immer noch wollt? Oder beisst ihr euch durch, auch wenn euch eigentlich nix ranzieht. Ich habe das eben bei einer Jacke und mich würde interessieren, wie andere das angehen.
Herzlichen Dank an Annie für die heutige Frage!

Ja, leider kommt so etwas auch bei mir vor, allerdings nach deutlich mehr als einem Drittel. Derzeit dümpeln zwei solcher Projekte bei mir herum, das eine seit über zwei Jahren, das andere seit etwa vier Monaten. Das Zweijahresprojekt kam ins Stocken, nachdem ich meinen Aufschrieb über die Modifikation des V-Ausschnitts verbummelt hatte. Da es sich um eine Boucléjacke handelt, bei der das Maschenbild nicht auszählbar ist, werde ich wohl nie mehr ergründen können, wie ich vorgehen müsste. Das ist besonders ärgerlich, weil im Prinzip nur noch besagtes halbes Vorderteil fehlt, alles andere ist fertig und harrt des Zusammennähens. Zusammennähen finde ich übrigens nicht schlimm, das geht bei mir ziemlich flott.
Das zweite Projekt ist meine “Vivian”-Zweitversion. Im März begann ich voller Elan mit dem Stricken und schaffte es recht zügig bis zur Schulterpasse. Nachdem ich aber in letzter Zeit praktisch nur noch unterwegs zum Stricken komme und die Jacke viel zu schwer für ein jeden-Tag-Mitnahmeprojekt ist, liegt sie in Wartestellung. Demnächst stehen aber längere Zugfahrten an, vielleicht reaktiviere ich sie dann.
Ich finde es hilfreich, die wahre Ursache für die Blockade herauszufinden. Damit kann man das Problem eingrenzen und möglicherweise eine Lösung finden, um das Projekt doch noch erfolgreich zu beenden.

Not a Drop

Schon vor knapp zwei Wochen wurde der Schal “Not a Drop” fertig. Die Anleitung ist von ArlenesLace und so ausführlich und sorgfältig, wie man es sich nur wünschen kann. Ich musste zwar mehrmals anfangen, bis der Schal sich endlich stricken lassen wollte, aber nach dem ersten Meter konnte ich das Muster auswendig.

Der Schal wurde leicht gespannt. Dazu hatte ich mir über Ebay Kohlefaserstäbe von 1,5 mm Durchmesser beschafft. 2 mm wären vermutlich besser gewesen. Vielleicht kaufe ich noch welche dazu.

Inzwischen habe ich bereits den zweiten Schal auf der Nadel, diesmal in Blautönen. Natürlich geht beim Stricken nicht immer alles glatt, aber inzwischen beherrsche ich die Kunst des unfallfreien Zurückstrickens schon ganz gut, und da mir die Fehler fast immer in der folgenden Reihe auffallen, muss ich selten mehr als anderthalb Reihen zurück.

Not a Drop, orange-ocker

Not a Drop, Detail

Two weeks ago the “Not a Drop” scarf was finished. The instructions by ArlenesLace are as detailed and meticulous as you can wish for. In fact I had to start over several times until the scarf was ready to be knitted, but after the first meter I knew the pattern by heart.

I blocked the scarf lightly. For this purpose I had bought carbon fibre rods with 1.5 mm diameter via Ebay. 2 mm would have been better. Maybe I’ll buy some additional rods somewhen.

Meanwhile the second scarf is on the (circular) needle, this time in shades of blue. Things do not always run smoothly, of course, but meanwhile I have mastered the art of knitting backwards quite well, and as I notice my mistakes in most cases in the following row, I hardly have to de-knit more than two rows.

Irish Stew oder Mach doch, was du willst

Neulich fragte ich meine aus einer Person bestehende Zielgruppe, was man denn gern am Wochenende essen würde. Irish Stew, bekam ich zur Antwort. In meinen Kochbüchern fanden sich dazu diverse Rezepte; im Internet stieß ich auf noch mehr Variationen. Irish Stew scheint ungefähr so variabel zu sein wie Erbseneintopf in Deutschland. Feste Zutaten sind eigentlich nur Kartoffeln, Zwiebeln und (Hammel-)Fleisch, was sonst noch hinzukommt, hängt vom Inhalt der Speisekammer bzw. des Kühlschranks ab.
Nun bin ich nicht besonders verrückt nach Hammelfleisch, deshalb ersetzte ich es von vornherein durch Lamm. Hier sind meine Zutaten:

Irish Stew, Zutaten

300 g Lammfilet (es sollte ja ein Sonntagsessen sein), 400 g Kartoffeln, drei geringelte Zwiebeln, Reste von Frühlingszwiebeln und frischem Knoblauch, ein knappes Pfund Wirsingblätter und ein paar Thymianzweige sowie als Flüssigkeit ein Glas Lamm-Fond. Das Fleisch briet ich im Stück an und schnitt es danach in mundgerechte Stücke. Die Zwiebeln wurden im Bratfett angedünstet, dann mit Lamm-Fond aufgegossen.

Mit der Hälfte der in Scheiben geschnittenen Kartoffeln legte ich die Auflaufform aus. Darüber kamen nacheinander die Hälfte des Wirsings, die Hälfte der Zwiebeln, die Fleischwürfel, die restlichen Zwiebeln, der restliche Wirsing und die restlichen Kartoffelscheiben. Alle Lagen wurden mit Thymian, Salz und Pfeffer gewürzt. Man sollte nicht zu sparsam salzen, sonst wird’s fad. Die Flüssigkeit gab ich zum Schluss in die Form. Man sieht, dass der Wirsing ziemlich viel Platz einnimmt:

Irish Stew, eingeschichtet

Deckel drauf und für 90 Minuten bei knapp 200 Grad in den Ofen schieben. Und am Ende sah es so aus:

Irish Stew, fertig gegart

Und ja, es hat gut geschmeckt, auch wenn das Kohl-Aroma ziemlich penetrant war. Nächstes Mal würde ich erstens etwas weniger Wirsing nehmen und ihn zweitens vorher andünsten.

Durchgeknallter Server beim OIZ?

Das Strickforum hat ja ziemlich internationale Kundschaft. Wir bekommen Besuch von Spammern aus China und der Ukraine, regelmäßigen Nutzern aus den USA und Nordeuropa und Gästen z.B. aus der Schweiz. Speziell vom OIZ in Zürich über die IP-Nummer 195.176.146.92. Und dort gibt es offenbar einen Server (ich vermute, es ist ein schlecht konfigurierter Proxy), der bei jedem Seitenaufruf, den der “normale” menschliche Besucher macht, sämtliche Links der aufgerufenen Seite etwa hundertmal auf- und abruft, vermutlich um sie in seinen Cache zu stecken. Er lädt und lädt und lädt und lädt immer dasselbe Zeug. Was bedeutet, das wir innerhalb einer Stunde die Kleinigkeit von 2.453 (in Worten: zweitausendvierhunderdreiundfünfzig) sinnfreien Seitenabrufen hatten.
Liebe Besucher vom OIZ aus Zürich, tut mir wirklich leid, aber nachdem Eure Admins auf Mail-Anfragen leider nicht reagieren und die Geschichte nicht in den Griff bekommen, sind Eure IPs jetzt fürs Strickforum gesperrt.

Schrauber-Tutorial

Wer schon immer mal wissen wollte, wie es im Inneren seiner Strickmaschine aussieht, wer das aber bisher nicht wagte aus Sorge, die Maschine nicht wieder richtig zusammenzubekommen, dem kann mit diesem Tutorial geholfen werden. Michaela hat darin in Wort und Bild klar und verständlich dokumentiert, wie sie ihre KH 830 zerlegt und ordnungsgemäß wieder zusammengefügt hat. Zur Nachahmung empfohlen!

Die verstrickte Dienstagsfrage 37/2010

Das Wollschaf fragt:
Könnt Ihr Euch erklären, wieso Effektgarne (Puschel-, Noppen- und Bobbelgarne und was weiß ich wie sie alle heißen) in Deutschland so beliebt sind? Beim Durchblättern deutscher Strickzeitschriften findet man unzählige Modelle und Werbung zu diesen Garnen, in den gängigen englischsprachigen Heften gibt es dazu gar nichts.
Herzlichen Dank an Angelika für die heutige Frage!

Naja, Effektgarne waren in den letzten Jahren auch in US-Heften gar nicht so selten. Sie tauchten vielleicht nicht im Anleitungsteil auf, aber Anzeigen für Leiterbändchen, “Brazilia”-Klone oder Chenille-Varianten nebst passenden Anleitungen für Schals gab und gibt es recht häufig.
Davon abgesehen werden diese Garne wohl weniger von Hardcore-Strickerinnen verarbeitet. Viele Käuferinnen dürften Gelegenheits-Strickerinnen sein, die diese Garne in eher sachfremdem Umfeld (Wühltisch, Drogeriemarkt) sehen und meinen, dass sie ja auch mal wieder stricken und etwas Modisches für die Enkelkinder produzieren könnten.
Angeheizt wird das Ganze dann noch durch Lemmingitis: Sobald in irgendeinem hoch frequentierten Internetforum (es muss nicht mal etwas mit Stricken zu tun haben) eine engagierte Großmutter ein Paar wunderweiche Fäustlinge aus Polyester-Fransengarn zeigt, sehen sich andere Großmütter in der Pflicht, Gleiches für ihre Kindeskinder zu produzieren. Und die Garnindustrie wird nicht müde, diesen Trend anzuheizen. Immer neue Quietschfarben, immer neue Garnvarianten (mit Glitzer, mit Bommeln, mit Flausch, mit Perlen) sollen es der gelegentlich-Strickerin leicht machen, sich längerfristig an die Nadel zu hängen. Wenn unsere gelegentlich-Strickerin aber irgendwann mal ins “richtige” Umfeld gelangt und die Projekte der Hardcore-Strickerinnen sieht, dann wird auch sie, sofern sie sich nicht vorzeitig entmutigen lässt, vielleicht mal eine Hardcore-Strickerin, die ihre Tage lieber mit Schurwolle und Nadelstärke 2,5 verbringt als mit Kochlöffelstielen und Erdöl-Derivaten.
So gesehen hätten die Effektgarne dann doch tatsächlich etwas Gutes bewirkt. 🙂