Die Spaghetti sind serviert – Pasta is served

Das Annähen der letzten Blümchen ging flott, und das Zusammennähen der Kordeln war ebenfalls schneller erledigt als gedacht. Sechs kleine Nähtchen erfordern nicht viel Zeit.
Jetzt ist der Spaghetti-Schal also fertig und wird demnächst an seine zukünftige Besitzerin versandt, ein Mädchen, das in diesem Herbst in die Schule kommt. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine ihrer Klassenkameradinnen einen ähnlichen Schal hat, dürfte gegen Null tendieren.

Spaghetti Scarf

Sewing on the last little flowers went fast, and sewing together the i-cords was also quicker done than anticipated. Six little seams don’t take much time.
Now the spaghetti scarf is finished and will soon be sent to its future owner, a little girl starting school this autumn. The probability that one of her classmates owns a similar scarf should be next to nil.

Spaghetti-Blümchen – Spaghetti flowers

Dies ist die Deko für den Spaghetti-Schal, den ich erstmals in Tamminas Blog und dann noch mehrfach bei Ravelry gefunden habe. Die eigentlichen Spaghetti-Schnüre sind schon fertig. Bei mir sind es allerdings eher Makkaroni, weil ich sie breiter gestrickt habe. Und ja, ich habe natürlich die Strickmaschine verwendet, denn auch wenn man nur über vier bis zehn Maschen strickt, sind sieben mal 600 Reihen von Hand mit dünnen Nadeln ganz schön langwierig. Für die sieben Schnüre brauchte ich vierzehn Blüten, die an die Enden genäht werden. Hier seht Ihr die letzten in verschiedenen Stadien der Fertigstellung. Rechts oben eine Blüte, wie sie von der Strickmaschine kommt (zur Anleitung), darunter sieht man, wie die Anschlagreihe zur Blütenmitte zusammengezogen wird. Noch die Naht im Matratzenstich schließen und die Blüte an den Schalschnüren befestigen, voilà.
Danke an CirceBellesB (Ravelry-Link) für die Idee!

Strick-Blümchen - knitted flowers

This is the embellishment for the Spaghetti scarf, which I saw first in Tammina’s blog and later in several versions at Ravelry. The actual spaghetti cords are already finished. In my case, they are more like maccaroni because I made them wider. And yes, of course I used my knitting machine, for even if you only knit four to ten stitches, seven times 600 rows by hand with fine needles take a long time.
For the seven cords, I made 14 little flowers to be sewn to the ends. Here you see the last of them in different states of completion. Top right, a flower directly from the knitting machine (instructions in German only), below you see how the cast-on row is tightened to form the center of the flower. Mattress-stitch the seam and fasten the flower to the cords, voilà.
Thank you CirceBellesB (Ravelry link) for this idea!

Die verstrickte Dienstagsfrage Woche 33

Das Wollschaf fragt:
Habt Ihr schon einmal die Anleitung für ein Kleidungsstück (im Gegensatz zu einem Tuch oder Schal, bei dem es auf die Passform nicht ankommt) völlig selbständig berechnet? Hat das Teil dann auch gepasst? Wie zufrieden wart Ihr mit dem Strickergebnis?
Herzlichen Dank an Kerstin (upps, das bin ich) für die heutige Frage!

Schnitte berechne ich fast so lange, wie ich auch stricke. Ich lernte es zwangsläufig, weil ich mir die Originalgarne, die für viele schöne Modelle vorgesehen waren, häufig nicht leisten konnte. Oft war auch das Originalgarn nicht in meiner Wunschfarbe erhältlich, so dass ich mir eine Alternative suchen musste. Oder ich sah Garne, die mir gut gefielen, und überlegte, was ich daraus machen könnte.
Als ich vor über 25 Jahren so richtig mit dem Stricken anfing, waren die meisten Schnitte simpel, und es war leicht, etwas Passendes selbst zu berechnen. Auf diese Weise sammelte ich Erfahrung, die mir nach mehr als 600 selbstgestrickten Pullovern, Jacken, Röcken und Kleidern (Kleinteile nicht mitgerechnet) bei der jetzigen körpernahen Mode mit raffinierteren Schnitten zugute kommt. Natürlich hatte und habe ich gelegentlich Misserfolge, weil ich den Schnitt, das Gestrick oder die Kombination aus beidem falsch einschätzte, aber die weitaus meisten meiner Stricksachen passen sehr gut. Ganz wichtig ist, sich Notizen zu machen und Passformfehler zu analysieren, damit man draus lernt und es beim nächsten Mal besser machen kann.

Juice it up

Dieser Pulli war nicht ganz einfach zu stricken, weil ich das Muster an der Maschine von Hand vorwählte. Man hätte auch den 10-Maschen-Rapport automatisch als zweibettiges Vorlegemuster stricken können, aber das fiel mir erst ein, als ich schon mehr als die Hälfte gestrickt hatte.
Die Leibteile waren recht schnell fertig, aber für die Ärmel brauchte ich verhältnismäßig lange, denn das Zu- und Abnehmen im Doppelbettmuster ist mühsam, wenn man glatte Randmaschen erhalten will. Aber die Mühe hat sich gelohnt. Der Pulli sitzt perfekt.
Was ich gegenüber der Vorlage geändert habe: Mein Modell ist 4 cm länger als das Original. Ich habe ohne Taillierung gestrickt, denn das Muster zieht sich von selbst etwas zusammen. Und ich strickte es 96 cm weit, also zwischen 2. und 3. Größe. Bewegungsweite: Keine. Die Passform ist perfekt.

Juice it up - fertig/finished

This top was not that easy because I hand-selected the pattern on the knitting machine. It would have been possible to knit the 10 stitch repeat as a double bed slip-stitch pattern, but I only thought of that when I had done more than half of the garment.
The body was a rather quick knit, but the sleeves took comparatively longer, as increasing and decreasing in double bed pattern is tedious if you want nice edge stitches. But it was worth it. The sweater fits me perfectly.
What did I change: My sweater is about 2 in longer than the original. I omitted the waist increases because the pattern pulls in on its own. And I made it 38 in wide, between 2nd and 3rd size. Ease: None. The fit is perfect.

Rebecca Nr. 40

Verglichen mit dem Rowan Magazine 46 ist die Rebecca ein Volltreffer. Es sind zwar von der Zahl her weniger Modelle drin, aber davon gefallen mir knapp zehn, und zudem kostet das Heft nur 4,50 Euro. Vom Preis-Leistungsverhältnis her ein echtes Schnäppchen!

Rebecca Nr. 40

Compared with Rowan Magazine 46, “Rebecca” No. 40 hits the mark. In absolute numbers, there are less items in it, but I like about ten of them, and furthermore, the mag costs only 4.50 Euro. This cost-performance ratio makes it a real bargain!

Rowan Magazine 46

Bereits vor drei Tagen kam das Heft bei mir an, und in der Zwischenzeit hatte ich Gelegenheit, es durchzublättern.
Nun ja. Es wirft mich nicht um. Das einzige Modell, das mir spontan gefällt, ist “Stockport” (siehe Foto). Dafür sind aber einige Modelle im Heft, die ich für kaum überbietbare Wunder an Scheußlichkeit halte, allen voran das Jäckchen “Rona”, das mich fatal an Sofakissen aus den Fünfzigern erinnert, sowie das “Chorley Wrap”. Mit Quasten wie den dort angebrachten hat man Anfang des vorigen Jahrhunderts in gutbürgerlichen Wohnungen die Gardinen gebändigt, heute fesselt man damit als Flauschball verkleidete Frauen.

Rowan 46, Stockport

It’s already three days since the magazine arrived, and in the meantime I had the opportunity to leaf through it.
Oh well, it does not bowl me over. The only garment that I spontaneously like is “Stockport” (see photo). In contrast to this, I think some other items in the mag are simply horrid, foremost the “Rona” cardi, which reminds me fatally of sofa cushions in the Fifties, as well as the “Chorley Wrap”. Tassels like those attached there have been used at the beginning of the last century to tame curtains in bourgeois flats, today they are used to tie women disguised as fluffy balls.

Die verstrickte Dienstagsfrage 32/2009

Das Wollschaf fragt:
Die Zahl der gut sortierten Wollgeschäfte, in denen man unser Lieblingsmaterial betrachten und
befühlen kann, nimmt stetig ab, während das Angebot an Shops im www rasant wächst. Meine Frage an diejenigen, die ihr “Suchtmittel” per Internet bestellen: Wie sind eure Erfahrungen, was die Farben betrifft? Weichen die Farben der Garne in der Realität häufig ab von denen, die ihr auf eurem Bildschirm seht? Was tut ihr, schickt ihr die Wolle eher zurück oder seid ihr kompromissbereit? Ist es nicht ernüchternd oder frustrierend, wenn dies geschieht?
Herzlichen Dank an Schokosanne für die heutige Frage!

In den weitaus meisten Fällen sah das bestellte Garn so aus, wie ich es mir vorgestellt hatte oder wie ich es haben wollte (bei Garnen, die bei der “Wollerey” nach meinen Wünschen speziell gefärbt worden waren). Etwas enttäuscht war ich von Artesano “Hummingbird”. Die Farben an sich sind zwar etwas schrill, aber noch in Ordnung, jedoch gefiel mir der kurze, unruhige Rapport letztlich nicht. Auch die Haptik fand ich nicht so toll, dass ich mir das Garn noch einmal kaufen würde. Das Garn wirkt zwar sehr weich, ist aber materialbedingt (Alpaka) eben auch recht schwer und filzt fast schon beim Anschauen. Für die so oft propagierten Socken ist es meiner Meinung nach völlig ungeeignet, es sei denn, man verbringt seine Tage mit hochgelegten Füßen auf dem Sofa. Solche Kriterien kann aber auch der beste Monitor nicht darstellen.
Enttäuschend fand ich vor vielen Jahren auch die Qualität Noro Kureyon, und zwar weil das Garn kratzig ist und wenig geeignet für Kleidung, die ich direkt auf der Haut tragen würde. Farben sind eine Sache, Fühlen jedoch ist für mich mindestens genau so wichtig. Insofern behalten “richtige” Wollgeschäfte oder auch Versandfirmen, die Wollproben versenden wie z.B. Fischer Wolle, für mich nach wie vor ihre Bedeutung. Im Internet würde ich eher Garne kaufen, von denen ich bereits weiß, wie sie sich anfühlen.
Zurücksenden ist oft schwierig bis unmöglich (z.B. bei Bestellung im Ausland). Im allgemeinen beiße ich deshalb in den sauren Apfel, behalte das Garn und überlege mir irgendetwas, was man draus machen kann.

Sieht doch ganz gut aus – Looks quite promising

Vorder- und Rückenteil von “Juice it up” sind fertig und die Schulternähte geschlossen. Ob ich am Halsausschnitt noch etwas mache, entscheide ich, wenn die Ärmel eingenäht sind und ich den Sitz besser überprüfen kann. Zur Zeit ist er ohne extra Bündchen, und die hintere Kante ist noch nicht einmal abgekettet. Das erledige ich zum Schluss, wenn ich abschätzen kann, wie fest diese Kante sein muss, damit der Ausschnitt mir nicht über die Schultern rutscht.

Juice it up, Leibteile / body

Front and back of “Juice it up” are finished, and the shoulder seams are closed. Whether something will be done about the neckline will be decided after the sleeves are sewn in and I get an impression of the overall fit. Currently, the neckline is without any band at all, and the back neck is not even cast off. This will be done at the very end, when I can check how tight the cast-off needs to be done to prevent the garment from sliding off my shoulders.

Und es geht doch – It works nevertheless

Wie ich bereits erwähnte, möchte ich “Juice it up” stricken.
Nachdem ich am Grobstricker die Einstellungen für die Maschenweite verringert hatte, ging es besser, und inzwischen ist das Rückenteil fertig. Ich habe es etwas länger gestrickt als in der Anleitung vorgegeben, weil es dann besser an mir aussieht, und bei mir wird es auch nicht tailliert. Nicht weil ich keine Taille hätte (ich habe), sondern weil ich erwarte, dass das Rippenmuster diese Arbeit übernimmt. 😉
Zunächst war ich unsicher, ob das Garn dann reichen wird, aber ich folgte einem Rat im Strickforum, wog die Maschenprobe und ließ mein Strickprogramm DesignaKnit anhand des Gewichts und der Maschen- und Reihenzahl ausrechnen, wieviel Garn in etwa benötigt wird. Laut Programm sind 500 g ausreichend. Für das Rückenteil habe ich etwa dreieinhalb Knäule à 50 g verarbeitet.

Juice it up, Muster / pattern

As I already mentioned, I want to knit “Juice it up”.
After lowering the tension settings on the chunky machine for the swatch, things went better and meanwhile the back is finished. I made it a tad longer than stated in the instructions because it will suit me better, and I omit the waist shaping. Not because I don’t have a waist (I have), but because I expect the rib pattern to take over. 😉
At first I was unsure if there’s enough yarn, but I acted on an advice in the knitting forum, weighed the swatch and had my knitting program DesignaKnit calculate the amount needed. It said, 500 grams will be enough. The back took about three and a half 50-g-balls.