Einem Kind Bonbons stehlen, um sie zu verkaufen?

Es gibt StrickerInnen, die entwickeln eigene Anleitungen, z.B. für Socken, und stellen sie kostenlos ins Netz, damit sich andere darüber freuen und sie nutzen können. Leider legt das deutsche Urheberrecht in dieser Hinsicht wohl nicht eindeutig fest, ob so eine Anleitung schützenswert ist.

Nun gibt es einen Wollversandhändler, der offenbar das Internet nach solchen kostenlosen Anleitungen durchkämmt, um damit den eigenen Umsatz zu steigern: Man bietet Sockengarn mit so einer Anleitung als Paket zum Kauf an. Und wenn die ursprüngliche Designerin versucht, sich dagegen zu wehren, wird mit einer teuren Gegenklage gedroht.
Ich bin keine Juristin und weiß nicht, wie man so ein Verhalten nennt. Erpressung? Nötigung? Einschüchterung? Vielleicht ist es ja für manche Leute auch erlaubt, so etwas zu tun. Mit Sicherheit weiß ich aber, dass ich dieser Firma nicht mal für einen Cent irgendetwas abkaufen werde.

Anderer Leute Anleitungen zum Geldverdienen benutzen, ohne sie vorher zu fragen oder gar zu beteiligen, mag juristisch einwandfrei sein, wenn man den richtigen Anwalt hat. Moralisch finde ich es widerlich.

Die verstrickte Dienstagsfrage – The Wool Sheep’s Question 19/2008

Liebes Wollschaf, in vielen Blogs sieht man Fortschrittsanzeigen für die Strickstücke. Mich würde mal interessieren, wie Ihr den prozentualen Fortschritt an ihrem Strickstück bemeßt. Geht das pi mal Daumen oder hast Du ein festgelegtes Schema à la Ärmel = x % ?
Vielen Dank an Linda für die heutige Frage!

Wenn ich solche Angaben mache, dann anhand der Garnmenge. Angenommen, es werden zehn Knäuel für ein Projekt benötigt, und sechs sind schon verstrickt, dann bin ich also bei 60 %. Die Ausarbeitung mache ich, soweit möglich, schon während des Strickens. Die Halsblende kann man oft schon stricken, sobald die Leibteile fertig sind, weshalb also damit warten?
Aber meistens mache ich mir nicht die Mühe, Prozente anzugeben. Es wäre auch relativ sinnlos. Manche Projekte liegen über Wochen und Monate ohne jeden Fortschritt herum (derzeit die arme “Eloise”), manche werden dafür so schnell fertig, dass ich gar keine Zeit zwischendurch finde, den Grad der Fertigstellung zu ermitteln.

Dear Wool Sheep, many blogs show progress bars for the knitting projects. I would like to know how you assess your progress with a piece of knitting. Do you use a ballpark figure or do you use a fixed formular like „one sleeve = x percent“?
Thank you Linda for today’s question!

To estimate my progress, I calculate the amount of yarn already used up in relation to the amount of yarn necessary for the complete project. Let’s say the project needs ten balls of yarn, and I have used up six, then I’d have a progress of about 60 %. I try to do the finishing work as I go, so there’s less to be done in the end. A neckband can often be worked as soon as the body parts have been finished, so why wait for the sleeves?
But in most cases I do not bother to state any percentages. I consider it rather useless. Some projects pause for weeks or even months (currently poor ”Eloise“), while others get finished so quickly that I don’t even find the time to determine their degree of completion.

Alles hat ein Ende – All things come to an end

Zwei der vier WIPs, die ich kürzlich erwähnte, sind mittlerweile beendet. Der grüne Zopfpullover wurde vom Empfänger für gut befunden, und meine Version der “Katharine” vest von Eunny Jang aus dem IWK-Frühjahrsheft stelle ich Euch hiermit vor.
Eigentlich habe ich nur die Idee für einen Pullunder mit Wickeleffekt übernommen. Das Garn, das ich verwendete, ist eine feine reine Merinowolle (etwa 200 g Lanartus “Lana 200”, 185 m/50 g) und viel elastischer als die Baumwoll-Woll-Mischung des Originals. Sämtliche Blenden sind fester gestrickt und geben dem Kleidungsstück mehr Halt und Struktur. Die seltsamen kleinen Ärmelchen mochte ich nicht leiden und habe sie durch konventionelle Ärmelblenden ersetzt. Und das Lochmuster ist bei mir auch ein anderes, weil das Originalmuster nicht für die Strickmaschine geeignet war. Für Interessierte: Ich nahm das eingebaute Muster Nr. 144 aus dem “Brother Stitchworld” Heft.
Man muss meine Version nicht mögen, aber mir gefällt sie besser als das Original. 🙂

inspired by Eunny Jang

Two of the four wips I mentioned recently have been finished.
The light green cable sweater is appreciated by its owner, and now I’m introducing you to my version of Eunny Jang’s “Katharine” vest from IWK spring 2008.
Actually I only took her idea of a vest with a wrap effect. The yarn I used is a fine pure merino (about 200 g Lanartus “Lana 200”, 185 m per 50 g) and much more elastic than the original cotton/wool mix. All bands are firmer, giving more support and structure to the garment. I did not like the strange little cap sleeves, so I replaced them by conventional bands. And I substituted the lace pattern because the original pattern was not suitable for the knitting machine. For those interested: I used the built-in pattern 144 from the “Brother Stitchworld” book.
No need to like my version, but I prefer it to the original. 🙂

Meine kleine Buchkritik – My little book review: Catherine Cartwright-Jones, “The Prolific Knitting Machine”

Dieses Buch erschien 1990 bei Interweave Press, es hat 208 Seiten mit vielen Abbildungen und kostete US$17.95. Und es ist einfach entzückend. 🙂 Die Autorin beschreibt detailliert, wie man mit der Strickmaschine möglichst rationell gute Ergebnisse erzielt, indem man z.B. nur einen Teil der Formgebung direkt an der Maschine erledigt und den Rest später mit Schere, Nähmaschine und Dampfbügeleisen. Voraussetzungen dafür sind geeignetes Garn, korrektes Maßnehmen und die fabelhaften technischen Hinweise, die man in diesem Buch findet. Es gibt auch detaillierte Anleitungen für einige Kleidungsstücke, aber vor allem wird hier vermittelt, wie man vorgeht, um möglichst einfach und trotzdem kreativ originelle Modelle zu stricken. In extra Kapiteln findet man Hinweise, was beim Stricken für besonders große Größen, für Kinder und — leider häufig vernachlässigt — für Behinderte berücksichtigt werden sollte. Schon mal drüber nachgedacht, wie der ideale Pullover für einen Rollstuhlfahrer sein sollte? Auch jemand, der z.B. Schwierigkeiten hat, sich verständlich zu machen (man denke an Stephen Hawking), wünscht sich schöne, gut sitzende und kleidsame Pullover.
Weitere Kapitel befassen sich mit Jacken und Capes, Mützen, Handschuhen, und es gibt Tipps zum Vorgehen, wenn wieder mal alles schiefläuft.
Das Wunderbarste an diesem Buch jedoch sind die hinreißenden Zeichnungen. Kein einziger Mensch ist hier gezeichnet, dafür jede Menge Katzen, Hunde, Stachelschweine, Igel, Eichhörnchen und Hasen, in jedem nur erdenklichen gestrickten Kleidungsstück, häufig mit Sprechblasen und ja, auch im Rollstuhl sitzend. Einfach nur schön!

The Prolific Knitting Machine, Catherine Cartwright-Jones
Zeichnungen, drawings

This book was published 1990 by Interweave Press, it has 208 pages and cost US$17.95. And it is simply charming. 🙂 The author explains in detail how to achieve efficient results with the knitting machine by, e.g. only doing part of the fashioning on the machine and the rest later on with scissors, sewing machine and steam iron. This requires good, suitable yarn, taking correct measurements and the hints and techniques given in this book. There are also some detailed instructions for garments, but the main point is on how to design and knit easily and creatively garments on our own. Extra chapters deal with knitting for large people (large sizes), small people (children) and extraordinary (which means, handicapped) people. Have you ever thought of how the ideal sweater for someone in a wheelchair should look like? And even folks who find it difficult to communicate (think of Stephen Hawking) like to have nice well-fitting sweaters.
Other chapters help with capes and coats, hats and berets, mittens and gloves, and, of course, what to do if it all goes wrong.
But the most wonderful thing in the book are the adorable drawings. Not one single man (or woman) is shown here, instead there are lots of cats, dogs, hedgehogs, porcupines, squirrels and bunnies, in all conceivable kinds of knit garments, some with speech balloons and, yes, sitting in a wheelchair, too. Simply beautiful!

Die verstrickte Dienstagsfrage – The Wool Sheep’s Question 18/2008

Das Wollschaf fragt:
Schon zum zweiten Mal habe ich in verschiedenen Blogs gelesen, daß Wollkäufe vor dem Ehemann verheimlicht werden. Mich würde interessieren: Weiß Euer Mann, welche Menge an Wolle Ihr gehortet habt? Wie schmuggelt Ihr Neuzugänge ins Haus, und wo sind die geheimen Lager?
Vielen Dank an Martina (die sich ebenfalls als heimliche Sammlerin bezeichnet) für die heutige Frage!

Ich schmuggle gar nichts rein. 🙂 Wenn etwas gekauft wird, dann nur, weil in meinem recht üppigen Vorrat wirklich nichts Passendes ist.
Jedoch finde ich es etwas problematisch, Einkäufe, sofern es nicht gerade Überraschungen sein sollen, vor dem Partner geheimhalten zu wollen. Was bringt einem das Lügen? Man kann sich dann doch gar nicht richtig über seinen Vorrat freuen. Ich schwelge gern in meinem Garn, schaue es mir an, befühle es und überlege immer wieder, was ich draus mache. Das geht nur, wenn man seine Bestände offenlegt.

The Wool Sheep asks:
I’ve already read twice about knitters concealing their yarn purchases from their spouses. I would like to know: Does your partner know how much yarn you are hoarding? How do you smuggle the new additions into your home, and where do you keep them?
Thank you Martina (who is a secret hoarder, too) for today’s question!

I do not smuggle anything. 🙂 If I buy something, it’s only because my rather ample stash does not provide anything suitable.
However, I find it rather a difficult situation to hide purchases from a partner, if it is not for a surprise gift, that is. What do you gain from lying? I would not be able to enjoy my stash if I had to hide it. I like to bask in it, admire it, fondle it and think of what to knit from it. That’s only possible as long as I disclose it.

Vorsicht! – Beware!

Diese Bücher haben verschiedene Titelbilder, siehe Fotos. Sie haben verschiedene Titel: “Classic Knits for Men” und “Knitting for Him”. Sie sind in verschiedenen Verlagen erschienen: Rowan und Taunton. Sie haben verschiedene ISBN-Nummern: 978-1-906007-17-1 und 978-1-56158-992-0. Das eine Buch kostet £14.99 (€20,99), das andere US$24.95 (€18,99). Sie haben auch verschiedene Rücktitel und unterscheiden sich in den Klappentexten. Aber innen sind sie identisch!
Ich wusste das nicht, kaufte beide (so ist das, wenn man zu gierig ist) und schicke jetzt eines zurück.

Zwei Bücher, gleicher Inhalt - two books, identical content

These books have different title pages. They have different titles: “Classic Knits for Men” and “Knitting for Him”. They were published by different publishers: Rowan and Taunton. They have different ISBN numbers: 978-1-906007-17-1 and 978-1-56158-992-0. One book costs £14.99 (€20,99), the other US$24.95 (€18,99). They also have different back titles and different blurbs. But inside they are identical!
Not knowing this and being too greedy, I bought both, and now one will be sent back.

Meine kleine Buchkritik – My little book review: Valerie Carter, “Elegant Machine Knits”

Dieses Buch erschien 1988 bei Unwin Hyman in London. Es hat 128 Seiten, kostete ursprünglich £7.95 und ist gewissermaßen die Fortsetzung zu Carters “Machine Knits”. Wie der Name schon sagt, enthält das Buch Anleitungen für 25 elegante Kleider und Kostüme. Sortiert sind die Modelle nach den vier Jahreszeiten (je fünf für Frühling, Sommer, Herbst und Winter), und zusätzlich gibt es ein Kapitel “Abendgarderobe”. Alle Anleitungen enthalten übersichtliche Schemazeichnungen mit Bemaßungen in inches und Zentimetern. Die verwendeten Garne sind zwar inzwischen kaum noch erhältlich, aber die Maschenproben sind jeweils angegeben, und es sind gängige Garntypen, so dass man sie problemlos durch derzeit erhältliche Garne ersetzen kann.
Das Buch zeigt, was jenseits der üblichen Pullover, Jacken, Socken und Schals mit einer Strickmaschine gestrickt kann und was normalerweise außerhalb der Reichweite des Handstrickens liegt.

Valerie Carter, “Elegant Machine Knits”
Valerie Carter, “Elegant Machine Knits”

This book was published in 1988 by Unwin Hyman, London. It has 128 pages, was originally sold for £7.95 and is to some extent the successor of Carter’s “Machine Knits”. As the name suggests, it contains instructions for 25 elegant suits and dresses. The garments are sorted by season (five each for spring, summer, autumn and winter), and there’s an additional chapter for evening wear. All instructions show clear diagrams with measurements in inches and centimeters. Of course, the yarns used are hardly available now, but tension swatches are given and the yarns are fairly common so should be easily substituted by current ones.
The book shows what is possible with a knitting machine beyond the usual sweaters, cardigans, socks and scarves and what is hardly ever tackled by hand knitters.

Vier WIPs – four WIPs

Meistens habe ich recht wenige Strickereien gleichzeitig in Arbeit. Zur Zeit allerdings ist es ungewohnt viel, wahrscheinlich weil ich die Prioritäten nicht richtig setze. Macht aber nichts, es wird sich in absehbarer Zeit sicherlich wieder normalisieren.

Meine Projekte im einzelnen:
1. Eine neue Inkarnation von Jane Ellisons “Eloise”, jener schönen, schlichten Jacke aus Noro-Garn, die zu allem im Kleiderschrank passt. Nachdem meine erste Eloise aus “Silk Garden” in Beigetönen gestrickt war, unternehme ich nun einen neuen Versuch mit “Blossom” in Braun-Grau. Das Rückenteil ist vollendet (siehe Bild), vom ersten Vorderteil immerhin schon die Hälfte geschafft. Es ist ein simples Mitnahmegestrick, mangels Mitnahmegelegenheit komme ich jedoch nicht voran.
2. Anna Dalvis “Mystic Light”. Ich verstricke drei dünne Fäden Maschinengarn in Creme/Beige. Der fünfte Teil der Anleitung wurde bereits veröffentlicht, und der Knitalong ist so gut wie abgeschlossen. Da das Gestrick ab dem vierten Teil aber einiges an Konzentration verlangt und ich die gerade nicht habe, hänge ich seit Tagen in Reihe 132 fest.
3. Eunny Jangs “Katharine Vest” aus der IWK, bis fast zur Unkenntlichkeit überarbeitet. Meine Version bekommt ein viel höheres Bündchen, ein etwas anderes, nämlich maschinentaugliches Lochmuster und andere Ärmelblenden, damit sie nicht herumhängt wie ein Schluck Wasser in der Kurve. Das Rückenteil ist schon fertig. Sobald die Strickmaschine wieder frei ist, geht es an die Vorderteile.
4. Was mich zum letzten WIP bringt: Ein Männerpullover (eigener Entwurf) mit Zopfmuster an der Strickmaschine aus dem schönen hellgrünen “Makomer” von der Wollerey. Dies ist das einzige Projekt, mit dem ich einigermaßen gut vorankomme. Vergangenen Samstag strickte ich das Rückenteil, am Sonntag das Vorderteil, am Dienstagabend die Halsblende, und gestern abend fing ich mit dem ersten Ärmel an. Wenn alles gut geht, kann ich den heute schon beenden.

Eloise II, back Rückenteil

Usually I only have a fairly small number of WIPs at a given time. But currently there’s quite a lot going on, probably because I don’t properly prioritize them. Never mind, it will get better soon.

My projects in detail:
1. A new incarnation of Jane Ellison’s “Eloise”, the beautifully plain Noro jacket, which matches everything in any wardrobe. After my first Eloise was made from Silk Garden in beige colours, I’m making a new attempt with Noro “Blossom” in brownish-greyish. The back is finished (see photo), the first front is half done. It’s a simple knit-to-go, but as I get nowhere these days, I’m getting nowhere.
2. Anna Dalvi’s “Mystic Light”. I knit it in three fine, separate threads in cream/ecru. The fifth part of the instructions is already published, and the knitalong is virtually finished. But since the fourth part, the knitting requires a fair lot of concentration, and as I don’t have any of that left, I’m stuck in row 132 for several days now.
3. Eunny Jang’s “Katharine Vest” from IWK, revised beyond recognition. My version will have a much higher welt, a different, machine-knittable lace pattern and another type of arm bands so it will not sag or droop like mad. The back is done; as soon as the knitting machine is empty, I’ll go ahead with the fronts.
4. Which gets me to the final WIP: A man’s cabled sweater (my own design) on the knitting machine from the lovely light green “Makomer” from Wollerey. This is the only project that is pretty quickly coming along. Last Saturday I made the back, on Sunday I made the front, Tuesday night saw the neck band, and last night I started the first sleeve. If everything goes well, I’ll finish it today.

Die verstrickte Dienstagsfrage – the Wool Sheep’s question 17/2008

Hallo liebes Wollschaf, mir ist heut morgen, beim Einpacken meines Strickzeugs für die Mittagpause folgende Frage eingefallen:
Wie verpackt ihr euer Strickzeug, wenn ihr es mit nehmt? Wie sorgt ihr dafür, dass die Nadeln nicht rausrutschen, abbrechen oder sich durch Innenfutter oder Taschenwand bohren?
Vielen Dank an Herzdame für die heutige Frage!

Rundstricknadel: Gestrick zusammenschieben, Nadelenden verknoten, ggf. Nadelenden noch ins Knäuel pieksen.
Spielstricknadeln: Vier Nadeln parallel legen, Gestrick um die Nadeln herum wickeln, je nach Größe noch das Knäuel dazu, mit der fünften Nadel zusammenstecken, so dass alle Nadeln parallel liegen.
Wichtig finde ich aber auch, die Kleinteile zu sichern, die man ja auch immer dabei haben muss: Schere, Maschenraffer und -markierer, Stopfnadel, Reihenzähler, Zentimetermaß, Zopfnadel und dergleichen. Das alles kommt in einen Ziploc-Beutel und bleibt darin auch dann ordentlich beieinander, wenn die Tasche mit dem Strickzeug mal umkippt.

Dear Wool Sheep, when I packed my lunch break knitting bag this morning, the following question came to my mind:
How do you pack your knitting to take it with you? How do you make sure the needles won’t get lost, break or work their way through the knitting bag?
Thank you Herzdame for today’s question.

Circular needle: push knitting to center of needle, tie needle ends to a knot. If necessary or desired, push needles through the ball of yarn.
Double pointed needles: Lay all needles but one parallel, wrap knitting around needles and perhaps ball of yarn, poke last (empty) needle through to fasten the lot, making sure that all needles run parallel.
For me it’s also important to secure the small parts that are needed throughout: Scissors, stitch holders and markers, darning needle, row counter, tape measure, cable needle and the like. All these items are stored in a small Ziploc bag, keeping them safe and secure even if the knitting bag itself topples over.

Wider das Schonen – Against preservation

Wer kennt das nicht: Da hat man sich etwas Neues gekauft oder gestrickt, und nun möchte man, dass es “schön bleibt”, solange es nur geht, möchte es am liebsten nicht verwenden oder nicht anziehen. Und dann liegt es im Schrank, bis wir herausgewachsen sind oder es unmodern oder unbrauchbar geworden ist.
Was für eine Verschwendung! Wir kaufen doch auch keine Nahrungsmittel, um sie liegenzulassen, bis sie verschimmelt ist.
Vergangenen November strickte ich für eine kleine Verwandte einen “Nikolaus”-Pulli (siehe Bild) aus rotem Chenillegarn mit Blenden aus weißem Fransengarn. Zum Advent bekam sie ihn geschenkt mit der Maßgabe, ihn in den folgenden Wochen so oft wie möglich anzuziehen. Denn wer will schon nach Weihnachten in so einem Pullover herumlaufen? Und bis zum nächsten Weihnachtsfest ist sie längst herausgewachsen.
Egal um was es konkret geht, wirtschaftlich gesehen sollte man teure Investitionen, egal ob in Zeit oder Geld, möglichst häufig nutzen, damit sie sich auch amortisieren. Ein Abendkleid für 500 Euro, das nur einmal getragen wird, ist hinausgeworfenes Geld. Ein Kostüm oder Hosenanzug für denselben Preis hingegen, der einmal pro Woche getragen wird, ist eine prima Investition, nach einem Jahr sind wir bei einem “Preis pro Tragen” von etwa 10 Euro. Wenn das Teil noch länger genutzt wird, wird es sogar noch günstiger. Also nutzt, was Ihr besitzt, verwendet es so oft, wie es nur geht, freut Euch an dem, was Ihr habt, versteckt es nicht! Je öfter Ihr es benutzt, umso günstiger wird das Preis-Leistungs-Verhältnis. Und umso mehr rentiert es sich auch, teurere, erstklassige Qualitäten anzuschaffen, an denen Ihr noch länger Freude habt.

Weihnachtspulli - christmas sweater

Don’t you know that: You’ve bought or knit something new, and to keep it pretty and nice as long as possible, you’d rather not use or wear it at all. And so it stays in our wardrobe until we’ve outgrown it or it becomes outdated or unusable. What a waste! Or do you buy food to keep it until it’s rotten instead of eating it in time?
Last november I made a “Santa”-sweater (see image) from red chenille yarn and white eyelash yarn for a little niece. She got it at the beginning of December and was told to wear it as often as possible, for I know: no one would want to wear such a sweater after Christmas, and next December she will have outgrown it.
No matter what the subject is in particular, expensive investments, be it in time or money, should be used as often as possible to be worthwhile. An evening gown for 500 Euro, worn only once, is money wasted. A suit fot the same price however, worn once a week, is a great investment. After one year we have a “price per wear” around 10 Euro. If we wear the garment for a longer period of time, it will become even more favourable. So, make use of what you’ve got, use it as often as possible, be happy to own it, don’t hide it! The more you use it, the better the value for money. And it pays even more to purchase more expensive, first class quality, which you can be happy with in the long run.