Die Füße im Feuer oder Die Heizer sind los

Kaum wird es ein wenig bis spürbar kälter, da tun die Bus-Chauffeure das, was ihre Berufsbezeichnung nahelegt: Sie heizen. Inwendig natürlich. Auch wenn es draußen um null Grad hat, soll es für den Fahrer drinnen so kuschelig warm sein, daß er nach wie vor seine kurzärmeligen Sommerhemden tragen kann, ohne auch nur ein Frösteln zu verspüren. Daß die Klientel, wegen der Außentemperatur zwangsläufig in dicke Jacken eingemummelt, bei knapp 30 Grad plus schier den Hitzetod stirbt, ist dabei uninteressant. Auch daß man sich im zusätzlich schweißtreibenden Gedränge seiner Jacke nicht entledigen kann, weil der Platz für die dafür notwendigen Bewegungen nicht reicht, spielt keine Rolle (ganz abgesehen davon, daß bei Erreichen des Fahrtziels keine Gelegenheit besteht, die Jacke rechtzeitig wieder anzuziehen, bevor man sich draußen eine Lungenentzündung holt).

Besonders infam aber wird aber denen mitgespielt, die auf der rechten Seite am Fenster sitzen. Dort verläuft in Bodennähe die Haupt-Heizschlange, und es ist ganz erstaunlich, welche Temperaturen sie erreichen kann, wenn der Fahrer das möchte. Das Unheil kündigt sich an durch das plötzliche Aufdröhnen des Gebläses. Das Heizwerk ist von bewundernswerter Effizienz. Weniger als zwei Minuten nach dem Einschalten erreicht die Temperatur in Bodennähe, wo man normalerweise seine Füße aufbewahrt, geschätzte 60 °C mit steigender Tendenz. Wer Schuhe aus Kunststoff trägt, hat schlechte Karten und muß befürchten, daß sie zu schmelzen beginnen. Lederschuhe werden gründlich gedörrt, ebenso wie die darin befindlichen Füße. Wenn ich wüßte, wo es Schuhwerk aus schwer entflammbarem und hitzedämmendem Material gibt, würde ich sofort eine Grundausrüstung ordern. Vielleicht sollte ich mal bei der örtlichen Feuerwehr nachfragen?

In der Zwischenzeit hoffe ich, daß es bald wieder Frühling wird.

Datums-Babylon

Es scheint mir endlich gelungen zu sein, das Datum einzudeutschen. Der entsprechende “locale”-Eintrag muß, wenigstens bei meiner Server-Konfiguration, “german” lauten, nur geht das aus keiner Dokumentation hervor. Der englische heißt laut Doku “en”, der französische angeblich “fr”. Go figure! (Dafür fehlt mir jetzt das deutsche Äquivalent.) Hier kann ich nur Experimentieren empfehlen.

Dagegen ist das Datumsformat geradezu ein Kinderspiel…

Monitormannschaft

Für alle, die bislang nicht wußten, was das ist (oder daß es so etwas überhaupt gibt), kommt hier ein Bild einer klassischen Monitormannschaft.

Dies ist eine Monitormannschaft
Von links nach rechts: Ein Uhu, der gern Admiral werden wollte und deshalb einen goldverzierten Hut bekam; eine Schnecke namens Cosili, die im Gegensatz zu ihren beiden Kollegen immerhin über ein Eigenheim verfügt und ansonsten in jedem unbeobachteten Moment versucht, rücklings vom Monitor zu rutschen; und ganz rechts ein Kaninchen namens Pfläumchen-Margerite, das unter Waschzwang leidet und deshalb ein wenig zerfleddert aussieht. Zuviel Waschen tut einem Stofftier einfach nicht gut.

Nein, es handelt sich nicht um meinen Monitor. Auf dem sieht’s anders aus. Vielleicht mache ich davon auch gelegentlich mal ein Bild…

Versandunternehmen

Da ich fast nie Zeit und Gelegenheit habe, in “normalen” Geschäften einzukaufen, kaufe ich viel übers Internet ein. Dadurch habe ich im Laufe der Zeit Erfahrungen mit verschiedenen Versandunternehmen gemacht.

Am einfachsten ist es für mich persönlich, wenn etwas per Post verschickt wird. In dem Fall hinterläßt der Paketzusteller, wenn er nicht gerade total schlecht drauf ist, in meinem Briefkasten eine orangefarbene Karte, und ich gehe am nächsten passenden Tag zum Postamt und hole das Wasauchimmer ab. Mitunter werden die Sendungen auch ohne weitere Ankündigung direkt ins Postfach gelegt. Das ist mir genauso recht.

Mitunter klappt es auch mit UPS. Die sind zwar nicht gerade praktisch für Berufstätige, aber immerhin merkte sich mal eine UPS-Telefon-Dame, daß ich eine Sendung an eine andere Adresse umleiten ließ. Bei der nächsten Sendung rief sie mich an und erkundigen sich, ob sie auch das aktuelle Päckchen gleich umleiten solle. Danke UPS, eine ausgezeichnete Idee!

Kürzlich kennengelernt habe ich den Hermes-Versand für Privatpersonen. Im Gegensatz zum Versand für Firmen kann man als Empfänger so eines Privat-Versands sein Päckchen leider nicht beim Hermes-Paketshop abholen, sondern es bestenfalls an eine andere Adresse (Nachbar, Schwiegermutter, Büro) zustellen lassen. Ärgerlich daran ist, daß diese “Umleitung” nur über eine 0900er-Telefonnummer möglich ist, also ein ziemlich kostspieliges Vergnügen.
Angenehm überrascht war ich angesichts der Tatsache, daß Hermes-Ausfahrer offenbar nicht nur einmal pro Tag beim Empfänger läuten. Der für meinen Bezirk zuständige Fahrer versuchte nachmittags um fünf ein zweites Mal, mir ein Päckchen auszuhändigen, weil er annahm, daß ich dann von der Arbeit zurück sein könnte. Ich hatte zufällig an dem Tag pünktlich Feierabend gemacht, so daß er mich auch antraf. Vielen Dank, kann ich da nur sagen, das ist mir bei anderen Versandunternehmen noch nicht passiert.

So ziemlich die schlechtesten Erfahrungen habe ich bisher mit DPD gemacht. Dort erwartete man allen Ernstes, daß ich, um meine Sendung abzuholen, auch mal 80 km mit meinem nicht vorhandenen Auto zum nächsten Depot fahre. Leute, das ist wirklich ein schlechter Witz!
DPD funktioniert dann, wenn man vorab vom Versender über den Versand informiert wird und sich überlegen kann, wohin man das Päckchen umleitet. In meinem Fall war’s der gütige Apotheker, der sich bereiterklärte, die Sendung in Empfang zu nehmen.
Ansonsten vermeide ich möglichst Internet-Shops, die per DPD versenden. Es ist für mich einfach zu mühsam, den Empfang zu organisieren. Lieber zahle ich etwas mehr und bekomme mein Päckchen per Post.

Ich weiß, daß mehrfach Preiswürdigkeit und Zuverlässigkeit von Versandunternehmen getestet wurden. Wurde eigentlich jemals die Kundenfreundlichkeit für berufstätige Empfänger geprüft?

Unterwegs gewesen

Es war zwar etwas anstrengend (um nicht zu sagen, abenteuerlich), zur Trauerfeier nach Hamburg zu gelangen, aber ich freue mich, daß ich die Fahrt unternommen habe, und das nicht nur, weil ich dadurch Dodo gewissermaßen die letzte Ehre erweisen konnte. Nach der Trauerfeier setzten sich einige Strickerinnen noch auf einen Kaffee bei unserer seinerzeitigen Korrekturleserin Renate zusammen. Es war sehr bewegend, einige alte Bekannte wiederzusehen, besonders Maren und Margrit, und auch ein neues Gesicht fand sich.

Ob man in Verbindung bleiben wird? In diesem Kreis scheint die Nutzung der neuen Medien noch nicht so verbreitet zu sein wie anderswo. Es bleibt abzuwarten, wie es weitergeht.