Kolibri-Stückwerk – Hummingbird Patchwork

Noch bin ich mir nicht sicher, ob es am Ende gut aussehen wird. Aber ich arbeite mich Stück für Stück voran mit Artesano “Hummingbird” DK. Das Bild zeigt zwei Drittel des Rückenteils, und es ist Absicht, dass beim mittleren Teil die rechts gestrickte und beim Seitenteil die links gestrickte Seite obenauf liegt.
Der Verbindungsstreifen besteht aus Mohair (ein Rest Lana Grossa “Mohair Lungo” in Kiwigrün, den ich vor fünf Jahren von einer Freundin bekam) und ist von Hand im Webmuster gestrickt. Die langweiligen Hauptteile entstehen übrigens auf dem Mittelstricker KX 350, und Blenden und Bündchen werden später aus “Mohair Lungo” von Hand angestrickt.

Hummingbird patchwork

So far I’m not sure whether it will look good in the end, but I’m slowly making progress with Artesano “Hummingbird” DK. The image shows two thirds of the back, and it is intentional that the center back shows the knit side while the side part shows the purl side.
The connecting strip is hand knit in mohair (an oddment of Lana Grossa “Mohair Lungo” in kiwi green, which I got from a friend five years ago) in linen stitch. By the way, the boring main parts are done on my KX 350 mid gauge knitting machine, and bands and welts will be added later by hand knitting with “Mohair Lungo”.

Die verstrickte Dienstagsfrage 20/2009

Das Wollschaf fragt:
Welchen Sinn machen Awards für Dich?Wer ruft diese Awards ins Leben und nach welchen Kriterien werden diese vergeben?
Warum sollte mein Blog anderen gefallen müssen?
Herzlichen Dank an Barbara für die heutige Frage!

Meine Antwort:
In selbstgebastelten Awards sehe ich denselben Sinn wie in jedem selbstkreierten, selbstfabrizierten Etwas: Es sollte wenigstens demjenigen Spaß machen, der sich den Award, den entsprechenden Sinn und das Signet dazu ausdenkt. Wenn das Ding dann die große Blogrunde dreht und die entsprechende Grafik plötzlich auf tausenden von Webseiten sich geschmeichelt fühlender Blogger auftaucht, ist das sicherlich ein außerordentlich befriedigendes Gefühl für den Schöpfer.
Vielleicht ist so mancher Award auch eine große Veräppelung, die amateurhafte Gestaltung einiger Award-Grafiken legt das jedenfalls nahe. Oder derjenige, der es sich ausgedacht hat, möchte ein soziologisches Experiment veranstalten: Wer beschenkt wen, wer gibt an wen weiter? Und der ganze Verteilungsbaum landet schließlich in der Semesterarbeit einer Studentin der Uni Gießen.

Mir gegenüber hat sich noch niemand geoutet, der selbst einen Award ins Leben gerufen hat, deshalb kann ich die Frage, wer so etwas ins Rollen bringt, auch nicht beantworten. Objektive Kriterien, nach denen selbstgebastelte Awards vergeben werden, sind meines Wissens nirgends hinterlegt, ich vermute aber mal, das geht hauptsächlich nach Sympathie. Ich habe selbst nie einen Award vergeben und kann deshalb dazu nichts sagen.

Weshalb Dein Blog anderen gefallen sollen müsste, weiß ich nicht. Sollte er?
Ich weiß auch nicht, wie Du diese Frage gemeint hast, möglicherweise ganz anders, als ich sie beantwortet habe.

Und, liebes Wollschaf, wenn nun allmählich mal wieder eine Frage zum Stricken käme, fände ich das prima.

Neues von Vivian – News from Vivian

Der erste Ärmel von “Vivian” nähert sich allmählich seinem Ende. Da ich in der letzten Zeit vieles andere um die Ohren hatte, ging es nur langsam voran. Hinzu kam eine gewisse Unentschlossenheit, weil ich mir nicht sicher war, ob der Ärmel gut passen würde. Er ist designbedingt sehr lang und dazu sehr schmal. Nachdem ich ihn gestern zu einer Art letzten Anprobe auf eine Rundstricknadel genommen hatte, zeigte sich jedoch, dass es gerade so eben hinkommen wird. Ein wenig lang, ein wenig eng, aber mit etwas Glück zieht es sich beim Tragen zurecht. Und aussehen tut’s allemal gut. Das Bild zeigt übrigens nur den unteren Teil des Ärmels.

Vivian, Ärmel/sleeve

The first sleeve of “Vivian” is nearing completion. As I had a lot of other things to do these days, my progress was slow. In addition to that I was not very determined because I was not sure about the fit. The sleeve is by design very long and also very narrow. But after taking it onto a circular needle for an ultimate try-on yesterday, it looked quite promising. A bit long, a bit tight, yes, but with a little bit of luck it will adjust itself in wear. And the look is fabulous. By the way, the image only shows the cuff and lower part of the sleeve.

Interweave Knits Summer 2009

Gestern traf das Heft bei mir ein. Mir gefallen darin exakt zweieinhalb Modelle: Sprout Tee und (Ihr dürft gern lachen) Luminarie Skirt. Ja, ich finde den Rock schick, und würde ich öfter als zweimal im Jahr Röcke tragen, dann würde ich tatsächlich erwägen, mir so etwas zu stricken. Mit einem passenden einfarbigen Unterrock stelle ich mir dieses Teil sehr hübsch vor. Vielleicht könnte ich mich durchringen, öfter Röcke zu tragen, wenn ich kopfsteinpflaster-geeignete Schuhe fände, die zu einem Rock gut aussehen.
Ach ja: Das halbe Teil, das mir gut gefällt, ist das Oberteil des “Great Gatsby Dress”. Die Löcher würde ich weglassen, aber die Formgebung finde ich genial.

Yesterday, the summer issue arrived. I like exactly two and a half items from it: Sprout Tee and (you may laugh here) Luminarie Skirt. Yes, I think the skirt is lovely, and if I wore skirts more than twice a year, I’d certainly consider knitting something like this. With a matching plain underskirt, this would make a very pretty garment. Perhaps I could persuade myself to wear skirts more often if I found cobblestone-proof shoes which look good with a skirt.
Lest I forget: The half item I like is the top of “Great Gatsby Dress”. I would omit the holes, but I think the shaping is ingenious.

Die verstrickte Dienstagsfrage 19/2009

Das Wollschaf fragt:
am 13.06.09 ist der „Public knitting day“ und darum interessiert es mich, wo Ihr überall stricken würdet, oder schon gestrickt habt. Im Café, Kneipe, Park, bei Elternabenden, Familientreffen, Flugzeug, oder ähnlichem?! Und wo wäre Eurer Meinung nach Stricken nicht so angebracht?
Herzlichen Dank an Stephanie für die heutige Frage!

Die Frage kommt mir wieder ziemlich bekannt vor. Aber egal.
Gestrickt habe ich schon in so ziemlich allen denkbaren öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus, Bahn, Straßenbahn, U-Bahn, S-Bahn, im Flugzeug), beim Warten auf selbige und beifahrend im Auto. Weiterhin in Wartezimmern und -bereichen, in Sprechzimmern (wenn deren Besitzer länger auf sich warten lassen), in Parks, Hotelzimmern und auch gelegentlich im Büro, z.B. wenn das Netzwerk darniederliegt oder ich eine längere Installationsprozedur abwarten muss.
Nicht stricken würde ich beispielsweise im Gespräch mit Menschen, die es als Nichtbeachtung oder Desinteresse auslegen könnten. Deshalb stricke ich auch eher nicht in Cafés, Kneipen und Restaurants, weil ich mich lieber auf die Menschen konzentriere, mit denen ich dort bin. Ich muss nicht um jeden Preis ständig und überall stricken, um die kreativen Seiten meiner Persönlichkeit zu betonen.

Liebe Jenaer Autofahrer,

wer in einer engen Straße, in der keine zwei Fahrzeuge aneinander vorbeikommen, von oben kommt, hat Vorrang. Derjenige, der von unten kommt, muss dann eben so weit im Rückwärtsgang wieder herunterrollen, bis man es heil aneinander vorbei schafft. Das gilt auch dann, wenn das von unten kommende Fahrzeug ein schnieker jung-dynamisch bestückter BMW ist, dessen Fahrer seine Freundin mit Vollgas beeindrucken möchte, während das von oben kommende, deutlich schwächer motorisierte Fahrzeug behutsam von einer bejahrten Strickerin manövriert wird.
Ehrlich!

Kolibri im Anflug – Hummingbird approaching

Wir haben einen extrem kalten März hinter uns und einen außergewöhnlich warmen April, nun bin ich gespannt, wie der Mai ausfallen wird.
Um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein, habe ich eine neue Maschenprobe gestrickt.
Dies ist Artesano “Hummingbird”, 100 % Alpaka mit einer Lauflänge von 300 m auf 150 g, was 100 m auf 50 g und damit einem klassischen Double-Knit Garn entspricht. Mit dem Mittelstricker KX 350 und Maschenweite 3 komme ich auf ziemlich genau 22 Maschen und 30 Reihen.
Das Garn ist sehr weich und fühlt sich angenehm an, aber meine bisherigen Handstrickversuche damit haben ergeben, dass es beinahe schon beim Anfassen filzt und nicht besonders strapazierfähig ist. Weil die Farbkombination mit den kurzen Farbabschnitten recht unruhig ist, bin ich mir noch nicht ganz sicher, wie ich dieses Material am besten verarbeite.

Artesano Hummingbird

We’ve had an extremely cold month of March and an exceptionally warm April, now I’m curious how May will do.
To be prepared for all and everything, I’ve done a new tension swatch.
This is Artesano “Hummingbird”, 100% alpaca with a metrage of 300 m per 150g, which is 100m per 50g and a classic double knit yarn. With my KX 350 knitter and tension 3, I get quite exactly 22 stitches by 30 rows per 10cms.
The yarn is very soft and nice to touch, but my attempts to hand knit it so far have shown that it already felts from touching and it is probably not very hard-wearing. As the colour combination with its short streaks of red, orange and lime green is rather bold, I’m not sure how to use this yarn to advantage.

Liebe Kabel Deutschland-Breitband-Kunden,

da von Euch in letzter Zeit ziemlich viel Porno-Spam ins Strickforum geschleudert wurde und ich mir etwas Netteres vorstellen kann als ständig unerwünschte Accounts zu löschen, habe ich mir erlaubt, Eure IP-Nummern fürs Forum zu sperren. Bedankt Euch dafür bei Euren spammenden Mit-Kunden, speziell bei der Lebensform, die in der letzten Zeit mit 77-23-217-176-dynip.superkabel.de unterwegs war.

Jacob’s Ladder Sweater fertig/finished

Endlich kann ich ihn zeigen, er ist fertig zusammengenäht, alle Fäden sind vernäht, und gewaschen ist er auch. Zwar zeigt das Bild den Pullover nicht am lebenden Menschen, aber ich versichere Euch, dass das gute Stück perfekt sitzt. Die Tweed-Sockenwolle, die ich verwendet habe, bringt das Muster gut zur Geltung und passt für Gansey-Stil. Dies ist zwar kein besonders spektakulärer Pullover, aber einer für jeden Tag.
Die Anleitung ist aus Madeline Westons “Traditional Sweater Book” und findet sich auch in der neueren Ausgabe, die unter dem Namen “Country Weekend Knits” erschienen ist.

Jacob

Finally I can show my newest sweater, the sewing is completed, all threads are sewn in, and it has undergone its first laundry. Although the image does not show it worn on a human body, I do assure you that it fits perfectly. The tweedy sock yarn that I used shows the pattern to advantage and is a good choice for a gansey style garment. This is not a very eye-catching sweater, but one for every day wear.
The instructions are from Madeline Westons “Traditional Sweater Book” and can also be found in the newer edition that has been published as “Country Weekend Knits”.

Die verstrickte Dienstagsfrage 18/2009

Das Wollschaf fragt:
Bist Du in Deinem Blog auch schon nach Anleitungen zu den von dir gefertigten und gezeigten Handarbeiten gefragt worden?
Wie denkst Du darüber und wie verhältst Du Dich dann?
Ärgert es Dich, wenn jemand die Anleitung von Dir haben möchte, obwohl Du in Deinem Blogeintrag extra ausführlich geschrieben hast, daß dieselbige aus diesem Buch, jener Zeitschrift stammt oder in einem Onlineshop käuflich zu erwerben ist?

Oh, das sind ja heute drei Fragen in einer, und sie kommen mir auch recht bekannt vor. Hier sind meine drei Antworten dazu.
Frage 1: Ja.
Frage 2: Interesse ist immer gut, und natürlich darf man fragen. Wenn ich nicht sowieso schon erwähnt habe, woher eine bestimmte Anleitung stammt, dann schreibe ich der Fragenden, wo sie die Anleitung bekommt oder erkläre manchmal eben auch, dass sie nicht mehr erhältlich ist, weil sie z.B. aus einem inzwischen vergriffenen Buch stammt.
Frage 3: “Ärgern” ist nicht der richtige Ausdruck. “Wundern” passt besser.
Ich wundere mich in solchen Fällen, wie schwach ausgeprägt bei manchen Menschen die Fähigkeiten zum Lesen und Verstehen von Texten sind, wobei man natürlich berücksichtigen muss, dass Lesen am Bildschirm anstrengender ist als Lesen von Gedrucktem.
Es erstaunt mich bei manchen Anfragen auch, dass manche Menschen offenbar immer noch nichts von Urheberrecht gehört haben. In dieser Hinsicht bin ich sehr empfindlich, weil ich selbst schon oft Opfer von Urheberrechtsverletzungen wurde.