Squares Squared fertig

Diese Jacke war in der US-Strickzeitschrift “Knitter’s” vom Winter 2003. Ich fand die Stricktechnik faszinierend, und nachdem ich bei Michaela (Eintrag vom 18.04.) ein Exemplar gesehen hatte, probierte ich es selbst, allerdings mit nur drei “Zipfeln” statt vier, weil ich eine gerade Saumlinie haben wollte.

“Squares Squared”, fertig/finished

Die Anleitung im Heft ist meiner Ansicht nach nicht besonders gut; vor allem die Ärmel berechnet man sich am besten selbst, wenn sie einigermaßen passen sollen. Aber das Endergebnis ist schon ziemlich spektakulär, und ich bin sehr zufrieden damit. Die Jacke hat eine leichte A-Linie, die sehr figurfreundlich ist, und durch das Material (Noro Silk Garden und Cash Iroha) ist sie sehr warm. Als Verschluß dienen zwei große Metallknöpfe und eine gehäkelte Schlaufe.

“Squares Squared”, Verschluß-Detail/detail of closure

Squares Squared finished

I found this jacket in the “Knitter’s” winter 2003 issue and was fascinated by the knitting technique. Having admired Michaela’s version (see her April 18 entry), I tried it myself, but with only two miters instead of three because I wanted a straight hemline.
In my humble opinion, the instructions in the magazine are not the best. Especially if you want sleeves that fit, you’d better calculate them on your own. But the result is quite spectacular, and I’m very happy with it. The jacket has a figure-flattering, slight A-line, and it is very warm, due to the wool used (Noro Silk Garden and Cash Iroha). Two large metal buttons and a crochet loop serve as closure.

Wie lange braucht man, um einen Schal zu stricken?

Das wollte kürzlich jemand wissen und hat unsere liebste Suchmaschine befragt. Die schickte den/die Fragesteller(in) auf diese Website, die Du gerade liest.
Nun, hier ist die genaue Antwort auf diese spannende Frage leider auch nicht zu finden, denn wie bei einer Matheaufgabe ist die benötigte Zeit abhängig von verschiedenen Variablen, die uns der/die Fragesteller(in) leider nicht nennt.

Ein kleiner handgestrickter Puppenschal aus mittelstarkem Garn dürfte mit etwas Übung in weniger als einer Stunde fertig sein. Für einen soliden Patent-Herrenschal von etwa tausend Reihen, aus feiner Wolle mit der Maschine gestrickt, würde ich etwas länger rechnen, man muß ja auch noch allerlei Fäden vernähen. Wollte man aber so ein Stück von Hand stricken, dann bräuchte man länger. Wie lange? Da hilft ein bißchen Kopfrechnen: So ein Schal ist, sagen wir mal, 50 Maschen breit und wie wir oben schon postuliert haben, 1000 Reihen lang. Macht also 50.000 Maschen. Wenn man durchschnittlich 30 Maschen pro Minute strickt (das sollte man vorher im Selbstversuch ermitteln), braucht man für so einen Schal etwa 28 Stunden. 🙂

Ebenfalls berücksichtigen sollte man bei solchen Überlegungen den Schwierigkeitsgrad des Musters. Patent oder Rippengestrick gehen schnell und ohne Nachdenken von der Hand. Soll es hingegen ein Lochmuster sein, ein kompliziertes Rechts-Links-Muster oder gar etwas mit verkreuzten Maschen, dann muß man mehr Zeit pro Masche einkalkulieren. Allerdings wird man ja auch nicht immer 50.000 Maschen zu stricken haben.

How long does it take to knit a scarf?

Some days ago, someone entered this question into Google and was sent to this website. Unfortunately, the answer to this exciting inquiry can’t be found here because it depends on several variables that we do not know.

With some practice, a small hand-knit dolls‘ scarf from medium yarn could be ready in less than an hour. A warm men’s scarf in Fisherman’s rib, about 1,000 rows on the knitting machine, might take a little bit longer because there is some more finishing to do. If you want to knit such an item by hand, you’d need a lot more time. How much? It’s a simple question of arithmetics. Such a scarf may be 50 stitches wide and, as stated above, about 1,000 rows long, so it consists of 50;000 single stitches. If you can knit 30 stitches per minute (you should check it before you embark on such a project), it will take you about 28 hours to knit. 🙂

If you want to knit a complex or difficult pattern, it will, of course, take even more time. But you probably won’t want all your scarves that long, will you?

Das Näh-Abenteuer geht weiter

Jetzt sind auch die Futterstoffteile fertig zugeschnitten. Brigittes Tipp mit dem speziellen Kopierrädchen ist prima, ich werde kommende Woche versuchen, so etwas hier zu bekommen, auch wenn ich es bei diesem Projekt nicht mehr verwenden werde.

Inzwischen kam auch das Spezial-Reißverschlußfüßchen zum Einsatz, für dessen Beschaffung der Nähmaschinenhändler nicht weniger als zwei Wochen gebraucht hatte. Ich saß zunächst vor dem Reißverschluß und den beiden Rückenteilen, drehte sie hin und her und brauchte bestimmt eine halbe Stunde, um mir darüber klar zu werden, was ich eigentlich wie zusammennähen wollte. Dabei bilde ich mir ein, normalerweise ein recht gut entwickeltes räumliches Vorstellungsvermögen zu haben. Aber dann ging das Einnähen doch erstaunlich gut. Bernina eben, dieses Fabrikat ist einfach ein Traum. 😉 Der Stoff verzog sich ein klein wenig, aber das ist nicht so schlimm. Ich verarbeite Cool Wool, und die kann man mit ein paar Dampfstößen leicht wieder in Form bringen. Es war ein guter Tipp meiner Stoffverkäuferin, kein Leinen zu verwenden, sondern einen Stoff, den man einfacher verarbeiten kann und der sich auch gut für Sommerkleidung eignet.

Sewing adventures, continued

The pieces for the lining have been cut up. Brigitte’s tip to use a special little gadget with a double wheel for marking the fabric is great, I’ll try next week to find such a tool, even if I won’t use it for this particular project.

Meanwhile my new special zipper foot, which took my dealer no less than two weeks to dispatch, has been put to good use. At first I wondered about half an hour how to sew the zipper correctly into the back of the dress, turning and twisting it, although I tend to believe I’m not that bad at three-dimensional thinking. But then it proved to be quite easy, just as you would expect of Bernina. These sewing machines are a dream come true 😉 The seam is not perfectly smooth, but a little bit of steam ironing will put that right. I was lucky not to buy an unmanageable fabric like linen, but a good, fine “Cool Wool”, which is much easier to use and well suited for summer clothing.

Näh-Vorbereitungen

Wenn ich nähe, brauche ich eine Ewigkeit, um alles möglichst gut vorzubereiten. Deshalb dauert es leider auch immer ziemlich lange, bevor etwas fertig ist.

Diesmal werde ich mich beeilen müssen. Für dieses Kleid habe ich noch zehn Abende Zeit, und ich habe noch nicht mal vollständig zugeschnitten und noch keinen Stich getan. Hoffentlich komme ich flott voran, wenn erst mal alle Vorbereitungen getroffen sind und der verflixte unsichtbare Nahtreißverschluß eingenäht ist, für den ich mir eigens einen speziellen Nähfuß besorgt habe.

Kleiderschnitt, aufgesteckt; dress pattern, pinned

Sewing Preparations

Before I start sewing, I need to prepare everything as meticulously as possible. So it takes me quite some time to actually finish a garment. This time, I’ll have to hurry up. Ten evenings are all I’ve left to get it ready, and I still have to cut up the lining, having not even sewn a single stitch. I hope I can get ahead when all the preparations are done and that dreaded invisible zipper, which needs a special zipper foot, is sewn in.

Überraschung

Irgendwie sind sie ja schon ein bißchen verrückt, die Mädels vom Strickforum. Da gehen sie einfach her, sammeln und schicken mir (und den Moderatorinnen) Geschenke, für die Mühe, die wir uns mit dem Forum geben. Dabei ist das für uns nicht nur gelegentlich etwas Aufwand, sondern auch immer wieder Freude. Mitzuerleben, wie jeder (man selbst eingeschlossen) dort immer wieder neue Erkenntnisse und Erfahrungen gewinnt, nicht nur beim Stricken, ist einfach schön.

Das war in meinem Geschenkepaket:

Jetzt kann ich meine Stricknadeln geordnet unterbringen und muß nicht mehr ewig nach der richtigen Stärke suchen. Und der Reihenzähler und die Markierungsringe sind enorm praktische Ergänzungen. So einen schicken Reihenzähler (funktioniert auf Knopfdruck) hatte ich noch nie! Die Maschenmarkierer lassen sich übrigens auch an der Strickmaschine einsetzen, damit sind sie für mich doppelt nützlich. 🙂

Faul wie die Sünde

bin ich in der letzten Zeit, was Handarbeiten betrifft. Schuld daran ist vor allem die Hitzewelle, unter der wir zur Zeit leiden. Da mag ich kaum Garn in die Hand nehmen, geschweige denn es verstricken.
Dennoch habe ich heute abend ganz tapfer einen angefangenen Pulli fertig gestrickt. Es fehlten sowieso nur noch die kurzen Ärmel. Wie meistens war ich mir nicht sicher, ob das Garn wirklich für beide Ärmel reichen würde, deshalb strickte ich erst mal den einen, wog ihn, wog das übriggebliebene Garn und lehnte mich beruhigt zurück, denn aus den 80 g Garn ließ sich ein zweiter 65-g-Ärmel problemlos stricken.
Ein Bild vom fertigen Werk gibt’s nach dem Ausarbeiten.

Lazybones

That’s what I am these days, regarding knitting and sewing. I put the blame on the heat wave we’ve been suffering from. It costs me an effort to even touch yarn, let alone knit it.
Nevertheless, tonight I very bravely finished a summer top where only the (short) sleeves were missing. As usual I wasn’t sure whether the yarn would be sufficient for both sleeves, so I knit the first sleeve, weighed it, weighed the remaining yarn and leant back reassured, for the 80 grammes left were enough for a second 65 grammes sleeve.
For a picture you will have to wait until I finish the sewing-up.

Bahnfahren

In den vergangenen Tagen hatte ich Gelegenheit, wieder mal einige hundert Kilometer auf der Schiene zu verbringen. Und wieder habe ich eine Menge über Menschen gelernt.

Weshalb veranstaltet die Bahn nicht mal Kurse für Reisende? Man könnte sie aufsplitten in Anfänger, Fortgeschrittene und Profis oder vielleicht auch Regionalzüge und Fernzüge. Zu den absoluten Basis-Kenntnissen sollte gehören, wie man eine Waggontür öffnet, damit man nicht immer wieder den Panikschrei älterer Damen neben der Tür hört: “Aber ich weiß nicht, wie ich sie aufmachen muß…” Und wenn sie wirklich lernresistent sind, können sie hoffentlich aus dem Türöffnungskurs die Erkenntnis mitnehmen, daß man sich bitte nur dann direkt an die Tür stellen sollte, wenn man weiß, wie sie geöffnet wird.

Zweiter Teil so eines Kurses: Wie wähle ich mein Gepäck oder Man sollte nie mehr mitnehmen, als man tragen kann. Diese Weisheit hat sich leider noch nicht überall herumgesprochen, sonst würde man nicht auf so viele (wiederum vorwiegend weibliche) Fahrgäste stoßen, die lieber mit ihrer tonnenschweren Sporttasche den Gang unpassierbar machen als das Trumm ins Gepäckfach zu tun. Selbst wenn ihnen ein starker Mann hülfe. “Ich bekomme die nie wieder da runter” hört man dann, so als gebe es bis Frankfurt keinen Menschen mehr, der mit anpackt, obwohl das Herunterbekommen das kleinere Übel ist, da die Schwerkraft ja mithilft. Man muß nur rechtzeitig beiseitespringen, wenn die Tasche zur Landung ansetzt.

Überhaupt, die Sporttasche, das grauenvollste Gepäckstück aller Zeiten. Eine Sporttasche ist für gewöhnlich so breit, daß sie im Gepäckfach (wenn sie denn mal hineingewuchtet wird) den Platz von drei mittelgroßen Rucksäcken belegt. Weil sie so geräumig ist, verhindert sie jegliche Pack-Disziplin, mit der Folge, daß der Fahrgast, ohne es zu merken, den kompletten Kleiderschrank nebst Hausrat und Abstellrauminhalt einpackt. Ich plädiere für Gewichtslimits auch im Zug!

Akuter Handlungsbedarf besteht zweifellos, wenn es um das Erkennen von reservierten Plätzen geht. Der durchschnittliche männliche Bahnreisende übersieht geflissentlich jedes Leucht-Display und setzt sich zielsicher auf den einzigen reservierten Platz im Abteil. Weibliche Platzsucher fragen eher: “Ist hier noch frei?”, obwohl sie das Display direkt vor der Nase haben und man aus dem Abteil heraus die Belegung definitiv nicht erkennen kann.

Und dann vielleicht noch der dezente Hinweis, daß Parfümwolken kein Ersatz für gelegentliches Waschen sind. Auf einer virtuellen Geruchs-Skala, die von null (geruchlos) bis zehn (Elefant fällt beim Einatmen für fünf Minuten in Ohnmacht) geht, sollte die erlaubte Dosis den Wert fünf nicht übersteigen, anderenfalls wünsche ich mir Rausschmiß auf offener Strecke durch geschultes Personal mit Atemschutz.

Essen für heiße Tage

Rohkost schmeckt an Tagen wie diesen besonders gut. Hier ein raffiniertes Rezept für einen Möhrensalat, das ganz einfach zuzubereiten ist:
250 g rohe Möhren putzen und fein raspeln.
1 Bund Schnittlauch in Röllchen schneiden und zu den Möhren geben.
2 EL Sesamsamen im Backofen bei 150°C (Umluft) 10 Minuten rösten und hinzufügen.
Für die Marinade:
1 EL Zitronensaft mit
2 EL Sojasauce (Kikkoman),
1/2 TL gemahlenem Kreuzkümmel und
1 EL Olivenöl verrühren.
Unter die Möhren heben. Mindestens 15 Min. kühlen und als Teil eines Rohkost-Buffet servieren.

Möhren-Rohkost mit Sesam und Soja

Food for hot days

Vegetarian food tastes particularly good on a hot day like this one. This is a sophisticated, although very easy recipe for a carrot salad:
250 g raw carrots, finely sliced
1 bunch of chives, sliced
2 tablespoons of sesame, roasted
Dressing:
1 tablespoon of lemon juice
2 tablespoons of soy sauce (Kikkoman)
1/2 teaspoon of cumin (cuminum cyminum), finely ground
1 tablespoon of olive oil
Mix dressing under carrot mixture, put it for at least 15 min. into the fridge and serve e.g. as part of a vegetarian buffet.

Rock-Update

Heute habe ich den neuen Rock zur Arbeit probegetragen und dabei gleich einen gravierenden Nachteil festgestellt: Der Futterrock war zu eng. Man konnte damit nur elegante Trippelschrittchen machen, während ich normalerweise eher flott und in Eile bin.

Zum Glück war es relativ einfach, das in Ordnung zu bringen. Ich kürzte den Futterrock um 5 cm und brachte an der Seitennaht zusätzlich einen Schlitz von 20 cm Länge an. Jetzt kann ich auch große Sprünge machen. 🙂

Skirt update

Today, I test-wore the new skirt at the office and found a serious flaw: The lining was a little bit too tight at the hemline. I only could try to trip very elegantly, while I’m normally quite fast and always in a hurry.

Luckily, it proved relatively easy to fix it. I shortened the lining by 2 inches and put an additional 8 inch vent at the end of the side seam. Now I’m prepared for great leaps. 🙂