Was Freunde bewirken können – What friends can accomplish

Man kommt wieder einmal niedergeschlagen nach Hause und findet im Briefkasten einen DHL-Benachrichtigungszettel. Man klingelt bei der Nachbarin, die das Päckchen entgegengenommen hat, und wundert sich noch, dass da etwas von Amazon gekommen ist, obwohl man doch gar nichts bestellt hat. Man packt aus — und staunt. Und freut sich einfach. 🙂
Ganz, ganz herzlichen Dank nach Südwesten!

Druchunas, Ethnic Knitting Discovery

Once again, you get home in low spirits and find a DHL note in your letterbox. You knock at your neighbour’s door, who took delivery of your parcel, and you’re astonished at getting an Amazon shipment although you have not ordered anything. You unpack it — and you’re utterly amazed. And simply glad. 🙂
Thank you sooo much southwestward!

Wie man Menschen krank macht

Heute ging ich zur Apotheke, um Nachschub meines bewährten pflanzlichen Antidepressivums zu beschaffen. Dort erfuhr ich, dass es seit Anfang dieses Monats rezeptpflichtig ist. Ohne Arztbesuch bekomme ich es nicht mehr.

Ich bin gesetzlich krankenversichert. Ich lebe in einem der neuen Bundesländer. Einen Arzttermin bekommen Leute wie ich hier mit einer Wartezeit von drei bis fünf Monaten, je nach Arzt. In dringenden Fällen, wenn es sozusagen um Leben und Tod geht, kann ich morgens um halb acht in die Praxis gehen und dort warten, bis der letzte vor fünf Monaten angemeldete Patient sowie die Privatpatienten, die zwischendurch mal reinschauen, um zu sehen, wie es dem Arzt geht, behandelt wurden. Im Zweifelsfall, je nachdem, wie intelligent die Praxis geführt wird, sind das zwölf Stunden. Ausreichend Verpflegung sollte man sich dafür natürlich mitnehmen, da die Arztpraxen das nicht vorhalten. Mineralwasser gibt es hier mittlerweile schon in den Wartezimmern, wahrscheinlich weil schon mehrfach Patienten nach einigen Stunden ohne Flüssigkeitsnachschub einfach umgekippt sind.

Leider habe ich in den nächsten Tagen dringende beruflich bedingte Termine. Irgendwie muss ich ja das Gehalt verdienen, von dem mir mein stattlicher Krankenkassenbeitrag abgezogen wird, der mir hier freilich so gar nicht weiterhilft. Deshalb kann ich mir bis auf weiteres keinen Ausfall wegen eines Arztbesuches leisten. Ich habe nun in meiner Verzweiflung ein geringer dosiertes Präparat bestellt und werde davon dann eben täglich die doppelte Menge essen.
An dieser Stelle möchte ich unseren tollen PolitikerInnen herzlichst für ihre phantastischen Gesundheitsreformen danken und wünsche ihnen von ganzem Herzen, mal drei bis fünf Monate lang eine latente Depression zu ertragen, bis sie so manifest geworden ist, dass die Herrschaften sich bitte wahlweise aufhängen oder erschießen.

Sorry, no English version today.

Nachbarschaftshilfe – Neighbourly help

Nette Nachbarinnen erkennt man daran, dass sie nicht nur die Post annehmen (in diesem Fall eine Sendung von Martinas Bastel- und Hobbykiste), sondern einem auch noch ein Päckchen Elisen-Lebkuchen dazulegen, wenn sie einem die Sendung vorbeibringen.

How to identify nice neighbours: They not only accept your mail (in this case from Martina’s Bastel- und Hobbykiste), but add a packet of Nuremberg Elisen Lebkuchen when they bring it along.

Dankeschön!

Dieser wunderschöne Blumenstrauß kam gestern bei mir an. Es war keine Karte dabei, aber nach einer Rückfrage und etwas Detektivarbeit seitens des Blumengeschäftes ließ sich herausfinden, dass die Absenderin eine sehr liebe Freundin ist, die viele Autostunden und etliche hundert Kilometer von mir entfernt lebt.

Meine Liebe, ich danke Dir von Herzen und hoffe, dass es mit einem Treffen in diesem Jahr doch noch klappt!

Blumenstrauß

Sonderbarkeiten – Oddities

Heute war es nötig, den größten Koffer des Haushalts einer Überprüfung zu unterziehen. (Nein, ich plane keine Reise, falls das jemand meinen sollte.)
Dabei fiel mir auf, dass in seinem Inneren irgendetwas hin- und herrutschte. Normalerweise sollte ja in leeren Koffern nichts herumrutschen. Deshalb inspizierte ich sämtliche Außen- und Innentaschen und stieß schließlich auf dieses Fundstück. Das war einmal mein Strickzubehör-Mitnehme-Beutel. Auf der Rückseite des Zettels, in dem die Nadeln stecken, sind drei Telefonnummern, die ich im Mai 2005 notiert haben müsste, damals waren die nämlich sehr wichtig für mich. Somit kann ich ziemlich gut zuordnen, wann ich den Beutel im Koffer vergessen habe.
Ein weiteres Fundstück in derselben Kofferinnentasche stammt jedoch nachweislich aus dem September 2006. Es handelt sich um einen Schlüsselanhänger mit Werbedruck, und mit der Firma hatte ich zuvor keinen Kontakt.
Ich glaube, ich werde schneller alt, als ich es merke.

Seltsamkeiten - oddities

Today it proved necessary to inspect this household’s largest suitcase. (No, I’m not planning a trip, in case you should suspect.) At this occasion I noted some small items skidding around somewhere in its innards. Normally, there should nothing be skidding around in empty suitcases, so I checked all outer and inner pockets and finally found this knitting accessory takeaway bag. On the flip side of the paper that holds the needles there are three phone numbers which I must have jotted down in May 2005, because at that time they were very important for me. So it’s quite easy to allocate when I forgot the bag in the suitcase.
Another object, however, evidently dates back to September 2006. It is a key ring showing a company logo, and I did not get in touch with the company before that date.
I think I’m aging faster than I can realize.

Markennamen

Wattestäbchen brauche ich in relativ großer Menge, um die Schlitten der Strickmaschinen zu putzen. Gestern war eine Nachfüllpackung fällig. Diesen Markennamen finde ich besonders prägnant und assoziationsfördernd:

Wattestäbchen

Bella-Weh: Schön, wenn der Schmerz nachlässt.

Award-Epidemie – Award epidemia

Es war vermutlich nur eine Frage der Zeit, bis irgendein Ableger der derzeitigen Awarditis sich auch den Weg in mein Weblog erkämpft hatte. Danke, Michaela, es ist sehr lieb von Dir. 🙂
Da allerdings mittlerweile so ziemlich jedes halbwegs kreative Blog so ein Dingens mindestens einmal erhalten hat, möchte ich mir die Mühe ersparen, nun verzweifelt nach denjenigen zu suchen, die das Schicksal bisher damit verschont hat. Zudem ist auch ein so liebevoll erfundener Award wie dieser nichts anderes als ein Kettenbrief. Kettenbriefe habe ich zuletzt mit zwölf verschickt und möchte in meinem fortgeschrittenen Alter nicht noch einmal damit anfangen.
Stattdessen also mein Angebot, nur jetzt und nur hier: Greift zu, liebe verkannte Blogschreiberinnen, die Ihr bislang ungepriesen und unbelobigt geblieben seid, und bedient Euch, solange der Vorrat reicht! Ich verleihe Euch hiermit den “Brillante Weblog Premio-2008” (was auch immer das letztlich bedeuten mag) und ermächtige Euch, damit zu verfahren, wie es Euch beliebt.

Award...

It has probably merely been a question of time until some offshoot of these days‘ awarditis found its way to my weblog. Thank you, Michaela, it’s very kind of you! 🙂
As, however, meanwhile almost any reasonably creative blog has gotten such a something recently, I would like to save me the trouble of finding those few that have been spared by fate so far. Moreover, even a most lovingly devised award like this is nothing else than a chain letter. The last time I sent chain letters was way back when I was twelve, and I won’t start over now at my advanced age.
Instead, here’s my offer, only here and only now: Grab it now, dear misconceived blog writers, who have not been praised and glorified so far, and help yourself as long as stocks last! I herewith award you the “Brillante Weblog Premio-2008” (whatever that may ultimately mean) and legitimate you to deal with it at your discretion.

Baby in Schwarz? – Baby in Black?

Eine Bekannte von mir (sie könnte vom Alter her meine Tochter sein) ist vor ein paar Wochen Mutter geworden. Zur Geburt gab’s von mir ein Surprise Jacket. Als ich die Mutter vor wenigen Tagen traf, fragte ich im Laufe des Gesprächs, ob sie denn vielleicht für später ein Paar Babyschühchen gebrauchen könnte. Ihre Antwort: Ja, weshalb nicht, aber bitte in Schwarz. Und auch sonst bitte alles fürs Baby in Schwarz.
Ich lehnte rundheraus ab. Die Vorstellung, ein niedliches, lebendiges, süßes kleines Wesen, das sich nicht wehren kann, in Schwarz zu kleiden, weil die Mutter das schön findet (sie trägt selbst ebenfalls fast nur Schwarz), finde ich schrecklich. Natürlich sollte eine erwachsene Frau tragen, worin sie sich wohl fühlt, und wenn das eben Schwarz ist, weil man da nicht nachdenken muss, weil man den Schmutz nicht so sieht und weil man sich vielleicht “elegant” fühlt (sie ist nicht so sehr der “elegante” Typ), nun ja, so sei es. Aber für ein Baby?
Mich würde interessieren, wie Eure Meinung dazu ist. Bin ich altmodisch, wenn ich glaube, dass Babys lieber heitere, helle Farben tragen sollten? Ist Schwarz für Säuglinge inzwischen salonfähig?

An acquaintance of mine (agewise she could be my daughter) has had a baby some weeks ago. I gave her a Baby Surprise Jacket at this occasion. When I met her recently, I asked in the course of our conversation whether she would like some baby booties. Her answer: Yes, why not, but in black please. And any other things for the baby in black, too.
I declined bluntly. Dressing a lovely, lively, sweet little being that is unable to fight back, in black only because her mother is fond of it (she’s wearing almost exclusively black) seems appalling to me. Of course, a grown-up woman should wear what she feels comfortable in. And if that’s black because you need not think about it, because you don’t seee stains easily and because you feel “elegant” in it (she’s rather not the “elegant” type, though) so be it. But for a baby?
I would love to hear your opinion about it. Am I old-fashioned because I think that babies should wear light and cheerful colours? Has black in the meantime become acceptable for infants?