Nightshift

Er ist fertiggeworden, mein Geek-Pullover, für den ich mich bei thinkgeek.com inspirieren ließ. In einer Nacht-und-Nebel-Aktion habe ich gestern abend den zweiten Ärmel und das Vorderteil gestrickt, alles von Hand zusammengenäht und dann um 23:00 noch die Waschmaschine im Wollprogramm angeworfen. Um 23:28 war sie fertig. Und er ist tatsächlich über Nacht trocken geworden. 🙂

Ein Bild gibt’s, sobald ich Zeit zum Digigrafieren finde, also nicht so bald.

Resteverwertung

Diesen Schal aus einem 150-g-Rest Noro “Shinano” hatte ich auf der Fahrt nach Friedrichshafen zur “Creativa” angefangen. Nun, wo der Frühling endlich kommen soll, ist er fertig geworden. Er ist 18 cm breit und 140 cm lang. Gestrickt habe ich mit Nadelstärke 5 mm.

undefined

Zwar ist die multidirectional-Stricktechnik eigentlich ein Hit vom vorvergangenen Jahr, aber ich finde sie für Garne mit langen Farbrapporten immer noch schön, und vor allem muß man beim Stricken nicht viel nachdenken. 😉

Die Knitalong-Vorhersage

Ich sage mal voraus, daß demnächst ein Knitalong eröffnet wird, in dem der “Ruffles”-Schal von Amanda Blair Brown gestrickt wird. Nein, nicht bei mir! Ich bin nicht so der Knitalong-Typ. Knitalongs sind für Strickerinnen, was Maggifix für Hausfrauen ist. Wenn einem selbst nichts einfällt, dann nimmt man, was alle gerade machen, essen oder stricken, kann ja nicht verkehrt sein, oder?

Der Schal geistert bereits an mehreren Stellen im Internet herum, auf deutsch wird er mangels besserer Übersetzung “Spiral-Schal” genannt. Er wird mit verkürzten Reihen gestrickt und sieht originell aus, allerdings finde ich seine Form für einen Schal ungefähr so zweckmäßig wie eine Keksdose zum Schlittenfahren. 🙂

Die Anleitung ist übrigens im Buch “Scarf Style” von Pam Allen, also nicht frei verfügbar. Soll ich jetzt auch vorhersagen, daß es einen Ansturm auf das Buch geben wird? 😉

Machine Knitting Monthly

Kürzlich ist die März-Ausgabe von “Machine Knitting Monthly” bei mir eingetrudelt. MKM ist die letzte verbliebene spezielle Zeitschrift über Maschinestricken in Großbritannien. Zur Blütezeit des Maschinestrickens, vor knapp 20 Jahren, gab es vier oder fünf Zeitschriften zu dem Thema…

undefined

Das März-Heft enthält zehn Modelle zum Nachstricken:

  • Eine Damenjacke für den Feinstricker,
  • eine Babyjacke für den Feinstricker,
  • eine Damenjacke für Pfaff/Passap E6000,
  • eine Damenjacke für den Grobstricker,
  • zwei Schal-und-Mütze-Sets für den Grobstricker,
  • einen Kinderpullover für den Feinstricker,
  • eine Raglan-Damenjacke für den Mittelstricker,
  • eine Bärenfamilie (Vater, Mutter, zwei Kinder) für den Feinstricker,
  • eine Herrenjacke mit Reißverschluß für den Grobstricker und
  • eine Damenjacke für Fein- oder Mittelstricker.

Die Modelle sind zwar nicht überwältigend einfallsreich, aber durchaus tragbar. Die Raglanjacke finde ich sogar ziemlich gelungen, sie ist glatt rechts mit 6 Maschen breiten Krausstreifen an allen Nähten. Das macht ziemlich viel Umhänge- bzw. Hochhäkelarbeit, aber man könnte sie auch von Hand nachstricken.
Das wirklich Interessante sind aber die Fachartikel. Da gibt es Informationen über Knopflochleisten, Säume und Lochmusterstricken, etwas zum Schmunzeln und Tipps für DesignaKnit. So etwas vermisse ich in deutschen Strickzeitschriften, in denen immer nur Modelle gezeigt werden.

Vorher und nachher

Nein, ich habe die Bilder nicht vertauscht.

undefined
Vorher war das halbfertige Raglan-Rückenteil aus superdicker Wolle, gestrickt mit Nadelstärke 15. Dann zog ich alles wieder auf.

undefined
Ich will es jetzt doch lieber bis zu den Armausschnitten in Runden stricken, und außerdem möchte ich es lieber ein bißchen enger haben. Anstelle von 40 Maschen fürs Rückenteil sollen es nun 72 Maschen für die gesamte Runde sein.