Du hast zu viele…

und zwar wirklich viel zu viele Strickbücher, wenn…

Regal, quasi geplatzt

genau, wenn dein Strickbuch-Regal dir unmissverständlich klar macht, dass es die ihm auferlegten Belastungen nicht länger hinzunehmen gewillt ist.

Es sind drei Teile, und das erste krachte neulich abends in zwei Etappen zusammen. Ich bin mir nicht sicher, ob zuerst die Rückwand aus ihrer Führung rutschte, weil die Bücher die Seitenwangen auseinanderdrückten, oder ob die Halterungen für die Bretter aufgrund des schieren Gewichts herausbrachen. Da ist jedenfalls nichts mehr zu retten. Die auf den beiden oberen Brettern befindlichen Bücher habe ich notgedrungen auf dem Fußboden gestapelt, damit nicht noch mehr zusammenbricht. Das mittlere Regalteil ist etwas schmaler und deshalb nicht ganz so stark belastet. Das dritte Teil enthält etwas weniger Bücher, aber ich traue dem Frieden nicht.

Zur Entlastung (sic!) beziehungsweise Entschuldigung der Regale sei erwähnt, dass es sich hier um preiswerte Exemplare aus dem Möbelmarkt handelt. Ich war davon ausgegangen, dass eine nicht allzu große Anzahl (so zirka 600-700) Bücher darauf durchaus dauerhaft untergebracht werden könnte. Das war dann wohl nix.

Natürlich gibt es auch Regale in stabilerer Ausführung. Ausreichend dimensioniert, um meine Strickbücher auf zwei Metern Flur unterzubringen, dürfte so etwas ungefähr das Sechs- bis Siebenfache dessen kosten, was ich in diese Billig-Bruch-Ausführung investiert habe. Mir widerstrebt es, so viel Geld für einen brauchbaren Ersatz auszugeben. Die Bücher auf mehr Regale zu verteilen ist aus Platzgründen leider nicht möglich. Wie ich hier weiter verfahre, weiß ich noch nicht.

6 Gedanken zu „Du hast zu viele…“

  1. Liebe Kerstin,
    mein Rat: spring über deinen Schatten und gönn‘ dir ein paar Meter Bücherregal aus massivem Holz. Ich habe vor ein paar Jahren alle Billigregale aus der Diele und dem Wohnzimmer verbannt und es keinen Moment bereut. Gerade im Flur, wo gleich beim Betreten der Wohnung und bei jedem Vorbeigehen der Blick darauf fällt, und im Wohnzimmer, wo man nicht nur auf’s Strickzeug guckt, sollte man sich doch mit möglichst schönen Möbeln umgeben.
    Viele Grüße
    Ulrike

  2. Oh ja, das durfte ich auch schon erleben, zu viele Bücher ins Regal gequetscht, die Rückwand hat’s rausgehauen und: kladderabumm; 200 heb auf.

    Ich habe die alten Regale weiter verwendet, vielleicht gönne ich mir beim nächsten Umzug welche, wenn’s Geld reicht. Bei meinen Buchmassen fällt das Regal gar nicht auf.
    Repariert habe ich so:
    – ggf. anzeichnen, wo die Bretter sitzen sollen (oder bewährten Abstand beibehalten)
    – Bretter einlegen
    – von außen die Bretter von einer Seite an die Regalwand schrauben (Holzschrauben mit Flachkopf)
    – Rückwand einlegen
    – andere Seite festschrauben
    – an ein paar Stellen auch die Rückwand an die Bretter schrauben
    Das habe ich alleine hinbekommen, aber eine dritte und vierte Hand zum Halten schadet nicht. Hält seit Jahren bombenfest.
    Im Wohnzimmer habe ich ein Buchkarussell, nicht das abgebildete, aber gleich aussehend und von jemandem für den Viertel des Preises handgefertigt. https://www.biber.com/artikel/1/0426193/buecherkarussell-gross/, da stehen 300 Bücher drin.

  3. Vielen Dank, Ihr Lieben, für Eure Kommentare.
    @Ulrike: Das Regal befindet sich im hinteren Teil des Flurs, der nicht so „öffentlich“ ist. Deshalb war es nicht wichtig, dass es dort (re)präsentabel aussieht.
    Ich trug mich schon vorher mit dem Gedanken, Regale nach Maß vom Tischler anfertigen zu lassen, aber ich weiß nicht, wie lange ich in dieser Wohnung noch bleibe, und in der nächsten wird der Stellplatz deutlich knapper. Deshalb schrecke ich davor zurück, relativ viel Geld in etwas zu investieren, dass ich irgendwann nicht mehr gebrauchen kann.
    @Michaela: Mein Vater war ein begnadeter Hand- und Heimwerker, hat mir aber leider seine diesbezüglichen Gene nicht weitervererbt. Ich bin diejenige, die jeden Nagel schief in die Wand kloppt, die beim Tapezieren die herunterfallenden Tapetenbahnen als Kapuze auf den Kopf bekommt und die bei Holzarbeiten alles in Splitter verwandelt, die dann in sämtlichen Fingern stecken bleiben.
    Alles, was in Richtung Heimwerken geht, wird delegiert, um die Schäden in Grenzen zu halten. 😉

  4. Wie wäre es mit second Hand-Möbeln?
    Entweder mal in die Sozialkaufhäuser der Umgebung nachsehen gehen, oder auch die üblichen Kleinanzeigen. Wenn man Geduld hat findet man irgendwann etwas richtig schönes, das auch passt und günstig ist. Viel Erfolg deine Strickbibliothek wieder gut unterzubringen.

  5. Moin zusammen,
    solch ein Erlebnis der besonderen Art hatte ich auch schon einmal, als mein Mann und ich damals nach unserem Umzug den Kleiderschrank wieder aufbauen mussten. Des Rätsels Lösung war ganz einfach. Im Bausatz waren so kleine unscheinbare Plastikwinkel. Keiner von uns wusste etwas damit anzufangen. Meine Tochter (unser Handwerker in der Familie) hat sich das angesehen und gesagt, dass die Dinger die Seitenwände mit der Rückwand verbinden. Das Problem war dann schnell erledigt. Seitdem hält der Schrank.
    Diese Plastikwinkel gibt es auch in Metallausführung. Man bekommt sie für wenig Geld im Baumarkt.
    Ansonsten weiß ich noch eine kostengünstige Alternative zu Holzschränken. Einfach Wandregale bauen. Zur Befestigung gibt es Leisten aus Metall, die an der Wand festgeschraubt werden müssen. Diese Leisten haben senkrechte Schlitze für die Regalhalterungen, die man in verschiedenen Längen kaufen kann. Kostenpunkt für ein Regal von 1,40 m Breite und drei Regalbrettern: weit unter 100,– EUR. Das einzige, was dann noch gebraucht wird, sind Schrauben und Dübel, sowie eine Bohrmaschine und ein Akkuschrauber. Als Regalbretter kann man bereits vorhandene nehmen, deren Breite vorher ausgemessen werden muss, um die richtigen Stützen dafür zu kaufen.

    LG Sabine

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