…in wie viele fast mikroskopisch kleine, aber dennoch mühelos mit bloßem Auge wahrnehmbare Teile sich ein Papiertaschentuch in der Waschmaschine zerlegen kann. Und all diese Teilchen suchen sich dann vorzugsweise auf den dunklen Wäschestücken ein neues Zuhause!
Satureja
Bohnenkraut kann man nicht nur für Bohnen-Gerichte verwenden. Dies ist eines meiner Lieblingsgerichte, Kartoffelsalat mit Tomaten und viel Bohnenkraut, aber ohne eine einzige Bohne. 🙂

So geht’s:
500 g Kartoffeln gar dämpfen, nicht abschrecken, sondern möglichst heiß pellen und in Scheiben schneiden. Sofort in eine Marinade aus 4-6 Esslöffeln Olivenöl, 6 Esslöffeln kräftiger heißer Brühe und 4 Esslöffeln Weißweinessig geben. Zwei Esslöffel fein gehacktes frisches Bohnenkraut dazu. 30 Minuten ziehen lassen.
500 g Tomaten waschen, in Spalten schneiden und zu den Kartoffeln geben.
150 g griechischen Feta würfeln, zum Salat hinzufügen, alles durchmischen und mit Pfeffer und ggf. Salz abschmecken.
Einfach genial!
Über einen Link in den Kommentaren der von mir verehrten Marilyn (Knitting Curmudgeon) fand ich dieses Blog.
Eine so umfangreiche und liebevoll kommentierte Sammlung von hinreißenden Hangovers ist mir noch nicht vor die Augen gekommen. Ich kann die Seite nur empfehlen.
Alle reden über das Wetter
Ich auch. Ich finde es momentan richtig prima, so um die 20° und mit genügend Regen. 😉 In den vergangenen Wochen war es mir viel zu warm. Als gebürtige Hanseatin bevorzuge ich gemäßigte Temperaturen, möglichst deutlich unter 30° im Schatten. Was darüber hinausgeht, grenzt für mich an Körperverletzung.
Auch zum Stricken fühle ich mich eher inspiriert, wenn es etwas kühler ist. Zur Zeit plane ich eifrig an neuen Projekten herum. Eins ist sogar schon in Arbeit, aus dem weiter unten erwähnten Baumwoll-Leinen-Gemisch. Ich schrieb, es zwei- und dreifädig verstrickt zu haben. Anscheinend verursachte die Hitze bei mir auch eine ernste Dyskalkulie, denn ich hatte mich verzählt. Tatsächlich verwendete ich es in der einen Probe dreifach und in der anderen vierfach. Als die Vierfach-Kone aufgebraucht war, ich neu spulen mußte und schon meinte, ich sei damit fertig, fiel mir glücklicherweise noch auf, daß da noch ein Fädchen fehlte, sonst hätte es leicht ein mittelgroßes Desaster gegeben. Mal schauen, wie weit ich jetzt damit komme.
Außerdem habe ich dabei gelernt, daß Bimbo, der elektrische Wollwickler, nur ungern länger als eine Stunde am Stück wickelt. Danach wird er so heiß, daß man beginnt, um seine Gesundheit zu fürchten. Vielleicht ist er auch Hanseat.
Gute Neuigkeiten
Monika Bauer wird die Strickschule Hamburg übernehmen, in ihren eigenen Räumen in Barsbüttel bei Hamburg natürlich. Sie hat die Schulungen für Dodo Bürkels letzte Kunden übernommen und ist außerdem eine erfahrene Strickerin. Seit mehr als 20 Jahren strickt sie auf Brother Maschinen. Da sie noch keinen Internet-Zugang hat, werde ich die Strickschule-Seiten für sie weiterpflegen. Über die Inhalte entscheiden wir in Kürze.
Ich bin froh, daß es dort weitergeht. Es gibt viele Strickerinnen, die nach wie vor auf der Suche nach Hilfe und Kursen sind. Nun habe ich wenigstens für die im Norden eine Adresse, an die ich sie weiterschicken kann.
Viva Paranoia
Die meisten Menschen gehen wohl zu Recht davon aus, daß Handarbeitsinteressierte ein außerordentlich friedfertiges und hilfsbereites Völkchen sind. Ausnahmen sind selten — ich weiß von einigen langjährigen Fehden, die immer noch der Erheiterung ganzer Online-Gemeinschaften dienen — und beruhen nach meinem Kenntnisstand eher auf persönlichen Animositäten als auf einem bösartigen Naturell.
Es gibt da aber tatsächlich einen Händler (oder ist es eine Händlerin? Nein, zu einer Frau paßt so ein Verhalten nicht wirklich), der seinen Internet-Besuchern vor allem unterstellt, sie seien asoziale Online-Rowdies, die nichts als Unfug und Ruhestörung vorhaben. Wie böse das ist und daß man so etwas nicht tun darf, erläutert er allen, die sich in sein Online-Forum verirren, das folglich den Charme eines mittelalterlichen Folterkellers ausstrahlt. Wer sich auch nur mit dem Gedanken eines Fehlverhaltens trägt, dem werden vorsorglich schon mal schlimmste Strafen inklusive Online-Pranger und virtueller Exkommunikation angedroht, so wie man früher dem armen Delinquenten die Folterwerkzeuge zeigte.
Was um alles in der Welt verspricht sich der Besitzer von Stricknadel-Schmitzens virtuellem Handarbeits-Pranger davon, die Leute so massiv von der Benutzung seines Forums abzuschrecken, daß sich innerhalb eines Jahres gerade mal zehn Unerschrockene getraut haben, ein knappes Dutzend Nachrichten zu verfassen?
Kleine Freuden
Manchmal ist es ja absurd, über welche Kleinigkeiten man sich riesig freuen kann. 🙂 Heute rief mich Maren K. aus dem Norden an. Sie versucht, die Restbestände von Dodos Strickschule in gute Hände zu vermitteln. (Keine Hektik, die Rosinen sind bereits herausgepickt, z.B. von der übereifrigen Dame aus W., die sich, wie mir berichtet wurde, mit sicherem Griff sofort sämtliche verfügbaren Nadelsperrschienen und Doppelbettgewichte unter den Nagel riß, Dodos Sohn dafür ein Trinkgeld in die Hand drückte und von dannen zog. Man konnte sie gerade noch daran hindern, auch noch alle verbliebenen Ersatznadeln und verschiedene andere lose Teile mitgehen zu lassen.)
Wo war ich stehengeblieben? Ach ja. Also, Maren versucht, die Reste gegen ein kleines Entgelt an solche Leute zu vermitteln, die etwas damit anfangen können und nicht nur fleddern wollen. Speziell sind noch mehrere Formstricker vorhanden, die ein neues Zuhause gebrauchen könnten. Formstricker, das sind die Dinger mit den großen Folien, auf die man den gewünschten Schnitt in Originalgröße aufzeichnet, dann stellt man das Gerät gemäß Maschenprobe ein, und der Schnitt läuft sozusagen während des Strickens mit. Besonders gut sind sie nach meiner Erfahrung für Intarsiendesigns geeignet. Man malt einfach die Form auf, die man einstricken will, und voilà, genau so kommt sie dann heraus, ohne Rechnen und ohne Verzerrungen. Falls jemand also günstig so ein Gerät haben will, einfach bei mir melden, ich vermittle dann den Kontakt zu Maren.
Und was hat nun bei mir eine Riesenfreude ausgelöst? Vor einem halben Jahr habe ich den Doppelbett-Arbeitshaken meines Grobstrickers kaputtgemacht, übrigens bei dem Versuch, den farbigen Markierungsring von einem gebrauchten elektrischen Zahnbürstchen zu lösen, um ihn auf ein neues Bürstchen zu setzen. Seither benutze ich vorsichtshalber ein unmarkiertes Bürstchen und kann allen elektrischen Zahnbürstenbenutzern nur dringend davon abraten, Strickmaschinenwerkzeuge zweckzuentfremden.
Kommen wir auf den Punkt: Unter den vielen kleinen Teilen fand Maren just das, was mir fehlte. Sobald es mich das nächste Mal wieder in den Norden verschlägt, wartet dort auf mich ein neuer Arbeitshaken, und mein Werkzeug ist dann wieder komplett.
Sommerlich
Für alle, die den Sommer auch kulinarisch genießen möchten:

Gemischte sommerliche Früchte wie Mango, Erdbeeren, Brombeeren, Kirschen, Bananen, Aprikosen…

mit feinem Rum-Sabayon serviert. Dafür braucht man:
2 Eigelb
1 Esslöffel Zucker
4 Esslöffel weißen Rum
4 Esslöffel Wasser
Alle Zutaten in einer Metallschüssel über heißem Wasser schaumig aufschlagen und über das Obst geben.
Allerbesten Appetit!
Das Waschen macht den Unterschied
Kürzlich habe ich mit einem Baumwoll-Leinen-Gemisch experimentiert, von dem ich eine ziemlich große Menge habe. Es ist zu dünn, um es einfach zu verstricken, deshalb habe ich es sowohl zwei- als auch dreifach gespult verstrickt und natürlich gewaschen — man wird ja vorsichtig.

Das Bild zeigt zwei Proben. Die kleinere besteht aus zwei Fäden, und ich habe sie im Schonwaschgang bei 30° gewaschen. Die Farben blieben unverändert, eine Art Beigemeliert. Die darunterliegende, größere Probe, dreifädig verstrickt, warf ich versuchsweise mal mit in die 60°-Wäsche. Wie bei Baumwolle und Leinen nicht anders zu erwarten, überstand sie diese “Tortur” problemlos, allerdings bleichte das Material, vermutlich infolge des stärkeren Waschmittels, etwas aus zu einem nicht ganz so lebendigen, aber dennoch sehr ansprechenden Natur-Ton.
Diese etwas dickere Probe hat mehr Substanz und Griff und dürfte sich besser für Kleidungsstücke eignen, die die Form halten sollen. Das dünnere Dingens fällt lockerer und wirkt weniger stabil.
Ich könnte mir gut vorstellen, das fertige Gestrick (was immer es einmal werden mag, noch gibt es keine konkreten Pläne) später in der Waschmaschine mit handelsüblichen Textilfarben zu behandeln, um eine größere Farbvielfalt zu erreichen.
Unachtsam?
Auf der ersten Alpen-Etappe der Tour de Suisse hat Jan Ullrich das Gelbe Trikot verloren.
Kann der Mann nicht ein bißchen besser auf seine Sachen aufpassen?