Milchkaffee hat überhaupt nichts mit Sand gemeinsam, abgesehen von der Farbe.

denn Stricken macht glücklicher
Milchkaffee hat überhaupt nichts mit Sand gemeinsam, abgesehen von der Farbe.

sah ich heute abend dieses Schild vor einem Fleischer-Fachgeschäft.

Ob man sie nach der Blutspende wieder laufen lässt?
Oder wird der Rest auch verarbeitet?
Muss ich mir zukünftig Sorgen machen, wenn ich Besuch von außerhalb bekomme?
Ich hatte leider keine Zeit, in den Laden zu gehen und nachzufragen.
Das Wollschaf fragt diesmal:
Man findet immer mehr Anleitungen für Tiere, auch Phantasietiere oder Amigurumis, die aber wohl öfter gehäkelt werden.
Mittlerweile kann man sogar gestrickte Bakterien oder Viren anfertigen. Und die Anleitungen für ganz abstrakte Sachen
werden beispielsweise von Mochimochiland angeboten.
1. Hast du auch schon einmal Tiere, Amigurumis o. ä. angefertigt? Welche?
2. Welche faszinieren dich am meisten?
3. Fertigst du sie regelmäßig an? – Für dich oder als Geschenk?
4. Wieviel Zeit investierst du in so ein “Kleinteil”?
5. Ist das für dich eine Art Resteverwertung oder kaufst du das Garn dafür separat?
6. Entwirfst du selbst oder strickst du nach?
Herzlichen Dank an Michaela für die heutige Frage!
Ich habe mir mal erlaubt, die Fragen durchzunummerieren, damit sie einfacher zu beantworten sind:
1. Nein.
2. Keine. Ich möchte nicht einmal welche geschenkt bekommen. Sie werden auf meiner persönlichen Unbeliebtheitsskala auch nur ganz knapp von Stehrümchen geschlagen. Was aber nicht heißt, dass ich mir nicht mit einer gewissen Faszination angucke, was andere so an Seltsamkeiten stricken. Mir geht’s da wie mit einer hässlichen Hautkrankheit: Ich möchte so etwas um keinen Preis haben, aber es ist trotzdem interessant anzuschauen.
3. Nein. Wenn ich wüsste, dass jemand, den ich beschenken möchte, die Dinger toll findet und ohne so etwas nicht leben kann, dann würde ich wohl mal so ein Etwas anfertigen. Ansonsten: Nein, ich stricke so etwas nicht.
4. Null. Ich habe eh schon zuwenig Zeit zum Stricken und mag die nicht auch noch in sinnfreie Dinge investieren.
5. Zur Verwertung von Resten wären sie sicher gut geeignet. Für so ein Viech Garn kaufen fiele mir aber im Leben nicht ein. Ich habe außerdem so viel Garn, dass sich in meinen Vorräten garantiert etwas Geeignetes fände.
6. Weder-noch.
Mehr als zehn Tage ist es nun schon her, dass ich der Wollerey, die ja inzwischen nicht mehr schier unerreichbar fern ist, einen Besuch abstattete. Abgesehen von fabelhaft gutem Essen und der romantischen Umgebung gab es auch die schönen Garne zu bestaunen. Natürlich konnte ich nicht widerstehen und musste einfach etwas von der himmlisch wolkenweichen “Carmano” mitnehmen. 80 % Babyalpaka von der allerkuscheligsten Sorte und 20 % Seide ergeben dieses traumhaft weiche Garn.
Diese Farbe scheint extra für mich gefärbt worden zu sein, sie war noch nicht mal etikettiert, da hatte ich sie schon beim Wickel (bzw. beim Strang) und konnte mich gar nicht davon trennen:

Ein weicher Farbton zwischen Braun und Weinrot
Und diese Farbe (Kürbis, sagt Dagmar; für mich sieht es ein bißchen aus wie Räucherlachs) musste ebenfalls mit nach Hause:

Ein gedämpfter Orange-Ton
Das dunkle Garn ist fest für eine Jacke für mich verplant. Aus dem hellen Garn wird etwas Schönes für eine liebe Verwandte, der nicht nur diese Farbtöne sehr gut stehen, sondern die auch Gestricktes über alles schätzt. Nun muss es nur noch etwas kühler werden (zehn Grad weniger wären prima), damit sich Wolle und Nadeln nicht mehr so klebrig anfühlen.
Lila ist für mich ein rötliches Violett. Hell-Lila ist demzufolge ein pastellfarbener rötlicher Mischton, fast ins Rosa gehend. Auf mich wirkt dieser Farbton zart, wenig ausdrucksstark und “kosmetisch”. Es gibt in meinem Haushalt kaum etwas in dieser Farbe.

Ich mag Flieder sehr gern, vor allem wegen seines betörenden Duftes. Deshalb hier ein (leider duftloses) Fliederbild aus diesem Frühjahr, das den Farbton sehr gut trifft.
Das Wollschaf fragt:
Was ist für dich das perfekte Urlaubsgestrickt? Etwas Großes, Kompliziertes? Lieber etwas Kleines? Nach welchen Kriterien entscheidest du, was eingepackt wird?
Darauf kann ich wieder einmal mit einem klaren “es kommt darauf an” antworten.
Was für ein Urlaub soll’s denn sein? Wohin soll die Reise gehen, welches Verkehrsmittel wird verwendet, wieviel Gepäck ist somit möglich und sinnvoll, was für Wetter und welche Aktivitäten sind am Zielort zu erwarten?
Wer mit dem (nicht zu kleinen) Auto fährt, kann problemlos Material für ein größeres Teil einpacken. Bei begrenztem Platz im Gepäck, z.B. mit dem Rucksack auf dem Westweg im Schwarzwald oder über den Rennsteig im Thüringer Wald, wird jeder halbwegs vernünftige Mensch natürlich nur etwas Kleines und Leichtes mitnehmen. Wer mit dem Flugzeug reist, unterliegt ebenfalls gewissen Einschränkungen beim Gewicht des Gepäcks. Für eine Bus-Rundfahrt würde ich eher einfache Muster vorsehen; wer ruhige Abende in der Ferienwohnung verbringt, wird sicher komplexere Anleitungen bevorzugen. Und wer den Tag über nur am Strand und abends in der Bar ist, braucht wahrscheinlich gar kein Strickzeug.
Meine persönliche Empfehlung wäre, dünnes Garn und ebensolche Nadeln zu verwenden, weil man daran länger stricken kann. Und unbedingt die Anleitung oder den Aufschrieb mit einpacken, sonst wird es sehr frustrierend! Was außerdem nicht fehlen sollte: Ein Täschchen mit allem benötigten Strickzubehör wie Schere, Stopfnadeln, Häkelhaken (für gefallene Maschen), Reihenzähler, Maschenmarkierer, Maschenraffer, Maßband und so weiter und natürlich genügend Garn fürs Projekt.
Ich wünsche allen Urlaubmachenden gute Erholung.
Es tut mir leid, für Euch sieht dieses Blog derzeit kaputt aus, aber das ist, soweit ich es feststellen kann, firefoxspezifisch, und anscheinend auch erst seit dem letzten Update.
In Opera, im Internet Explorer, in meinem Feedreader und auch im Safari, den ich auf dem IPad habe, sieht alles so aus, wie es sich gehört.

Ich hoffe, ich finde eine Lösung für eine korrekte Darstellung im FF.
Es gibt kaum eine Farbe, die ich so wenig mag wie Schwarz. Die Ursachen für diese Ablehnung sind vielfältig und nicht ganz einfach zu erklären.
Natürlich hatte ich, wie wohl jeder, in jungen Jahren meine Schwarz-Phase. Noch knapp bevor ich dreißig wurde, lief ich gelegentlich von Kopf bis Fuß in Schwarz gekleidet herum und fand das toll. Klar, Schwarz gibt Sicherheit, weil alle es tragen. Man kann scheinbar damit nichts falsch machen. Es ist eine enorm praktische Uniform und dazu noch relativ schmutzunempfindlich.
Schwarz ist absolut. Es sagt “ich habe sowieso recht”. Es erstickt jede Diskussion. Nicht umsonst ist es die Farbe von Richtern, Henkern, Beratern aller Art (fast hätte ich geschrieben “jeglicher Couleur” ), Juristen und Topmanagern. Und ich glaube, das ist der Grund, weshalb ich es nicht mag. Schwarz will gern manipulieren und etwas vortäuschen (Schlankheit, Selbstsicherheit, Sachverstand), was in Wirklichkeit beim Träger nicht unbedingt vorhanden ist. Das merke ich, und es stört mich, wenn man mich solcherart für dumm verkaufen will. Schwarz macht mich vor allem misstrauisch: Soll da etwas verborgen werden?
Ich trage auch deshalb kein Schwarz, weil ich es unnötig finde, meine Körperfülle, meine Schüchternheit oder meine Dummheit zu verstecken. Früher oder später werden sie sowieso offenbar. Wer es nötig zu haben meint, nun ja. Sorry, aber ich nehme chronische Schwarzträger nicht für voll. Spätestens ab dreißig sollte eine Persönlichkeit so weit gereift sein, dass sie sich nicht ständig in der Dunkelheit verstecken will und das Leben auch mal eine Weile ohne das Exoskelett dieser Nicht-Farbe aushält.
Schwarz ist ambivalent. Es ist sowohl die Farbe der Konservativen wie auch die der Revoluzzer. Das beinhaltet für mich eine gewisse Undurchschaubarkeit, ja Unehrlichkeit. Unehrlichkeit und Täuschung mag ich nicht. Bitte nicht falsch verstehen: Ich will gar nicht alle Eure Geheimnisse wissen, behaltet sie ruhig für Euch. Aber erzählt mir keine Unwahrheiten.
Dass Schwarz schlank macht, halte ich für Aberglauben. Ich sehe täglich viele schwarz gekleidete Menschen, sowohl schlank wie auch rundlich, aber die Farbe allein macht sie keinen Zentimeter dünner, es sei denn, sie sind schon klapperdürr, dann sehen sie in Schwarz aus wie Gevatter Tod. Schwarz verstärkt die Schatten und lässt die Falten in ihren Gesichtern noch tiefer erscheinen.
A propos Tod: Es gibt für mich einen Grund, mich schwarz zu kleiden: Wenn ich in Trauer bin. Und ich habe Verständnis für alle, die ebenfalls aus diesem Grund Schwarz tragen. Es symbolisiert in diesem Fall die Abwesenheit von Licht und Freude. Es spiegelt die Düsternis im Inneren der Seele. Und es gewährt dem, der es trägt, Schutz und Halt, damit man trotz Trauer und Schmerz doch noch Haltung bewahren kann.
Mein Bild für heute hat mit meinem Text nicht viel zu tun. Es zeigt ein ziemlich neues Mitglied des Haushalts, das eigentlich gar nicht für mich gedacht war, das ich nun aber gewissermaßen adoptiert habe, weil es in mancher Hinsicht außerordentlich praktisch ist. Schwarz ist es übrigens nur äußerlich. Innen ist es so bunt, wie man möchte.

Der linke “Knotty”-Handschuh ist fertig, auch zehn Runden am Tag ergeben einen Fortschritt. Und ich habe sogar schon die Fäden vernäht. Verbraucht habe ich 35 g eines namenlosen roten Wollmeise-Versuchskaninchens. Ich habe die Anleitung bei den Fingern ein wenig modifiziert: Ungefähr auf halber Höhe der Finger, dort, wo sie bei mir etwas schmaler werden, habe ich jeweils drei Maschen (eine pro Nadel) verteilt abgenommen. Sonst hätte der obere Teil ziemlich wurstig ausgesehen. Jetzt passt es gut.

The left “”Knotty“ glove is finished; even only ten rounds per day eventually yield a result. And I’ve already sewn in the threads. I used 35 g of an unnamed red Wollmeise Versuchskaninchen. I modified the fingers: At about half the height, where my own fingers get slimmer, I decreased three stitches evenly, one per needle. Otherwise, the upper part would have bulged around my fingertips. It fits well now.
Bei Braun denke ich fast automatisch an Essbares: Ochsenschwanzsuppe, Gänsebraten, Schokoladenkuchen. In meinem Vorratsschrank sind immer Zutaten wie Mandeln und Nüsse, Rosinen oder, auf dem Bild, Datteln.

Braun symbolisiert die Erde, auf der wir stehen, Heimat, Zuhause und durchaus auch hausbackene Miefigkeit. Es ist die dunkle Schwester des Orange, nicht mehr Anregung und Aktivität, sondern passives Behagen, Sicherheit, Bodenständigkeit, Gemütlichkeit. Und es ist natürlich politisch konnotiert.
Ich bin Synästhetikerin, und diverse Grapheme haben bei mir Brauntöne. Das M ist goldbraun, das P dunkelbraun, das R ist rötlichbraun, ungefähr so wie die Datteln auf dem Bild. Die Ziffer 9 liegt farblich zwischen P und R.