Das erste fertige Projekt – The first finished project

Es ist natürlich nur eine Kleinigkeit, knapp 80 g wiegt diese “Milo”-Version (Ravelry-Link). Gestrickt ist sie in Größe 9-12 Monate. Ich konnte dafür drei verschiedene Wollmeise-Reste verwenden (und zwei davon komplett aufbrauchen), die gut zusammenpassen. Bei dieser Farbenpracht finden die Eltern ihr Töchterchen ganz sicher auch im Dunkeln.

Milo Top

For a start, this is just a tiny project. This version of the “Milo” top (Ravelry-Link) weighs just under 80 grams. The size made is for 9-12 months. I was able to use three different oddments of Wollmeise yarn (two of them were completely used up, hurray), which go together quite well. With this blaze of colour, the parents will find their little daughter even in the darkest night.

Eine neue Mütze – A new hat

Nachdem ich die erste Version von “Corella” an der Garderobe im Haus meiner Eltern “vergessen” hatte (sie war in hellem Türkis, das steht mir nicht besonders gut, aber meiner Mutter umso besser), war ich motiviert, eine zweite anzufangen. Das Muster strickt sich nämlich fabelhaft und kein bißchen langweilig. Es enthält Zopf-Partien und Lochmuster, und man kann es sich gut merken. Zugegeben, beim Beginn einer Runde muss ich immer erst aufs Diagramm gucken, aber die einzelnen Rapporte laufen dann praktisch von selbst. 🙂
Inzwischen habe ich knapp die Hälfte geschafft. Ich stricke die mittlere Größe in der Weite, aber die größte Größe in der Höhe, und das Ganze eine Nadelstärke feiner als in der Anleitung vorgesehen. Damit wird diese Version etwas schwerer, dichter und wärmer als mein erster Versuch.

Corella, Start

Having “forgotten” my first version of “Corella” at the coatrack in my parents‘ house (it was in light turquoise, which does not suit me at all, but suits my mother so much the better), I was motivated to start a second one. The pattern is a joy to knit and not at all boring. It contains cables as well as lace, and it is easy memorized. I admit, I have to resort to the chart at the start of each round, but after that it’s simple.
Meanwhile almost half of the hat is done. I’m working the medium size in width, but the largest size in height, and altogether I’m using a smaller needlesize than stated in the instruction. Thus, this version will turn out a bit heavier, tighter and warmer than my first attempt.

Die verstrickte Dienstagsfrage 52/2011

Das Wollschaf fragt diese Woche:
Ich stricke gerade ein Zopfmuster und frage mich, was benutzt ihr denn so alles als “Hilfsnadel”. Nur spezielle Zopfnadeln, normale andere Stricknadeln, oder gar andere Materialien???
Vielen Dank an Patricia für die heutige Frage!
Das Wollschaf wünscht allen einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Danke für die guten Wünsche, und jetzt zur Beantwortung:
Zopfnadel? Braucht man so etwas? 😉
Einfache Verkreuzungen (bei denen eine Maschengruppe vor oder hinter einer anderen Maschengruppe abgestrickt wird) stricke ich ohne Zopfnadel, erstens weil es schneller geht, zweitens weil auf diese Weise eine Zopfnadel nicht abhanden kommen kann. Höchstens bei sehr glattem Garn könnte es schwierig werden, weil die Maschen sich eventuell auflösen. Allerdings kommen Zopfstrukturen in solchem Garn ohnehin nicht so gut zur Geltung, so dass sich das Problem kaum stellt.
Es gibt komplexe Zopfmuster, bei denen eine Maschengruppe vor die Arbeit und eine hinter die Arbeit gelegt wird, erst dann werden die nachfolgenden Maschen gestrickt. Bei solchen Mustern würde ich eine normale, in der Mitte “eingedellte” Zopfnadel verwenden, um die Maschengruppen besser voneinander trennen zu können. Auf so eine Nadel bekommt man die Maschen schnell drauf und schnell wieder herunter, das ist mir wichtig für einen zügigen Strickfluss. Extrem gebogene Nadeln mag ich nicht, bei denen sind mir die Wege zu lang.
Mir fiel bei Patricias Seite übrigens auf, dass sie sehr anstrengend zu lesen ist. Die relativ helle und ungleichmäßig gefärbte Schrift macht einem das Lesen zur Qual, wenn die Augen nicht mehr besonders gut sind. Schade.

Überraschung im Tiefkühlfach

Heute wollte ich eine für Weihnachten gekaufte Gänsebrust in den Tiefkühlschrank legen. Dabei fand ich darin einen ungewöhnlichen Gefrierbeutel vor. Er war zum Glück sorgfältig beschriftet:

eingefrorene Wolle

Da habe ich also im Oktober drei Stränge Rowan Magpie Aran wegen Verdacht auf Mottenbefall in den Tiefkühlschrank gelegt und dann prompt zehn Wochen lang vergessen. Ohne Weihnachten hätte die Wolle dort vermutlich noch länger gelegen.

Hoffentlich vergesse ich nun nicht, die Gänsebrust rechtzeitig zum Auftauen herauszunehmen…

Die verstrickte Dienstagsfrage 51/2011

Das Wollschaf fragte diesmal:
Fertigt ihr gestrickte oder gehäkelte Weihnachtsgeschenke an?
Wann fangt ihr damit an?
Wieviel Zeit investiert ihr dafür?
Wer sind die Beschenkten?
Vielen Dank an Reni für die heutige Frage!

Meine Antwort kommt etwas spät, hoffentlich liest überhaupt noch jemand mit.
Im Prinzip und über die Jahre betrachtet fertigte ich viele gestrickte Geschenke an. Das können Pullover sein (gehen schnell mit der Strickmaschine), Socken (gehen noch schneller) oder kleinere handgestrickte Artikel wie Mützen, Handschuhe oder Schals. In manchen Jahren habe ich die ganze Familie auf diese Weise bedacht. Gestrickt wird daran praktisch das ganze Jahr über, immer mal wieder ein Teil, wie es gerade passt und wie ich Lust habe. Bloß kein Stress in letzter Minute.
Dieses Jahr verschenke ich aber nur ein gestricktes Teil. Es wurde im Oktober angefangen. Die Empfängerin kennt es, kennt es aber nicht; sie hat es gesehen, hat es aber noch nicht gesehen, und sie hat es in der Hand gehabt, hat es aber noch nicht in der Hand gehabt. 🙂
Man könnte, wenn man denn wollte, zu den diesjährigen Geschenken noch einen Pullover und eine Jacke rechnen, aus denen ich *hüstel* herausgewachsen bin, die aber meiner Schwester perfekt passen. Deshalb hat sie sie vergangenen Monat bekommen (und auch schon getragen).

Ein wenig Fortschritt – A little bit of progress

Infolge umfangreicher beruflich bedingter Absenzen und privater Kümmernisse kam ich in den letzten Wochen nicht dazu zu bloggen. Gestrickt habe ich trotzdem. Schwarz fotografiert sich aber schlecht und ist auch nicht eben spektakulär, deshalb hier ein weiteres Fortschrittsfoto meines Skater’s Top.
Ich bin mittlerweile bei der Raglanpasse. Es war nicht angegeben, mit welcher Reihe des Rapports man die Ärmel beginnen sollte, so dass hier viel, nennen wir es mal “kreativer Freiraum” gegeben ist. Die Maschenzahl für die Ärmel korrespondiert nur lose mit dem Musterdiagramm für die Abnahmen, deshalb ist hier ebenfalls Improvisation angesagt. Aber diese Probleme sind bisher alle lösbar. Vielleicht werde ich sogar noch in diesem Jahr fertig.

Layered skater's top
Due to substantial job-related absences and personal grievances, I did not find the time to blog during the last weeks. I continued to knit nevertheless. But black is difficult to photograph and rather dull anyway, so here’s another progress photo of my Skater’s Top.
Meanwhile I’ve reached the raglan yoke. The start row of the pattern for the sleeves was not stated , so there’s a lot of, let’s call it “scope for interpretation”. The number of the sleeve stitches corresponds only losely with the pattern chart, which means even more improvising. But so far all these issues have been resolvable. Maybe I’ll even finish the top this year.

Knapp 35 Gramm – Just under 35 grams

Der Ethereal Triangular Shawl ist fertig. Er ist nicht besonders groß, etwa 140 cm breit und 60 cm hoch, und ich habe ungefähr 450 m Garn verarbeitet. Aber er ist das Feinste, Spinnwebigste, das ich je gestrickt habe, und es hat großen Spaß gemacht. Das Muster (Ravelry-Link)ist kostenlos erhältlich, fehlerlos, abwechslungsreich zu stricken, und das Ergebnis ist wunderschön. Danke, Lakshmi Juneja, für diese Anleitung.

Ethereal Triangular Shawl

Shawl detail

The Ethereal Triangular Shawl is finished. It is not particularly large, about 55 inches wide and 24 inches high, and it took about 450 meters of yarn. But it is the finest, most cobwebby thing I’ve ever knitted, and it was big fun. The pattern (Ravelry-Link) is available for free, it is flawless, an interesting knit, and the result is spectacular. Thank you, Lakshmi Juneja, for this design.

Die verstrickte Dienstagsfrage 48/2011

Das Wollschaf fragt diesmal:
Ich stricke gerne und viel, …
Wer verführt uns eigentlich zu dieser Kaufsucht?
Sind es Frauen oder Männer die dieses Werk vollbringen?
Was glaubt Ihr liebe Strickerinnen und Stricker????
Vielen Dank an Sylvia für die heutige Frage!

Was für eine wunderbar philosophische und romantische Frage (ich habe allerdings aus Platzgründen den philosophischsten und romantischsten Teil weggelassen). Offenbar haben die Haptik nagelneuer Wollknäule und Stricknadeln der Fragestellerin ein wenig das Hirn vernebelt, so dass sie simple wirtschaftliche Mechanismen nicht mehr durchschaut.
Ich “glaube”, höchst unromantisch: Die Garn- und Strickzubehörproduzenten brauchen Geld, um ihre Rechnungen zu bezahlen. Damit die mehr oder weniger vernünftigen Strickerinnen dieser Welt ihnen immer wieder neues Geld geben, machen besagte Produzenten uns immer wieder neue Versprechungen, dass wir Wohlbehagen und Gesundheit durch den Kauf ihrer Produkte erlangen. Das nennt man Marketing.
Die ach so gütigen Verführer sind Marketingfachleute, die sich immer neues Zeug ausdenken, damit sie, verführt durch andere Marketingfachleute, sich unter anderem von Deinem Geld, liebe Sylvia, einen neuen Fernseher oder ein neues Handy kaufen können.
Sorry, wenn ich jetzt irgendjemandes Illusionen zerstört habe.

Maschenprobe allein genügt nicht – A Tension Swatch is not enough

Ich könnte schwören, dass ich irgendwo im Wust meiner Notizen nicht nur aufgeschrieben habe, welches Lochmuster hier verwendet wurde, sondern auch, mit welcher Maschenweite diese Probe gestrickt wurde. Zu dumm, dass ich meine Aufzeichnungen nicht wiederfinde. In meinem Projektheft sind sie nicht. In diversen Kladden sind sie ebenfalls nicht. Auch im alten Strickprogramm ist nirgends etwas hinterlegt. Der einzige Anhaltspunkt ist: Glatt rechts komme ich auf 30 Maschen Breite auf 10 cm. Das erreiche ich normalerweise mit Maschenweite 6. Also gehe ich mal ganz mutig davon aus, dass ich meine neue Jacke aus Wollerey “Peruba 3” (nicht mehr erhältlich) mit MW 6 stricken sollte.

Maschenprobe, tension swatch

I could swear that somewhere in the mass of my notes I once jotted down not only the number of the lace pattern, but also the tension setting used for this swatch. Unfortunately I am unable to relocate my notes. They’re not in my project book. They’re not in several swatch-pads. And my old knitting program draws a blank, too. My only clue is: there are 7.5 stitches in stocking stitch per inch. Usually I get this result with TD 6. So I bravely assume that I should knit my new cardigan from Wollerey “Peruba 3” (discontinued) with TD 6.

Layered Skater’s Top

Das Layered Skater’s Top, bis vor wenigen Tagen mein Mitnahmegestrick, ist zum Sofaprojekt mutiert. Ich habe inzwischen die Höhe der Raglan-Passe erreicht, die Ärmelblenden eingefügt und mich erneut über die unklare Anleitung geärgert. Es gibt nämlich keine nachvollziehbaren Hinweise über das Bemustern der Ärmel. Man soll das Muster in derselben Weise fortführen, wie es auf den Leibteilen verläuft, aber leider ist die Maschenzahl nicht exakt auf die Rapporte aufteilbar. Also schummele ich mich irgendwie durch und hoffe, dass es am Ende nicht auffällt, wenn doch ein Fehler drin ist. Bei soviel Gewurschtel und Gefussel stehen die Chancen dafür übrigens ziemlich gut.

Layered Skater's Top

The Layered Skater’s Top, my portable knitting until recently, has mutated into my sofa project. Meanwhile I have reached the raglan yoke, have inserted the sleeve bands and again am annoyed at the vague instruction. To be more precise (quite contrary to the instruction, pun intended), there are no hints as to how to start the patterning on the sleeves. You are supposed to continue the pattern in the same way as established on the body, but the stitch count does not fit. So I am winging it, hoping that there will be no obtrusive mistakes visible at the end. With this much fiddling and fluffing, chances aren’t that bad, by the way.