Murks

Weil ich mit der Passform meiner grünen „Bella“-Mütze nicht hundertprozentig zufrieden war, begann ich mit einer weiteren, diesmal eine Nummer größer und in einer anderen Garnkombination.

Was ich dabei produzierte, möchte ich euch nicht vorenthalten, auch wenn es wahrscheinlich meinen Ruf als kompetente Strickerin nachhaltig beschädigt. 😉

Zunächst ging natürlich alles gut. Gestern abend beendete ich den letzten von sieben Abschnitten mit verkürzten Reihen und machte mich ans Zusammennähen im Maschenstich, um eine möglichst unsichtbare Naht zu erzielen. Nach einigen Stichen sah das Teil irgendwie eigenartig aus, jedenfalls nicht ganz so, wie man sich eine Mütze vorstellt. Ich drehte es hin und her und versuchte, den Grund dafür zu finden.

Naht verdreht zusammengefügt

Beim Versuch, die Nahtkanten aneinander zu legen, dämmerte es mir: Ich hatte es fertiggebracht, die Anfangs- und die Endkante gegeneinander zu verdrehen, ähnlich wie man einen Maschenanschlag verdrehen kann. Passiert war das offenbar schon beim ersten Maschenstich. Da kam der Faden an unerwarteter Stelle zum Vorschein, und ich musste erst einmal überlegen, wie es weitergeht. Wenn ich im Maschenstich nähe, sage ich mir nämlich kein Mantra dazu auf, wie es manche anderen Strickerinnen tun. Stattdessen schaue ich, wie der Faden in den angrenzenden Maschen über und unter der Nähreihe verläuft und versuche das nachzuahmen, indem ich an der richtigen Stelle ein- und wieder aussteche.

Es bleibt mir nichts anderes übrig, als die Stiche behutsam aufzutrennen, die offenen Maschen der letzten Reihe wieder auf die Nadel zu nehmen und von vorn zu beginnen. Wenn ich damit fertig bin, zeige ich natürlich das Ergebnis.

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