Kürzlich hatte ich ja schon über meine Probleme mit langen Maschen beim Handstricken geschrieben. Mittlerweile ist das bewusste Kleidungsstück (Ravelry-Link) fertig.

denn Stricken macht glücklicher
Kürzlich hatte ich ja schon über meine Probleme mit langen Maschen beim Handstricken geschrieben. Mittlerweile ist das bewusste Kleidungsstück (Ravelry-Link) fertig.

Es ist immer noch Erdbeerzeit, und ich habe in den letzten Wochen schon diverse verschiedene Varianten von Erdbeertorten gebacken. Dieses Wochenende war mir nach Experimentieren zumute, und dabei entstand diese ungewöhnliche, erfrischende Kombination aus Erdbeeren und Minze, die bei meinem Publikum großen Anklang fand.
Ich mag Kleidungsstücke, egal ob gestrickt oder genäht, die variable Tragemöglichkeiten bieten und vielseitig kombinierbar sind. Und kürzlich stolperte ich über eine Anleitung für eine Art Weste, die das versprach: Buffalo at the Crossroads.
Vor gut zwei Wochen begann in einem der zahlreichen Ravelry-Foren der Knitalong für einen sommerlichen Schal, genannt Up and Down Summer Scarf. Da ich gerade mit einem Projekt fertig war und Lust auf etwas Neues hatte, machte ich mit. In meinem Fundus fand sich ein mehr als fünf Jahre alter Strang Wollmeise “100 % Merino” (die Qualität heißt seit geraumer Zeit “Pure” ) in der Farbe Igor WD, ein dunkles Violett mit grauen Schattierungen, das mich stark an die Kolorierung eines Hämatoms erinnert.
Es muss im vergangenen Winter gewesen sein, als ich in einem amerikanischen Strickheft (vermutlich war’s Interweave Knits) ein Kärtchen mit der Anleitung für den Nami Cowl zog. Als Material war ein spezieller Garn-Mix von Berroco vorgesehen, bestehend aus zwölf Mini-Knäueln, insgesamt etwa 180 yards, den man sich für 25 US$ bei einem bestimmten Händler bestellen sollte. Ich gebe ja gern mal gutes Geld für exquisite Garne aus, aber 14 Cent (zuzüglich Auslandsporto) pro Meter finde sogar ich ein wenig happig. Mein letzter Garnkauf kostete nicht einmal 5 Cent pro Meter. Zugegeben, es war Sockengarnstärke, aber selbst wenn man das umrechnet auf die Dicke des Berroco-Garns, kommt man immer noch auf einen deutlich geringeren Meterpreis.
Die Anleitung legte ich beiseite, Schals aller Art habe ich genug. Kürzlich fiel mir das Kärtchen aber wieder in die Hände. Diesmal schaute ich es mir genauer an und suchte natürlich auch online nach entsprechenden Projekten.
„Nami Cowl“ weiterlesen
Bekanntlich ribble ich außerordentlich ungern. Lieber verbringe ich eine Stunde damit, einen Fehler im Gestrick auf andere Weise zu beseitigen, als dass ich mehrere Reihen oder Runden komplett wieder aufziehe. Diesmal hat’s mich aber voll erwischt.
Derzeit stricke ich an der ärmellosen Tunika “DonnaRocco” von Birgit Freyer. Sie besteht aus mehreren Lochmustern, die jeweils durch Krausreihen voneinander getrennt sind. Es muss wohl am heutigen Datum liegen, dass ich mich beim dritten Muster ausgerechnet in der 13. Reihe vertan hatte. Ich versuchte deshalb, ein knappes Dutzend Maschen bis zum Fehler am Rundenanfang zurückzustricken. Und dabei passierte es: Die Anfangsmaschen rutschten von der Nadel und lösten sich blitzschnell auf. Es gelang mir nicht, sie mustergemäß wieder aufzusammeln.
„Drei gute Gründe“ weiterlesen
Vergangenen Freitag zeigte eine meiner Arbeitskolleginnen uns anderen, an was sie gerade in ihrer Freizeit werkelte: Tetraederförmige Täschchen, etwa 10 cm hoch, mit Reißverschluss, gedacht zur Aufbewahrung von Schnullern. Die Tagesmutter ihres jüngsten Kindes hatte mehrere genähte Schnullertäschchen bestellt, damit jedes betreute Kind ein eigenes, von den anderen gut unterscheidbares Täschchen bekommt.
„Die Projekt-Pyramide“ weiterlesen
Anfang des Jahres fragte eine meiner bevorzugten Garnfärberinnen, ob ich interessiert sei, ein Tuch testweise zu stricken. Da ich das benötigte Garn (Wollerey “Sedaca”, 100 % Seide, 500 m auf 100 g) im Vorrat und dazu auch noch keine anderen Pläne hatte, sagte ich zu. Einen Tag später kam die erste Info der Designerin Elke Amann, und Ende Januar ging es richtig los.
„Geheimes Teststrick-Projekt Amsterdam“ weiterlesen
Manchmal kann ein Rezept einen Anstoß geben, etwas anderes zu backen, das mit dem Original vielleicht nicht mehr so sehr viel zu tun hat. So ging es mir mit Dr. Oetkers “Süßem Regenbogenkuchen”.
Mir gefiel der Basis-Teig mit Mandeln und Orangen-Aroma. Mir gefiel die Füllung mit Kokosmilch. Ich fand’s lustig, dass der Kuchen bunt ist, aber ganz so papageifarben wollte ich ihn nun auch nicht haben. Und vor allem war es viel zuviel Teig für einen kleinen Wochenend-Kuchen. Also rechnete ich um.
Seit über 30 Jahren stricke ich mehr oder weniger ernsthaft. In dieser Zeit habe ich immer wieder alles, was zur Prozedur der Maschenbildung gehört, also z.B. Nadelhaltung und Fadenführung, an meine jeweiligen Bedürfnisse so angepasst, dass das Stricken möglichst einfach und ohne Hindernisse vonstatten geht. Ich nehme dabei gern etwas Mühe bei der Umgewöhnung in Kauf, sofern ich danach langfristig einen Gewinn an Zeit oder Bequemlichkeit verbuchen kann. Vor gut einem Monat stieß ich aber unerwartet an meine Grenzen.