Weste stricken

Heute gibt es einen hilfreichen und spannenden Gastbeitrag von Pro Lana.
Viel Spaß damit!

In sieben Schritten eine schicke Weste stricken

Eine schön warme Körpermitte verbessert das Wohlbefinden. Nicht nur deshalb sind Westen so beliebt. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie in wenigen Schritten Ihre eigene Weste stricken.

Die Vorbereitung beim Weste Stricken

Die Vorbereitung ist beim Stricken wichtig. Vor allem die Auswahl der richtigen Wolle ist von zentraler Bedeutung. Schurwolle wärmt auf natürliche Weise und trägt sich im Vergleich zu Polyester angenehmer. Unser Tipp für die Wolle Ihrer Weste ist die Merino Pur 125 von Pro Lana. 

Je nach Größe und geplanter Maschenanzahl benötigen Sie eine unterschiedliche Menge an Wolle. Bevor Sie also mit dem Stricken beginnen, ist es wichtig, sich auszumessen, um so die richtigen Maße für das Kleidungsstück zu bestimmen.

Das Stricken einer Maschenprobe

Eine Weste zu stricken benötigt Zeit und klare Vorstellungen von dem, was man anfertigen möchte. Umso wichtiger ist es, mit Hilfe einer Maschenprobe auch das Verhalten in der Wäsche zu überprüfen. So gehen Sie sicher, dass der erste Waschgang klappt und Sie müssen sich keine Sorgen machen, dass die Arbeit umsonst war.

Weste Stricken – der Anfang

Je nachdem, was für ein Modell Sie stricken möchten, kann der Anfang unterschiedlich sein. Bei den Flächen beziehungsweise den Mustern der einzelnen Teile sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Unsere Empfehlung wäre beispielsweise ein klassisches Patentmuster. Nachdem Sie die Maschenprobe erstellt, gewaschen und ausgemessen haben, können Sie mit dem Rückenteil der Weste beginnen.

Es gibt noch weitere Möglichkeiten bei der Wahl der optimalen Wolle. Eine Übersicht von besonders kuscheligen Garnen zum Stricken finden Sie hier.

Das Rückenteil, um eine Weste zu stricken

Zu Beginn der Planung beim Stricken einer Weste steht ein bisschen Mathematik. Das ist leider unvermeidlich. Anhand der Maschenprobe ermitteln Sie die benötigte Maschenanzahl für das Rückenteil. Eine einfache Rechenformel hilft Ihnen dabei. Mit einem Beispiel lässt sich die Rechnung am einfachsten erläutern: Ist Ihre Maschenprobe 24 M x 32 R auf 10 x 10 cm , dann multiplizieren Sie die benötigte Breite in cm mit dem Faktor 2,4. Soll Ihr Rückenteil also eine Breite von 52 cm haben, rechnen Sie 2,4 x 52 cm. Sie erhalten in diesem Fall die Maschenzahl von 125 Maschen.

Jetzt müssen Sie noch prüfen, ob die Maschenanzahl zum Maschenrapport des gewählten Musters passt. Vergessen Sie auch nicht die beiden Randmaschen. Im besten Fall arbeiten Sie mit einem Knötchenrand. Dieser ermöglicht beim Zusammennähen der einzelnen Teile Ihrer Weste eine saubere Naht. Dann geht es ans Stricken.  

Es empfiehlt sich, für die Armausschnitte in der gewünschten Höhe auf beiden Seiten Maschen abzuketten. Ein Maß von 5 cm ist hier empfehlenswert. Wenn die fertige Weste in Oversize getragen werden soll, kann man auch darauf verzichten; in diesem Fall strickt man geradeaus weiter. Die Höhe ab Armausschnitt sollte mindestens 24 cm betragen. Mehr (bis zu 30 cm) schadet auch nichts, denn eine Weste wird ja über anderen Kleidungsstücken getragen. Oben angekommen, wird locker abgekettet. Das Rückenteil als größtes Teil der Weste ist damit fertig.

Nun folgen die Vorderteile. Wir stricken zuerst das linke Vorderteil der Weste. Die Ermittlung der Maschenanzahl ist dabei einfacher. Vor dem Stricken müssen Sie nur entscheiden, ob Ihre Weste eine Blende bzw. Knopf- und Knopflochleiste bekommen soll oder nicht. Haben Sie sich für eine Blende entschieden, müssen Sie noch deren Breite bestimmen.

Vorderteile der Weste ohne Blende

Haben Sie sich gegen eine Blende entschieden, dann halbieren Sie einfach die Maschenanzahl des Rückenteils.

Vorderteile der Weste mit Blende

Soll Ihre Weste eine Blende haben, dann ziehen Sie die Blendenbreite von der halben Rückenbreite ab und berechnen die benötigten Maschen für die restliche Breite des Vorderteils. Wenn die Weste mit Knöpfen verschlossen werden soll, ziehen Sie nur die halbe Blendenbreite von der halben Rückenteilbreite ab, damit die Blenden der beiden Vorderteile überlappen können.

Meistens sollen die Vorderteile dieselbe Länge bekommen wie das Rückenteil, aber falls ein besonderer Effekt gewünscht ist, können sie auch kürzer oder länger gestrickt werden. Für einen V-Ausschnitt nehmen Sie ab Höhe des Armausschnitts an der linken Kante des Gestricks (spätere Körpermitte) regelmäßig Maschen ab, bis die erforderliche Schulterbreite erreicht ist.

Vorderteil rechts

Das linke Vorderteil der Weste ist bereits gestrickt. Das rechte Vorderteil wird gegengleich dazu gearbeitet; die Abnahmen erfolgen also jeweils auf der anderen Seite.

Eine Option: Die Weste mit Ärmeln stricken

Die einfachste Möglichkeit, der Weste Ärmel zu verpassen, besteht darin, diese gerade an die Armlochkante nach unten anzustricken. Das ergibt eine gemütliche Jacke. Selbstverständlich kann man von oben nach unten auch schmaler werden. Auch dafür ist ein wenig Mathematik gefordert. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Ein Tipp zum Schluss, um eine Weste zu stricken

Manchmal ist es nötig, die Teile nach Abschluss feucht zu spannen, und zwar nach den zu Beginn ermittelten Maßen. Schließlich soll die Weste am Ende gut passen.

Abschließend werden alle Teile zusammengefügt. Wir empfehlen, die Seitennähte im Matratzenstich zu schließen, das sieht am ordentlichsten aus.

Zum Schluss werden alle Fäden sauber vernäht. Viel Freude mit der fertigen Arbeit!

Fazit

Eine Weste ist ein schönes, wärmendes Highlight und kann jeden modischen Look ergänzen. In langen Sommernächten auf der Terrasse bei einem leckeren Wein ist sie nicht nur schön, sondern auch praktisch. Bei der Wahl des Materials sollten Sie unbedingt auf natürliche Fasern achten. So wird die Weste besonders angenehm im Tragen.

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