Liebe Apothekerin, auch wenn es 19:00 ist und nur noch zwei Kunden auf Ihre geschätzte Bedienung warten, während Sie gerade bei einer anderen Kundin kassieren, ist das kein Grund, mit dieser Kundin nun eine längere Unterhaltung zu beginnen. Ich kann Ihnen versichern, dass zumindest die eine der wartenden Personen gerade nicht im geringsten an Ihren Erfahrungen mit Heilfasten, dem Wohlergehen Ihrer zwei Kinder oder Ihrer komplizierten Ausbildung an der Heilpraktikerschule interessiert ist, denn besagte wartende Person (meine Wenigkeit) hat exakt neunzehn Minuten Zeit, um zwischen der Ankunft per Straßenbahn und der Weiterfahrt mit dem Bus erstens in Ihrer Apotheke die bestellten Medikamente abzuholen und zweitens im Supermarkt ein Stück weiter an der Straße noch etwas einzukaufen. Sie wissen vielleicht selbst (oder wohl eher nicht), dass man um diese Zeit im Supermarkt an der Kasse Schlange stehen muss. Da sind die fünf Minuten Zeitverlust durch Ihren Smalltalk wirklich entbehrlich, besten Dank auch.
Kategorie: Allgemeines
Was sonst nirgends reinpasst
Liebe Autofahrer!
Aus gegebenem Anlass und weil ich auch eine von Euch bin (ich durfte mein Auto heute sogar zweimal entschneen und enteisen, einmal am Vormittag und einmal am Nachmittag), hier drei Bitten an Euch:
1. Bitte fegt den Schnee nicht nur von zwei Gucklöchern vorn, sondern macht sämtliche Scheiben sauber. Es ist durchaus sinnvoll, wenn auch die Scheibe hinten rechts frei ist. Das merkt Ihr spätestens beim Einparken. Denkt auch an die Außenspiegel!
2. Bitte schaltet das Fahrlicht ein, sofern nicht gerade strahlender Sonnenschein herrscht. Mildes Schneegestöber ist ein exzellenter Grund für Licht. Auch wenn Ihr selber ohne Licht noch etwas erkennen könnt, macht Ihr es mit eingeschaltetem Licht Euren Weggenossen leichter, Euch wahrzunehmen.
3. Und wenn Ihr schon so klug seid, das Fahrlicht einzuschalten, fegt doch bitte vor der Abfahrt den Schnee von den Scheinwerfern, tunlichst vorn UND hinten.
Nicht nur ich werde Euch dankbar sein.
Ein gutes Neues Jahr 2010
Allen meinen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein erfreuliches Jahr 2010 mit guter Gesundheit, Zufriedenheit und Gelassenheit. Einige von Euch, die ich persönlich kenne, haben 2009 schwierige Situationen voller Ungewissheit durchlebt oder stecken noch mitten in der Krise, sei es durch Krankheit oder durch drohenden oder bereits erfolgten Jobverlust. Ich bin in Gedanken bei Euch und drücke fest die Daumen, dass sich Eure Lage bessert.
Für mich verlief 2009 besser, als ich es zu Beginn zu hoffen wagte. Ich habe liebe neue Freundinnen gewonnen (die durchaus nicht alle stricken) und ebenso liebe alte behalten; es gab rührende, schreckliche und tröstliche Momente, ich habe viel gelernt, gelegentlich geweint (zum Glück nicht soviel wie 2008 ), aber auch wieder lachen können. Ich gehe nicht ohne Sorgen, aber mit mehr Zuversicht als noch vor einem Jahr in die Zukunft und wünsche auch Euch Zuversicht und Hoffnung in allen Krisen und vor allem liebevolle Menschen, die Euch beistehen.
Google ist besser als Bing
Zu Silvester wird Saibling gewünscht. Auf mehrfachen Wunsch eines einzelnen Herrn machte ich mich deshalb auf zum Fischzüchter Kötzsch in Klengel, der laut Zeitungsannonce gute, preiswerte Saiblinge haben soll. Da ich ein vorsichtiges Mädchen bin und mich gern vorab orientiere, wohin ich denn fahren muss (ich habe kein Navigationsgerät, sondern verlasse mich weitgehend auf Wegweiser und meinen gesunden Menschenverstand), schaute ich bei Google Maps nach, wo denn wohl die Ortsstraße 42 ist. Bing bietet übrigens auch so einen Landkartenservice an, und ich probierte ihn auch aus. Die Anfahrt ist gleich, aber Bing zeigt die Adresse an einer etwas anderen Stelle als Google. Da im Örtchen Klengel alle Straßen die Bezeichnung Ortsstraße haben, egal in welche Richtung sie führen, war das etwas verwirrend.

Als ich dann in den Ort fuhr, war an einer Abzweigung glücklicherweise ein Hinweisschild zum Fischgeschäft angebracht. Die Angabe bei Google ist korrekt, während Bing etliche Meter danebenliegt.
Beruhigendes Gefühl – Reassuring Feeling
Alle Geschenke sind verpackt, bis auf das letzte, das noch nicht fertig gestrickt ist, aber das schaffe ich bestimmt noch bis Heiligabend. Was mit der Post verschickt werden muss, ist unterwegs. Und das Badische Schäufele für Heiligabend liegt im Kühlschrank bereit.
All gifts are wrapped, except the last one that I’m still knitting on, but I’m determined to finish it before Christmas Eve. The parcels that are to be mailed are on their way. And the Schäufele Baden style for Christmas Eve is waiting in the fridge.
Microsoft Service
Vergangenen Sommer hatte ich zu einem Laptop eine Explorer Mini Mouse von Microsoft gekauft, u.a. weil sie gut bewertet war. Billig war sie nicht. Viel benutzt wurde sie seither auch nicht, aber irgendein Idiot (nicht ich) brachte es neulich fertig, den Transceiver Modell 1364, der in den USB-Port des Laptops gesteckt wird, so zu beschädigen, dass der Laptop die Maus nicht mehr erkannte.

Die Maus ist noch hundertprozentig in Ordnung, nur der Transceiver ist zerbrochen. Ich ging also zum nächsten Hardware-Händler und fragte nach einem Ersatz-Transceiver. Der Verkäufer schaute lange in seinen Computer und durch seine Listen (die Schlange hinter mir wurde immer länger und die Blicke immer böser) und teilte mir schließlich mit, er habe keine Möglichkeit, mir einen Transceiver 1364 zu beschaffen; ich sollte doch mal mit Microsoft direkt Kontakt aufnehmen.
Gleich nachdem ich wieder zuhause war, setzte ich mich an den Computer und begann mich langsam durch die Microsoft-Supportseiten zu fräsen. Mit Hilfe einer Lupe gelang es mir glücklicherweise auch, die winzigklein geschriebene Produkt-ID auf der Unterseite der Maus zu entziffern, denn ohne diesen Code kommt man auf der Support-Seite nicht weiter. Ich schaffte es tatsächlich, eine Nachricht mit der Problembeschreibung abzusetzen, und ich erhielt auch eine Bestätigung, dass man sich innerhalb von 24 Stunden mit mir in Verbindung setzen würde.
Leider ist das Support-Team bei Microsoft aber nicht in der Lage, sich mit Hardware-Problemen zu befassen. Auszug aus der Antwort, die ich erhielt:
Wir möchten Sie daher bitten, unsere Kollegen vom Microsoft Contact Center telefonisch zu kontaktieren. Diese sind Ihnen unter der Rufnummer 01805 / 67 22 55 (0,14 Eur pro Min .) gerne behilflich, das richtige Support Angebot zur Lösung Ihres Anliegens zu finden. Das Contact Center ist erreichbar von Montag bis Freitag 8-18 Uhr und am Samstag von 9:00 bis 17:00 Uhr.
Heute morgen versuchte ich nun, das Contact Center zu erreichen. Man wird durch lauter Optionen geschleust und muss Nummern drücken. Das ist ja auch nicht weiter schlimm. Schlimm ist nur, dass sich im Optionen-Baum auch nach drei Minuten immer noch keine Möglichkeit auftat, etwas über MS-Hardware zu erfahren. Produktaktivierung oder Malwarebekämpfung, Support zu Windows 7 oder Lizenzprobleme, alles wird angeboten. Für defekte Mäuse jedoch gibt es keine Zuständigkeit.
Arme kleine Maus, nun wird sie im Elektronikschrott enden. Und eines ist klar: Ich kaufe niemals wieder so ein Gerät, gute Bewertung hin oder her.
H1N1-Impfung
Gestern mittag war es so weit, ich bekam meine Impfung gegen die “Neue Grippe”. Zehn Stunden später war mein Körper vollauf beschäftigt mit der Mobilmachung gegen den bösen Feind. Ich bekam Schüttelfrost, Fieber und Schmerzen in allen erdenklichen Gelenken. Heute morgen kamen dann noch heftige Kopfschmerzen hinzu, die leider immun gegen die mir zur Verfügung stehenden Schmerzmittel sind. Eigentlich hatte ich mir das Wochenende anders vorgestellt. Aber morgen geht’s mir hoffentlich wieder besser. Und überhaupt bin ich lieber zwei Tage etwas kränklich als zwei Wochen richtig ansteckend krank. Da ich täglich mit chronisch Kranken in Kontakt komme, kann ich mir das Risiko einer Infektion nämlich nicht erlauben.
Gegen die “normale” Grippe lasse ich mich übrigens jedes Jahr impfen. Da waren die Nebenwirkungen nie so heftig. Bei der letzten regulären Grippe-Impfung vor gut einem Monat hatte ich außer leichten Schmerzen im angestochenen Oberarm gar keine Beschwerden.
Immerhin weiß ich nun wieder, wie sich Fieber anfühlt.
Vor zwanzig Jahren – Twenty years ago
Damals lebte ich in Hamburg. Ich hatte noch kein Internet (mein Compuserve-Account, meine erste Online-Verbindung, kam erst fünf Jahre später), dafür aber gerade einen grippalen Infekt und damit Zeit zum Fernsehen. Ich erlebte das, was an diesem und den folgenden Tagen passierte, sozusagen live am Bildschirm mit. Es waren sehr bewegende Momente.
Damals hätte ich mir nicht träumen lassen, dass ich eines Tages da leben und arbeiten würde, wo ich jetzt bin.
At that time, I lived in Hamburg. I had no Internet (got my Compuserve account, my first online connection, only five years later), but had a ‚flu and time to watch TV. I witnessed all that happened on this and the following days somewhat live on the TV screen. Those were very touching moments.
Not in my wildest dreams would I have thought to once live and work where I am now.
Outdoor-Zeug
Gerade habe ich eine kleine Inventur bei mir gemacht, mit folgendem Ergebnis:
Jacken:

Schlafsack und Stiefel:

Rucksack und Daypack:

Keine Tatzen weit und breit. Prima.
Möge der Geist mit euch sein!

Schild an einem Supermarkt-Regal in einer bekannten Jenaer Einkaufspassage.
Bitte entschuldigt die Bildqualität, mein Handy kann’s nicht besser.