Stricken fürs Auto

Keine Sorge, ich bin noch nicht völlig durchgeknallt. Weder stricke ich elegante Schonbezüge für den Wackeldackel noch feine Ajour-Wischtücher, um die Scheinwerfer zu säubern.

A propos Scheinwerfer, ist euch schon mal aufgefallen, wie viele Autofahrer zwar die Frontscheibe von Schnee befreien, aber die Scheinwerfer vergessen? Mit etwas Glück taut der Schnee dort im Laufe des Fahrens weg, aber gerade auf den ersten Kilometern an einem dunklen Wintermorgen kann man sowohl die Sicht als auch das Gesehenwerden erheblich optimieren, wenn man auch sämtliche Leuchten, sowohl vorn wie hinten, mal kurz abwischt. Aber das wisst ihr ja, oder? 😉

Zurück zum eigentlichen Thema. Mein erstes Gestrick in diesem Jahr ist tatsächlich fürs Auto gedacht, und zwar speziell für Fahrzeuge, die nicht in einer beheizten Garage stehen. Außerdem ist es eine praktische Resteverwertung. Nein, es handelt sich nicht um eine Abdeckung für die Windschutzscheibe, sondern um fingerlose Handschuhe.

fingerlose Handschuhe "Te Ara"

Huch?
Doch-doch. Ihr ahnt nicht, wie oft ich mich schon ohne Handschuhe an einem Wintermorgen ins natürlich rundum enteiste Auto gesetzt habe, um dann fast am Lenkrad anzufrieren. Fäustlinge oder Fingerhandschuhe sind keine Alternative, weil das „Mäusekino“ meines Fahrzeugs via Touchdisplay bedient wird. Außerdem hat man alle sonstigen Knöpfe und Schalter mit freien Fingerspitzen wesentlich besser im Griff. Deshalb habe ich schon seit Jahren immer ein Paar fingerlose Handschuhe im Auto liegen.

Dieses neue Paar ist nicht für mich bestimmt, sondern für eine liebe Person, die viel unterwegs ist. Ich hoffe, sie findet die Handschuhe genau so praktisch wie ich. Dank des ungewöhnlichen kleinen Zopfmotivs liegen sie im Bereich des Handgelenks perfekt an, und sie wärmen gut.

Te Ara, getragen

Verbraucht habe ich einen Rest ganz normaler Sockenwolle, knapp 30 g. Mit einem 3 mm Nadelspiel (Addi Colibri, die mag ich am liebsten) strickte ich die kleinere Größe nach der Anleitung „Te Ara“, die ihr bei Ravelry findet. Ich habe sie seinerzeit anlässlich der Veröffentlichung noch kostenlos bekommen, inzwischen muss man dafür bezahlen. Aber 1,50 Euro ist meiner Meinung nach ein akzeptabler Preis.

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