Meteorologisch jedenfalls. Die Außentemperatur ist einstellig, der Himmel düster, und am westlichen Horizont dräut bereits dunkelbläulich, was sich im Verlauf der nächsten Stunden über uns ergießen wird.
Ich wollte eigentlich auch nur sagen, daß ich nach längerem Überlegen rekonstruieren konnte, wer schuld an dieser meteorologischen Misere ist: Ich bin es.
Ja, exakt. Murphy’s law und ich, um genau zu sein.
Wie konnte das passieren? Nun, wir hatten bekanntlich einige schöne Tage Anfang Mai. So schön, daß ich mich unvorsichtigerweise länger als zehn Minuten in die Sonne setzte, prompt einen Sonnenbrand und Sonnenallergie (mit juckenden Pickelchen und miserabligem Allgemeinbefinden) bekam und am nächsten Tag beim Discounter ein Sonnenschutzmittel mit Lichtschutzfaktor 30 erstand.
Tja, das war’s, das hat gereicht. Seither ließ sich die Sonne nicht mehr blicken. 🙁
Mit Besserung dieses Zustands ist wahrscheinlich zu rechnen, sobald eine von folgenden Bedingungen erfüllt ist:
a) Die Flasche mit dem Sonnenschutzmittel wird aufgebraucht. Zugegeben, das ist unter den gegebenen Umständen nicht sehr wahrscheinlich. Oder kann man das Zeug auch zu etwas anderem als Sonnenschützen verwenden? Als Pflanzendünger, Möbelpolitur, Ungezieferbekämpfung?
b) Das Haltbarkeitsdatum läuft ab, und das Mittel muß weggeworfen werden, also sicher nicht vor 2008.
c) Die Flasche wird unauffindbar verlegt.
Ich sollte mal darüber nachdenken…